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Android: Googles Betriebssystem für Smartphones, Tablets und mehr

Bild: Montage TechStage

Das von der Open Handset Alliance – eine Vereinigung von Mobilgeräteherstellern – unter der Führung von Google entwickelte Android ist eines der drei wichtigsten Mobil-Betriebssysteme. Bei den Smartphones ist es Stückzahl-Weltmarktführer, bei den Tablets spielt es nur die zweite Geige. Google zufolge wurde im September 2012 täglich 1,3 Millionen Android-Geräte aktiviert, insgesamt bis dahin 500 Millionen Stück. Inzwischen gibt es auch viele andere Geräte mit Android, darunter Autoradios, Kameras oder Bilderrahmen.

Aus Betriebssystem-Sicht gibt es vier Arten von Android-Geräten:

  • Geräte von Mitgliedern der Open Handset Alliance, also Tablets und Smartphones von Herstellern wie Samsung, HTC, Motorola oder LG: Dort sind außer Android selbst die Google-Apps wie Maps, GMail und vor allem der Zugang zum App-Supermarkt Google Play installiert. Die Hersteller hübschen die Android-Bedienoberfläche mit eigenen Erweiterungen auf oder ersetzen sogar Apps wie den Kontaktmanager ganz. Teils haben diese Umbauten einen guten Ruf (HTCs Sense zum Beispiel), doch oft entpuppen sie sich als nervende Verschlimmbesserungen. Vor allem die Bloatware, also nicht deinstallierbare Werbe-Apps stören und kosten Speicherplatz.
  • Google selbst hat die Nexus-Baureihe im Angebot, das sind von anderen Herstellern speziell angepasste Geräte. Sie ähneln natürlich einem offiziellen Gerät des Herstellers, beispielsweise das Google Nexus S dem Samsung Galaxy S2, anders wäre das gar nicht realisierbar. Ihr Hauptvorteil: Google installiert ein Android ohne Änderungen und Anpassungen. Auch sind die Nexus-Geräte meist schneller und länger mit Android-Updates versorgt.
  • Android ist ein freies Betriebssystem, jedermann darf sich den Sourcecode herunterladen und Geräte damit verkaufen. Diese nicht von Google und der Open Handset Alliance zertifizierten Geräte sind komplett legal, allerdings fehlen ihnen die Google-Apps. Sie haben also keinen Zugang zu den ganzen Android-Apps, sondern die Anwender müssen sich aus alternativen Quellen bedienen – oder eine Schwarzkopie der Play-App installieren, wobei die angeblich oft mit Schädlingen verseucht sind. Meist handelt es sich um Billigstgeräte von chinesischen Herstellern, die auch mit Blick auf Hardware und Verarbeitung kaum überzeugen. Unser Tipp: Kauft sie nur, wenn ihr genau wisst, was ihr tut.
  • Als letzte Kategorie gibt es dann noch die nicht von Google zertifizierten Geräte, bei denen der Hersteller aber selbst ein funktionierendes Ökosystem aufgebaut hat, sodass der Verzicht auf die Google-Apps und den App-Supermarkt keinen Nachteil darstellt. Darunter fällt das Kindle Fire von Amazon: Ein eigener App-Store ist installiert, das Angebot an Musik, Filmen, TV-Serien und Magazinen ist sogar größer als das von Google. Amazon verspricht darüber hinaus, dass die Apps besser kontrolliert, also frei von Schädlingen sind als im Google-Store.

Die erste Android-Version kam im September 2008 auf den Markt, gut ein Jahr später startete Android 2.0. Anfang 2011 spaltete sich Android mit den Versionen 2.3 für Smartphones und 3.0 für Tablets in zwei getrennte Versionen. Android 4.0 vereinte die beiden Ströme schließlich im Herbst 2011 wieder miteinander. Alle Android-Versionen tragen eine Süßigkeit als Beinamen mit alphabetisch ansteigenden Anfangsbuchstaben: So folgten auf Cupcake Donut, Éclair, Froyo, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich, Jelly Bean, KitKat, Lollipop, Marshmallow und schließlich Nougat. Die nächste Version wird voraussichtlich Android Oreo heißen.

Die aktuelle Version ist Android 7.1 Nougat, die Google erstmals auf den Smartphone Pixel und Pixel XL präsentiert hat.

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