TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

outdoor-lautsprecher-aufmacher

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Kindersicherung für Steckdosen: von günstig bis super

Ratgeber: Enterprise-WLAN für große Wohnungen, Häuser und Schulen

iPhone 13: So schnell werden die neuen Apple-Smartphones billiger

Kaufberatung: Elektrisch höhenverstellbare Tische ab 175 Euro

Akku-Lautsprecher mit WLAN und/oder Bluetooth bringen den Sound nach draußen, in Garten, an den See oder ins Ferienhaus. Wir zeigen unsere Testsieger für den Außeneinsatz.

In diesem Testsieger-Artikel zeigen wir die besten von uns getesteten Lautsprecher für den Einsatz draußen. Dabei sind uns ein paar Dinge wichtig: Die Lautsprecher sollten einen Akku haben und zumindest rudimentär gegen Wasser geschützt sein. Zudem müssen sie auch draußen einen ordentlichen Sound bieten.

Wir unterscheiden drei große Bereiche bei den Outdoor-Lautsprechern:

  • Bluetooth
  • WLAN mit Airplay/Spotify Connect
  • Multiroom

Bluetooth-Lautsprecher bieten die größte Auswahl. Es gibt sie in fast allen Größen und Preisklassen, mit Lichteffekten oder im Retro-Style. Sie bekommen ihre Musik ausschließlich von einem gekoppelten Gerät, meist einem Smartphone. Der Nachteil: Der Akku des Smartphones wird zusätzlich belastet, zudem wird bei einem eingehenden Anruf die Musikwiedergabe unterbrochen (und das Gespräch am Lautsprecher wiedergegeben). Dafür kann man die Lautsprecher auch in den Schrebergarten, den See oder auf den Camping-Platz mitnehmen.

WLAN-Lautsprecher besitzen mehr Intelligenz als reine Bluetooth-Lautsprecher, benötigen aber ein WLAN samt Zugang zum Internet, um alle Funktionen ausspielen zu können. Hier sollte man auf Geräte mit Apple Airplay oder Spotify Connect setzen. So lässt sich Musik direkt von einem iOS-Gerät oder von einem Spotify-Account (egal ob Windows, Android oder iOS) auf dem Endgerät wiedergeben.

Multiroom-Lautsprecher spielen die Musik direkt vom jeweiligen Service oder von einem Netzwerkspeicher ab. Das entlastet das Smartphone und hält es für Anrufe frei. Zudem lassen sich mehrere Lautsprecher, etwa in unterschiedlichen Räumen zusammenschalten.

Wie gut muss ein portabler Lautsprecher gegen Wasser geschützt sein? Unserer Meinung nach sollte er in jedem Fall Spritzwasser überstehen. Es macht wenig Freude, wenn auf der Party ein Getränk über den Lautsprecher geschüttet wird und er sofort den Geist aufgibt. Daher sollte er zumindest wasserfest sein. In IP-Schutzklassen umgerechnet ist das etwa IPX2 oder besser.

Wirklich wasserfeste Lautsprecher, also solche, die man etwa im Pool treiben lassen kann, sind eine ganz andere Nummer. Diese sollten mindestens IPX7 erfüllen, damit auch wirklich kein Wasser eindringen kann, der Standard verspricht Schutz gegen Untertauchen bis zu 1 m Wassertiefe (in Süßwasser). Die Tabelle zeigt die Schutzklassen und ihre Bedeutung.

1. ZifferSchutz gegen Berührung / Fremdkörper2. ZifferSchutz gegen Wasser
0ungeschützt0ungeschützt
1Schutz gegen Fremdkörper > 50 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Handrücken1Schutz gegen Tropfwasser
2Schutz gegen Fremdkörper > 12 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Finger2Schutz gegen Tropfwasser < 15 °C
3Schutz gegen Fremdkörper > 2,5 mm / Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen3Schutz gegen Sprühwasser
4Schutz gegen Fremdkörper > 1 mm / Schutz gegen Berührung mit Draht4Schutz gegen Spritzwasser
5Schutz gegen Staub / Schutz gegen Berührungen5Schutz gegen Strahlwasser
6staubdicht, Schutz gegen Berührung6Schutz gegen schweres Strahlwasser
7Schutz gegen zeitweises Untertauchen
8Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen. Soweit keine andere Angabe erfolgt, besteht ein Schutz bis 1 Meter Wassertiefe.
9Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, speziell Landwirtschaft
9KSchutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, spezifisch für Straßenfahrzeuge
Quelle: Heise.de

Die meiste der Outdoor-Lautsprecher hören sich beim Probehören in der Wohnung meist ziemlich basslastig an. Das ist aber in diesem Fall gewollt. Denn draußen kann der Bass weniger gut reflektieren, er verteilt sich weiter und wirkt so deutlich schwächer als im Innenraum. Damit man dennoch einen runden Sound hat, drehen die Hersteller den Bass etwas höher.

Fetter Sound und einen schicken Retro-Look: Der Marshall Kilburn 2 (Testbericht) erinnern an die Hochzeiten des Rocks und die riesigen Verstärker des Unternehmens. Dazu gehören die drei Drehregler an der Oberseite (die aber leider nur bis 10 gehen), mit denen man Lautstärke, Bass und Treble einstellen kann. Auf der Rückseite sitzt eine Bassreflexöffnung, die zusammen mit dem ordentlichen Lautsprecher einen guten Sound drinnen und draußen liefert. Der Nachteil: Der Marshall Kilburn II ist nur nach IPX2 zertifiziert.

Der Akku des Kilburn II hält rund 20 Stunden im Dauerbetrieb, das Laden dauert rund 2,5 Stunden. Die Schnellladefunktion liefert nach 20 Minuten genügend Saft für drei Stunden Musik.

Preislich lässt sich Marshall den Retro-Charme des Kilburn 2 gut bezahlen, knapp 220 Euro müssen Fans auf den Tisch legen.

Der Anker SoundFlare Mini (Testbericht) ist so ziemlich das Gegenteil vom Marshall Kilburn 2. Statt Retro-Design gibt es Leuchteffekte, statt IPX2 ist der SoundFlare Mini nach IPX7 gegen Wasser geschützt und statt 220 Euro kostet das Anker-Produkt um die 50 Euro. Dafür leidet allerdings der Sound, auch wenn der Hersteller mit der Bass-Up-Funktion etwas nach nachlegen will. Die Akkulaufzeit liegt zwischen zehn und zwölf Stunden, reicht also für normale Partys aus.

In unserem Testfeld gibt es noch ein paar weitere gute Bluetooth-Lautsprecher. Da wäre etwa der Teufel Motiv Go (Testbericht), der im Test mit gutem Design und solider Klangqualität überzeugt. Oder der Bose Soundlink Micro (Testbericht), eine kleine Box mit gutem Sound. Im Test schnitt der Ultimate Ears Boom 3 (Testbericht) ebenfalls gut ab, vor allem beim Sound und er Akkulaufzeit. Besonders günstig ist der JBL Go 2 (Vergleich). Beim Probehören fällt der kleine Lautsprecher aber ab, er ist einfach zu klein, um einen fetten Klang zu liefern. Dafür ist der Preis mit 22 Euro spannend.

WLAN-Lautsprecher sind für den Garten perfekt, zumindest wenn ein stabiles Netzwerk vorhanden ist. In unseren Tests ist dabei der Bose Portable Home Speaker (Testbericht) der Testsieger. Das liegt am ausgewogenen Klang, der einfachen Integration ins WLAN, der guten App und der Unterstützung für Apple Airplay 2 und Spotify Connect.

Der Akku hält bis zu zwöf Stunden durch und ist dank USB-C schnell geladen. Alternativ kann man ein Ladepad kaufen, auf das man den Lautsprecher einfach aufsetzt. Der Lautsprecher ist nach IPX4 gegen Wasser geschützt. Wer den Lautsprecher nicht vom Handy aus bedienen möchte, der kann Amazon Alexa oder den Google Assistant einrichten.

Der Bose-Lautsprecher kostet samt der Ladeschale knapp 300 Euro, das ist ein stolzer Preis. Deutlich günstiger ist da der JBL Link Portable. Er kostet knapp 150 Euro. Dafür bietet er rund acht Stunden Laufzeit, WLAN und Bluetooth, den Google Assistant, Spotify Connect und Apple Airplay 2. Der JBL Lautsprecher ist gemäß IPX7 gegen Wasser geschützt.

Sonos ist immer noch ein Synonym für Multiroom-Audio. Der jüngste Zuwachs ist der kleine Lautsprecher Sonos Roam (Testbericht). Er ist noch mehr auf den mobilen und Outdoor-Einsatz ausgelegt als der Sonos Move (Testbericht). Der Roam ist kleiner, portabler und mit IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

Der Sonos Roam kann trotz seiner Größe mit einem sehr guten Klang punkten. Das liegt nicht nur am überraschend starken Bass, der in der kleinen Box steckt, sondern vor allem an der Trueplay-Funktion. Mittels integrierter Mikrofone kann der Roam den jeweiligen Standort einmessen und so die Wiedergabe anpassen. Das funktioniert in der Praxis sehr gut.

Ebenfalls gut ist die Software. Wie immer muss der Lautsprecher mit der Sonos-App verbunden werden, anschließend steht er für Wiedergabe bereit. Alternativ beherrscht der Lautsprecher, einmal im WLAN eingebunden, auch Spotify Connect und Apple Airplay 2. Wer ihn unterwegs mitnehmen möchte, der kann ihn per Bluetooth bespielen.

Einziges Manko: Es liegt kein Netzteil bei, nur ein USB-C-Kabel. Alternativ gibt es eine Qi-Ladestation, die kostet aber knapp 50 Euro.

Für knapp 100 Euro bekommt man den Pure Discovr (Testbericht). Der kleine Lautsprecher im Dosen-Format konnte im Test mit überraschend gutem Klang und einer cleveren Touch-Bedienung gefallen. Letztere erinnert aus gutem Grund an den iPod: Apple hat für seinen MP3-Player das Patent von Pure genutzt.

Songs lassen sich per WLAN, Bluetooth oder sogar AUX zuspielen, im WLAN kann der Lautsprecher den Amazon Alexa nutzen. Zudem empfängt der Pure Discovr Songs per Spotify Connect und Apple Airplay 2. Der Akku hält bis zu 15 Stunden, allerdings gibt Pure keine Informationen zum Schutz vor Wasser. Entsprechend sollte man den Discovr trocken aufstellen.

Wer einen günstigen Lautsprecher für unterwegs sucht, der macht mit einem Bluetooth-Gerät wenig verkehrt. Lautsprecher wie der JBL Go 2 sind natürlich keine Klangexplosion, aber für 22 Euro kann man auch nicht mehr erwarten.

Der Sweet-Spot ist unserer Meinung nach ein Gerät mit WLAN und Bluetooth. So kann man im Garten bequem Musik aus dem Haus-WLAN streamen und entlastet so das Smartphone. Dazu kommen praktische Funktionen wie Alexa oder der Google Assistant. Bose macht hier viel richtig, doch auch der Sonos Roam ist großartig. Letzteren würden wir auch dann empfehlen, wenn man schon ein Sonos-System hat und nur noch einen Lautsprecher für draußen sucht. Denn wenn man ihn nicht dort nutzt, kann man ihn einfach einem anderen Raum als zusätzlichen Lautsprecher zuweisen.

Wenn das WLAN draußen nicht stark genug ist, da kann man Abhilfe schaffen. Wie es geht, zeigen wir im Beitrag WLAN im Garten. Weitere Artikel zu den Outdoor-Lautsprechern zeigen wir in unserer Themenwelt Outdoor-Lautsprecher sowie dem Ratgeber Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.