TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Ratgeber: Sportuhren oder Fitness-Tracker für Jogger

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Smartphone-Schnäppchen zur Black Week 2021

Smartphone-Schnäppchen zum Black Friday 2021

Geschenkratgeber: Tablet fürs Surfen, Streaming oder als PC-Ersatz

Surfen, Streamen oder Arbeiten: Das passende Tablet zu Weihnachten

Uhren nachladen nervt und schränkt die Nutzung ein. TechStage zeigt Smartwatches, Fitness-Tracker und Sportuhren, die im Test mit einer besonders langen Akkulaufzeit auffielen.

Smartwatch schon wieder leer? Das nervt, vor allem, wenn die Uhr nicht nur tagsüber die Bewegung, sondern auch nachts den Schlaf aufzeichnen soll. Leider leidet gerade die populäre Apple Watch (Testbericht) unter einem zu kleinen Akku, sie hält meist nicht mal einen Tag durch.

Wir haben aus unseren Tests die Fitness-Tracker, Smartwatches und Sportuhren mit der längsten Akkulaufzeit herausgesucht. Die Werte dafür haben wir im praktischen Tragen ermittelt und mit den Daten der Hersteller verglichen. Sie entsprechen dem Praxiseinsatz. So messen wir etwa dauerhaft den Puls und sonstige Körperdaten, zählen Bewegung und Stockwerke und nehmen die Uhren oder Tracker mit zum Sport.

Bei allen Test in den Themenwelten Sportuhren, Smartwatches oder Fitness-Tracker fällt eine grobe Faustregel auf: Je flexibler ein Gerät wird, je mehr Features es besitzt und je offener es für zusätzliche Apps ist, desto kürzer ist die Akkulaufzeit.

Ganz krass trifft das die Smartwatches auf Basis von Google Wear OS und Apple Watch OS. Wie schon erwähnt halten Apple Watches selten mehr als einen Tag durch. Das trifft leider auch auf die eigentlich gute Suunto 7 (Testbericht) zu. Dabei hat der Hersteller von Sportuhren eine klassische Sportuhr mit Google Wear OS kombiniert. Das Ergebnis ist eine vielseitige und gute Smartwatch für Sportler, die aber nach 1,5 Tagen leer ist. Viel zu wenig, vor allem wenn man sie mit einer Suunto 9 Baro (Testbericht) vergleicht, die locker neun Tage durchhält. Insgesamt haben die geschlossenen Systeme die Nase bei der Akkulaufzeit vorne. Dabei muss man nicht zwingend auf zusätzliche Apps verzichten, wie etwa Garmin oder Huawei zeigen. Nur die Auswahl ist deutlich kleiner.

Der nächste Punkt ist das Display. Analog zu Smartphones kosten große, bunte, helle Anzeigen mit Touchscreen mehr Strom als einfarbige LCDs mit seitlichen Bedienelementen. Die Unterschiede merkt man am oberen und unteren Ende. Die Withings Scanwatch (Testbericht) hält deswegen knapp einen Monat durch, weil sie ein kleines OLED-Display mit klassischen analogen Zeigern kombiniert. Dennoch schaffen zahlreiche Sportuhren und Fitness-Tracker locker 14 Tage im Alltag. Das liegt vorwiegend daran, dass sie, wann immer möglich, in einen Sparmodus schalten. Dieser zeigt dann etwa nur die Uhrzeit oder einzelne Punkte an. Einfarbige Anzeigen helfen ebenfalls, vor allem, wenn sie mit OLED-Technologie kombiniert werden. Ein besonderer Exot ist dabei die Mobvoi TicWatch Pro (Testbericht). Diese Google-Wear-Smartwatch besitzt zwei Bildschirme, die übereinander liegen. Im Stand-By nutzt die Uhr das weniger stromfressende transparente LC-Display, wenn der Nutzer die Daten aktiv abruft, schaltet sich ein heller OLED-Bildschirm zu. Das sorgt für eine Akkulaufzeit von vier Tagen – sensationell gut für eine Uhr mit Google Wear OS.

Die Sensoren kann man inzwischen getrost ignorieren, mit der Ausnahme von GPS. Egal, ob der Puls oder die Sauerstoffsättigung dauerhaft oder alle paar Minuten gemessen wird, die Chips sind inzwischen so ausgereift, dass es kaum großen Einfluss auf die Laufzeit hat. Das ändert sich aber, wenn die jeweilige Uhr über ein integriertes GPS verfügt. Dieses benötigt ordentlich Strom und zieht den Akku zügig leer.

Da die meisten Betriebssysteme der Uhren recht verschlossen sind, bleiben wenig Optionen, um mehr Laufzeit herauszuholen. Ähnlich wie bei Smartphones sollte man alles abschalten, was man nicht benötigt, also etwa WLAN oder GPS. Dazu kann man die Helligkeit automatisch regeln lassen oder selbst nach unten stellen. Eine Always-On-Funktion des Bildschirmes benötigt mehr Strom, als wenn die Anzeige erst dann aktiviert wird, wenn man den Arm hebt.

Es gibt einige Hersteller, die mit technischen Hilfsmitteln die Laufzeit verlängern wollen. Garmin etwa bietet die Garmin Fenix 6 oder die Enduro mit einem Solarmodul an. In der Theorie soll dieses die Uhren aufladen, während man sie trägt. In der Praxis ist das von dermaßen vielen Faktoren abhängig, dass man damit vielleicht ein paar Stunden oder Tage längere Laufzeit herausschinden kann, man ist aber nicht unabhängig von der Steckdose.

Fast zwei Monate Laufzeit, das bringt die Garmin Enduro (Testbericht) mit. Die Sportuhr ist nicht für Gelegenheitssportler gedacht, sondern richtet sich an Läufer, die teilweise mehrere Tage von einer Steckdose entfernt sind und ihre Trailruns per GPS aufzeichnen und navigieren lassen wollen. Wer solche Touren vorhat, der ist mit der Enduro gut beraten.

Der zweite Platz geht an unseren Preis-Leistungs-Tipp Amazfit T-Rex Pro (Testbericht). 14 Tage sind für eine Sportuhr ein sehr guter Wert, so kann man auch mehrere Trainingseinheiten über das integrierte GPS mit aufzeichnen lassen. Anschließend folgen gute Sportuhren wie die Garmin Instincts Esports (Testbericht), die Suunto 9 Baro (Testbericht) oder die Garmin Fenix 6s (Testbericht). Wie sich die Sportuhren sonst schlagen, zeigen wir in unserer Bestenliste: Top-10 der Multi-Sportuhren.

Wer keine Uhr will, die wie eine Sportuhr dick aufträgt, sondern lieber etwas Eleganteres für den Alltag sucht, der sollte sich die Withings Scanwatch (Testbericht) ansehen. Sie kombiniert eine klassische analoge Zeitanzeige mit einem kleinen OLED-Display, in dem etwa eingehende Nachrichten angezeigt werden. Im Inneren stecken fast alle aktuellen Sensoren: Puls oder Sauerstoffsättigung werden gemessen und die Uhr kann sogar Vorhofflimmern entdecken und entsprechend warnen. Und das alles von einer Laufzeit von 30 Tagen.

Wenn es etwas größer sein darf, dann empfehlen wir die Huawei Watch GT2 Pro (Testbericht). Die wuchtige Smartwatch lässt sich auch beim Sport wunderbar tragen und kommt auf rund zwei Wochen Laufzeit. Unser Preis-Leistungs-Tipp wäre die Honor Magic Watch 2 (Testbericht). Sie hält zehn Tage durch und lässt sich auch fürs Training wunderbar nutzen.

Gleich vier aktuelle Fitness-Tracker halten 14 Tage lang in der Praxis durch. Huawei Band 6 (Testbericht), Xiaomi Mi Band 5 (Testbericht), Honor Band 6 (Testbericht) und Amazfit Band 5 (Testbericht) sind alles Langläufer, das Mi Band 5 setzt sich aber unserer Meinung bei Preis und Leistung knapp an die Spitze. Wobei man sagen muss, dass die Xiaomi-Geräte mit jeder Generation weniger lange laufen.

Die meisten aktuellen Fitness-Tracker halten aber zwischen neun und 14 Tagen lang durch. Hier kann man seiner Präferenz und dem Budget freien Lauf lassen. Mehr Details dazu zeigt unsere Bestenliste: Top 10 der Fitness-Tracker.

Einen Fitness-Tracker mit langer Akkulaufzeit zu finden ist keine Kunst. Anders ist das bei einer Smartwatch. Fans von Apple oder Google müssen sich damit abfinden, dass die vergleichsweise offenen Systeme viel Akku fressen und die Laufzeit gering ist. Die Scanwatch von Withings (Testbericht) ist das andere Ende der Skala: Das System ist gewissermaßen geschlossen, dafür ist die Akkulaufzeit sensationell. Dazwischen gibt es zahlreiche Versuche, andere Betriebssysteme oder Techniken zu etablieren. Ein Blick in unsere Themenwelt zu Smartwatches zeigt weitere Einzeltests und was man dort erwarten kann.

Bei den Sportuhren ist das Themenwelt ebenfalls weit gestreut. Allerdings sollte die normale Sportuhr rund eine Woche durchhalten, wenn man sie täglich trägt und mehrere Trainingssessions pro Woche unternimmt. Das schaffen die meisten Geräte. Der Stromfresser hier ist das integrierte GPS, das kann die Laufzeit deutlich beeinflussen. Das ist dann relevant, wenn man die Uhr für die Navigation im Gelände verwendet. Wer solche Touren vorhat, der sollte zu einem Langläufer wie der Garmin Fenix 6s (Testbericht) oder der Suunto 9 Baro (Testbericht) greifen. Wer noch länger unterwegs ist, etwa mehrere Tage, dem bleibt die Garmin Enduro (Testbericht).

Noch mehr Themen rund um Smartwatches, Fitness-Tracker oder Sportuhren haben in den jeweiligen Themenwelten veröffentlicht. So zeigen wir etwa, welche Uhren einen integrierten Musik-Player haben, wann der Pulsgurt und wann eine Sportuhr besser passt, was die Top 10 der Sportuhren sind, welche Fitness-Tracker in unserer Bestenliste sind oder man günstiger Armbänder für die Apple Watch bekommt.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.