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Zelda: Breath of the Wild für die Switch im Test
Pro und Contra
  • Offene Welt und Klettermechanik bieten großes Maß an Erkundungsfreiheit
  • Atmosphärischer Soundtrack untermalt die malerischen Szenerien des Spiels
  • Reaktionen der Elemente und Wirkung auf den Spieler verleihen dem Spiel viel Tiefe
  • Fähigkeiten kommen je nach Spielstil eher wenig in Aktion
  • 5.0

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Link und Zelda gehören mindestens so zu Nintendo wie die Klempner-Brüder Mario und Luigi. TechStage testet Zelda: Breath of the Wild, das zwar schon etwas älter ist, aber immer noch begeistert.

Als die Nintendo Switch im März 2017 das Licht der Welt erblickte, präsentierte Nintendo einen neuen Ableger der Zelda-Reihe, Zelda: Breath of the Wild. Das Spiel erhielt massig Lob, starke Bewertungen und vor allem viele Fans. So ist es wenig verwunderlich, dass bereits im vergangenen Jahr eine Fortsetzung von Link und Zeldas Abenteuer angekündigt wurde. Doch bevor das Abenteuer weitergeht, muss Link aus seinem 100-jährigen Schlaf erwachen, und sich den neuen Gefahren von Hyrule stellen.

Wir testen Breath of the Wild im Rahmen unserer Themenwelt zur Nintendo Switch. Denn das Spiel ist, soviel sei vorab gesagt, auch fast vier Jahre nach der Veröffentlichung noch wert, gespielt zu werden. In der Themenwelt haben wir noch mehr Artikel rund um die Switch zusammengefasst. So besprechen wir etwa Switch-Zubehör , Need for Speed Hot Pursuit Remastered (Testbericht) , Ring Fit Adventure (Testbericht) oder Animal Crossing: New Horizons (Testbericht) .

Es bedarf keinerlei Vorerfahrung mit dem Franchise, denn die vergangenen 100 Jahre sind auch für Link ein Rätsel und werden Stück für Stück aufgearbeitet, während Link sein Gedächtnis wiedererlangt. Wie sich herausstellt, ist die Verheerung Ganons erneut zurückgekehrt und hat Hyrule nicht nur in Schutt und Asche gelegt, sondern auch die Bevölkerung ausgedünnt. Gebannt im Schloss Hyrule von Prinzessin Zeldas Macht, kämpfen die beiden noch immer um die Oberhand. Doch Zeldas Kraft schwindet, und so liegt es erneut an Link, Hyrule vor dem totalen Untergang zu retten. Dabei ist er nicht allein, denn um sich Ganon zu stellen, müssen die vier mächtigen Titanen übernommen und die Völker wiedervereint werden.

Sobald Link sich den Schlaf aus den Augen gerieben und den Schrein in dem er erwacht ist verlassen hat, erhalten Spieler einen ersten Blick auf die prächtige Welt. Die ersten Spielstunden laufen jedoch in einer Tutorial-artigen Sequenz auf einem Plateau ab, abgeschottet von der restlichen Welt. Um vom Plateau hinunterzukommen, braucht Link einen Parasegel. Diesen verspricht ein ominöser alter Mann, der Link immer wieder über den Weg läuft und nützliche Tipps preisgibt. Um sich den Parasegel zu verdienen, müssen zuerst einige Aufgaben erledigt werden. Diese stellen die allgemeinen Spielprinzipien vor: Essen jagen, Essen kochen, der Umgang mit den Waffen im Angesicht der ersten Gegner und das Erklimmen von Bergen. Neben den Serien-typischen Waffen greift Link vor allem auf eine mysteriöse alte Technologie, den Sheikah-Stein, zurück. In diesem werden sämtliche Informationen wie die Umgebungskarte, das Inventar oder das Tagebuch präsentiert.

Die antike Steintafel offenbart jedoch noch viel mehr Fähigkeiten als nur ein handelsübliches Tablet. So kann Link mithilfe von Modulen des Steins die Objekte in der Spielwelt nach Belieben manipulieren – Hyrule wird zum Spielplatz.

Zuerst wäre da das Stasismodul, welches ein Objekt für eine bestimmte Zeit stillstehen lässt. Mit dem Cryomodul lassen sich Eissäulen auf das Wasser zaubern, die beiden Bombenmodule lassen ihre Funktion bereits aus dem Namen ableiten. Die Module nutzt man nicht nur in der Spielwelt, besonders wichtig sind sie für die Prüfungen der verschiedenen Schreine. Wer sie erfolgreich meistert, erhält ein Zeichen der Bewährung. Bei vier gesammelten Zeichen lassen sich diese an bestimmten Orten der Welt in ein weiteres Herz, oder gesteigerte Ausdauer eintauschen.

Trotz gekonnter Einführung mithilfe der Plateau-Umgebung, bedarf es möglicherweise für einige Spieler etwas Eingewöhnungszeit. Ansonsten könnte sich der Start in das Spiel ebenso holprig gestalten. Spielstände werden nur selten automatisch gespeichert, Waffen sind zerbrechlich und auch das Ausweichen und Blockieren bei Gegnern benötigt etwas Übung. Demnach kann der Beginn des Spiels etwas frustrierend wirken, doch davon darf man sich keinesfalls abschrecken lassen. Denn sobald Link den Parasegel erhält und das Plateau hinter sich lässt, entfesselt sich die Magie der weiten Welt von Zelda: Breath of the Wild.

Je mehr Link über seine Vergangenheit und die Geschehnisse der letzten 100 Jahre erhält, umso deutlicher wird das Ziel. Die bereits erwähnten vier Titanen sind mächtige Maschinen, die einst von ausgewählten Helden der jeweiligen Völker Zora, Orni, Gerudo und Goronen befehligt wurden. Auf der langen Heldenreise treffen Spieler auf viele charmante Charaktere, besonders das Design der einzelnen Völker und ihre Dörfer stechen dabei heraus. Auch anderweitig gibt es kaum einen Ort in Hyrule, der es nicht wert wäre in einem Screenshot zu verewigen. Wer auf einem selbst gefangenen Pferd die weiten Landschaften durchstreift und dabei dem Soundtrack lauscht, der wird sich schnell in die Welt von Breath of the Wild verlieben.

Als Open-World-Spiel lässt Nintendo es im Grunde genommen immer offen, wo es als Nächstes hingeht. Um die vier Titanen zu bezwingen, führt es Spieler in vier verschiedene Ecken der riesigen Spielwelt. „Der Weg ist das Ziel“ trifft es hierbei besonders gut, denn es können etliche Spielstunden mit der Suche nach Zutaten, Turm-Erkundung oder dem Meistern von Schreinen verbracht werden, bis es geschichtlich mit der nächsten Quest weitergeht. Die Welt mit all ihren Eigenschaften bietet bereits jede Menge Unterhaltung und besitzt mit ihrer Gestaltung und den Einwohnern Hyrules reichlich Charme.

Besonders beeindruckend, ist der intelligente Aufbau der Spielwelt. Elemente wie Feuer, Wasser oder auch Blitze reagieren mit Link und der Spielwelt. Wenn es regnet, rutschen Spieler beim Klettern von den Steinen ab. Wer mit einem Feuerpfeil Jagd auf ein Hirsch macht, der kriegt sein Fleisch gleich gebraten und wer während eines Gewitters lange im Regen steht, wird von mächtigen Blitzen niedergestreckt. Keine ominösen Crafting-Systeme, keine unlogischen Reaktionen. In Breath of the Wild kommt die Kraft aus der Natur. Dieser Aspekt verleiht dem Spiel ein Maß an Authentizität und Immersion, das anderweitig nicht oft in Videospielen zu sehen ist.

Neben der allgemeinen Gestaltung und dem Soundtrack, zählt das Gefühl der Bewegungsfreiheit zu den vielleicht stärksten Eigenschaften des Spiels. Dieses Gefühl drückt sich nicht nur in der Weite und freien Wahl der Aktivitäten aus, auch Links außergewöhnliche Kletterfähigkeiten tragen dazu bei. Kein Berg und keine Klippe sind dem Helden zu steil. Zurückführend auf den logisch verknüpften Aufbau des Spiels, ist die Fähigkeit zu klettern, ebenso wie das Schwimmen, an die Ausdauer gebunden. Sobald die Ausdaueranzeige leer ist, rutscht Link den Berg hinunter oder ertrinkt sogar im Wasser. Das kann besonders in den ersten Spielstunden zu jeder Menge ungewollten Game-Over-Bildschirmen führen, wenn die Ausdauer nicht im Blick behalten wird.

Anderweitig sind die Fähigkeitenmodule in Form von Bomben, Stasis, Cryo und Magnetismus ein absoluter Höhepunkt. Neben den Innenräumen der Schreine, können diese auch in der freien Natur eingesetzt werden, um mit magnetischen Objekten eine Brücke über den Fluss zu bauen oder den Gegner dank des Stasismoduls mit einem riesigen Steinball zu zerschmettern. Doch im Eifer des Gefechts gehen diese Möglichkeiten leider oft verloren. Ein schnelles Schwertgefecht, oder die Gegner mit dem Pferd zu überrollen, ist oft praktischer, als sich eine ausgetüftelte Strategie auszudenken. Darum ist der wohl einzige Kritikpunkt an das Spiel, dass sich die Fähigkeiten trotz starker Gameplay-Szenarien leider etwas überflüssig anfühlen. Vielleicht ist es schlichtweg eine Frage des Spielstils, taktische Denker können dank der Module einige starke Vorteile im Spiel ausschöpfen.

Zelda: Breath of the Wild hat sich seinen Platz an der Spitze der Nintendo Switch-Spiele absolut verdient. Trotz massiven Umfangs an Spielelementen und jede Menge Kämpfen, strahlt die wunderschöne Welt samt des Soundtracks eine gewisse Ruhe und Schönheit aus, die es so in anderen Spielen nur selten gibt. Auch die Interaktionen zwischen den einzelnen Elementen wie Feuer und Wasser lassen das Spiel und seine Systeme außergewöhnlich intelligent wirken, selbst wenn einige Spieler Elemente wie die Fähigkeitenmodule vielleicht niemals in all seinem Potenzial ausnutzen werden.

Zelda: Breath of the Wild ist ein Muss für Fans von Spielen wie The Elder Scrolls V: Skyrim, für Liebhaber der Welterkundung und für all diejenigen, die sich gerne wieder einmal in einer nicht nur schönen, sondern auch sehr ausgeklügelten Spielwelt verlieren möchten.

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