Xiaomi Redmi Note 11S 5G im Test: 235 Euro, 5G, dicker Akku

Xiaomi Redmi Note 11S 5G
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Xiaomis Smartphone-Portfolio war noch nie übersichtlich. Auch mit dem Redmi Note 11S 5G sorgt der Hersteller mal wieder für Verwirrung, denn es gibt Fort-, aber auch Rückschritte zu den anderen Note-11-Geräten.

Xiaomi steht grundsätzlich für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt nicht nur, aber auch bei Smartphones. Das hat sich zwar langsam in der Oberklasse gewandelt, wo zwar die Leistung nach wie vor klasse ist, aber die Preise immer weiter steigen. In der Mittelklasse ist der Preisanstieg aber noch nicht angekommen, hier stimmt Preis-Leistung noch. Das beweist das Xiaomi Redmi Note 11S 5G, das in der großen Speicherkonfiguration kaum über 200 Euro kostet und dafür eine Menge zu bieten hat. Leider setzt sich auch das 5G-Modell nicht so recht von den anderen Modellen der Note-11-Reihe ab und Parallelen zum Poco M4 Pro 5G aus eigenem Hause sind nur zu offensichtlich. Damit verwirrt Xiaomi Kaufinteressenten erneut, die verzweifelt versuchen, Durchblick im Produkte-Wirrwarr zu behalten. Wir zeigen im Test, für wen sich das Redmi Note 11S 5G lohnt.

Beim Design geht Xiaomi beim Redmi Note 11S 5G keine neuen Wege. Das Modell ist klar als Bestandteil der Note-11-Reihe erkennbar. Das ist durchaus positiv gemeint, denn das vergleichsweise schnörkellose Äußere finden wir ziemlich gelungen. Zwar setzt Xiaomi ausschließlich auf Kunststoff für Rückseite und Rahmen, dennoch wirkt das Smartphone nicht billig. Das Schwarz unseres Testmodells glitzert leicht im Sonnenlicht und sorgt trotz dezenter Einfachheit für einen leichten Wow-Effekt. Neben hellen Schriftzügen fällt vor allem die Kameraeinheit ins Auge. Sie wirkt beinahe so, als ob sie aus vier Linsen plus der leicht abgesetzten und noch etwas weiter aus dem Gehäuse hervorstehenden Hauptkamera mit „50MP“-Aufdruck bestehen würde. Tatsächlich gibt es nur drei Linsen, der Rest sind LED-Blitz und Sensoren.

Das Gerät liegt dank sanfter Rundungen der Rückseite gut in der Hand – trotz recht ausufernder Maße von 164 x 76 Millimeter und stolzen 195 Gramm Gewicht. Der Übergang zum ebenfalls gerundeten Rahmen ist dabei zwar spürbar, aber ausreichend gut ausgearbeitet. Die beiden Hardware-Tasten auf der rechten Geräteseite lassen sich gut bedienen, der Power-Knopf hat aber etwas seitliches Spiel. Beim Schütteln des Geräts klappert er dennoch nicht. Die Ränder rings um den großen Screen auf der Vorderseite sind ausreichend schmal, um das ganze Smartphone modern wirken zu lassen. Nur oben und unten sind sie etwas breiter. Zum modernen Look passt auch die mittig am oberen Bildrand platzierte Punchhole-Notch für die Frontkamera.

Die eingangs angesprochene Verwirrung beim Xiaomi-Portfolio zeigt sich schön am Vergleich des Redmi Note 11S 5G im Test mit dem fast namensgleichen Redmi Note 11S ohne 5G-Zusatz. Denn wer jetzt denkt, dass 5G der einzige Unterschied ist, der irrt. Wer ausschließlich Fortschritte vermutet, ebenfalls. So hat das non-5G ein OLED-Display mit 6,43 Zoll, das 5G-Modell ein IPS-LCD mit 6,6 Zoll – ganz wie das bereits erwähnte Poco M4 Pro 5G. Die Auflösung ist hingegen mit 2400 x 1080 Pixel gleich, die Bildschärfe mit 393 ppi (Pixel pro Zoll) nur auf dem Papier leicht schlechter. Die Bildwiederholungsrate liegt bei maximal 90 Hz, sie wird zum Stromsparen automatisch bis auf 30 Hz reduziert.

Im Alltag dürften die meisten Nutzer zufrieden mit dem Panel sein. Zwar kommt es bei Punkten wie Schwarzwert und Kontrast nicht an ein OLED-Display heran, schlägt sich aber insgesamt sehr gut für die untere Mittelklasse. Die Helligkeit liegt bei etwa 420 cd/m², im Automatikmodus klettert sie mit rund 500 Candela noch etwas höher. Die Blickwinkelstabilität ist in Ordnung.

Bei der Kamera gibt es den nächsten Unterschied. Statt 108 Megapixel wie im Redmi Note 11S steckt im Redmi Note 11S 5G eine Hauptkamera mit 50 Megapixel und besserer Lichtempfindlichkeit von f/1.8 sowie ein Weitwinkel mit 8 Megapixel und f/1.8. Das ist exakt die Kameraausstattung des Poco M4 Pro 5G. Im Redmi-Modell kommt hier allerdings noch eine Makrokamera mit 2 Megapixel hinzu – vernachlässigbar.

Aufnahmen mit der Hauptkamera sehen bei gutem Licht scharf aus und zeigen wenig Bildrauschen. Die Bilddynamik ist erstaunlich gut und Farben werden intensiv, aber weitgehend passend abgelichtet. In der Vergrößerung ist dann aber zu erkennen, dass ein Teil der vermeintlichen Schärfe durch Software-Nachbearbeitung kreiert wird – wie fast immer in dieser Preisklasse. Bei Nacht gelingen zumindest bei ausreichend beleuchteten Objekten mit dem Nachtmodus ansprechende Bilder, wobei die Schärfe wie immer sinkt und Bildrauschen verstärkt auftritt. Dabei werden Aufnahmen nicht generell zu stark aufgehellt, wodurch Schatten und dunkle Bildbereiche insgesamt etwas zu düster dargestellt werden.

Aufnahmen mit dem Weitwinkel sind wie immer weniger scharf, besonders zu den Rändern hin. Auch die Bilddynamik ist schwächer ausgeprägt. Dafür passt der Weißabgleich und Farben sind ähnlich wie bei der Hauptkamera. Die Makrokamera sehen wir wieder mal nur als Datenblatt-Aufhübschung und für den Alltag als nicht relevant an. Selfies sehen insgesamt sehr natürlich aus, Schärfe, Farben und sogar die Dynamik gehen insgesamt in Ordnung.

Videos lassen sich nur bis maximal 1080p/30 aufnehmen. Das limitiert die ohnehin nicht übermäßig stark ausgeprägte Bildschärfe gerade bei Schwenks weiter. Dafür ist die elektronische Bildstabilisierung brauchbar. Insgesamt knipst die Kamera des Redmi Note 11S 5G für die Preisklasse um 250 Euro gute Bilder.

Bei der Ausstattung lassen sich wieder Parallelen zum Poco M4 Pro 5G feststellen. So kommt nicht wie beim non-5G-Modell ein älterer Helio G96 von Mediatek zum Einsatz, sondern wieder der modernere Dimensity 810. Je nach Ausstattung ist der mit 4 oder 6 GByte RAM und 64 oder 128 GByte internem Speicher kombiniert. In Benchmarks schlägt sich der neuere Chip etwas besser als der Helio G96: In PCmark Work 3.0 kommt das Modell auf 9150 Punkte, in 3Dmark Wildlife sind es 1200 Punkte. Für die untere Mittelklasse ist das in Ordnung.

Das gilt für den Rest der Ausstattung ebenso. Dank des modernen Chipsatzes bietet das Redmi Note 11S 5G unter anderem Bluetooth 5.1, NFC, einen IR-Port und natürlich das namensgebende 5G. Positiv: Der interne Speicher lässt sich per Micro-SD-karte erweitern und das Gerät verfügt über Stereo-Speaker mit etwas dünnem, aber klarem Sound und einen in den Powerbutton eingebauten Fingerabdrucksensor, der sehr schnell und zuverlässig ist. Die restlichen Informationen zur Ausstattung findet man in der folgenden Tabelle.

Bei der Software setzt Xiaomi auf Android 11 mit der Nutzeroberfläche MIUI 13. Sie bietet das typische Xiaomi-Interface mit einigen Zusatz-Features und ist insgesamt recht übersichtlich. Da im Vergleich zu Vanilla-Android einige Menüpunkte anders angeordnet sind, braucht es aber unter Umständen etwas Einarbeitungszeit. Der Sicherheits-Patch unseres Testgerätes stammte von Mai 2022 und ist damit ausreichend aktuell.

5000 mAh leistet der Kraftspender im Xiaomi Redmi Note 11S 5G – das ist ordentlich. Im Battery Test von PCmark erreichte das Gerät mit eingeschalteter 90-Hz-Anzeige rund 12 Stunden Laufzeit – das ist gut, aber etwas weniger als etwa beim Redmi Note 11 Pro+ 5G (Testbericht) mit 120 Hz. Ein Grund dafür könnte der Wechsel von OLED zu LCD sein. Dennoch sollten die meisten Nutzer mit dem Note 11S 5G zwei Tage gut über die Runden kommen.

Geladen wird der Akku ausschließlich per Kabel. Das Ladegerät im Lieferumfang leistet 33 Watt – das ist inzwischen nichts Besonderes mehr, selbst in der unteren Mittelklasse. Damit lädt das Smartphone in unter einer Stunde voll auf.

Die Version mit 6/128 GByte hat eine UVP von 329 Euro, die Version mit 4/128 GByte ist kaum günstiger. Andere Varianten sind aktuell in Deutschland nicht zu bekommen. Als Farben stehen Hell- und Dunkelblau sowie Schwarz zur Verfügung.

Das Xiaomi Redmi Note 11S 5G ist für den aufgerufenen Preis ein gutes Smartphone. Das Display überzeugt in der Mittelklasse grundsätzlich, die Kamera ebenfalls, es sieht ausreichend schick aus, Leistung, Speicher und Akku sind ebenfalls ordentlich. Die Frage lautet allerdings: Warum sollte man das Gerät kaufen? Die einfache Antwort: Gar nicht, es sei denn, es passt zu einer Vertragsverlängerung. Nicht, weil es schlecht wäre. Aber das Xiaomi Poco M4 Pro 5G bietet ziemlich genau die gleiche Ausstattung, ist aber sogar noch günstiger.

Wer andere Smartphones in einem ähnlichen Preissegment sucht, sollte einen Blick auf unsere Bestenliste bis 150 Euro, bis 200 Euro und bis 300 Euro werfen.

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