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Xiaomi Mi Smart Scale im Test: Smarte Waage für 37 Euro
Pro und Contra
  • präzise Messung
  • helles Display
  • schönes Glas-Design
  • keine Körperfettanalyse
  • 5.0

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Die Mi Smart Scale von Xiaomi ist eine smarte Personenwaage für 37 Euro. Vergleichbare Produkte wie die Garmin Index (Testbericht) kosten fast dreimal so viel. Doch was kann die Mi Smart Scale, und was nicht? Ob der Käufer hier bares Geld spart, zeigt der Testbericht von TechStage.

Schon beim Auspacken der Mi Smart Scale beginnt die Erfahrung mit einem Defizit: Die Waage kommt ohne Batterien zum Nutzer. Bei allen bisher getesteten Waagen, wie Fitbit Aria 2 (Testbericht) oder Eufy Bodysense (Testbericht) liegen Batterien bereits bei. Für den Betrieb der Mi Smart Scale sind vier AAA-Batterien notwendig. Laut dem Hersteller sollen sie etwa ein Jahr halten. Das System meldet sich über die App, wenn die Leistung nachlässt.

Im Übrigen ist der Lieferumfang sehr übersichtlich gehalten: Bis auf eine kleine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen ist nichts Gesondertes dabei. Nicht mal ein Reinigungstuch.

Die Mi Smart Scale ist simpel aufgebaut: das untere Gehäuseteil ist mattweiß und aus hartem ABS -Kunststoff gefertigt. Darüber sitzt die dicke Platte aus widerstandsfähigem Glas, auf die sich der Nutzer hinstellt. Trotz des kleinen Preises ist die Verarbeitung der Mi Smart Scale exzellent.

Die 1,9 kg schwere Waage besitzt einen quadratischen Look im Format 30 × 30 cm, wie’s üblich bei Personenwaagen ist. Lediglich die Garmin Index (Testbericht) ist rechteckig und mit 2,6 kg auch schwerer als die Xiaomi Mi Smart Scale.

Im Batteriefach befindet sich ein Schalter zum Wechseln der drei Gewichtseinheiten: Kilogramm, Pfund und Kätti.

Das Design wirkt äußerst minimalistisch. Im Standby ist das Display mit seinen 161 LEDs nicht sichtbar. Erst bei einer Belastung schaltet es sich ein und zeigt verzögerungsfrei Werte wie das Gewicht an. Unter dem Bildschirm sitzt ein Lichtsensor, der die Helligkeit der Umgebung wahrnimmt und entsprechend die Leuchtkraft der Anzeige anpasst.

Die Mi Smart Scale misst Körpergewicht zwischen fünf und 150 kg und berechnet anhand der vom Nutzer selbst eingetragenen Körpergröße den Body-Mass-Index (BMI). Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie Fitbit Aria 2, Eufy Bodysense oder Garmin Index gibt es bei der Xiaomi-Waage keine Funktion zur Körperfettanalyse. Die hierzu notwendigen Leiterbahnen für die bioelektrische Impedanzanalyse fehlen. Halb so tragisch, denn die Auswertung über diese Methode ist ungenau, sofern sie nur über die Füße stattfindet.

Die Kommunikation zum Smartphone nimmt die Waage über Bluetooth Smart auf. WLAN für autarkes Hoch- und Herunterladen von Daten ist nicht dabei, wie bei der Fitbit Aria 2 (Testbericht) oder Garmin Index (Testbericht) . Um Werte zu übertragen, muss das Telefon entsperrt und unmittelbar in der Nähe der Mi Smart Scale sein.

Der Speicher der Xiaomi-Waage kann die Daten von bis zu 16 Personen aufnehmen. Die Erkennung, wann welcher Nutzer drauf steht, läuft automatisch. Im Test standen drei Personen mit unterschiedlichen Gewichten auf der Mi Smart Scale. Falsche Zuordnungen der Werte kamen nicht vor.

Zum Einrichten und Verwalten der Mi Smart Scale stellt Xiaomi seine kostenlose Fitness-App Mi Fit für Android und iPhone zur Verfügung. Mit dieser nur in Englisch verfügbaren App lassen sich auch weitere Geräte, wie beispielsweise ein Fitness-Band verbinden.

Die Applikation ist übersichtlich und intuitiv gestaltet. Im Startbildschirm zeigt sie den Kalorienverbrauch an. Die Daten kommen von Apple Health, sofern nicht ein dediziertes Gerät zur Messung verbunden ist.

Darunter verläuft eine Kurve mit den Gewichten aus der Vergangenheit sowie dem Ist-Wert der letzten Messung. Ansonsten zeigt sie eine gaußsche Normalverteilung, wie man im Schnitt abschneidet. Das gibt eventuell Motivation, um zuzunehmen oder abzunehmen, falls man links- oder rechtsseitig positioniert ist.

Die Mi Smart Scale ist eine digitale und smarte Personenwaage mit App-Anbindung. Sie überträgt ihre gemessenen Werte an das Smartphone und bereitet die Daten visuell auf. Neben dem Gewicht errechnet sie auch den BMI. Das ist alles, was sie kann. Und wem das genug ist, der investiert die 37 Euro richtig. Wer mehr Daten möchte, wie beispielsweise ein ungefähres Abbild des Körpers, sollte zur Eufy Bodysense für 50 Euro greifen.

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