Xiaomi Mi 1S im Test: Warum dieser günstige E-Scooter so beliebt ist

Xiaomi Mi 1S
Pro und Contra
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung & Reparierbarkeit
  • E-Scooter ohne gravierende Schwächen
  • Motor etwas schwach
  • Reichweite
  • 100 Kilogramm Zuladung
  • 4.0

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Der Xiaomi Mi 1S kostet nur 400 Euro und gehört zu den beliebtesten E-Scootern. Wir zeigen im Test, warum sich dieser Elektro-Scooter tatsächlich lohnt.

Unsere große und regelmäßig gepflegte Bestenliste Top 10: Die besten E-Scooter 2022 ab 300 Euro im Test hat einen klaren Sieger: Den Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht). Knapp dahinter auf dem zweiten Platz ist der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht). Für gerade einmal 500 Euro bietet er so ziemlich alles, was man von einem guten E-Scooter erwartet. Doch Xiaomi hat noch einen weiteren E-Scooter im Programm, der ähnlich wie die beiden gerade genannten zu den am meisten verkauften E-Scootern in Deutschland gehört: der Xiaomi Mi 1S.

Der Xiaomi Mi 1S bietet für seinen schlanken Preis von 350 bis 400 Euro einen Akku mit einer Kapazität von 275 Wattstunden, einen 300-Watt-Motor und 8,5 Zoll große Luftreifen. Was das im Alltag bedeutet, wie sich die Verarbeitungsqualität schlägt und was der Xiaomi Mi 1S sonst noch auf dem Kasten hat, zeigen wir hier im Testbericht.

Rein optisch gibt es wohl nur wenige E-Scooter, die noch unauffälliger sind als der Xiaomi Mi 1S. Im Grunde ist an ihm alles Grau-Schwarz, unterbrochen lediglich von einem recht kleinen Mi-Logo am unteren Teil der Lenkstange. Das Kabelmanagement ist vorbildlich. Vom Lenker führt ein einziges Kabel der Bremse in die Lenkstange. Im unteren Bereich der Lenkstange sind zwei Kabel zu sehen, die dort austreten, um den Sicherungshebel zum Umklappen des E-Scooters zu umgehen. Wenige Zentimeter später verschwinden die Kabel im Rahmen des Mi 1S. Das hat Xiaomi hervorragend gelöst.

Auch der Rest der Verarbeitung wirkt hochwertig. Die Lenkstange sitzt fest, das hintere Schutzblech hält auch mal einen Tritt aus und auch wegen des Verzichts auf eine Federung wackelt so gut wie nichts. Ein großer Vorteil des Xiaomi-E-Scooters: Dank seiner weiten Verbreitung ist es einfach und meist nicht teuer, Ersatzteile zu besorgen. Im Internet kursieren zudem viele Videos, wie man die neuen Teile selbst einbaut.

Der Mi 1S erlaubt eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm. Eine Öse zum Abschließen des E-Scooters mit einem Schloss finden wir nicht. Welche Möglichkeiten zum Diebstahlschutz es dennoch gibt, zeigen wir im Ratgeber Must-Have-Zubehör für E-Scooter.

Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt der bequem zu bedienende Gasgriff für den Daumen. Er ist angenehm leichtgängig. Die Griffe sind gummiert und groß genug, um auch bei längerer Fahrt keine Schmerzen an der Hand zu verursachen. Von den beiden Bremsgriffen betätigt der rechte die Motorbremse. Der linke Griff kombiniert die Motorbremse mit der mechanischen Scheibenbremse am Hinterrad. Die Glocke auf der linken Seit ist gleichzeitig der Haken, um die Lenkstange zusammengeklappt am hinteren Schutzblech zu fixieren.

Das Display in der Mitte zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Unterstützungsstufen und die Restkapazität des Akkus in fünf Balken an. Es ist beleuchtet und lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen. Wer mehr Informationen will, etwa die insgesamt gefahrenen Kilometer, kann die Xiaomi Mi 1S mit der Xiaomi-Home-App verbinden.

Der Mi 1S hat nur einen einzigen Knopf unterhalb des Displays. Dieser schaltet den E-Scooter ein und aus, regelt die Unterstützungsstufe und das Licht. Diese Doppel- und Dreifachbelegung stört nicht, denn man gewöhnt sich schnell daran. Das Frontlicht ist recht hell, kann aber nicht in der Höhe variiert werden. Zumindest ist die Voreinstellung gut, Gegenverkehr wird nicht geblendet. Das hintere Licht schaltet sich zusammen mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet beim Bremsen nicht auf.

Der Klappmechanismus ist einfach und funktional. Zunächst legt der Fahrer den Sicherungshebel an der Lenkstange um und rastet den Lenker anschließend am Schutzblech ein. So kann der mit etwa 12,5 Kilogramm nicht besonders schwere E-Scooter an der Lenkstange hochgehoben werden. Seine Maße verringern sich von 108 x 43 x 114 Zentimeter auf 108 x 43 x 48 Zentimeter.

Der Xiaomi Mi 1S hinterlässt beim Fahren einen wendigen und stabilen Eindruck. Die Ergonomie ist in Ordnung, die Größe des Trittbretts gliedert sich mit 45 x 14 Zentimetern im Mittelfeld ein. Die 8,5 Zoll großen Luftreifen federn einen Teil der Steinchen und Unebenheiten ab. Allerdings gibt es am Xiaomi Mi 1S keine Federung. Deswegen sollte er überwiegend im urbanen Umfeld gefahren werden. Auf Feldwegen erfährt der Mi 1S bei voller Geschwindigkeit zu viele Schläge, die er an den Fahrer und an seine Komponenten weitergibt. Wer der Offroad fährt, sollte eher zum perfekt gefederten IO Hawk Legend (Testbericht) greifen. Oder auch zum Monster-E-Scooter Eleglide D1 Master (Testbericht).

Der Motor mit einer Nennleistung von 300 Watt ist nicht sehr stark. Auf unserem Testhügel schaffte er es gerade so, auf 17 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Kein Vergleich zum Vmax VX2 (Testbericht), den stärksten von uns bisher getesteten legalen E-Scooter. Der Xiaomi-E-Scooter fährt genau 20 Kilometer pro Stunde. Andere E-Scooter reizen die 10 Prozent Toleranz aus und fahren 22 Kilometer pro Stunde.

Das Bremssystem funktioniert zufriedenstellend. So hält der E-Scooter bei einer Vollbremsung, also der Kombination aus mechanischer Scheibenbremse und elektrischer Motorbremse, schnell an. Freies Rollen geht mit dem Xiaomi Mi 1S nicht, denn die Motorbremse schaltet sich stets automatisch ein, wenn der Elektro-Scooter über eine Geschwindigkeit von fünf Kilometer pro Stunde kommt und der Gashebel nicht gedrückt wird. Das nervt zu Beginn, allerdings gewöhnt man sich daran.

Der Akku hat eine Kapazität von 275 Wattstunden. Das ist zwar dem günstigen Preis angemessen, aber dennoch insgesamt recht wenig. Xiaomi gibt eine maximale Reichweite von 30 Kilometern an. Das ist unter Idealbedingungen wie einer geringen Zuladung, ebener Strecke, warmen Wetter und geringer Geschwindigkeit gemessen. Real dürfte der Wert für die allermeisten Fahrer deutlich darunter liegen. In unserem Fall transportierte uns der E-Scooter etwa 20 Kilometer, bis er anschließend für etwa 4 Stunden ans mitgelieferte Netzteil musste. Mehr Informationen rund um den Akku bei E-Scootern zeigen wir in der Bestenliste Reichweiten-Test: Die Top-10-E-Scooter mit dem größten Akku.

Der Xiaomi Mi 1S kostet im Normalfall um die 400 Euro. Allerdings ist er im Angebot regelmäßig für etwa 350 Euro zu haben. Wer Glück hat, bekommt ihn zuweilen sogar noch günstiger. Allerdings gilt es beim Kauf darauf zu achten, keine Version mit 25 Kilometern pro Stunde zu erwischen, die ist dann nämlich in Deutschland nicht zugelassen.

Der Xiaomi Mi 1S steht zu Recht ganz weit oben auf der Liste der beliebtesten E-Scooter. Denn für gerade einmal 400 Euro oder weniger, schnürt Xiaomi ein wirklich verlockendes Gesamtpaket. Uns gefällt besonders die schlichte Optik in Kombination mit der guten Verarbeitung und sehr guten Reparierbarkeit.

Der E-Scooter bietet eine für die meisten Fahrer passende Ergonomie und präsentiert sich beim Fahren wendig. Licht, Klingel, Display, Klappmechanismus – alles Punkte, die beim Xiaomi Mi 1S positiv zu bewerten sind. Auch das Bremssystem geht in Ordnung. Weniger gut gefällt uns der doch recht schwache Motor und die maximale Zuladung, die auf 100 Kilogramm beschränkt ist. Auch hätte der Akku etwas mehr Kapazität vertragen.

Wer mehr Akku will, sollte sich unsere Bestenliste Reichweiten-Test: Die Top-10-E-Scooter mit dem größten Akku anschauen. Außerdem empfehlen wir unsere umfassende Bestenliste Top 10: Die besten E-Scooter 2022 ab 300 Euro im Test. Dort sollte wirklich für jeden E-Scooter-Fan etwas dabei sein.

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