Xgimi Halo+ im Test: Der beste Akku-Beamer – noch besser

Xgimi Halo
Pro und Contra
  • hell, scharf & leise
  • viele automatische Projektionsanpassungen
  • Android 10 & Chromecast
  • kein natives Netflix
  • recht teuer
  • 4.5

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Hell, scharf, leise: Der Xgimi Halo+ kann alles, was man von einem Akku-Beamer erwartet – und mehr. Wir zeigen im Test, warum er der beste mobile Projektor ist.

Als wir uns im März 2022 den kleinen Akku-Beamer Blitzwolf BW-VT2 (Testbericht) genauer anschauten, waren wir überrascht. Denn für unter 200 Euro zeigt der Projektor ein erstaunlich gutes und helles 480p-Bild, hat einen Akku und nutzt Android 9 sowie ein Touchpad. Für einen Überblick der besten von uns getesteten China-Beamer empfehlen wir unsere Top-5-Bestenliste: China-Beamer von 80 bis 250 Euro.

Der Akku-Beamer Xgimi Halo+ will dagegen nicht besonders günstig, sondern vor allem besonders gut sein. Er löst mit 1080p auf, leuchtet mit bis zu 900 lm, bringt Android 10 und einige schlaue Zusatzfunktionen. Dafür müssen Käufer für ihn bis zu 800 Euro auf den Tisch legen. Damit kostet er etwa 100 Euro mehr als sein Vorgänger Xgimi Halo. Lohnt sich das? Das zeigen wir im Testbericht zum Xgimi Halo+.

Der Xgimi Halo+ ist für einen Akku-Beamer verhältnismäßig groß und schwer. So misst er etwa 11 x 14 x 16 Zentimeter und wiegt über 1,5 Kilogramm. Damit passt er dennoch in jeden Rucksack. Aber Vorsicht: Die Glasslinse ist zwar leicht nach innen versetzt, dennoch gibt es keinen echten Linsenschutz. So gilt es darauf zu achten, dass sie nicht zerkratzt.

Optisch gibt er sich dezent und minimalistisch. So zieht sich seitlich und über die Front ein grauer und größtenteils perforierter Metallschutz. Dieser ist lediglich an seiner Front durch die Linse und einen Sensor unterbrochen. Das wirkt edel und hochwertig. Die Oberseite besteht aus einem matten Kunststoff. Dort sitzen neben einer LED und dem Xgimi-Logo drei berührungsempfindliche Buttons für Lautstärke und Start/Stopp.

Auf der hinteren Seite bläst der Ventilator die warme Abluft heraus. Dabei ist er leiser als die meisten anderen Beamer. Bei einer Entfernung von 30 Zentimetern messen wir per App 37 Dezibel. Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der Strom-Port. Hier setzt Xgimi auf einen Rundholstecker. Hätte man sich für einen USB-C-Port entschieden, hätte man über eine starke Powerbank (Ratgeber) die Akkulaufzeit verlängern können. Schade.

Außerdem sitzen auf der Rückseite eine 3,5-mm-Klinkenstecker, ein HDMI- sowie ein USB-Port. Die Unterseite ist für einen sicheren Stand gummiert. Dort sitzen eine kleine Klappe, über die der Xgimi Halo+ aufgestellt werden kann, sowie ein Stativgewinde.

Das Bild löst nativ mit 1080p, also Full-HD auf. Das ist ausreichend, um auch bei einer größeren Projektion Filme in guter Auflösung zu zeigen. 4k-Material rechnet Xgimi runter. Die Full-HD-Auflösung sorgt dafür, dass selbst Texte auf Webseiten noch vernünftig lesbar sind. Die Bildwiederholungsrate liegt bei guten 60 Bildern pro Sekunde. Im Gaming-Modus soll der Beamer eine Latenz von 26,5 ms schaffen.

Die Helligkeit hat Xgimi im Halo+ gegenüber dem Vorgänger von 800 auf 900 Lumen geschraubt. Für Tageslicht reicht aber auch das nicht. Wer den Beamer jedoch zur Dämmerung herausholt, sieht je nach Bildgröße ausreichend Details. Trotzdem gilt: Je dunkler die Umgebung, desto besser das Bild. Insgesamt gehört der Xgimi zu den hellsten Akku-Beamern, die wir bisher getestet haben.

Der Mindestabstand für eine scharfe Projektion beträgt 30 cm. So entsteht ein besonders helles Bild mit einer Diagonale von ebenfalls 30 cm. Theoretisch kann man das Bild auf über vier Meter Diagonale aufblasen, dann ist das Bild aber sehr blass. Den besten Kompromiss erreicht man bei dunkler Umgebung und einer Diagonalen von etwa zwei Metern.

Mit einer Leinwand können Käufer das Maximum aus ihrem Beamer kitzeln. Wie das funktioniert und worauf man beim Leinwandkauf unbedingt achten sollte, zeigen wir in unserem Ratgeber Billig-Beamer und Billig-Leinwand: Mit gut 100 Euro zum Monster-Bild?

Eine der besten Funktionen des Halo+ ist dessen neuer Sensor an der Frontseite, mit dem er nicht nur die Schärfe selbstständig einstellt. Auch die Keystone-Korrektur und Leinwanderkennung funktionieren hervorragend und sind gerade bei einem mobil eingesetzten Beamer praktisch und sinnvoll. Sie entzerren das Bild bei leicht und stark schräger Projektorausrichtung. Außerdem erkennt der Beamer, wenn sich Gegenstände im Bild befinden und passt es dessen Größe an.

Für den Klang sorgen zwei 5-Watt-Lautsprecher von Harman-Kardon. Im Gegensatz zum Vorgänger ist diesmal DTS Audio und Dolby Audio hinzugekommen. Die Lautsprecher selbst klingen nicht schlecht – allerdings nur bis zu einer gewissen maximalen Lautstärke. Wird die überschritten, klirrt es doch deutlich. Hier bieten selbst einfache Bluetooth-Lautsprecher wie der Xiaomi Mi Portable (Testbericht) für 30 Euro deutlich mehr. Diese verbinden sich anstandslos mit dem Beamer. Alternativ nutzt man den 3,5-mm-Klinkenstecker.

Die Bluetooth-Verbindung geht auch andersherum. So agiert das Smartphone als Zuspieler und die Musik tönt aus dem Halo+. Wegen der durchschnittlichen Tonqualität ergibt das aber nur in wenigen Fällen Sinn. Noch dazu schaltet sich das Projektorbild nicht ab. Das reduziert die Akkulaufzeit und lässt den Lüfter laufen.

Laut Xgimi soll der Beamer mit einer Akkuladung etwa zwei Stunden durchhalten. Das stimmt, wenn man WLAN ausschaltet, also den Film vorab lädt, und die Helligkeit auf Standard lässt, was in etwa der Stufe 5 von 10 entspricht. Streamt man Inhalte und dreht die Helligkeit voll auf, reduziert sich die Akkulaufzeit auf etwa 75 Minuten.

Für die Navigation durch das vorinstallierte Android 10 liegt dem Xgimi Halo+ eine Fernbedienung bei. Sie liegt gut in der Hand, funkt per Bluetooth und nimmt Sprachbefehle entgegen.

Android 10 bietet so gut wie alle wichtigen Streaming-Dienstleister wie Amazon Prime, Disney+, DAZN, Waipu, Joyn und alle Mediatheken. Was fehlt, ist Sky und Netflix. Gerade letzteres ist beim hohen Preis für den Halo+ ärgerlich. Allerdings kann man Netflix über einen USB-Stick nachinstallieren.

Gelungen ist die Integration von Chromecast. So lässt sich unkompliziert der Bildinhalt des Android-Smartphones auf das Projektionsbild übertragen. In den Optionen kann der Nutzer etwa die Helligkeit, die Trapezkorrektur, die Bildschärfe oder die Projektoraufstellung bestimmen. Eine Option zur Farbeinstellung gibt es nicht.

Der Xgimi Halo+ kostet aktuell 775 Euro. Den Vorgänger Halo gibt es bereits für 650 Euro.

Der Xgimi Halo+ ist der beste Akku-Beamer, den wir bisher getestet haben. Er löst dank Full-HD sehr hoch auf, ist leise, erreicht mit 900 Lumen eine ordnetliche Helligkeit und korrigiert Schärfe sowie Verzerrungen selbstständig. Sein Akku hält bei mittlerer Helligkeit knapp zwei Stunden durch. Der Ton geht in Ordnung, ohne vollends zu überzeugen. Die Software ist flexibel und funktioniert zuverlässig. Wir wissen Chromecast zu schätzen. Allerdings unterstützt sie nicht alle populären Streaming-Apps.

Wer etwa 100 Euro sparen möchte, greift zum Vorgänger Halo. Dieser ist jedoch etwas dunkler und kann Verzerrungen nicht automatisch korrigieren. Abgesehen davon, sind sich beide Varianten sehr ähnlich.

Mit unter 200 Euro viel billiger ist der Blitzwolf BW-VT2 (Testbericht). Er ist zwar dunkler und weniger hochauflösend, für den aufgerufenen Preis aber kaum zu toppen. Und er bringt ein Touchpad-Feature, welches wir uns an jedem mobilen Beamer wünschen würden. Für einen Überblick der besten von uns getesteten China-Beamer empfehlen wir unsere Top-5-Bestenliste: China-Beamer von 80 bis 250 Euro.

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