WD Red SN700 im Test: Schnelle M.2-NVMe für NAS-Speicher

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Mit der WD Red SN700 liefert Western Digital eine PCIe-NVMe im M.2-Format. Die Besonderheit: Der Datenspeicher ist auf den Dauerbetrieb in NAS und Server ausgelegt und dennoch bezahlbar.

Eine PCIe-SSD im M.2-Formfaktor, speziell für den Betrieb in einer NAS? Wirft man damit nicht Perlen vor die Säue? Ja, wenn man die NAS nur als Datenspeicher nutzt. Nein, wenn man dort Applikationen, Container, Datenbanken und andere Anwendungen nutzt.

Spannend also, was Western Digital mit der WD Red SN700 liefert. Denn die ist für den Dauerbetrieb in einer NAS oder einem Server ausgelegt, kostet zeitgleich aber nur etwas mehr als eine klassische Consumer-SSD. Wir testen die neue PCIe-SSD in unserer Themenwelt NVMe.

Update: Mit einer neuen Testumgebung kommt ein neues Messverfahren. Die aktuelle Wertung der NVMe-SSDs zeigt unsere Bestenliste NVMe: Schnelle SSDs für PC und PS5 im Test.

Die WD Red SN700 ist eine PCIe 3.0 SSD für den M.2-Anschluss. Die Größe liegt bei 2280, also 22 mm breit und 80 mm lang, keine große Überraschung hier.

Der große Unterschied zu anderen Speichern ist der TBW-Wert. Der steht für Total Bytes Written, also wie viel Daten sich auf den Speicher während seiner Lebenszeit schreiben lassen. Je höher der Wert, desto länger ist die Lebenszeit des Datenträgers. Die Angaben sind meist sehr konservativ. Langzeitests unserer Kollegen der c’t zeigten, dass die meisten Datenträger deutlich länger durchhalten. Hier unterscheidet sich die WD Red SN700 dramatisch von anderen Speichern.

Die 1 TByte-Variante der Samsung 980 (Testbericht) besitzt einen TBW-Wert von 600 TByte. Die gleich große WD Red SN700 ist mit sagenhaften 2 PByte zertifiziert, hält also garantiert mehr als dreimal so lang wie die Samsung-SSD. Das passt zum Einsatzzweck, eine NAS ist definitionsgemäß dauerhaft an und geht höchstens mal in einen Standby-Modus. Für den Test nutzen wir die WD Red SN700 mit 1 TByte.

Festplatten für NAS-Speicher sind normalerweise nicht die schnellsten. Kein Wunder, schließlich limitiert meist eher die Verbindung ins Netzwerk die Geschwindigkeit als die SATA-Schnittstelle. Das ändert sich, wenn man die NAS nicht nur als Datenspeicher, sondern auch als Server für Anwendungen sieht. Entsprechend sind wir gespannt, wie sich die WD Red SN700 schlägt. Die technischen Daten versprechen eine ordentliche Geschwindigkeit, die es mit Desktop-NVMe-SSDs aufnehmen kann.

Das bestätigt sich auch in unseren Benchmarks. Gerade der ezFIO ist perfekt dafür, schließlich ist er eigentlich für den Test von Server-Speicher gedacht.

Beim Test der Long Term Performance Stability startet die WD Red SN700 sehr gut. Sie ist auf einem guten Grundniveau und hat regelmäßig hohe Ausschläge nach oben. Damit unterscheidet sie sich deutlich von der Samsung SSD 980 (Testbericht) oder der Crucial P2 (Testbericht).

Bei den weiteren Tests aus diesem Benchmark kann die WD Red SN700 ebenfalls gute Werte liefern, teilweise überholt sie sogar die Samsung SSD 980.

Im PCmark 10 fällt die PCIe-SSD aber leicht ab, zumindest im System Drive Benchmark. Dennoch, sie liefert sehr gute Werte, gerade im Vergleich zu einer SATA-HDD oder SSD.

Die guten Lese- und Schreibraten, aber vor allem die Zertifizierung für den Dauereinsatz hat seinen Preis. Dafür gibt es die WD Red SN700 aber auch in Größen von bis zu 4 TByte. Achtung: Nicht jede NAS besitzt einen M.2-Anschluss für eine PCIe-SSD, vor dem Kauf sollte man die technischen Daten prüfen.

Ganz ehrlich? Was wir zunächst als Marketing-Spielerei abgetan haben, entpuppt sich als eine ziemlich clevere Lösung für alle, die mit ihrer NAS mehr machen als nur Dateien zentral verteilen. Die WD Red SN700 ist kein Produkt, das einfach so hinten runterfällt, WD liefert solide Werte im Benchmark und setzt die Topmarke bei den Total Bytes Written.

Sieht man auf den Preis, dann ist dieser nicht sonderlich höher als bei vergleichbar schnellen PCIe NVMes. Seit der Einführung Anfang Oktober 2021 fällt er nach unten.

Insgesamt eine spannende Alternative für alle, die auf ihre NAS Datenbanken oder Programme wie ioBroker zur Smart-Home-Steuerung laufen lassen und sichergehen wollen, dass die PCIe-SSDs auch den Dauerbetrieb aushalten.

Mehr zu den PCIe-SSDs haben wir in der Themenwelt NVMe veröffentlicht. Dort liefern wir etwa Einzeltests zur schnellen PCIe-4.0-SSD Samsung SSD 980 Pro (Testbericht), zur günstigen Crucial P2 (Testbericht) oder unsere Ratgeber NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten und Windows kostenlos umziehen.

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