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WD Black SN750 im Test: NVMe-Datenspeicher für Gamer
Pro und Contra
  • Solide Leistung
  • Game Mode wirkt sich nicht wahnsinnig viel aus
  • 4.0

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Wir schicken die 1 TByte große NVMe WD Black SN750 durch unseren Benchmark. Kann der Speicher mit dem speziellen Gaming Mode punkten?

Einfach die gleiche Hardware nehmen, „Game Mode” draufklatschen und teurer verkaufen? Wer die WD Black SN750 auf einen billigen Marketing-Trick reduziert, der macht es sich deutlich zu einfach. Zwar ähnelt diese NVMe auf den ersten Blick stark der WD Black (Testbericht) , mit der wir unsere Themenwelt NVMe-Speicher starteten. Doch blickt man unter die Haube, bekommt man deutlich mehr als nur eine hübsche grafische Oberfläche. Die WD Black SN750 ist pfeilschnell und preislich inzwischen in vernünftigen Regionen angekommen.

Ein Hinweis: Unser Testgerät ist die WD Black SN750 in der Version ohne Kühlkörper. Diese könnte schnellere Werte liefern, allerdings muss man dann genau prüfen, ob das Speichermedium aufgrund der höheren Maße beim jeweiligen Mainboard nicht zu hochsteht und beispielsweise der Grafikkarte im Weg ist. Übrigens: Wer sich nicht sicher ist, ob er eine M.2-NVMe, eine SSD oder eine HDD verbauten sollte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber „Ratgeber: HDD, SSD, NVMe – wer braucht welchen Speicher? “.

Das Highlight der SN750 ist der sogenannte Game Mode. Dahinter verbirgt sich im Grunde eine Funktion, die ins Power Management des Speichers eingreift und die Werte, ab denen gedrosselt wird, deutlich enger setzt. Sprich, der Speicher kann heißer werden, bevor die Software eingreift und den Durchsatz herunterregelt. In der Theorie bedeutet das eine höhere Geschwindigkeit im Alltag. Wobei, realistisch gesehen nutzen die wenigsten Programme – und auch die wenigsten Games – die PCIe-Schnittstelle wirklich voll aus. Wir wollten es genau wissen und haben den Speicher zweimal durch alle Benchmarks geschickt, einmal mit aktiviertem Game Mode, einmal im Normal Mode. Zwischen beiden Modi kann man in der WD Software jederzeit wechseln, es ist anschließend aber ein Neustart notwendig.

Die WD Black SN750 ist der erste Speicher, den wir zusätzlich zu ezFIO und Crystal Disk Mark durch die neuen Speicherbenchmarks des PC Mark 10 schicken. Dieser Benchmark läuft knapp eine Stunde und endet mit drei Werten: Der Punktezahl des Speichers, der Bandbreite (Bandwith) und der durchschnittlichen Zugriffszeit in ms (Average Access Time, ms). Für Datenjunkies ist das nicht viel, allerdings erlaubt er einen schnellen Vergleich unterschiedlicher Speichermedien am gleichen PC.

Hier zeigt sich sofort, dass WD für die SN750 offenbar nur die schnellsten Chips nutzt. Im Vergleich zur „normalen” WD Black kann die SN750 gerade im Game Mode klar punkten. Sieht man sich aber Bandwith und die durchschnittliche Zugriffszeit an, so ist der Unterschied zwischen beiden Modi lang nicht so deutlich wie der Unterschied zwischen SN750 und der WD Black.

Weiter geht es im ezFIO. Hier bestätigt sich das Bild, das der Storage Benchmark im PC Mark 10 zeichnet. Geht man auf die IOPS, ist der Unterschied zwischen dem Game Mode und den Normal Mode minimal. Im Game Mode schafft die SN750 26.753 IOPS, im Normal Mode sind es 26.796 IOPS: Das ist quasi schon im Bereich der Rundungsungenauigkeit. In unserem Testfeld reiht sich der Speicher hinter der Konkurrenz von Adata, Corsair und Samsung ein.

Wie immer haben wir die kompletten Testdaten in Google-Dokumenten hinterlegt, hier zum Test mit dem Game Mode , hier zum Test mit dem Normal Mode .

Mit dem Crystal Disk Mark messen wir den Durchsatz unter Windows 10, der Datenträger ist als NTFS formatiert. Hier zeigt sich auch, dass WD sein Versprechen von 3400 MBit/s Durchsatz beim einfachen, sequenziellen Lesen durchaus hält. Hier ist interessant, dass der Game Mode unter Windows offenbar besser funktioniert. Die Werte sind bis auf wenige Ausnahmen besser als im Normal Mode.

Schreibdauer x Dateigröße9 x 1 GByte9 x 50 MByte9 x 16 GByte
WD Black SN750
Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)
Sequentiell, Q32T1338929883462301134692738
4K, Q32T1411,5320,2417,6321,5416,5322,3
Sequentiell207627291898276320642425
4K 43,05138,334,57138,337,33138,6
WD Black SN750 Game Mode
Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)
Sequentiell, Q32T1348630153486302134642765
4K, Q32T1421,5376,9409,9377,1417,1377
Sequentiell195428002479279320612352
4K 39,01159,748,98160,538,76159,9
Vergleich: Adata XPG SX8200 Pro
Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)Lesen (MByte/s) Schreiben (MByte/s)
Sequentiell, Q32T1352329623442295735212894
4K, Q32T1360,3238,4359237,2356,4236,6
Sequentiell303726012976268430232636
4K 62,38133,962,3513562,13134,7

Der Datenspeicher hatte im letzten Jahr einen kundenfreundlichen Preisverlauf. Gerade die beiden interessantesten Modelle, 500 GByte und 1 TByte, sind deutlich gefallen. 500 GByte gibt es stabil für weniger als 100 Euro, die 1 TByte-Variante pendelt sich um die 160 Euro ein.

Brauchen Gamer den Speicher, nur weil ein Game Mode möglich ist? Nicht wirklich. Keine Frage, die WD Black SN750 ist eine sehr gute NVMe, die mit guten Zugriffszeiten und solidem Durchsatz punkten kann. Allerdings bringt der Wechsel auf den Gaming Mode nur marginale Vorteile.

Man macht damit auf keinen Fall etwas verkehrt, doch mit der Adata XPG SX8200 Pro (Testbericht) gibt es eine starke Konkurrenz, die zudem noch etwas günstiger ist.

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