PXL 20210823 092855220
Pro und Contra
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • helles Bild
  • ruhiger Betrieb
  • Miracast
  • externer Zuspieler nötig
  • Fokusrad schwergängig
  • Trapezkorrektur unbrauchbar
  • 3.5

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Ratgeber: Die besten Video-Streaming-Anbieter

Ab 8 Euro: Netflix, Disney+, Spotify, Tidal & Co. als Weihnachtsgeschenk

Smarte Bilderrahmen ab 70 Euro: Immer und überall aktuelle Fotos

Smarte Bilderrahmen ab 70 Euro: Immer und überall aktuelle Fotos

Geschenkratgeber: RC-Autos, Bagger, Flugzeuge und Hubschrauber zu Weihnachten

Geschenkratgeber: RC-Autos, Bagger, Flugzeuge und Hubschrauber zu Weihnachten

Top 10: Die besten Actioncams 2021 ab 136 Euro

Top 10: Die besten Actioncams 2021 ab 136 Euro

Für seinen günstigen Preis von nur 85 Euro überrascht der Projektor Wanbo X1 mit einer hohen Helligkeit bei ruhigem Betrieb. Was er kann, zeigt der Testbericht.

Noch vor einem Jahr waren Beamer unter 100 Euro kaum zu gebrauchen. Die meisten boten eine zu geringe Auflösung bei geringer Helligkeit und lautem Betrieb. Das änderte sich mit dem Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht). Der 60-Euro-Billigbeamer bietet trotz seines erschwinglichen Preises von 60 Euro eine brauchbare 720p-Auflösung bei ausreichend hoher Helligkeit. Auch sein Klang kann sich hören lassen und sein Design gefällt. Allerdings ist er recht laut.

Der Blitzwolf BW-VP8 kostet mit 90 Euro etwas mehr. Er bietet ähnliche Spezifikationen, ist aber in Betrieb etwas ruhiger. Wer bereit ist, etwa 130 Euro zu investieren, erhält mit dem Wanbo T2 Max (Testbericht) sogar einen Projektor mit einer 1080p-Auflösung. Allerdings lässt seine maximale Helligkeit etwas zu wünschen übrig. Besser wird das mit der Nutzung einer Leinwand. Mehr dazu im Ratgeber Billig-Beamer und Billig-Leinwand: Mit gut 100 Euro zum Monster-Bild?

Der Wanbo X1 schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die bisher getesteten Billig-Beamer. Er bietet eine native Auflösung von 720p, wirbt mit leisem Betrieb und 300 Ansi Lumen. Dabei hat er unter anderem eine manuelle Trapezkorrektur. Wir haben ihn im Test unter die Lupe genommen und verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Der Wanbo X1 ist überwiegend weiß und kommt in einem klassischen Beamer-Design mit den Maßen 22 x 18 x 8 Zentimeter. Seine Glaslinse umfasst einen Ring in Chromoptik. Daneben sitzt das kleine Wanbo-Logo. Auf seiner Oberseite befindet sich die Bedieneinheit. Diese ersetzt komplett die mitgelieferte Fernbedienung, sollte diese mal nicht zur Hand sein. Die Fernbedienung selbst ist eigenartig belegt, einer der Knöpfe hat nicht einmal eine Funktion.

Auf der Rückseite sitzen der Power-Knopf und die Anschlüsse für Strom, USB-Stick, HDMI-Kabel, Kopfhörerkabel und AV. Schön: Das Netzteil hat Wanbo in den Beamer integriert, trotzdem ist der Beamer mit einem Gewicht von 1230 Gramm recht leicht.

Auf der Unterseite sorgen gummierte Füßchen für einen sicheren Halt. Außerdem befindet sich dort ein Gewinde, um den Wanbo X1 etwa auf ein Stativ zu schrauben. Außergewöhnlich: Der Staubfilter kann mit einem Handgriff entnommen und gereinigt werden.

Auf der rechten Seite sitzt der Monolautsprecher mit einer Leistung von drei Watt. Der aus ihm tönende Klang ist zwar laut, aber alles andere als gut. Dafür fehlen ihn vor allem die Mitten und die Tiefen. Als Zubehör liegt dem Beamer neben der Fernbedienung und dem Stromkabel außerdem ein HDMI-Kabel, ein AV-Kabel und eine Schutzkappe bei.

Auch wenn der Beamer insgesamt einen gut verarbeiteten Eindruck macht, merkt man ihn an der ein oder anderen Stelle seinen günstigen Preis an. So bewegt sich etwa das Rad zum Einstellen der Schärfe sehr schwerfällig.

Der Wanbo kommt mit einem sehr einfachen Betriebssystem, wie man es von günstigen Beamern gewohnt ist. So bietet er kein Android und damit keine Apps. Entsprechend braucht er für die Medienwiedergabe immer einen externen Zuspieler. Das kann etwa ein Notebook über HDMI oder auch ein USB-Stick über den USB-A-Anschluss ein.

Als Besonderheit bietet der Wanbo X1 ein WLAN-Modul. Darüber kann er ein WLAN erzeugen und den Bildschirminhalt von mobilen Endgeräten über Miracast anzeigen. Das Ganze funktioniert allerdings nur mit etwas Verzögerung und ruckelig. Um schnell mal ein paar Bilder an die Wand zu werfen, genügt das, für Videos eher nicht.

Die Einstellungsmöglichkeiten des Wanbo X1 sind überraschend vielfältig. Von Kontrast und Helligkeit über Farbintensität und Farbtemperatur bis zur Schärfe gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Bild an die eigenen Wünsche anzupassen. In der Theorie gibt es auch die Möglichkeit, die englische Menüsprache auf Deutsch zu stellen. Funktioniert hat das bei uns nicht.

Die Bilddarstellung ist eine Stärke des Wanbo X1. Dabei reicht seine Auflösung von 1280 x 720 Pixel, um Filme und Videos ausreichend scharf darzustellen. Für das Browsen im Internet raten wir jedoch eher zu einem Beamer mit einer höheren Auflösung. Die Schrift tendiert bei 720p dazu an den Rädern auszufransen und dadurch unscharf zu wirken.

Das Fokusrad über der Linse geht etwas schwerfällig. Mit etwas Übung lässt es sich jedoch ausreichend gut justieren. Direkt dahinter sitzt ein Rad für die manuelle Trapezkorrektur. Diese kippt die Linse leicht nach vorne und hinten, wodurch sich Trapezbildungen ausgleichen lassen. Leider ist diese unbrauchbar, da sich mit ihr eine partielle Unschärfe über das Bild zieht, die nicht vollständig mit dem Fokusrad ausgeglichen werden kann.

Positiv überrascht sind wir von der hohen Gesamthelligkeit. Wanbo spricht von 300 Ansi Lumen. Die Helligkeit recht zwar nicht aus, um den Wanbo X1 bei Tageslicht in einem Raum zu nutzen. Für akzeptable Ergebnisse muss auch hier der Raum gründlich abgedunkelt werden. Am besten man nutzt den Beamer in der Nacht. Ist der Raum jedoch dunkel genug, kann man das Bild problemlos auf eine Diagonale von zwei Meter aufziehen. Auch die Farben gibt der Wanbo X1 vergleichsweise intensiv wieder. Dabei ist er zwar nach wie vor deutlich zu hören, aber dennoch leiser als die meisten anderen Beamer.

Der Wanbo X1 wurde uns von Online-Händler Banggood zur Verfügung gestellt. Dort kostet er 84,20 Euro über diesen Kauflink mit dem Gutscheincode BG6164b4. Verschickt wird er aus einem tschechischen Lagerhaus, zusätzliche Zollgebühren fallen also keine an. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten Billig-Beamer und die günstigsten Full-HD-Beamer.

Der Wanbo X1 bietet für seinen günstigen Preis viel. Uns gefällt besonders das farbenfrohe und helle 720p-Bild. Dabei ist seine Lautstärke in Betrieb vergleichsweise gering. Auch das Design und die Verarbeitung gehen in Ordnung. Allerdings sitzt das Rad zur Schärfeeinstellung etwas zu fest und auf die Trapezkorrektur hätte Wanbo verzichten können. Toll, dass der Wanbo X1 Miracast unterstützt. Android mit nativen Apps wäre und jedoch deutlich lieber gewesen.

Insgesamt ist er etwas besser als der mit 60 Euro noch mal deutlich günstigere Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht). Wer Android und Full HD will, sollte sich den Wanbo T2 Max (Testbericht) anschauen. Auch der Vivibright F40 ist gut. Er ist günstig, groß, hell, hochauflösend – und leider ziemlich laut. Wir stellen ihn in unserem Ratgeber Billig vs teuer: Sechs Beamer von 60 bis 700 Euro im Vergleich genauer vor.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.