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Pro und Contra
  • perfekt auf Waipu zugeschnittene Hardware
  • Chromecast
  • gute Fernbedienung...
  • ... deren Knöpfe zu nah beieinander liegen
  • kaum Bild- und Tonverbesserung
  • 3.5

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Der Waipu.tv 4K Stick will das analoge Fernsehen ins digitale Zeitalter holen. Das gelingt dem Streaming-Stick gut. Der Test zeigt, wer ihn kaufen kann – und wer lieber die Finger davon lässt.

Glaubt man Waipu, gibt es in Deutschland nach wie vor unzählige Fans des analogen Fernsehens. Genau an diese richtet sich der Waipu.tv 4K Stick. Dabei will man alle Vorteile übernehmen und mit modernen, digitalen Funktionen ergänzen. Ob es dem Waipu.tv 4K Stick gelingt, sich gegen gute und günstige Konkurrenz wie dem Amazon Fire TV Stick 4K (Testbericht), auf deren Oberfläche schließlich auch die Waipu.tv-App läuft, durchzusetzen, zeigt dieser Testbericht.

Mehr zum Thema in unserem Beitrag Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks.

Egal, ob Smartphone oder Streaming-Stick – die Waipu.tv-App läuft fast überall. Doch der Waipu.tv 4K Stick hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen sind die Umschaltzeiten zwischen den Sendern für eine Streaming-Lösung fast unverschämt schnell. Hier fühlt man sich sofort an frühere analoge Zeiten zurückerinnert. Das realisiert Waipu.tv unter anderem über ihr eigenes Glasfasernetz des Mutterunternehmens Exaring. Nur die letzte Meile wird über das klassische Internetkabel übertragen.

Zum anderen liegt dem Waipu.tv 4K Stick eine fast schon klassisch anmutende Bluetooth-Fernbedienung bei, wie man sie sonst hauptsächlich von Fernsehern kennt. Dabei führen etwa die Nummerntasten direkt zum jeweiligen Fernsehsender. Sie schaltet zwischen Live-Fernsehen und Streaming-Inhalten hin und her und führt direkt in die Waiputhek, zu Netflix und zu Youtube.

Insgesamt ist die Fernbedienung recht schwer, was sie gut in der Hand liegen lässt. Die Knöpfe bieten einen angemessenen Druckpunkt und die jeweiligen Knöpfe lassen sich nach etwas Übung auch blind gut erfühlen. Allerdings liegen sowohl die Kanalumschalttasten als auch die Lautstärketasten zu nahe am Steuerkreis. Hier kommt es im Test häufiger zum ungewollten Tastendruck.

Waipu erlaubt das Aufnehmen von Sendungen auf den Waipu-Servern und zeitversetztes Fernsehen. Außerdem integriert der auf Android basierende Waipu.tv 4K Stick Chromecast, aber kein Airplay.

Der Stick ist recht groß, legt sich aber dank eines fest angebrachten, etwa 7 Zentimeter langen HDMI-Kabels zuverlässig in die gewünschte Position und verschwindet so hinter dem Fernseher. Der HDMI-Stecker ist schmal genug, um in den meisten Fällen keine anliegenden Ports zu blockieren. Alternativ zum mitgelieferten Netzteil läuft der Stick auch über den Anschluss an einem USB-Port am Fernseher, insofern dieser 5 Volt und 1 Ampere schafft.

Die Installation ist auch dank des auf Android basierenden Betriebssystems unproblematisch. Allerdings benötigen Nutzer neben dem Waipu-Abo zusätzlich einen Google-Account. Andernfalls ist es nicht möglich, neben den bereits vorinstallierten Apps wie Netflix, Amazon Prime Video, Youtube und einigen Mediatheken weitere Apps zu installieren.

Grundsätzlich ist die Geschwindigkeit des Waipu.tv 4K Stick auch dank des integrierten Quad-Core-Prozessors 905Y4 von Amlogic und 2 GByte RAM gut. Auch, wenn sie etwa beim-App-Wechsel nicht so flott ist wie ein aktueller Fire TV Stick. Der Stick unterstützt – wie sein Name bereits vermuten lässt – 4K-Inhalte. Jedoch lediglich über Fremd-Apps wie Netflix – Waipu-TV-Inhalte gibt es nur in HD. Aktuelle Bild- und Tonformate wie Dolby Vision oder Dolby Atmos kennt der Waipu-Stick nicht. Das werden sicherlich einige vermissen. Zumindest bei Dolby Atmos hat Waipu versprochen, per Update nachzubessern.

Der Waipu.tv 4K Stick ist zum Start ausschließlich in Verbindung mit einem Waipu-Perfect-Plus-Paket erhältlich. Dieses kostet normalerweise knapp 16 Euro pro Monat. Zur Einführung des Waipu.tv 4K Sticks reduziert das Unternehmen den Preis für ein Jahr auf 13 Euro. Enthalten sind hier 170 Sender, einige Pay-TV-Kanäle, 100 Stunden Aufnahmespeicher und die umfangreiche Waipu-Mediathek. Der Monatspreis wirkt verglichen mit den Kosten für einen Kabelanschluss angemessen.

Wer bereits Waipu-Kunde ist, soll den Stick bald auch einzeln für 60 Euro kaufen können. Das erscheint nicht teuer, allerdings gibt es einige Streaming-Sticks, die für weniger Geld den Eigentümer wechseln. Hier ein Preisvergleich der günstigsten Streaming-Sticks.

Wer auf klassisches Fernsehen steht, wird den Waipu.tv 4K Stick lieben. Uns ist keine Streaming-Lösung bekannt, die ähnlich schnell zwischen den Sendern hin und her wechselt. Die Fernbedienung mit ihren eigenen Nummerntasten ist gut, auch wenn einige Knöpfe zu nah aneinander liegen. Auch wenn es für TV-Inhalte weniger relevant erscheint, bedauern wir es, dass der Waipu.tv 4K Stick kein Dolby Vision und aktuell auch kein Dolby Atmos unterstützt. Gerade für Fremd-Apps wären derartige Optimierer sehr willkommen gewesen.

Wer nur ab und an mal über einen Streaming-Stick TV-Inhalte konsumiert, kann auch zu anderen Streaming-Sticks und anderen Streaming-Boxen greifen. So ist etwa der Amazon Fire TV Stick 4K (Testbericht) günstiger und bietet dennoch mehr Features. Wem es auf den Preis nicht ankommt, kann auch zum sehr guten Apple TV 4K HDR (Testbericht) greifen. Mit Apple kauft man quasi die eierlegende Wollmilchsau unter den Streaming-Boxen.

Für alle, die passend zum Streaming-Stick auch gleich den passenden (und möglichst günstigen) Fernseher suche, empfehlen wir unsere Kaufberatung 4K-TV: UHD-Fernseher gibt’s ab unter 250 Euro.

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