Viofo A119 V3 im Test: Dashcam mit GPS, gutem Bild und günstigem Preis

Viofo A119 V3 Dashcam
Pro und Contra
  • gute Bildqualität mit QHD+
  • beeinträchtigt das Sichtfeld kaum
  • GPS
  • keine Assistenzsysteme
  • Loop mit nur einem Videoclip nicht möglich
  • kein Akku 
  • 3.5

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Gaming-PC aufrüsten: Preise für Grafikkarten fallen, CPU werden teurer

Gaming-PC aufrüsten: Preise für Grafikkarten fallen, CPU werden teurer

Monatlich kündbar: Die besten Handytarife von 0 bis 30 Euro

Die besten monatlich kündbaren Tarife im August 2022: 10 GByte Vodafone für 9 Euro, 40 GByte O2 für 20 Euro

Lohnt sich refurbished? Sparen mit 3 Jahren Garantie auf gebrauchte iPhones, Playstations & Co.

Lohnt sich refurbished? Sparen mit 3 Jahren Garantie auf gebrauchte iPhones, Playstations & Co.

Sicher Radfahren: Dashcam, Radar, Helme mit Blinker und Airbag

Sicher Radfahren: Dashcam, Radar, Helme mit Blinker und Airbag

Die Viofo A119 V3 ist eine preiswerte Dashcam ab 120 Euro mit Fokus aufs Wesentliche. Assistenzsysteme finden sich keine, dafür liefert sie Videos mit QHD+.

Dashcams sind eine Möglichkeit, um die Schuldfrage nach einem Unfall zu klären. Rechtlich ist das Thema hierzulande allerdings nicht unumstritten. Zwar sind Aufnahmen vor Gericht zulässig, allerdings sollten Nutzer einige Punkte beachten. So dürfen Aufnahmen nicht permanent und ohne Anlass erfolgen. Mehr zu den rechtlichen Fallstricken erläutern wir im Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro. Weitere Informationen zum Datenschutz fasst zudem der ADAC zusammen.

Modelle von Herstellern wie Garmin oder Nextbase liegen meistens zwischen 200 und 300 Euro. Die Viofo A119 V3 ist mit Preisen ab 120 Euro deutlich günstiger und bietet dennoch eine hohe Videoauflösung, GPS, einen Beschleunigungssensor sowie die in Deutschland so wichtige Loop-Funktion. Nur bei Sonderfunktionen sieht es etwas mau aus. Wie gut sich die Dashcam in der Praxis schlägt und ob sie mit der Konkurrenz mithalten kann, erklären wir im Test.

Mit einer Größe von 5,3 x 4,8 x 8,2 cm gehört die Viofo A119 V3 zu den wuchtigeren Dashcams. Sie ist deutlich größer als etwa die Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) und entspricht eher der Transcend Drivepro 230Q Data Privacy (Testbericht). Allerdings nutzt die Autokamera eine auffällige Keilform. Damit kann man das Gerät möglichst flach und nah an der Scheibe platzieren, wodurch sie nur minimal das Sichtfeld beeinträchtigt. Durch den spitzen Winkel ist das LCD dann für den Fahrer nicht so gut ablesbar – was aber in der Praxis auch nicht so wichtig ist. Die Kameralinse selbst ist verstellbar, damit Fahrer die Linse optimal ausrichten können – je nachdem, wie flach die Windschutzscheibe beim jeweiligen Auto ist. Die Verarbeitung hinterlässt einen guten und soliden Eindruck, auch wenn das Gehäuse komplett aus Kunststoff ist, was bei dem Preis aber keine Überraschung ist.

Nicht ganz so ideal ist die Platzierung des Netzanschluss für das USB-Kabel am GPS-Modul. In unserm Fall mussten wir die Kamera recht tief platzieren, weil sonst der Rückspiegel im Weg gewesen wäre. Ungewöhnlich ist zudem die Befestigung: Diese kann man nur fest an die Frontscheibe kleben. Diese hält dann auch ziemlich fest, allerdings ist es schwierig, die Dashcam wieder abzunehmen. Deutlich smarter im Vergleich ist die Lösung mit einem angeklebten magnetischen Plättchen bei der Garmin Dash Cam 67W (Testbericht). Theoretisch kann man die Kamera vom GPS-Modul lösen, das klappt aber nicht immer auf Anhieb. Immerhin legt Viofo eine antistatische Folie bei. Dieses legt man auf die Windschutzscheibe und klebt die Autokamera dann auf die Folie. So kann man später die Dashcam dann auch leichter entfernen.

Die Dashcam verfügt über einen CMOS-Bildsensor von Sony mit einer maximalen Auflösung von 5 Megapixel. Das LCD misst etwa 2 Zoll. Eine Loop-Funktion ist vorhanden. Ist diese aktiviert, dann erstellt sie automatisch Videoclips mit einer Länge von 1, 2 oder 3 Minuten. Sobald die Micro-SD-Karte voll ist, überschreibt die Kamera den ältesten Clip. Besser hätte uns hier standardmäßig die Einstellung gefallen, immer nur einen Videoclip zu erstellen, der fortlaufend überschrieben wird. Damit hätte die Kamera besser die Datenschutzvoraussetzungen erfüllt. Dieses Prinzip wendet etwa die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy (Testbericht) an, bei der Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) ist das unter den Einstellungen ebenfalls möglich.

Ein Bewegungssensor ist ebenfalls an Bord. Dieser ist wichtig, damit die Kamera starke Bremsmanöver erkennt, um dann Aufnahmen in einen geschützten Speicherbereich abzusichern. Diese werden dann nicht automatisch vom Loop überschrieben. Einen Akku hat die Viofo A119 V3 nicht. Das bedeutet, sollte sich das Stromkabel etwa bei einem Unfall lösen, fällt die Kamera aus. Unser Testgerät ist zudem mit einem GPS-Modul ausgestattet. Dieses hält dann bei den Aufnahmen zusätzlich die Koordinaten sowie das gefahrene Tempo fest.

Unterhalb des LCDs befinden sich fünf Knöpfe: der Ein-/Ausschalter, ein Menü-Button, eine Aufnahme- sowie Mikrofon-Taste und ein Notfall-Taster, um die Aufnahme im geschützten Bereich abzulegen.

Bewegt man sich durch die Menüs, dann dienen die unteren Tasten für Aufnahme und Mikrofon als Pfeil nach oben oder unten. Der rötlich markierte Notfall-Knopf ist dann der Ok-Button. Die einzelnen Menüs erlauben eine Reihe an Einstellungen, wirken aber zuweilen etwas unübersichtlich. Hier ist es möglich, die Loop-Funktion zu aktivieren und anzupassen, die gewünschte Auflösung zu wählen und mehr. Praktisch ist zudem die optionale Erinnerung, die Micro-SD-Karte gelegentlich zu formatieren, um nicht mehr benötigte Aufnahmen zu löschen. Wir empfehlen ohnehin, dass alle paar Tage regelmäßig zu machen. Eine Anbindung an die App von Viofo ist beim A119 V3 nicht möglich, das geht erst ab dem Modell A129.

Die Viofo A119 bietet faktisch keine Sonderfunktionen. Fahrassistenzsysteme sucht man vergeblich. Der Bewegungssensor ermöglicht optional die Überwachung des Fahrzeugs beim Parken. Rempelt ein anderes Auto das eigene Fahrzeug an, startet die Kamera die Aufnahme. Dafür ist allerdings eine permanente Stromversorgung mit der Autobatterie nötig, dafür steht ein spezielles Kabel als Zubehör bereit. Allerdings ist die Parküberwachung in Deutschland rechtlich umstritten, da die Aufnahmen die Persönlichkeitsrechte von Personen verletzen können, die sich vor dem Fahrzeug aufhalten. Wir empfehlen, auf diese Funktion eher zu verzichten.

Die Dashcam erlaubt eine maximale Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln mit 30 fps sowie 2560 x 1440 Pixel oder 1920 x 1080 Pixel mit 60 fps. Die Bildqualität ist gut und liefert eine ordentliche Bildschärfe. Details wie Kennzeichen sind meistens noch gut zu erkennen. Der Blickwinkel deckt 140 Grad ab, das ist etwas weniger als bei der Garmin Dash Cam 67W (Testbericht). Damit deckt die Viofo A119 das Geschehen vor dem Fahrzeug dennoch ausreichend ab. Und das Bild wird nicht auf unnatürliche Weise verzerrt – wie es bei stärkeren Weitwinkeln der Fall ist. Dank HDR sind Aufnahmen bei Nacht noch gut zu erkennen.

Die Viofo A119 kostet bei Amazon inklusive GPS-Modul 120 Euro. Andere Anbieter verlangen 180 Euro für die Dashcam. Damit gehört sie zu den preiswerteren Dashcams mit Loop-Funktion und QHD-Auflösung. Wer eine Variante ohne GPS nutzt, kann ein passendes Modul für 24 Euro nachrüsten. Ein Kabel zur permanenten Stromversorgung für die Nutzung der Parkraumüberwachung kostet 20 Euro.

Die Viofo A119 erledigt zuverlässig genau das, was eine Dashcam tun soll – mehr aber auch nicht. Der Preis ist fair, die Bildqualität und Auflösung sind hoch und überzeugen. Die Autokamera sitzt fest und stört das Sichtfeld kaum. Allerdings ist es aufwendig, die Kamera wieder zu entfernen. Eine Befestigung per Saugnapf ist nicht möglich, genauso wenig eine Verbindung per App. Einen Akku für den Notfallbetrieb nach einem Unfall gibt es auch nicht.

Wer beim Thema Datenschutz keine Risiken eingehen will, greift zur günstigeren Transcend Drivepro 230Q Data Privacy (Testbericht). Wer lieber eine besonders kompakte Alternative sucht mit guter Verarbeitung und App-Anbindung, kann über die Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) oder die Garmin Dash Cam Mini 2 (Testbericht) nachdenken. Weitere Details rund um Autokameras bieten wir im Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.