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Acer Swift 5
Pro und Contra
  • sehr leicht
  • gute Performance  
  • toller Touchscreen



  • für aktuelle Spiele zu schwach
  • Preis-Leistungs-Verhältnis 
  • 4.5

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Acer verspricht mit dem runderneuerten Swift 5 ein mobiles Leichtgewicht mit Touchscreen und ordentlich Leistung. Wie schlägt sich das Ultrabook auch als Arbeitstier? Wir haben es ausprobiert.

Das Acer Swift 5 ist ein sehr leichtes und kompaktes Clamshell-Ultrabook mit Touchscreen. Das niedrige Gewicht und die geringen Abmessungen machen den Laptop zu einem äußerst mobilen Begleiter. Dank solider Ausstattung eignet sich das Acer Swift 5 als vollwertiger Allround-PC zum Arbeiten, Surfen oder als Multimedia-Gerät.

Doch Mobilität hat häufig seinen Preis – eingeschränkte Performance. Darunter litten etwa frühere Vorgängermodell. Wir haben das Acer Swift 5 einem ausführlichen Test unterzogen, um zu sehen, wie viel Power in dem Zwerg wirklich steckt. Mehr zu dem Thema gibt es in der Themenwelt Laptop, dort haben wir bereits Ratgeber wie Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten oder Tests zum Huawei Matebook D15 (Testbericht) veröffentlicht.

Das Acer Swift 5 macht auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Alle Komponenten fügen sich nahtlos und ohne Spaltmaße ineinander. Nichts wackelt beim Hochklappen des Bildschirms. Das Design ist schlicht und funktionell, aber trotzdem elegant. Die Farbe „Mist Green“ unterstreicht den exklusiven Charakter des Acer Swift 5 zusätzlich. Dabei handelt es sich um eine grüngraue Lackierung in seidenmatter Metallicoptik. Allerdings ist die Oberfläche empfindlich für Kratzer. Die Frontkamera ist dezent in der oberen Leiste über dem Display eingefasst.

Mit einem Gewicht von nur 1 Kg gehört das Ultrabook zu den absoluten Leichtgewichten seiner Klasse. Dazu tragen in erster Linie die Materialien des Gehäuses bei: Hier kommt ein Mix aus Magnesium und Lithium sowie Aluminium zum Einsatz. Die Größe des kleinen Notebooks von 32 x 21 Zentimetern ist etwas länger als ein Papierblatt im DIN-A4-Format. Damit passt es in nahezu jede Arbeitstasche, kleine Rücksäcke oder in größere Handtaschen. Das Swift 5 ist sehr dünn: Vorne hat es eine Dicke von 15 Millimetern, die nach hinten bis auf 21 Millimeter anwächst. Wenn man das Display nach oben klappt, dann hebt eine keilförmig Erhebung die Tastatur in eine für das Tippen angenehme Position an.

Das Acer Swift 5 nutzt einen Intel Core i5-1135G7 der aktuellen CPU-Reihe „Tiger Lake“. Die elfte Generation des Core i5 verspricht mit seiner Quad-Core-SoC bei einem Basistakt von 2,4 GHz gute Leistung. Das zeigt sich bei unserem Benchmark-Test mit PCMark 10: Das Swift 5 erreicht über 4700 Punkte. Das sorgt für die spürbar flüssige Performance des Systems beim Einsatz von gängigen Office-Anwendungen und einfachen Bildbearbeitungsprogrammen. Zum Vergleich: leistungsstarke Laptops, wie das Lenovo IdeaPad 5 mit Ryzen 7 Prozessor, kommen auf etwa 6000 Punkte.

Die Performance des Grafikchips Intel Iris Xe Graphics reicht nicht für aufwendigere Spiele jenseits von Hearthstone oder Solitär. Eine Alternative wäre das Spielen per Cloud-Gaming (Ratgeber). Was aber angenehm auffällt: Der Acer Swift 5 arbeitet schön leise und erzeugt kaum Hitze. Der Arbeitsspeicher fällt mit 8 GByte nicht sehr üppig aus – für knapp 200 Euro mehr bekommt man eine Version des Swift 5 mit 16 GByte RAM. Nachträglich kann man den Arbeitsspeicher nicht erweitern.

Die Anschlussmöglichkeiten des Acer Swift 5 sind vielfältig – was bei einem Ultrabook nicht selbstverständlich ist. Jeweils an den Seiten finden sich 1x HDMI 2.0, 2x USB-A 3.2, 1x USB-C 3.2 mit Thunderbolt 4, der auch als Display-Port dient, 1x Klinke mit 3,5 mm und die Hohlbuchse für das Netzteil. Das WLAN-Modul ist auf dem neuesten Stand und unterstützt IEEE 802.11 ax/ac/a/b/g/n, Bluetooth 5.1 ist ebenfalls verfügbar. Ein Lesegerät für Micro-SD-Karten fehlt dem Acer Swift 5.

Als Festplatte kommt eine PCIe SSD mit 512 GB Speicherplatz zum Einsatz, Windows und die Anwendungen starten dank flotter Zugriffszeit damit zügig. Der Speicherplatz dürfte für die meisten Anwender ausreichen. Wem das nicht ausreicht, der kann die Variante mit 1 TByte SSD wählen. Die Bandbreite von 220 Mbyte pro Sekunde ist allerdings enttäuschend für eine SSD – hier sind Werte bis 500 Mbyte pro Sekunde üblich.

Die Tastatur macht einen wirklich guten Job und verfügt über einen angenehmen und festen Druckpunkt. Das Touchpad reagiert zudem flott und präzise auf Eingaben. Rechts neben dem Touchpad befindet sich der Fingerabdrucksensor. Für Videochats kommt an der Vorderseite eine 0,9 Megapixel-Kamera zum Einsatz.

Das IPS-Display des Acer Swift 5 mit 14 Zoll wollen wir besonders hervorheben. Es liefert ein hervorragendes und scharfes Bild mit vollen Kontrasten und lebendigen Farben. Die Auflösung beträgt 1920 x 1080 Pixel (Full HD) bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Das Multi-Touch-Display reagiert sehr flott auf Eingaben – eine gelungene Alternative für jeden, der ungern mit einem Touchpad arbeitet und keine Maus zur Hand hat. Die gemessene maximale Helligkeit des Bildschirms von 410 cd/m² ist für ein Laptop ausgezeichnet. Damit kann man das Display auch im freien noch ausreichend gut ablesen. Nur das Spiegeln bei direkter Lichteinstrahlung stört ein wenig.

Das Acer Swift 5 verfügt über einen fest verbauten Akku. Die Angaben zur Akkulaufzeit von Acer sind mit 15 Stunden nicht realistisch. Im Batterietest von PCMark hielt das Acer Swift bei einer simulierten Dauernutzung mit Office etwa 8 Stunden durch, um den Akku von 100 Prozent auf 20 Prozent zu entladen. Das ist ein ordentlicher Wert, auch wenn hier noch Luft nach oben wäre. Dennoch hält damit das Acer Swift 5 einen Tag gut ohne Netzteil durch. Dem Homeoffice-Einsatz im Garten steht damit beispielsweise nichts im Weg. Im rechenintensiven Gaming-Modus hält der Akku beim Batterietest 90 Minuten durch. Die Ladezeit beträgt knapp 2,5 Stunden.

Die UVP für das Acer Swift 5 beträgt in der von uns getestet Variante mit 512 GByte Festplatte und 8 GB RAM fast 1100 Euro. Das ist nicht grade günstig für ein Gerät dieser Klasse. Für ein Modell mit 1 TByte Festplatte und 16 GByte RAM kommen 200 Euro dazu. Mit der Zeit dürfte das Ultrabook aber im Preis fallen.

Als Zubehör empfehlen wir eine Schutzhülle aus Neopren für den Transport des Ultrabooks in der Tasche. Das verhindert unschöne Kratzer an der Oberfläche. Ein zusätzlicher USB-Hub ist ebenfalls eine gute Option, auch wenn das Acer Swift 5 über zwei USB-A-Stecker verfügt. Wer sich nicht alleine auf den Touchscreen oder das Touchpad verlassen will, greift zur Maus. Wer Adapter sucht, dem empfehlen wir unseren Raqtgeber Der richtige Adapter für jede Aufgabe.

Das Acer Swift 5 ist ein sehr hochwertiges, schickes und extrem leichtes Ultrabook mit Touchscreen. Der Core i5 der elften Generation sorgt für ordentliche Leistung zum Arbeiten bei solider Akkulaufzeit – für Spiele ist das schmale Notebook nicht gedacht. Hervorragend gefallen hat uns das Touch-Display mit Full-HD-Auflösung. Das Acer Swift 5 ist das Richtige für jeden, der mobil sein will, aber dennoch einen klassischen Laptop möchte.

Wer viel unterwegs ist und Wert auf maximale Mobilität legt, sollte einen Blick auf Convertible-PCs als mögliche Alternative werfen. Dank umklappbaren Display wandeln sich diese Ultrabooks zu einem großen Tablet. Weitere Ultrabooks und Convertibles zeigen wir in der Marktübersicht Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

Alles in allem erscheint uns der Preis ein wenig hoch für das Acer Swift 5. Ultrabooks mit Touchscreen mit vergleichbarer Ausstattung wie das Microsoft Laptop 3, Huawei MateBook X oder Samsung Galaxy Book S bekommt man bereits für unter 1000 Euro.

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