Trendnet TV-IP1318PI im Test: 4K-Überwachungskamera für Außen mit PoE

Trendnet TV-IP1318PI
Pro und Contra
  • 4K-Auflösung
  • Nachtsicht
  • steuerbar über App und Desktop-Anwendung
  • ONVIF-Support (Profil S, G)
  • Robustes Gehäuse
  • Gute Erkennungsrate
  • Benachrichtigungen per Push und E-Mail
  • Keine Smart-Home-Integration
  • Konfiguration mit mobiler App eingeschränkt
  • 4

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Die PoE-Überwachungskamera Trendnet TV-IP1318PI bietet eine Auflösung von 4K und unterstützt Wide Dynamic Range. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Damit moderne Überwachungskameras (Themenwelt) Anwender über verdächtige Ereignisse informieren können, benötigen sie eine Netzwerkverbindung. Die meisten aktuell erhältlichen Varianten nutzen dafür WLAN. Alternativ gibt es noch sogenannte PoE-Kameras, die über Ethernet vernetzt sind und auch Strom über das Netzwerkkabel erhalten. Ein solches Modell ist die Trendnet TV-IP1318PI.

Die TV-IP1318PI misst 155 × 70 × 70 mm, wiegt 400 Gramm, ist in Kombination mit dem robusten Stahlgehäuse wetterfest nach IP67 und laut Hersteller im Temperaturbereich von -30° bis 60° Celsius einsatzbereit. Die Netzwerkverbindung erfolgt über Ethernet-Kabel, das auch zur Stromversorgung genutzt wird. Dafür wird ein Power-Over-Ethernet-Injector benötigt, der nicht zum Lieferumfang gehört. Wer die Kamera in Betrieb nehmen möchte, muss also zusätzlich in einen entsprechenden PoE-Injector investieren. Die Kamera kann bis zu 100 Meter entfernt vom PoE-Injector positioniert werden.

Die TV-IP1318PI bietet eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixel und zeichnet Videos mit bis zu 15 fps auf. Außerdem unterstützt sie Wide Dynamic Range, das für eine optimale Belichtung sorgen soll und eine Nachtsichtweite von bis zu 30 Meter. Videos speichert sie auf eine microSD-Karte mit einer Kapazität von bis zu 128 GByte oder alternativ auf einem Netzwerkspeichergerät. Der microSD-Einschub ist über eine Metallplatte mit Torx-Schrauben gesichert.

Der Lieferumfang umfasst neben der Kamera noch eine Halterung, Ladekabel sowie Montagematerial wie Schrauben und Dübel.

Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Trendnet-App Mira. Hierfür ist ein Konto erforderlich. Die Einrichtung der TV-IP1318PI über die App wird von einem Assistenten unterstützt. Im Test gelingt das reibungslos und ist nach wenigen Minuten erledigt. Die mobile App ist allerdings nicht für die vollständige Konfiguration der Kamera geeignet. Sie bietet eine Live-Ansicht, mit der man auch den integrierten 4-fach-Digitalzoom der Kamera ausprobieren kann. Zudem lassen sich Push-Benachrichtigungen aktivieren und Schnappschüsse und Videos aufzeichnen.

Für die vollständige Konfiguration ist hingegen die Desktopanwendung Mira VMS, die für Windows und macOS verfügbar ist, oder ein Browser erforderlich.

Über die Desktop-Anwendung Mira VMS oder den Browser können Anwender die Überwachungskamera über die Option „Erweitert“ umfassend konfigurieren. Im Abschnitt Netzwerk stehen zahlreiche Parameter wie TCP/IP, Port, DDNS, QoS und weitere zur Verfügung.

Auch die Videoeinstellungen sind äußerst umfassend. Anwender können beim Codec beispielsweise zwischen H.264, H.265 und H.265+ wählen. Letzterer reduziert beispielsweise den Platzbedarf der aufgezeichneten Videos um 50 Prozent. Ist diese Einstellung gewählt, funktioniert die Live-View-Funktion allerdings nicht mehr mit Chrome und Firefox, sondern nurmehr mit dem Internet Explorer. Außerdem lassen sich Bitrate, Videoqualität, Bildrate (maximal 15 fps), Belichtungsdauer, Wide Dynamic Range, Weißabgleich, Rauschunterdrückung sowie Auflösung wählen. In diesem Abschnitt können auch Privatzonen definiert werden, die von der Überwachung ausgeschlossen werden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Kamera auf einen öffentlichen Bereich oder auf das Nachbargrundstück ausgerichtet ist. Mit dem Ausschließen dieser Bereich kann die Trendnet DSGVO-konform betrieben werden.

Im Abschnitt Ereignis legen Anwender Bereich und Empfindlichkeit für die Bewegungserkennung fest. Zudem stehen mit Einbruchmeldung, Linienüberquerungserkennung und Sabotageüberwachung weitere Möglichkeiten zur Überwachung zur Verfügung, die klar darauf hindeuten, dass die Trendnet IP1318PI eher für professionelle Anwender vorgesehen und weniger für den Privatgebrauch gedacht ist.

Unter Videoaufnahmen können Anwender festlegen, unter welchen Bedingungen die Kamera Videos aufzeichnet. Hier kann man nicht nur zwischen verschiedenen Videostreams wählen, die Nutzer in Bezug auf Auflösung und anderen Parameter konfigurieren können, sondern auch festlegen, ob eine Aufzeichnung etwa nach erfolgter Bewegungserkennung, einem Bewegungsalarm, dem Überschreiten einer bestimmten Linie oder durchgehend erfolgen soll.

Praktisch ist auch, dass man die Onscreen-Einstellungen umfassend anpassen kann. So können Anwender entscheiden, ob sie bestimmter Parameter wie Name, Datum und Woche sehen möchten. Außerdem können sie beim Modus der OSD-Darstellung zwischen Transparent und Nicht-Transparent wählen und entscheiden, ob die Anzeige blinken oder nicht blinken soll. Auch lässt sich die Schriftfarbe und Ausrichtung einstellen.

Dank ONVIF-Support mit Unterstützung für die Profile S und G, kann die Kamera auch mit entsprechender Software betrieben werden.

Die Trendnet TV-IP1318PI können Anwender nicht zusammen mit einem Smart-Home-System nutzen. Die PoE-Kamera unterstützt weder Amazon Alexa, Google Assistant noch Apple Homekit. Auch andere gängige Smart-Home-Lösungen wie Samsung Smartthings oder Homey unterstützt die Trendnet nicht.

Während eine vollständige Konfiguration der Kamera nur mit der Desktopanwendung Mira VMS oder über einen Browser möglich ist, können Anwender den Livestream der Kamera auch über die mobile Mira-App verfolgen. Sie unterstützt auch die Zoom-Funkion der Trendnet TV-IP1318PI und zeigt damit eine der großen Vorteile von 4K-Kameras. Durch die höhere Auflösung bieten 4K-Modelle auch beim Zoomen noch eine gute Detaildarstellung. Somit können Anwender verdächtige Objekte schneller identifizieren. Das Zoomen ist per Zwei-Finger-Geste möglich und wird durch die Anzeige der aktuellen Zoom-Stufe unterstützt.

Die Qualität der Aufnahmen entspricht den Erwartungen, die man an eine 4K-Überwachungskamera knüpfen kann. Auch die Nachtsicht weiß zu überzeugen. Dank der Möglichkeit, viele Videoparameter für die Anpassung wählen zu können, kann man die Trendnet TV-IP1318PI optimal selbst auch schwierige Lichtverhältnisse einstellen.

Hinsichtlich der Erfassung verdächtiger Objekte bietet die Kamera eine gute Leistung mit nur wenigen Fehlalarmen. Die Benachrichtigungen erfolgen zeitnah, dabei können Nutzer auf Push-Nachrichten und E-Mail zurückgreifen.

Die Trendnet TV-IP1318PI ist für etwa 190 Euro erhältlich. Für die lokale Speicherung sind zusätzliche Kosten für eine microSD-Karte einzukalkulieren. Für die Inbetriebnahme der Kamera ist außerdem ein PoE-Injector nötig, den es in der einfachsten Ausführung bereits für etwa 24 Euro gibt. Leistungsfähigere Modelle mit Anschlussmöglichkeiten von bis zu fünf Kameras gibt es von Trendnet ab etwa 192 Euro.

Die Trendnet TV-IP1318PI ist eine leistungsfähige 4K-Überwachungskameras und vor allem für professionelle Anwender geeignet, die bereits über eine PoE-Infrastruktur nutzen oder ein Überwachungssystem auf Basis dieser Technologie planen. Mit der mobilen Anwendung Mira können Anwender nur bestimmte Funktionen der Überwachungskamera einstellen und den Livestream verfolgen. Eine vollständige Konfiguration ist hingegen nur über den Browser oder über die Mira-Desktop-Anwendung möglich.

Wer auf der Suche nach Überwachungskameras ist, findet in unserer Themenwelt Überwachungskameras weitere nützliche Informationen. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro. Zuletzt haben wir außerdem einen Ratgeber zu Überwachungskameras mit Beleuchtung veröffentlicht und entsprechende Modelle wie die Ezviz LC3 (Testbericht) und die Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) getestet.

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