Teufel Streamer im Test: Streaming-Addon für HiFi-Anlagen

Teufel Streamer
Pro und Contra
  • einfache Einrichtung
  • guter Klang
  • hoher Preis
  • Bluetooth-Verbindung instabil
  • 4.0

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Teufel hat mit Raumfeld ein eigenes Multiroom-System im Angebot. TechStage testet den Teufel Streamer, mit dem die bestehende HiFi-Anlage zur Sonos-Alternative wird.

Das Raumfeld-Multiroom-System (Testbericht) hat Maßstäbe gesetzt. Als Berliner Startup wurde Raumfeld 2010 in das 30 Jahre ältere, ebenfalls in Berlin gestartete Lautsprecher-Unternehmen Teufel aufgenommen und ist seitdem der Begriff für Multiroom-Systeme aus Berlin, auch wenn es inzwischen Sprachassistenten-Multiroom-Lautsprecher von Teufel ohne Raumfeld-Funktionen gibt.

Multiroom ist erst dann richtig Multiroom, wenn man ein bestehendes HiFi-System einbinden kann, dessen Verstärker oder Lautsprecher keine Raumfeld-Funktionen haben. Dafür bietet Teufel den Streamer an. Wie gut macht er seinen Job? Wir binden ihn zusammen mit dem Teufel One S (Testbericht) in ein Raumfeld-System ein.

Der Streamer ist als schwarzes Kästchen mit 18,7 cm Breite, 10 cm Tiefe und 2,9 cm Höhe unauffällig und doch groß genug, um zahlreiche Schnittstellen zu bereits bestehenden Systemen zu bieten. Er arbeitet dabei gleichzeitig als Netzwerkempfänger und -sender, kann also sowohl Signale aus einem Raumfeld-System in eine „normale“ Anlage übergeben als auch umgekehrt – und dies auch gleichzeitig.

An Bedienelementen finden sich auf der Rückseite Setup und Bluetooth-Pairing sowie Reset, auf der Oberseite drei Speichertasten für Lieblingsstücke oder -sender, Ein/Aus bzw. Pause/Play, Vor/Zurück, Analog/Digital und Laut/Leise. Schwarz in Schwarz sind die Tasten zwar nicht so gut zu erkennen, doch ertastbar und sauber zu bedienen.

Mitgeliefert wird ein recht großes Netzteil zur Stromversorgung und ein Stereo-Cinch-Kabel, doch neben den damit bedienbaren analogen Ein- und Ausgängen hat der Streamer noch einen optischen digitalen SPDIF-Ein- und Ausgang mit bis zu 96 kHz und 16 Bit, Bluetooth (nur als Eingang) und einen USB-Port zum Abspielen darauf gespeicherter Dateien. Mit dem Netzwerk kommuniziert er neben WLAN auf 2,4 und 5 GHz auch per Ethernet-Anschluss.

Nicht alle Multiroom-Systeme können Analog-Signale an allen Lautsprechern wiedergeben, sondern oft nur lokal. Der Teufel Streamer kann es, und zwar sowohl ein Analog-System vom Streamer im Raumfeld-System verteilen als auch umgekehrt ein an einem Teufel-Raumfeld-Lautsprecher angeschlossenes Analog-Signal über den Streamer an der dort angeschlossenen Anlage wiedergeben.

Ebenso können Dateien von einem USB-Stick überall wiedergegeben werden. Hier ist allerdings eine Besonderheit des Raumfeld-Systems zu beachten: Das zuerst eingerichtete Gerät ist der Master und nur an diesem ist der USB-Port aktiv. Soll dies der Streamer sein, ist er vor den eventuell schon vorhandenen Raumfeld-Lautsprechern einzurichten. Andernfalls ist der USB-Stick an dem Lautsprecher anzustecken, der als erster ins Haus kam. Beim Abspielen in der App macht dies keinen Unterschied, aber man muss es wissen, um nicht zu scheitern. Eine Kopplung mit den Teufel-Holist-Lautsprechern ist nicht möglich; diese gehören nicht zum Raumfeld-Universum.

Dateien vom Smartphone spielt die Raumfeld-App nicht ab, wohl aber von Netzwerkservern. Spotify ist selbstverständlich geboten, ebenso Tidal. Qobuz funktioniert innerhalb der App dagegen nicht. Per Kabel oder Bluetooth ist natürlich auch dieser Dienst und jede andere Quelle inklusive Sprachassistenten über Smartphone oder Tablet einspielbar.

Über das analoge Kabel liefert Qobuz den besten Klang, Spotify und lokale Quellen sind gleichauf etwas schlechter. Über Bluetooth ist die Reihenfolge gleich, der Klang allerdings via Android insgesamt schlechter mangels apt-X-Codec. Außerdem war die Bluetooth-Verbindung zu den Testgeräten zuweilen instabil.

Etwas versteckt bietet die Raumfeld-App die Möglichkeit, mit einem Equalizer jeden Lautsprecher und auch den Teufel Streamer in Lautstärke, Bass, Mitten und Höhen aneinander und den eigenen Geschmack anzupassen. Von sich aus ist das Raumfeld-System neutral ohne Effekte wie rumpelnde Bässe oder überzogene Höhen, doch bei extremen Aufstellungsorten ist es gut, wenn man hier ausgleichen kann.

Der Teufel Streamer besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von knapp 300 Euro. Meist bekommt man ihn etwas günstiger. Neben den einmaligen Kosten sollte man einen Streaming-Dienst einplanen, etwa Tidal, Apple Music oder Amazon Music Unlimited HD.

Teufel liefert mit dem Streamer eine saubere Raumfeld-Integration und ist eine gute Lösung, wenn man dieses System anschaffen mag oder bereits nutzt.

Der Test zum Teufel Streamer erscheint in unserer Themenwelt Multiroom. Dort haben neben Multiroom-Lautsprechern wie dem Bose Home Speaker 300 (Testbericht) oder dem Yamaha Musiccast 50 (Testbericht) auch andere Netzwerk-Player wie den Yamaha WXC-50 (Testbericht) oder den Mission LX Connect (Testbericht) ausprobiert. Im Ratgeber Airplay 2, Spotify und Co: Streaming und Multiroom für Hi-Fi-Anlangen nachrüsten zeigen wir weitere Möglichkeiten, wie man Multiroom-Funktionen für bestehende Anlagen nachrüsten kann.

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