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Teufel Rockster Cross
Pro und Contra
  • Spielt lange und laut
  • Robustes, outdoor-taugliches Gehäuse
  • Trageriemen mit Karabinerhaken und Netzteil liegen bei
  • Tasten zum Teil auf der Rückseite und nicht optimal gekennzeichnet
Rating:
  • 4.5
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Der Teufel Rockster Cross gibt den harten Macho unter den Bluetooth-Speakern. Mit einem wasserdichten Gehäuse, großem Akku und gutem Klang will er die Käufer locken. Überlebt der Outdoor-Lautsprecher unseren Hörtest?

Der Teufel Rockster Cross versprüht einen Hauch von Adrenalin und Abenteuer. Mit seinem knapp 40 Zentimeter breiten Gehäuse wirkt er martialisch und bereit für Outdoor-Partys. Während der Hersteller beim kleinen, feinen Teufel Motiv Go (Testbericht) auf edles Metall setzt, sorgt hier schlagfester, gummierter Kunststoff für ein schroffes, funktionales Aussehen.

Der Test des Teufel Rockster Cross ist Teil unserer Themenwelt Bluetooth-Lautsprecher. Dort finden sich neben Ratgebern wie Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro und Günstig & gut: Vergleich von fünf Bluetooth-Speakern unter 50 Euro auch jede Menge Einzeltests.

Bezüglich Abmessungen und Material – das Gehäuse besteht aus dickem, gummiertem Kunststoff – ist der Teufel Rockster Cross gegen Stöße oder Feuchtigkeit gewappnet. Das führt in der Summe zu einem relativ hohen Gewicht von 2,4 Kilogramm. Der demonstrativ robust gestaltete Outdoor Speaker verträgt Strahlwasser nach IPX5-Norm. Doch die Teufel verspricht darüber hinaus eine Wintertauglichkeit für extrem niedrige Temperaturen bis zu -10 °C. Jeder, der beim Après-Ski zum Jagertee unter freiem Himmel gerne etwas musikalische Untermalung möchte, wird hier bestens bedient. Wer sich zutraut, mit der immerhin zwei Liter großen Box ohne Crash die Piste herunterzubrausen, kann sich den Teufel Rockster Cross mit dem beiliegenden Trageriemen mit soliden Karabinerhaken umhängen.

Neben diesem nützlichen Zubehör spendiert Teufel weitere keinesfalls selbstverständliche Beigaben. Anstelle des allgemein üblichen USB-Ladekabels gibt es zu diesem Lautsprecher ein Netzteil. Abseits der Steckdose lässt sich der Teufel Rockster Cross bis zu 16 Stunden mit seinem eingebauten Akku betreiben.

Das Gehäuse des Teufel Rockster Cross besteht aus schlagfestem Kunststoff und bietet einer Batterie von Treibern eine sichere Unterbringung. Der Zwölf-Zentimeter-Tief-Mitteltöner wurde in der Mitte der 16 Zentimeter hohen Schallwand positioniert. Für satten Bass unterstützen ihn zwei auf der Rückseite positionierte Passiv-Radiatoren. Dem Mono-Tief-Mitteltöner stehen für einen gewissen Stereo-Effekt zwei insgesamt zwei Zentimeter durchmessende Gewebe-Hochtöner zur Seite. Mit dem Teufel-eigenen Raumklangverfahren Dynamore soll diese eigenwillige Chassis-Konfiguration ein für diese Klasse weiträumiges Klangfeld erzeugen. Durch ihre vorgeschalteten Hörner erzielen die Hochtöner zudem einen hohen Wirkungsgrad.

Wer Wert auf eine richtige Stereo-Abbildung mit breitem Staging legt, kommt allerdings auch mit einem zweiten Teufel Rockster Cross nicht weiter. Wem der Rockster Cross trotz seiner leistungsfähigen Treiber nicht laut genug spielt, der kann zwei dieser Lautsprecher via Bluetooth koppeln – allerdings nicht als Stereo-Paar. Die Paarbildung dient allein der Steigerung des maximalen Abhörpegels, um für Partys im Freien gerüstet zu sein.

Der von einer Klappe gegen Spritzwasser geschützte USB-Anschluss für Smartphone und Tablets ermöglicht es, den Teufel Rockster Cross als Powerbank zur Entlastung derer Akkus zu verwenden, was sich zu solchen Anlässen fernab der Steckdose als nützlich erweisen kann.

Die gegen Wasser und Staub geschützten Tasten bestehen wie das Gehäuse aus gummiertem Kunststoff. Sie sitzen auf der Oberseite und der Rückwand und lassen sich bei schwachem Licht mit ihren geprägten Funktionsbezeichnungen nicht gut auseinanderhalten. Das gilt vor allem für die hinteren Buttons, die aber zum Glück nicht so oft benötigt werden wie die obere Reihe.

Dazu zählt etwa die Outdoor-Taste zur Anpassung des Klangs an das Musikhören unter freiem Himmel. Die akustische Wirkung der Funktion fällt allerdings sehr subtil aus.

Die vier größeren Tasten auf der Oberseite dienen der Wiedergabesteuerung des über Bluetooth verbundenen Smartphones oder dem Aufruf der Sprachassistenten von iPhone oder Android-Smartphones. Wer die Mikrofon-Taste länger drückt, weckt Siri oder den Google Assistant, während ein kurzer Druck zum Annehmen eines Anrufs über die Freisprecheinrichtung dient. Da die LEDs zur Anzeige der Batterieladung auch auf die Rückseite verbannt wurden, kann es im Eifer der Party zu unliebsamen Überraschungen kommen.

Der Blick in die Anleitung sei empfohlen. Teufel setzt beim Rockster Cross auf Tricks, auf die man von allein kaum kommen dürfte – etwa den Sprung zum nächsten Titel durch gleichzeitiges Drücken der Start-Stopp sowie der Lautstärke „+“ Taste.

Der Party-Modus bietet den gleichzeitigen Verbindungsaufbau mit zwei Smartphones, um Songs abwechselnd von beiden Bluetooth-Geräten abzuspielen abspielen. Der AptX-Codec wird für hohe Klangqualität unterstützt. Durch kurze Latenzzeit soll sich beim Schauen von Youtube-Videos kein spürbarer Zeitversatz zwischen Ton und Lippenbewegung ergeben. Darüber hinaus gibt es einen 3,5-Millimeter-Klinkenbuchsen-Eingang für analoge Zuspielung.

Die Kombination aus zwei Liter großem Gehäuse und großem Tief-Mitteltöner mit Passiv-Radiatoren kommt im Hörtest zur Geltung. Der Teufel Rockster Cross erzielt einen tiefen, konturierten Bass. Große Lautstärken meistert er lässig. Auch wenn sein martialisches Aussehen andere Erwartungen weckt, bringt der Speaker gar Kesselpauken und Kontrabässe für seine Gewichtsklasse sehr ordentlich zu Gehör. Seine neutrale Stimmwiedergabe lässt sich mit Singer-Songwritern genießen. Das Klangniveau liegt noch über dem des vom Preis vergleichbaren Marshall Kilburn (Testbericht). Diese Retro Box klingt insgesamt wärmer und weicher als der neutral und eher trocken im Bass abgestimmte Teufel. Den besten Bluetooth-Speaker im Retro-Design küren wir im Beitrag Wer rockt härter? Bluetooth-Speaker Fender Monterey, Fender Newport und Marshall Kilburn II im Vergleichstest.

Wer auf elektronische Beats steht, wird mit dem breitbandigen, satten und sauberen Klang richtig gut bedient. Der Rockster Cross macht zünftig Druck, geht tief in den Bass-Keller und dürfte sich damit in die Herzen von Rock- und Pop-Fans spielen.

Allerdings gibt es bei aller Raffinesse physikalische Grenzen. Trotz Dynamore und zwei Hochtönern auf beiden Seiten der Schallwand liefert der Rockster Cross keine echte Stereo-Abbildung wie man sie von separaten Boxen kennt. Immerhin erzeugt er damit ein bereiteres Staging als üblich. Auch die Outdoor-Taste wirkte wie bereits erwähnt eher dezent auf die Klangwiedergabe ein.

Der Teufel Rockster Cross kostet 280 Euro. Aber er war in der Vergangenheit häufiger günstiger. Schnäppchenjäger konnten ihn bereits für 250 Euro erwerben. Wer sich beim Kauf ein paar Euro sparen will, der sollte etwa bei Geizhals einen Preisalarm setzen. Alternativ empfehlen wir aus dem gleichen Haus den vergleichbar teuren aber deutlich eleganteren Teufel Motiv Go (Testbericht).

Der Teufel Rockster Cross gehört zu den besten mittelgroßen Bluetooth-Boxen. Das liegt am satten, dynamischen Klang, aber auch an seiner durchdachten Outdoor-Funktionalität. Dank seiner Form und dem Tragegurt trägt er sich sehr gut am Körper. Dazu kommen eine beachtliche Robustheit, ein zum Lieferumfang gehörendes Netzteil und ein großer Funktionsumfang, etwa die Dynamore-Klangverbesserung für weiträumigen Sound oder die Freisprecheinrichtung.

Für weitere gute Bluetooth-Lautsprecher, die sogar deutlich günstiger sind als der Teufel Rockster Cross, empfehlen wir unseren Ratgeber Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro. Immernoch zu teuer? Dann hilft unsere Kaufberatung Günstig & gut: Vergleich von fünf Bluetooth-Speakern unter 50 Euro.

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