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Test: Sony Xperia L

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Das Xperia L ist ein Mittelklasse-Smartphone des japanischen Herstellers Sony Mobile Communications. Es wurde Mitte März angekündigt und ist nun seit ein paar Wochen auf den Markt erhältlich. Wir haben es hier gehabt und es auf Herz und Nieren getestet, wie es abgeschnitten hat erfahrt Ihr in folgendem Testbericht:

Technisch ist das Xperia L gut ausgestattet: Es wird von einem starken Prozessor mit 1GHz betrieben und hat 1GB RAM. Das Display misst 4,3-Zoll in der Diagonale und löst Sony-typisch mit FWVGA-Auflösung (= 854×480 Pixel) auf, die Pixeldichte beträgt akzeptable 227ppi. Es hat eine 8-Megapixel Kamera mit Sony Exmor RS-Sensor und kann mit zusätzlichen Funktionen wie NFC, DLNA und einem microSDHC-Slot punkten.

Das in einer kleinen weißen Box gelieferte Xperia L kommt in einem mehr als guten Lieferumfang: Neben den üblichen Handbüchern und Broschüren wird ein langes USB-Kabel und ein Modul zum Laden mitgeliefert. Des Weiteren befindet sich im Lieferumfang noch ein normales Headset. Das war es aber noch nicht: Zusätzlich gibt es eine Schutzfolie und zwei NFC-Tags, Xperia SmartTags genannt, in verschiedenen Farben, sehr cool von Sony. Ansonsten befindet sich nur der 1.700mAh starke Akku, der im Xperia L eingelegt wird.

Auf der Vorderseite des Xperia L findet man keine Tasten; alles wird über das Display und mit den On-Screen Tasten von Android OS gesteuert. Unter dem 4,3-Zoll Display befindet sich dementsprechend wenig, nur ein kleines Mikrofon und eine Benachrichtigungs-LED wurden dort platziert. Über dem Display gibt es das Logo von Sony, die VGA-Kamera, ein paar Sensoren und eine Hörmuschel. Die Ober- und Unterseite des Smartphones sind schräg und fallen ab. Auf der rechten Seite befinden sich die Lautstärke-Regelung und die Kamera-Taste. Beide sind in derselben Farbe, wie das Gehäuse auch. In unserem Fall: Rot. Zwischen diesen Tasten gibt es die An-/Aus-/Standby-Taste, die aus Metall besteht und eine fühlbare Textur besitzt. Links befindet sich nur noch der microUSB-Eingang und ein kleiner Spalt um das Gehäuse zu öffnen. Die untere Seite ist komplett frei. Mittig auf der oberen Seite wurde der 3,5mm Kopfhöreranschluss platziert. Der Rahmen ist in drei Segmenten unterteilt: einem schwarz glänzenden Kunststoff, worin das Display sitzt, einem schmalen nach Chrom-aussehenden Streifen und der matten Kunststoff Schale. die die ganze Rückseite übernimmt. Dort ist die 8-Megapixel Kamera mit LED, ein XPERIA-Schriftzug und eine Öffnung für den Lautsprecher. Das Runternehmen ist trotz des Spalts schwer. Nach langer Fummelarbeit kann man endlich den Akku und eine gewöhnlich große SIM-Karte  einlegen.

Das Xperia L fühlt sich nicht schlecht an. Die gummierte Rückseite macht sowohl optisch als auch vom Gefühl her einen wertigen Eindruck. Nur sind Fingerabdrücke wirklich sehr schnell und sehr deutlich zu erkennen, das heißt Wischen wird zur Pflicht. Das Mobilfunkgerät sieht dann nicht besonders gut aus, aber dies ist nicht vermeidbar bei einer mattierten Kunststoffbehausung. Das Xperia L liegt wunderbar in der Hand. Das liegt wahrscheinlich an der konkaven Rückseite. Es sitzt bombenfest in der Handfläche, was wohl auch dem Material und der angenehmen Größe zu verdanken ist. Was die Verarbeitung angeht, macht Sony hier wie gewohnt alles richtig: Es gibt keine Spaltmasse oder sonstige Mängel. Das Telefon ist nahtlos verarbeitet. Bis auf die Standby-Taste sitzen alle Tasten fest und haben einen guten Druckpunkt. Bei der Standby-Taste stimmt zwar der Druckpunkt, jedoch wackelt sie und sitzt mehr oder weniger locker.

Betrieben wird das Xperia L von einem Qualcomm Snapdragon S4 Plus MSM8230 Dual-Core Prozessor. Die Taktrate liegt bei maximal einem 1GHz. Mit 1GB RAM wurde der Arbeitsspeicher gut ausgestattet. Die Performance ist in Ordnung - nicht perfekt, aber in Ordnung. Es gibt hier und da mal ein paar Aussetzer und Ruckler, aber im Großen und Ganzen passt es. Trotz des Betriebssystems Android 4.1 Jelly Bean und der Beschleunigungstechnologie Project Butter gibt es sehr kurze Aussetzer. Vor einem Jahr hätte mich das nicht gestört, aber andere Smartphones der Mittelklasse mit Jelly Bean als Betriebssystem schaffen das auch. Die Benchmark-Ergebnisse sind auch befriedigend, im AnTuTu Benchmark erzielt es 10.018 Punkte und der HTML5 Test vergibt Chrome 390 Punkte.

Android OS 4.1.2 Jelly Bean läuft aktuell auf dem Xperia L, darüber befindet sich Sonys eigene Benutzeroberfläche, Xperia UI. Android 4.2 Jelly Bean wird vielleicht noch als Update kommen, aber danach sollte Schluss sein. Die Software an sich ist uns schon von diversen anderen Sony-Geräten bekannt, dazu gibt es nicht besonders viel zu sagen. Neben den Stock Android Features bietet Sony mit der Benutzeroberfläche noch eine Handvoll Designs und Widgets an. Sehr zum Vorteil für den Nutzer sind die Medien-Apps, die die Stock Varianten alt aussehen lassen. Alles in allem arbeitet man mit einem gewohnten Android OS und findet immer mal wieder eine Zusatzfunktion.

Sony sieht in seinem Xperia L das Highlight in seiner Kamera: Die Bilder werden mit einer 8-Megapixel Auflösung geschossen, während die Videos in maximal 1080p aufgenommen werden. Die Qualität ist für ein Mittelklasse-Smartphone wirklich gut; bei guten Lichtverhältnissen schießt das Xperia L außerordentlich gute Bilder. Wahrscheinlich die Besten in dieser Preisklasse. Auch bei wenig Licht zeigt sich die Kamera entsprechend, es rauscht nicht stark und die Fotos werden dennoch qualitativ hochwertig geschossen. Auch erwähnenswert sind der HDR-Modus und die extra Kamera-Taste.

Das 4,3-Zoll Display löst mit FWVGA, also 854×480 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt 227ppi, dabei setzt Sony hier auf ein LCD. Das Display ist nicht scharf - die Pixel sind klar zu erkennen. Die Kontraste sind weder beträchtlich gut noch ausgesprochen schlecht, der Schwarzwert ist zu gräulich. Dafür ist das Display mehr als hell genug und ist auch draußen bei Sonnenlicht gut zu erkennen. Die Blickwinkel sind stabil, das Display verliert bei steilem Blickwinkel zwar minimal an Qualität, aber das liegt noch im Toleranzbereich.

Die Akustik des Xperia L ist lobend, der Lautsprecher ist sehr laut und die Mikrofone machen eine gute Arbeit. Telefonate funktionieren einwandfrei, wenn es beim Ton Probleme geben sollte, ist das Xperia L nicht der Verursacher. Auch der Empfang ist gut, wir konnten keine besonderen Probleme mit diesem feststellen, sowohl im mobilen Netz als auch im WLAN funktionierte alles tadellos. Der Akku ist ein weiterer positiver Punkt: Das Xperia L ist wirklich ausdauernd, denn bei normaler Nutzung sind eineinhalb Tage mit einer Ladung kein Problem. Auch positiv ist die Tatsache, dass der Akku wechselbar ist, in diesen Sachen hat Sony alles top gemacht.

Das Xperia L von Sony Mobile Communications erhält eine Empfehlung. Wer nach einem guten Smartphone bis 250 Euro sucht, der wird mit dem Xperia L mehr als zufrieden sein. Besonders in Sachen Design, Verarbeitung, Kamera und Akku ist das Smartphone einer der besten in dieser Preisklasse. In anderen Punkten ist das Xperia L zwar nicht herausragend, es leistet sich hier und da mal ein paar kleine Fehler aber insgesamt hat man einen günstigen Allrounder.

Das getestete Smartphone wurde uns von getgoods.de zur Verfügung gestellt. Hierfür bedanken wir uns. Das Sony Xperia L gibt es in den Farben schwarz, weiß und rot und ist ab 229€ auf getgoods.de  zu haben.

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