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Test Samsung Galaxy A7: OLED-Display und drei Kameras
Pro und Contra
  • farbenfrohes und kontrastreiches OLED
  • schnelle, einfache und übersichtliche Software
  • gute Dreifach-Kamera
  • setzt noch auf Micro-USB
  • kein Schnellladegerät im Lieferumfang
  • 4.0

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Das Samsung Galaxy A7 ist ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone mit OLED-Display und Dreifach-Kamera. Wir testen das 219 Euro teure Gerät.

Front und Rückseite des Galaxy A7 sind aus Glas. Das Telefon ist in drei unterschiedlichen Farben erhältlich: Neben einem konservativen Schwarz gibt es noch Gold und Blau. Bei den letzten beiden Farbausführungen setzt Samsung auf ein mehrschichtiges Glas, das je nach Lichteinfall anders reflektiert. Auf der Hochglanzoptik der Rückseite zeigen sich Fingerabdrücke und Fettflecken seltener, als bei vergleichbaren Geräten, wie dem LG G7 Fit (Testbericht) . Das liegt hauptsächlich an einer fettabweisenden Schicht. Wie nachhaltig diese Politur ist, können wir noch nicht einschätzen. Die Erfahrung zeigt aber, dass eine solche Veredlung zwischen sechs bis zehn Monate hält.

Die Verarbeitung des Galaxy ist gut und sauber. Der Rahmen zwischen beiden Glasseiten ist aus Kunststoff, statt Metall wie es sonst üblich. Dafür beträgt das Gewicht leichte 168 g. Das Galaxy A7 ist nicht staub- und wasserdicht gemäß einem IP-Standard oder zumindest wasserabweisend, dies ist aber bei dem Preispunkt nicht zu erwarten. Die physischen – und beim Drücken deutlich hörbaren – Tasten sowie den Fingerabdrucksensor bringt Samsung auf der rechten Seite unter. Der Zugang ist sowohl für Rechts- als auch Linkshänder bequem. Seit einem erst kürzlich verfügbaren Software-Update ist der Fingerabdruck sehr akkurat und blitzschnell beim Entsperren des Telefons. Anfangs führte die Erkennung noch zu Fehlern und war insgesamt langsam. Hiervon kann sich Sony inspirieren lassen und den Fingerabdrucksensor des Xperia 10 (Testbericht) nachbessern.

Im Lieferumfang des Galaxy A7 sind Smartphone, Ladekabel mit Micro-USB statt USB-C und einfache Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinke enthalten.

Im Galaxy A7 werkelt der Samsung Exynos 7885, ein Hersteller-eigener Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz mit bis zu 2,2 GHz. Zum Zwischenspeichern von Daten hat das Samsung-Smartphone die in dieser Klasse üblichen 4 GByte. Gegenüber seinen preislich vergleichbaren Mitbewerbern, Huawei P Smart 2019 (Testbericht) , G7 Fit sowie Xiaomi Mi A2 (Testbericht) , ist das Galaxy A7 bis zu 15 Prozent langsamer. Nichtsdestotrotz arbeitet es schnell und ohne Ruckler. Für einfache 2D- sowie 3D-Spiele – mit Mindesteinstellungen für die Grafik – reicht die Leistung aus.

ProduktTestAntutu BenchmarkVRMarkEnergieDisplayDesignSpeicherPCMark (Storage)
HerstellerSmartphoneGeräteklasseTestdatumPreis in EuroOSSOCCPUGPUUXMEMScorePreis-Leistungs-Quotient in Punkte pro EuroEchtzeit-Temperatur in Grad CelsiusBildrate in FPSGesamtscoreAkkukapazität in Milliamperestunden30-Min-Quantil in ProzentLadedauer in StundenSOT in StundenHelligkeit in Candela pro QuadratmeterY in PixelX in PixelY × X in QuadratpixelDiagonale in ZollPunktdichte in Pixel-per-InchGewicht in GrammTiefe in MillimeternRAM in GByteFlash-EEPROM in GByteFrei in GByteFreier Speicher in ProzentLesegeschwindigkeit (ISR)Schreibgeschwindigkeit (ISW)Storage Score
HUAWEI DeviceP Smart (2019)MittelklasseJanuar 2019249 €Android 9 PieHisilicon Kirin 71054.23526.31432.9889.41122.94749428,0 °C13 fps1.0513.400 mAh32%1:39:008:12:00485 cd/m22.340 px1.080 px2.527.200 px6,21 in415 ppi159 g7,95 mm3 GByte64 GByte48 GByte74 %185 MByte/s107 MByte/s7.301
LG ElectronicsG7 FitMittelklasseFebruar 2019249 €Android 8.1 OreoQualcomm Snapdragon 82134.2758.12735.8765.103133.37653629,1 °C28 fps2.2953.000 mAh44%1:57:007:13:001.000 cd/m23.120 px1.440 px4.492.800 px6,10 in563 ppi160 g7,90 mm4 GByte32 GByte13 GByte41 %370 MByte/s81 MByte/s3.421
Samsung ElectronicsGalaxy A7MittelklasseApril 2019219 €Android 9 PieSamsung Exynos 788544.76628.20234.6335.267112.86851523,2 °C14 fps1.2073.300 mAh19%2:41:0010:31:00571 cd/m22.220 px1.080 px2.397.600 px6,00 in411 ppi168 g7,50 mm4 GByte64 GByte49 GByte76 %243 MByte/s80 MByte/s3.674
XiaomiMi A2MittelklasseNovember 2018199 €Android OneQualcomm Snapdragon 66058.0129.67537.8785.227132.86766826,0 °C12 fps9963.010 mAh37%1:41:006:21:00488 cd/m22.160 px1.080 px2.332.800 px5,99 in403 ppi168 g7,30 mm4 GByte64 GByte43 GByte68 %209 MByte/s190 MByte/s3.75

Der interne Speicher des Galaxy A7 ist 64 GByte groß. Dem Nutzer stehen davon etwa 49 GByte für seine Daten zur Verfügung, der Rest geht für das Betriebssystem, die Software und die ab Werk installierten Apps drauf. Unterm Strich entspricht das einem Anteil von 76 Prozent, das ist besser, als bei den anderen drei Geräten. Beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher kommt das Galaxy A7 auf gute 243 MByte/s, kann aber das G7 Fit mit 370 MByte/s nicht schlagen. Beim Schreiben sind es durchschnittlich 80 MByte/s, hier hat das Xiaomi Mi A2 mit 190 MByte/s die Nase vorn. Wer auf mehr Speicher angewiesen ist, der legt bei Bedarf eine Micro-SD-Karte ein und erweitert bis 512 GByte. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, hat TechStage ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche Micro-SD-Karte für Android?

Zuzüglich zu der Speicherkarte nimmt das Galaxy A7 zwei Nano-SIM-Karten auf und telefoniert über Dual-SIM mit Dual-Standby. Die Gesprächsqualität, der Empfang und der Klang beim Telefonieren waren im Test ohne Auffälligkeiten.

Eines der Besonderheiten des Samsung Galaxy A7 ist das 6 Zoll große Display mit OLED-Technologie. Es hat die wesentlichen Merkmale eines guten Bildschirms: farbenfroh, kontrastreich, mit 571 cd/m2 ist es hell und liefert dazu erstaunlich gute Blickwinkel, die man sonst von OLED-Bildschirm aus der höheren Preisklasse gewohnt ist. Die Auflösung von 2220 × 1080 Pixeln bei einer Diagonalen von 15,2 cm ist absolut ausreichend. Sicherlich gibt es noch viel Luft nach oben, allerdings will man mit dem Galaxy A7 auch keine Virtual-Reality-Inhalte sehen, hierfür ist die Hardware nicht genug leistungsstark.

Auf der Rückseite hat das Samsung Galaxy A7 eine vertikal angeordnete Dreifach-Kamera. Der Hauptkamera mit 24 Megapixel und einem Standardwinkel von 77 °C steht eine Assistenzkamera mit 5 Megapixel zur Ermittlung von Tiefeninformation zur Verfügung. Die letzte und dritte Kamera hat 8 Megapixel und ein Sichtfeld von 120 °C. Letztere eignet sich besonders gut zum Fotografieren von großen Gebäuden oder Landschaften. Das funktioniert allerdings nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen, da die Blende mit f/2,4 nicht gerade lichtstark ist. Entsprechend verrauscht waren die Ergebnisse. Deutlich lichtstärker ist die Hauptkamera mit einer Blende von f/1,7. Leider fehlt ein optischer Bildstabilisator (OIS), der die Kamera bei schwachem Licht gegen Verwacklungen zusätzlich unterstützen könnte.

Insgesamt ist die Bildqualität der Kamera gut und produziert wirklich brauchbare Bilder. Die Assistenzkamera fügt einen nicht immer fehlerfreien Bokeh-Effekt bei Portraits hinzu, oft wirkt der Effekt gekünstelt.

Auf dem Galaxy A7 läuft Android in der Version 9 Pie. Anfangs wurde das Telefon noch mit Android 8 Oreo und der veralteten Samsung-Touchwiz-Oberfläche ausgeliefert. Mittlerweile profitiert auch das Galaxy A7 von der deutlich modernen, schlanken und sehr intuitiven Oberfläche Samsung One UI in der Version 1.0. Nach wie vor gibt es einige Werbe-Apps, doch anders, als beim Xperia 10 lassen sich diese deinstallieren. Der eingespielte Sicherheits-Patch mit Datum vom 1. Februar 2019 ist ebenfalls aktuell.

Das Laden des 3300 mAh großen Akkus nimmt gute zweieinhalb Stunden in Anspruch. Nach einer Ladezeit von 30 Minuten erreichte der Akku einen Stand von 19 Prozent. Schade, dass ein Schnellladegerät nicht inklusive ist, wie beim Huawei P Smart (2019) oder dem Mi A2 von Xiaomi. Der Akku hält bei gewöhnlicher Nutzung fast einen Tag. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Video bei maximaler Display-Helligkeit hat das Samsung-Smartphone gut abgeschnitten: 10 Stunden und 31 Minuten.

Für den Preis von 219 Euro ist das Samsung Galaxy A7 eine klare Kaufempfehlung. Die Leistung des Gerätes ist zwar nicht besonders hoch, doch Kamera und OLED-Display überzeugen. Auch die neue, überarbeitete und deutlich schnellere Oberfläche beeindruckt während der Benutzung. Hätte Samsung jetzt noch auf einen USB-C-Anschluss gesetzt und gäbe es noch ein Schnellladegerät dazu, dann wäre das Galaxy A7 ein nahezu perfektes Android-Smartphone für wenig Geld.

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