Test: Nokia Lumia 1320

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Der ehemalige Nokia-CEO Stephen Elop hat am 22. Oktober 2013 in Abu Dhabi, VAE das Lumia 1320 erstmals der Öffentlichkeit gezeigt . Das Lumia 1320 soll interessierte Nutzer durch sein riesiges 6-Zoll Display, schönes Design und seinen günstigen Preis überzeugen. Es ist seit nun ca. einem Monat verfügbar und seitdem ist es auch bei uns im Test, ob es Nokia gelungen ist, ein günstiges Phablet mit Windows Phone auf den Markt zu bringen oder ob es nur ein uninteressantes Smartphone der Lumia-Reihe ist, lest Ihr in folgendem Test...

Die technischen Daten des Lumia 1320 sind in Ordnung. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich hier um ein günstiges Gerät. Im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem Lumia 1520 , ist es etwas schwach der Brust. Das Display ist 6-Zoll in der Diagonale lang und es löst mit einer High Definition-Auflösung auf. Für eine ausreichende Leistung sorgt ein QUALCOMM Snapdragon S4 Dual-Core Prozessor, der mit 1,7GHz taktet. Hinzu kommt ein 1GB großer Arbeitsspeicher. Für Fotos und Selbstportraits gibt es eine primäre 5-Megapixel Kamera und eine VGA-Frontkamera. Der Akku ist mit 3.400mAh übrigens genau so stark, wie der des Lumia 1520. Bis auf die Kameras und die Display-Auflösung, klingt alles schon einmal gut.

Im Lieferumfang gibt es keine Überraschungen, nur das Übliche: Die blaue Box beinhaltet ein Netzteil, ein USB-Kabel, ein Headset und ein kleines Einführungsheftchen. Und natürlich das eigentliche Gerät, das Nokia Lumia 1320. Unser Testgerät ist gelb. Verfügbar ist es außerdem auch in Schwarz, Weiß und Orangerot.

Beim Design geht Nokia keinen neuen Weg: Das Lumia 1320 sieht aus, wie das restliche Lumia Line-Up, wobei das Lumia 925 ist da eine Ausnahme. Das Lumia 1320 ist riesig. Größer als alle anderen Lumia-Smartphones, auch größer als das Lumia 1520. Das Smartphone ist aufgebaut wie jedes andere: auf der Front ist das 6-Zoll große Display, darüber eine Hörmuschel, eine Frontkamera und darunter die drei Windows Phone-Tasten. Das Display-Oberflächenverhältnis beträgt 70,37%. Die Front ist komplett aus Glas, der Rest des Gerätes besteht aus Polycarbonat. Dieser Teil ist dabei ein einziger großer Deckel, der das Gerät bis in die Front umhüllt. Auf der oberen Seite hat Nokia die 3,5mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer platziert, auf der rechten die Lautstärkeregelung, die Standby/An-/Aus- Taste und eine zweistufige Kamerataste. Die linke Seite ist komplett frei und auf der unteren befindet sich nur der microUSB-Anschluss. Der Minimalismus geht auf der Rückseite weiter: Nokia beschränkt sich auf das Nötigste und so befinden sich auf der Rückseite nur die Kamera, eine LED, winzige Öffnung für den Lautsprecher und ein kleines Herstellerlogo.

Der erste Eindruck bestätigte, was ich mir vorher gedacht habe: Es ist mit einer Breite von 85,9mm wirklich sehr unhandlich. Selbst einfache Sachen wie das Wählen einer Nummer oder Tippen einer Nachricht schafft man nicht mit einer Hand – jedenfalls nicht in der Routine und Schnelligkeit, die man mit anderen Smartphones gewohnt ist. Mit 220g ist das Lumia 1320 nicht gerade ein leichtes Stück Technik. Im Folgenden ein kleiner Größenvergleich mit anderen Phablets. Die unten gelisteten Geräte sind alle um einiges teurer und haben eine bessere Hardware, das entschuldigt aber nicht die Masse und die enorme Breite des Lumia 1320.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut, aber nicht einwandfrei. Die Konstruktion knarzt an allen Seiten, auch wenn man die Rückseite fest schließen und nicht an irgendeinem Punkt eindrücken kann. Und wo wir schon beim Deckel sind: Ich persönlich bin immer noch kein Fan von Nokias Lösung, einen Unibody-Deckel zu verbauen. Warum? Das Öffnen gestaltet sich oft als Fummelarbeit. Das könnte ich verkraften, wenn man wenigstens den Akku austauschen könnte – kann man aber nicht. Ein geschlossenes Design würde deutlich mehr Sinn machen, denn für einen SIM- und microSDXC-Kartenslot sollte man nicht die komplette „Haut“ abziehen müssen. Der Rest kann überzeugen: die Tasten sitzen fest und die Druckpunkte sind angenehm, das matte Polycarbonat fühlt sich wertig an und die seitlichen Tasten sind so platziert, dass man sie trotz der Größe gut erreichen kann.

Das Lumia 1320 arbeitet angenehm schnell und es gibt keine lange Ladezeiten. Das System ist sehr stabil und enorm zuverlässig, wie man es vom Windows Phone OS gewohnt ist. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln, denn auch der Internet Explorer in der Version 10 macht seine Sache gut.

Zu Windows Phone 8 wurde eigentlich in unseren letzten Tests alles gesagt, aber wir wiederholen es gerne noch einmal: Das Betriebssystem von Microsoft ist sehr geschwind und einfach, finden wir. Jedoch fehlen in der aktuellen Version wichtige Funktionen, es sind Dinge, die Android OS und  Apple iOS-Nutzer schon lange kennen und auf die sie wohl nicht mehr verzichten könnten. Ich spreche von beispielhaft einer universalen Suche und einer Nachrichtenzentrale. „Aber was ist mit dem Windows Phone 8.1 Update?“, fragen sich sicherlich viele von Euch. Das ist sehr berechtigt, denn das bald erscheinende Update macht Windows Phone stärker als je zuvor. Die von mir immer wieder kritisierten Punkte scheinen nun endlich in den Hintergrund zu verschwinden.

Fotos schießt das Nokia Lumia 1320 primär mit einer 5-Megapixel Kamera, diese wird bei schlechten Lichtverhältnissen von einer LED unterstützt. Klingt bescheiden, das trifft auch auf die Qualität zu. Bei gutem Licht kann man akzeptable Fotos schießen, nehmen die Lichtverhältnisse in geringster Weise ab, so werden die Fotos unscharf. Die LED sollte man lieber nicht verwenden: Die Fotos werden zwar hell, tendieren aber zur Überbelichtung und der LED-Einsatz macht die Fotos verwaschener, als sie ohnehin schon sind. Die Frontkamera bietet bei gutem Licht eine ausreichende Qualität für Instagram-Selfies und Videotelefonie. Alles in allem handelt es sich hier um Kameras, die man ungern nutzt. Vor allem, wenn man Besseres gewohnt ist.

Testfotos

Das 6-Zoll große Display soll das Highlight des Smartphones sein. Das ist es auch, denn es macht das Lumia 1320 zum Phablet. Es löst mit einer HD-Auflösung (1280x720 Pixel) auf, die Pixeldichte beträgt 244ppi. Die dargestellten Farben sind gut für die Preisklasse. Auch kann das Display mit einer sehr hohen Helligkeit überzeugen. Die Auflösung ist aber nicht zeitgerecht, hier hätte Nokia ruhig ein 1080p-Display verbauen können. Der Blickwinkel ist stabil und in den Einstellungen kann man manuell die Farbtemperatur und die Farbsättigung konfigurieren. Ebenso gibt es die Option die Lesbarkeit bei Sonnenlicht zu verbessern, doch diese funktioniert nicht optimal.

Der Lautsprecher im Lumia 1320 ist, wie erwartet, nicht außergewöhnlich. Er klingt bei hohen Lautstärken blechern und kratzig. Der Empfang und die Sprachqualität sind hingegen typisch Nokia: Gut bis sehr gut. Während eines Telefonates fallen keine Störgeräusche auf und sowohl Mikrofon als auch Hörmuschel machen einen hervorragenden Job. Es gibt keine Probleme mit der Verständlichkeit durch Störgeräusche bei dem Lumia 1320 und auch nicht bei dem Gesprächspartner. Auch anderweitige Probleme treten nicht auf.

Strom liefert ein BV-5QW Akku mit 3.400mAh. Wie bereits erwähnt, lässt sich die Rückseite des Smartphones entfernen. Der Akku bleibt jedoch nicht erreichbar. Das ist aber auch der einzige kleine Kritikpunkt in Zusammenhang mit dem Akku, denn dieser überzeugt auf ganzer Linie. Zwei Tage mit moderater Nutzung schafft das Lumia 1320 mit ca 15% Restakku. Moderate Nutzung heißt: Viel Internet und viel Messaging und ein bis maximal zwei Telefonate. E-Mail, Twitter, etc. laufen dabei so gut wie immer.

Nokia schließt mit dem Lumia 1320 eine winzig kleine Lücke, denn günstige Phablets gibt es kaum. Wenn man mal die Unhandlichkeit außer Acht lässt, ist Nokias Lumia 1320 ein sehr starkes Smartphone für wenig Geld. Die Stärken des Phablets sind definitiv das große (aber gering auflösende) Display, Microsofts stabiles und schnelles Betriebssystem und die außerordentliche starke Akkulaufzeit. Aber wer das Lumia 1320 sein Eigen nennen will, der muss auch mit ein paar nicht so schönen Punkten leben: Es bringt das Wort klobig auf ein ganz neues Level und ist sehr schwer. Auch muss man mit einer nicht so qualitativ hochwertigen Kamera leben. Wer sich damit anfreunden kann, der wird mit dem Phablet höchst zufrieden sein, mich jedenfalls hat Nokia positiv überrascht. Das Lumia 1320 kann man in den Farben Schwarz, Weiß, Orange und Gelb erwerben, ab guten 275€ ist man dabei .

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