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Test: Bluetooth-Empfänger mit Freisprechfunktion von Mpow
Pro und Contra
  • günstig
  • Störgeräusche im Netzbetrieb
  • unbrauchbare Freisprechfunktion
  • kurze Reichweite
  • 2.0

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Wer sein Autoradio mit Bluetooth nachrüsten möchte, braucht einen entsprechenden Adapter. Wir testen, wie sich das 15-Euro-Modell von Mpow in der Praxis schlägt.

Da unser Ratgeber Bluetooth-Adapter für Stereoanlage, Kopfhörer und TV für großes Interesse gesorgt hat, folgen nun die Einzeltest. Nach den Tests von Empfängern von Elegiant (Testbericht) , Teufel (Testbericht) und Taotronics (Testbericht) kommt nun ein sehr günstiges Modell mit Freisprechfunktion.

Der Bluetooth-Adapter von Mpow ist in einem rechteckigen Kunststoffgehäuse verbaut. Dieses ist glänzend schwarz und hat einem silberfarbenen Rahmen. Mit Abmessungen von 41 × 20 × 12 mm und einem Gewicht von knapp 18 g ist der Empänger nur etwas größer als ein USB-Stick. Die Verarbeitung und Haptik hinterlassen einen positiven Eindruck.

Auf der Oberseite sitzen die Status-LED und der Play/Pause-Taster, der auch zum Ein- und Ausschalten dient. Auf der rechten Seite sind die zwei Lautstärke-Taster verbaut. Rückseitig ist die kleine Mikrofon-Öffnung für die Freisprechfunktion zu erkennen.

Der Micro-USB-Eingang zum Laden des Akkus, sitzt auf der Vorderseite. Der Klinke-Eingang für den Anschluss an Kopfhörer oder Aux-In-Eingang sitzt hingegen auf der rechten Gehäuseseite. In der Praxis sind die in verschiedene Richtung geführten Kabel unordentlich und unpraktisch. Hier würden uns zwei Anschlüsse auf nur einer Seite besser gefallen.

Neben dem Bluetooth-Adapter gehören ein Micro-USB-Kabel, ein 3,5-mm-Klinkekabel und ein 3,5-mm-Klinkestecker zum Lieferumfang. Eine für den Betrieb notwendige USB-Stromquelle ist nicht beigepackt. Wir nutzen im Test ein Standard-USB-Netzteil oder den USB-Anschluss unseres PKW.

Das Pairing mit Android- und iOS-Smartphone klappt im Test problemlos. Beim Wechsel verschiedener Quell-Geräte muss man den Adapter allerdings jedes Mal neu verbinden. Der automatische Reconnect funktioniert während des Tests ebenfalls nicht immer zuverlässig.

Der Empfänger bekommt seinen Strom über das Micro-USB-Kabel oder den internen Akku. Der Akkubetrieb eignet sich beispielsweise für die Nachrüstung von kabelgebundenen Kopfhörern. Die Laufzeit liegt bei drei bis dreieinhalb Stunden. Das Laden per USB-Anschluss vom Fernseher dauert im Test knapp 90 Minuten. Leider kommt es während des Aufladens zu deutlichen Störgeräuschen während der Audioübertragung, so dass der Adapter nur im Akkubetrieb sinnvoll eingesetzt werden kann.

Dann ist die Soundqualität auch ausreichend gut. Im Test tritt kein Hintergrundrauschen auf. Die Lautstärke ist zwar minimal gedämpft, das haben wir bei Geräten, wie dem Teufel Bluetooth-Receiver (Testbericht) , allerdings schon deutlich schlimmer erlebt.

Der Mpow-Adapter bietet sich durch die Freisprechfunktion auch zur Verwendung im Auto an. Der Test zeigt zwar, dass dies grundsätzlich funktioniert, allerdings ist die Klangqualität ausgesprochen schlecht. Unsere Gesprächspartner hören uns nur abgehakt und extrem leise. Eine andere Positionierung im Auto verbessert die Qualität nur minimal, weshalb wir die Funktion unbrauchbar finden. Hier macht jedes günstige Bluetooth-Headset (Vergleichstest) einen deutlich besseren Job. Wer auf die Freisprechfunktion verzichtet, kann sich auch gleich für den Adapter ohne integriertes Mikrofon entscheiden.

Die Reichweite in Gebäuden liegt in der Praxis unter der Herstellerangabe von 10 m. Im Test treten bereits ab einer Entfernung von 3 bis 5 Metern Störungen, in Form von Aussetzern auf. Während der Übertragung kommt es außerdem zu einer deutlichen Verzögerung. Zum Fernsehen ist der Adapter somit nicht geeignet. Beim Musik-Streaming ist der Zeitversatz hingegen verschmerzbar.

Was Testbetrieb negativ auffällt, ist die automatische Abschaltfunktion. Wenn keine Bluetooth-Verbindung aufgebaut ist, geht der Adapter bereits nach wenigen Minuten aus. Auch eine Auto-On-Funktion beim Start der USB-Stromversorgung fehlt. So müssen wir den Adapter immer wieder per Hand einschalten und auch noch neu verbinden. Das macht unnötig viel Arbeit und nervt in der Praxis.

Der Bluetooth-Empfänger ist ohne die integrierte Freisprechfunktion auch in komplett schwarz und in rot verfügbar.

Wer seine Kopfhörer oder seinen PKW mit Bluetooth nachrüsten möchte, bekommt deutlich bessere Geräte als den getesteten Bluetooth-Receiver. Außer dem sehr günstigen Preis und einer zumindest während des Akkubetriebs akzeptablen Klangqualität, spricht Nichts für den Adapter von Mpow. Ähnlich günstige Modelle, wie beispielsweise der Empfänger von Elegiant (Testbericht) , machen insgesamt einen deutlich besseren Job. Als Alternative zur Freisprechfunktion raten wir zum Kauf eines günstigen Bluetooth-Headsets (Vergleichstest) .

Soll der Empfänger stationär an einer Stereoanlage arbeiten, empfehlen wir etwas mehr zu investieren. Der kombinierte Bluetooth-Sender und -Empfänger von Taotronics (Testbericht) bietet eine gute Klangqualität, hohe Reichweite und einen deutlich größeren Funktionsumfang.

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