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Telekom Speed Home WiFi im Test
Pro und Contra
  • Repeater bis 1733 Mbps
  • Solider Durchsatz
  • Kein Cloud-Zwang
  • Kein WPA3
  • Strombedarf
  • 5.0

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Die Telekom bietet eigene Repeater und Mesh-Systeme, um das WLAN der Speedport-Router im Haus zu verteilen. Wir testen das Speed Home WiFi.

Schnelles, stabiles Internet ist gerade in größeren Wohnungen oder Häusern ein Problem. Die Telekom liefert eine ganze Reihe an eigenen Produkten, mit denen Kunden ihr Heim besser mit WLAN ausleuchten können. Wir testen die Mesh-fähigen Repeater Speed Home WiFi im Rahmen unserer Themenwelt WLAN Mesh .

Beim Telekom Speed Home WiFi System kommen alle Mesh-Funker Hardware-technisch erst mal gleich aus der Schachtel. Erst beim Setup wird per Software definiert, wer den Mesh-Master spielt, und wer zu einem Mesh-Repeater wird. Jeder Mesh-Point funkt bis zu 1733 Mbps. Das ist zwar noch kein Wifi-6, aber die Oberkante bei den bisherigen Wifi-5-Repeatern. Als maximalen Ausbau verspricht die Telekom eine Basis und bis zu fünf Repeater.

Die runden, weißen Telekom-Funker schauen hübsch aus, sind mit einem Durchmesser von fast 17 cm aber deutlich größer als die meisten jüngeren Repeater, wie etwa Google Nest Wifi (Testbericht) . Neben den Geräten liegen in jeder Schachtel ein weißes LAN-Kabel, ein Netzteil und ein gedrucktes Handbuch. Zieht man den weißen Standfuß ab, kann man den runden Funker auch leicht an die Wand hängen.

Auch an der Rückseite sind die Telekom Speed Home Funker gut ausgestattet: Power-Eingang, Ein/Aus-Taster, zwei LAN/WAN-Ports und eine kleine Reset-Öffnung. Darüber ein Schildchen mit allen Zugangsdaten, die man beim Setup der Basisstation in den PC-Browser eintippt.

Die Rückseite der Solo-Funker-Schachtel verspricht Optimale Reichweite und Signalqualität durch zwei 2,4-GHz- und vier 5-GHz-Antennen . Ideal vernetzbar mit einem Mesh-fähigen Speedport . So heißen die WLAN-Router der Deutschen Telekom. Bei uns haben sie aber auch bestens hinter den Fritzboxen 7590, 6590 und 6591 funktioniert.

Den ersten Telekom-Funker haben wir per LAN-Kabel mit einer AVM Fritzbox 6591 Cable verbunden. So bekommt er schnelles Kabel-500-Internet und konnte gleich mal das jüngste Firmware-Update einspielen. Den zweiten Mesh-Point koppelten wir elegant durch einen kurzen Druck auf die WPS-Taster der beiden Telekom-Funker. Kurz darauf haben am ersten Telekom Mesh Funker drei grüne LED-Lämpchen namens Status, Signal und Mesh geleuchtet. Beim zweiten Telekom-Funker hat nach geglückter Koppelung zusätzlich das vierte Lämpchen namens Repeater grün gestrahlt.

Neben der Konfiguration per Telekom-App lassen sich die Mesh-Funker altmodisch per PC und Browser konfigurieren. Das hat im Test gut funktioniert. In den WLAN-Einstellungen erfuhren wir, dass die Telekom-Rundlinge ab Werk bei 2,4 GHz bis zu 300 Mbps und bei 5 GHz bis zu 1,7 Gbps Brutto funken. Zudem wurden schöne Erklärungen zu Kürzeln wie SSID und WPA2 eingeblendet.

Im Test hing der erste Speed Home WiFi hinter einer AVM Fritzbox 6591 Cable, die dem Mesh-System das Internet aus einem Kabel-500-Anschluss in den 1-Gigabit-WAN-Port zuspielt. Eine Etage tiefer stand der Telekom Mesh Satellit. Am zweiten LAN-Port des ersten Telekom-Rundlings hing eine Synology DS1618+.

Erste Messung: Das Samsung Galaxy Note10+ (Testbericht) gehört aktuell zu den schnellsten Wifi-6-Handys. Es bringt aber auch bei Wifi-5 und Wifi-4 sehr gute Leistungen. Damit sind wir Internet-surfend durch alle fünf Messpunkte der Testwohnung gewandert. Der erste Telekom Mesh Point allein konnte die Testwohnung schon recht gut versorgen. Nur im hintersten Zimmer, bei Messpunkt 5, fiel der Durchsatz aus dem Internet auf 39 Mbps Netto herunter. Der zweite Telekom-Funker brachte eine deutliche Verbesserung. Im hintersten Zimmer kamen dank Telekom-Pärchen immerhin 166 Mbps an. Weiter vorne entsprechend mehr.

Zweite Messung: Die Fritz App WLAN von AVM kann den lokalen Durchsatz zwischen einer WLAN-Station und einem Smartphone samt Netzwechsel zwischen WLAN-Handy, WLAN-Bändern und WLAN-Stationen sehr schön in eine Grafik zeichnen. Bei den folgenden Messkurven wandern wir mit dem Samsung Note10+ zuerst über die Messpunkte 1-2-3-4-5 vom DG ins OG hinunter. Danach über die Punkte 5-4-3-2-1 wieder bis zum Telekom-Router ins Dach zurück.

Der voll Mesh-verkoppelte Telekom Basis Funker hat knapp 5,8 Watt im Standby und maximal 8,3 beim Internet-Surfen mit einem Samsung Galaxy Note10+ Smartphone benötigt. Beim Telekom Mesh Repeater waren es knapp 5,3 Watt im Standby und bis zu 6,2 beim Surfen.

Zum Vergleich: Das Google Wifi Paar Jahre 2016 hat in Summe etwa 7 Watt im Standby und 9,6 Watt beim schnellen Internet-Download benötigt. Das ist ebenfalls sparsam. Das etwas stärkere Google Nest Wifi Pärchen, Baujahr 2019, hat 8 Watt im Standby und 11,25 Watt beim Surfen mit einem Samsung Note10+ aus zwei 230-Volt-Steckdosen gezogen.

Zwei Mesh-Points lagen im Dezember 2019 bei 149 Euro UVP, also knapp 75 Euro pro Mesh-Funker. Zudem tauchen die Geräte regelmäßig in Preisaktionen auf.

Die Telekom Speed Home WiFi Funker bieten solide WLAN-Technik bis zu 1733 Mbps Brutto im 5 GHz Band. Beim Netto-Speed und bei der Stabilität machen die Telekom-Rundlinge ebenfalls eine gute Figur. Auch die restliche Hardware ist für einen 50-bis-75-Euro-Repeater üppig: Standfuß, Wandaufhängung, Ein/Aus-Taster, WPS-Taste, zwei LAN-WAN-Buchsen.

Gerade Telekom-Kunden erhalten damit ein solides System, um ihr WLAN zu erweitern. Eine Alternative kommt von AVM, vergleichbar ist etwa der AVM Fritz! Repeater 2400 (Testbericht) .

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