Soflow S04 Aufmacher
Pro und Contra
  • Blinker
  • Verarbeitung
  • Bremsen
  • Fahrgefühl
  • Akku
  • 4.0

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Der E-Scooter Soflow S04 2021 präsentiert sich im Test dank hochwertiger Verarbeitung, Luftreifen und zwei Scheibenbremsen als attraktiver Allrounder. Der integrierte Blinker ist ein echtes Novum.

Der Soflow S06 (Testbericht) war im Oktober 2019 einer der Ersten von uns getesteten E-Scooter und einer der ersten Elektro-Scooter, die überhaupt legal über deutsche Straßen rollen durften. Seine Besonderheit damals war, dass er über einen 1und1-Vertrag den Eigentümer wechselte. Wie bei einem Geräte einer recht neue Kategorie zu erwarten war, bot er neben Lichtblicken auch echte Schwächen. Vor allem die automatisch einsetzende elektronische Vorderbremse bemängelten wir stark.

Der nun vorgestellte Soflow S04 Gen 2 ähnelt zwar bezüglich der klassischen Soflow-Farbgebung dem S06, räumt aber mit dessen Schwächen deutlich auf. Was ihn in der E-Scooter-Welt aktuell noch ziemlich einmalig macht, ist sein Blinker. Schließlich kann es gefährlich sein, die Hand zum Anzeigen des Abbiegevorgangs vom Lenker zu nehmen. Was der Soflow S04 Gen 2 sonst noch alles kann und wo seine Einschränkungen liegen, zeigt der Testbericht.

Neben dem Soflow S04 gibt es 2021 auch eine aufgemotzte Version Soflow S04 Pro. Diese kommt unter anderem mit größeren Luftreifen und einem größeren Akku, kostet aber auch deutlich mehr.

Neben dem Soflow S04 gibt es 2021 auch eine aufgemotzte Version Soflow S04 Pro. Diese kommt unter anderem mit größeren Luftreifen und einem größeren Akku, kostet aber auch deutlich mehr.

Wer auf einen Blick sehen will, welcher E-Scooter der beste ist, der sollte sich unsere Top 10: Die besten E-Scooter 2021 ab 300 Euro im Test anschauen.

Einen Soflow-Roller erkennt man sofort. Denn alle elektrischen Scooter der schweizer Marke kommen im typischen „Solfow Grün“, einem unserer Meinung nach sehr schicken dunklen Türkis und viel Schwarz. An der dicken Lenkstange prangt in Weiß das Soflow-Logo. Zwischen Lenkstange und Trittbrett sitzt ein stabiles Verbindungsstück, den Klappmechanismus bringt Solfow darüber an. Die Schutzbleche wirken breit und massiv. Sie halten hochspritzendes Wasser zuverlässig vom Fahrer fern. Das Trittbrett ist mit 45 Zentimeter ausreichend lang und mit 17 Zentimeter überdurchschnittlich breit. Die Lenkstange ist nicht höhenverstellbar, aber mit 116 Zentimeter auch für größere Fahrer hoch genug. Fahrer dürfen laut Datenblatt maximal 120 Kilogramm wiegen. Das ist mehr als bei vielen anderen E-Scootern.

Insgesamt ist er 108 Zentimeter lang. Zusammengeklappt verringern sich seine Maße auf 108 x 47 x 51 Zentimeter. Seine Lenkgriffe sind fix, können also nicht abgeklappt werden. Trotzdem sollte er problemlos auch in kleine Kofferräume passen.

Sein Klappmechanismus ist nichts Besonderes, funktioniert aber gut und ist vor allem dank des Karabinerhakens an der Lenkstange sehr stabil. Die Öse am hinteren Schutzblech kann auch zum Anschließen des Solfow S04 Gen 2 genutzt werden. Dazu empfehlen wir unseren Ratgeber Diebstahlschutz ab 6 Euro: Fahrradschlösser und GPS-Tracker für E-Scooter, E-Bikes und Fahrräder. Der Elektroroller verfügt über eine helle vordere und eine hintere Beleuchtung, die sich mit dem E-Scooter ein- und wieder ausschaltet.

Sehr gut gefällt uns das große und optimal ablesbare OLED-Display. Es zeigt dauerhaft die aktuelle Geschwindigkeit und den Akkustand an. Die gefahrenen Kilometer kann man über die korrespondierende App einsehen. Dort ist es auch möglich, die Motorbremse zu aktivieren. Dies soll verhindern, dass Langfinger den Soflow S04 einfach wegrollen. Wegtragen kann man ihn dennoch, weswegen wir empfehlen, ihn stets anzusperren.

Soflow legt dem Elektro-Scooter eine einfache Vollgummihandyhalterung für das Lenkrad bei. Mit viel guten Willen passt sie gerade so zwischen Mittelteil und Gasgriff am Lenker, wirklich elegant ist das aber nicht.

Auf der linken Seite des Lenkers befindet sich die Steuereinheit mit Ein-/Ausschalter und je einem Knopf für den linken und den rechten Blinker. Diese sitzen an den jeweiligen Enden des Lenkers. Bei Dämmerung und in der Nacht sind die Blinklichter gut erkennbar, bei Tageslicht eher nicht. Das ist schade, schränkt es doch ihre Nutzbarkeit deutlich ein. Auch sollte sich der Fahrer beim Blinken etwas zur Seite neigen, damit dahinter liegende Verkehrsteilnehmer freien Blick auf den Blinker haben. Der Fahrer sieht an den Blinkern selbst, ob sie ein- oder ausgeschaltet sind – wenn es denn die Lichtverhältnisse zulassen. Im Display gibt es keine entsprechende Anzeige, auch ein akustisches Signal fehlt.

Trotz der Einschränkungen rechnen wir es Soflow hoch an, einen Blinker zu integrieren. Schließlich kann es in Abbiegesituationen gefährlich sein, die Hand vom Lenker zu nehmen, um die Abbiegerichtung anzuzeigen. Alternativ gibt es über Smarte Fahrradhelme (Ratgeber) eine clevere und legale Möglichkeit, an allen anderen E-Scootern und auch Fahrrädern einen Blinker „nachzurüsten“.

Der Soflow S04 Gen 2 kommt mit 8,5 Zoll großen Luftreifen. Zum einfachen Befüllen legt der Hersteller einen Adapter bei. Eine Federung gibt es nicht, die ist aber auch nicht zwingend nötig, da die Luftreifen die gröbsten Unebenheiten abfangen. Insgesamt ist das Fahrgefühl auch wegen der massiven Verarbeitung sehr gut.

Der Soflow verfügt über keine extra ansteuerbare elektrische Bremse, sondern arbeitet mit einer vorderen und einer hinteren Scheibenbremse. Diese funktionieren hervorragend – fast schon zu gut. Gerade die vordere Scheibenbremse gilt es mit Bedacht zu nutzen. Schnell könnte das Vorderrad blockieren und wegrutschen oder – bei gutem Grip – den Fahrer unsanft über den Lenker befördern.

Der 380 Watt starke Motor hat ausreichend Power, um auch schwerere Fahrer moderate Steigungen hinaufzubringen. Das Display zeigt bei voller Fahrt gut 21 Kilometer pro Stunde an, per GPS nachgemessen können wir diese Angabe bestätigen. Damit reizt der Soflow S04 Gen 2 den erlaubten Rahmen dankenswerterweise maximal aus.

Der Akku bietet eine Kapazität von 281 Wattstunden. Das ist verglichen mit anderen E-Scooter seiner Preisklasse wenig und damit der größte Minuspunkt am Soflow S04 Gen 2. Soflow schreibt im Datenblatt von einer Reichweite von 25 Kilometern. Wir schaffen bei 18 Grad Celsius, 80 Kilogramm Zuladung, überwiegend Vollgas und gerader Strecke mit viel Asphalt etwa 20 Kilometer. Das geht in Ordnung. Allerdings schafft zum Beispiel der preislich vergleichbare Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) etwa 35 Kilometer.

Geladen wird der Soflow S04 über das mitgelieferte Netzteil in etwa 3,5 Stunden. Der Ladeport befindet sich seitlich unter dem Trittbrett.

Der Soflow S04 der zweiten Generation kostet aktuell laut Preisvergleich knapp 560 Euro. Den Vorgänger gibt es schon ab 450 Euro.

Der Soflow S04 ist ein richtig guter E-Scooter. Er ist stabil verarbeitet, bietet hervorragende Bremsen und Luftreifen, einen ausreichend starken Motor, ein helles und großes Display und gutes Licht. Sein sehr nützliches, wenn auch nicht perfektes Alleinstellungsmerkmal ist der Blinker. Das Einzige, was dem Soflow S04 fehlt, um ein sehr guter E-Scooter zu sein, ist ein größerer Akku. 281 Wattstunden sind in seiner Preiskategorie etwas zu wenig. Trotzdem erhält der Soflow S04 gerade wegen seines Blinkers unsere Kaufempfehlung.

Wer wissen will, welcher der beste E-Scooter ist, der sollte sich unsere Top 10: Die besten E-Scooter 2021 ab 300 Euro im Test anschauen.

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