Smartwatch Huawei GT Runner im Test: Gute Sportuhr für Läufer

Huawei Watch GT Runner Aufmacher
Pro und Contra
  • gute Verarbeitung
  • ansprechendes Display
  • viele Sport-Features
  • ordentliche Akkulaufzeit
  • geringe App-Auswahl
  • kein LTE-Modul
  • 4.5

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Die neue Huawei Watch GT Runner verrät schon im Namen, an welches Klientel sie sich richtet: Läufer kommen mit dieser Uhr voll auf ihre Kosten. Ob auch andere Smartwatch-Träger mit diesem Chronographen glücklich werden, das klärt unser Test.

Smartwatches lassen sich im Idealfall wie Smartphones individuell mit einer großen Anzahl an Apps bestücken und ermöglichen autarkes Telefonieren und flexiblen Zugang zum Internet. All das gelingt mit der Huawei Watch GT Runner nicht beziehungsweise nur sehr eingeschränkt.

Warum die Huawei-Uhr trotzdem eine Empfehlung ist und mit welchen Stärken sie auftrumpft, das klärt dieser Test im Rahmen unserer Themenwelt Smartwatches. Dort haben wir unter anderem auch die Apple Watch 7 (Testbericht), die Samsung Galaxy Watch 4 (Testbericht) und den Akku-Langläufer Withings Scanwatch (Testbericht) ausprobiert.

Zwei Farben und eine Gehäusegröße: Die Konfigurationsmöglichkeiten der Huawei Watch GT Runner sind sehr überschaubar. Das macht aber nichts, denn nicht immer ist es ein Vergnügen, sich zwischen unzähligen Materialien, Größen und Farben entscheiden zu müssen. Die Runner ist ausschließlich in einer 46-Millimeter-Variante zu haben. Das Gehäuse besteht aus Polymerfaser, die Ober- und Unterseite ist zum Teil aus Keramik gefertigt. Bei der Krone vertraut Huawei auf Titan. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität sind top. Die Armbänder sind aus weichem Silikon hergestellt und in grau sowie schwarz erhältlich. In der Höhe kommt die Smartwatch auf 1,1 Zentimeter. Die Nutzung mit einer eSIM ist nicht möglich.

Die Watch GT Runner wiegt mit Armband gerade mal 52 Gramm – am Handgelenk merkt man das Leichtgewicht deshalb so gut wie gar nicht. Der Tragekomfort ist hoch, das Silikonarmband schmiegt sich angenehm an die Haut, ist super weich und dehnbar. Hier scheuert oder reibt nichts. Auch wenn man je nach gewähltem Watchface den Look der Uhr deutlich verändert, so kann diese nicht verleugnen, dass es sich um eine waschechte Sport-Smartwatch handelt. Speziell das von uns getestete graue Armband mit neongelb eingefärbten Ösen unterstreicht diesen sportlichen Stil und sieht sehr frisch und sportiv aus.

Beim Schwimmen im Pool oder im Meer kann die Runner getragen werden. Sie ist bis zu 5 ATM wasserbeständig, nur beim Tauchen oder Wasserskifahren sollte man sie ablegen.

Das 1,43-Zoll-Display ist schön groß, Zahlen, Buchstaben und Symbole lassen sich entspannt ablesen und erkennen. Dank AMOLED-Technik ist Schwarz super dunkel, Farben haben viel Leuchtkraft, und die Blickwinkelstabilität ist exzellent. 466 x 466 Pixel ermöglichen eine scharfe Darstellung. Huawei erlaubt eine dauerhafte Aktivierung des Displays von bis zu fünf Minuten, die Anpassung der Helligkeit erfolgt entweder manuell stufenweise oder automatisch in Abhängigkeit vom Umgebungslicht. Watchfaces lassen sich direkt über die Uhr oder über die „Health“-App von Huawei (iOS und Android) herunterladen. Kurzum: Das Display der Watch GT Runner überzeugt und gefällt gleichermaßen.

Wie alle aktuellen Huawei-Uhren läuft auch die Runner mit dem hauseigenen Betriebssystem Harmony OS. Zur Ausstattung gehören Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, optischer Herzfrequenzsensor und ein Luftdrucksensor. Außerdem ermittelt die Uhr die Sauerstoffsättigung im Blut und den Stresslevel ihres Trägers. Für einen optimalen Empfang des GPS-Signals hat Huawei erstmals die GPS-Antenne in den Steg der Uhr integriert. Viele Features richten sich speziell an Sportler, auf diese gehen wir weiter unten noch detaillierter ein.

Das ab Werk installierte Watchface zeigt unter anderem den Luftdruck, die Temperatur, die Höhe, die Zeiten für Sonnenauf- und -untergang, die Trainingsbelastung der vergangenen Woche sowie den RAI-Index an. Dieser so genannte Running Ability Index ist das Ergebnis aus der ermittelten Lauftechnik und der eigenen Ausdauer und liefert eine Auswertung der aktuell realistischen läuferischen Fähigkeiten auf Grundlage der erzielten Bestzeiten.

Eingehende E-Mails und WhatsApp-Nachrichten werden auf der Runner dargestellt, eine Antwort-Möglichkeit gibt es jedoch nicht. Wer ein Android-Smartphone besitzt, kann Musik auf die Huawei-Uhr streamen. Die „AppGallery“ erlaubt zwar das Installieren zusätzlicher Apps – mit gerade mal 35 Applikationen, die nicht zu den gefragtesten Anwendungen gehören, ist die Auswahl allerdings mickrig.

Das Handling der Huawei Watch GT Runner ist top, im Test lief diese sehr flott und absolut zuverlässig ohne Aufhänger. Apps starten schnell, das Display reagiert zügig auf Touch- und Wischgesten. Über die Krone kann man in Menüs navigieren und gelangt zum Startbildschirm zurück. Die untere rechte Taste öffnet die Trainings-Einstellungen.

Schwierigkeiten hatten wir lediglich bei der Einrichtung der Smartwatch. Es gelang uns zunächst nicht, uns auf einem aktuellen Samsung-Smartphone mit der Huawei-ID anzumelden, um das Setup durchzuführen. Auf die Lösung für das Problem stießen wir während einer Internet-Recherche: Der »HMS Core« in der »Huawei AppGallery« musste aktualisiert werden, danach gelang die Anmeldung in der Huawei-ID sofort.

Sport und speziell Laufen ist für die Watch GT Runner nicht nur ein Aspekt unter vielen, sondern, der Name der Uhr verrät es, mit das wichtigste Anliegen. Anhand verschiedener Parameter wie Größe, Gewicht, Fitnesslevel, Pace und Trainingsumfang erstellt die Smartwatch individuelle Trainingspläne und motiviert somit zum Laufen. Nach jeder Einheit wird der Trainingsplan angepasst, um den Trainingseffekt zu steigern. Ebenso liefert die Uhr die entsprechenden Erholungspläne zur Regeneration gleich mit.

Über die Uhr selbst kann man die Herzfrequenz des aktuellen Tages und der vergangenen Woche grafisch ansprechend einsehen. Deutlich aussagekräftiger und informativer ist Huaweis „Health“-App. Hier findet man zurückgelegte Schritte, den Kalorienverbrauch, absolvierte Routen, Informationen zum Blutsauerstoffgehalt, Laufpläne und Lauftipps sowie die Möglichkeit, an einer Lauf-Challenge teilzunehmen. Die App ist übersichtlich, alle ermittelten Werte sind recht präzise.

Durch einen Druck auf die rechte untere Taste der Runner gelangt man zu den unterschiedlichen Sportarten, die von der Huawei Watch GT Runner unterstützt werden. Dazu gehören neben Laufen, Wandern und Joggen unter anderem auch Schwimmen, Radfahren, Langlauf, Snowboarden, Triathlon und Crosstrainer. Im Test mussten wir Trainings per Hand starten, diese wurden nicht automatisch erkannt. Praktisch: Die Uhr gibt Sprachbefehle wie „start the workout“, wenn ein Training startet. Allerdings steht nur Englisch als Sprache zur Verfügung.

In der Runner ist ein Lithium-Polymer-Akku mit 451 mAh verbaut. Huawei nennt eine Nutzungsdauer von bis zu 14 Tagen. Diese ist tatsächlich drin, wenn man GPS nur gelegentlich einschaltet und sich auch bei der Display-Helligkeit etwas zurückhaltend verhält. Treibt man regelmäßig Sport und zeichnet dann die zurückgelegte Route auf, muss man die Smartwatch trotzdem nicht öfter als einmal in der Woche laden.

Huawei verlangt für seine Watch GT Runner regulär 299 Euro. Wer im Internet ein wenig stöbert, kann im Schnitt 20 bis 30 Euro sparen. Das günstigste Angebot während unseres Tests waren etwas mehr als 260 Euro, die ein Online-Händler für die Smartwatch verlangte.

Wer gerne und viel Sport treibt und regelmäßig als Jogger unterwegs ist, erhält mit der Huawei Watch GT Runner eine tolle Sportuhr mit genauen Messwerten und individuellen Trainingsplänen, die als echte Motivationshilfen dienen.

Das AMOLED-Display ist klasse, der Tragekomfort hoch und das Bedienkonzept überzeugt. Dürftig ist lediglich das App-Angebot – hierauf können die meisten Sportler aber wahrscheinlich problemlos verzichten.

Der Test erscheint in unserer Themenwelt Smartwatches. Dort haben wir neben Vorgängern wie der Huawei Watch 3 (Testbericht) auch andere Smartwatches wie die Withings Scanwatch (Testbericht), die Oneplus Watch (Testbericht), die Apple Watch 7 (Testbericht) oder die Galaxy Watch 4 (Testbericht) getestet. Dort haben wir auch die Bestenliste: Top-10 der Smartwatches veröffentlicht.

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