Teufel Holist S
Pro und Contra
  • Kräftiger, guter Klang
  • Einfache App
  • Kompatibel zu Nicht-Teufel-Produkten
  • Kein Raumfeld-Gerät



  • 4.0

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Teufel Multiroom ohne Raumfeld: Mit dem Holist S versucht Teufel einen anderen Ansatz für smarte, vernetzte Lautsprecher. TechStage zeigt im Test, wo der neue Weg punktet.

Die Stärke von Smart Speakern mit Sprachassistenten, die nicht von Google oder Amazon selbst kommen, ist normalerweise der Klang. Wenn ein bereits für ähnliche eigene Systeme bekannter Hersteller wie der Multiroom- und Surround-Spezialist Teufel hier einsteigt, klingt dies interessant. Kann der Holist S diese hohen Erwartungen erfüllen?

Wir testen den Holist S im Rahmen unserer Themenwelt Multiroom-Lautsprecher. Dort sind bereits Einzeltests zu Geräten wie dem Sonos Five (Testbericht), dem Denon Home 150 (Testbericht) oder dem Nubert nuPro X-3000 RC (Testbericht) erschienen.

Rund sind die anderen – Teufel eckt lieber an. Mit 227 x 142 mm und 1,66 kg ist der Holist S im üblichen Smartspeaker-Format und doch anders. Er erinnert an einen kurzen Obelisken oder eine Pyramide - allerdings mit sechs Ecken. Dirk Gently’s Holistische Detektei von Douglas Adams dürfte zum Produktnamen inspiriert haben. Der Lautsprecher ist mit schwarzem oder hellgrauem Stoff bespannt.

Beim Auspacken ist das Bedienfeld mit einer – allerdings englischen – Kurzanleitung zugeklebt, die die Inbetriebnahme allen jenen erklärt, die sich weigern, die mitgelieferte Anleitung zu lesen. Bleibt zu hoffen, dass jene dann auch verstehen, dass sie diese Kurzanleitung abziehen müssen, um den Lautsprecher bedienen zu können.

Alexa-Mikrofon Ein/Aus, Musik Start/Stop, voriges Stück, nächstes Stück, lauter, leiser, Bluetooth, Analog-Eingang (AUX) und WLAN/Alexa sind die Bedienelemente oben am Lautsprecher. Daneben befinden sich dort noch zwei Mikrofone für die Sprachsteuerung und der Alexa-typische farbige LED-Ring.

Der Lautsprecher wird nicht direkt, sondern über einen „Netzklops“ mit 230 V versorgt. Auf der Rückseite, wo dieser angestöpselt wird, befinden sich auch noch der Analog-Eingang (3,5 mm Stereo-Klinkenbuchse) und ein Reset-Knopf für den Fall, dass einmal nichts mehr gehen sollte und das Gerät neu eingerichtet werden muss. Im Test trat dieser Fall aber nicht ein.

Nun sind, wie auf dem Aufkleber angegeben, Strom anzuschließen, die Holist-App aufs Smartphone oder Tablet zu laden und mit dieser WLAN – der Holist S hat 2,4- und 5-GHz-WLAN an Bord – und Amazons Alexa zu konfigurieren.

Die Holist-App hat dabei nichts mit der Teufel-eigenen Raumfeld-App zu tun. Diese bedient andere Teufel-Multiroom-Lautsprecher ohne Sprachassistenten. Die Holisten lassen sich also nicht in ein Raumfeld-System integrieren und umgekehrt. Die Holist-App erschien uns dabei als alter Bekannter – sie ist ähnlich zu der des Auvisio ZX-1645 (Testbericht). Der Pure DiscovR (Testbericht) erschien sofort darin, bevor wir überhaupt dazu gekommen waren, den Teufel-Lautsprecher einzurichten. Es lassen sich also auch bestimmte firmenfremde Smartspeaker in das Multiroom-Netzwerk aufnehmen. Die Synchronisation, um in mehreren Räumen dasselbe Programm abzuspielen, erfolgt bei Alexa-Systemen allerdings über die Alexa-App und nicht die Hersteller-App. Analoge Quellen können wie bei Alexa-System üblich nur lokal abgespielt werden und nicht im Multiroom-Betrieb.

Positiv empfand der Tester, dass beim Holist Anrufe auf per Bluetooth gepaarten Smartphones nicht wie bei vielen anderen Smart Speakern automatisch im Freisprech-Betrieb über den Lautsprecher geleitet werden. Das klingt zunächst zwar praktisch, ist es aber spätestens dann nicht, wenn man mit dem Telefon gerade im Nebenraum sitzt, einen Anruf annimmt, der Chef nun aus dem im Schlafzimmer stehenden Lautsprecher dröhnt und ein entnervtes “Schaaaatz, ich will schlafen” als Antwort bekommt.

Dank des 3,5 mm-Klinken-Analog-Eingangs können lokale Dateien vom Smartphone sowohl analog als auch über Bluetooth und WLAN abgespielt werden. Die erste und die letzte Variante bieten “dank” des fehlenden Bluetooth-apt-X-Codecs mit Android-Geräten die bessere Klangqualität, allerdings muss man Teufel zugestehen, dass der Qualitätsverlust bei Bluetooth ohne apt-X nicht so massiv auffällt wie bei anderen Herstellern.

Insgesamt klangen im Bluetooth-Betrieb Streaming von Qobuz am besten, Streaming von Spotify am schlechtesten und Streaming lokaler Dateien in der Qualität dazwischen. Über Kabel analog war die Klangqualität höher, wobei die Qualitätssteigerung ebenso in der Reihenfolge Spotify – lokal – Qobuz stattfand.

Über WLAN abgerufen gewann Spotify deutlich hinzu, lag nun vor den lokalen Musikquellen. Allerdings immer noch übertrumpft von Qobuz. Allerdings ist dieser Dienst über Alexa nicht erreichbar und leider auch nicht über die Holist-App, die nur Tune-In, Spotify, Tidal, Napster und Amazon Music kennt, jedoch über die Wiim/Muzo-App des Auvisio ZX 1645, die die Holisten ebenfalls bespielen kann.

Am Klang des Teufel Holist S war nichts auszusetzen. Der Lautsprecher bietet mit einem 25-mm-Breitband-Hoch- und Mitteltöner, der nach oben auf das Dynamore-System gerichtet abstrahlt und einem 89-mm-Tieftöner sowie drei zusätzlichen passiven Membranen für den Teufel-Dynamore-360°-Sound bei 25 W Ausgangsleistung trotz seiner Kompaktheit saubere Bässe und Höhen, er dröhnt und nervt nicht.

Mit knapp 250 Euro Listenpreis ist der Teufel Holist S gut ausgestattet, sprachbedienbar und universell einsetzbar. Die Synthese aus 40 Jahren Lautsprecher-Erfahrung und Alexa-Toolkit ist gelungen. Teufel zeigt, dass sie Ahnung von Lautsprechern haben und diese auch abseits von reinen Bluetooth-Boxen oder Raumfeld-Lautsprechern umsetzen können. Mit dem Holist S kommt auf alle Fälle in interessanter Konkurrent zu Platzhirschen wie Sonos (Themenwelt) in den Handel, den man mit etwas Geduld auch zu Preisen um die 200 Euro bekommen kann.

Weitere smarte Lautsprecher zeigen wir in unserer Themenwelt Multiroom-Lautsprecher. Dort haben wir unter anderem Produkte wie den Citation One Mk II (Testbericht), den Sonos-tauglichen Ikea Symfonisk Lautsprecher (Testbericht) oder den Denon Home 350 (Testbericht) getestet. Außerdem zeigen wir dort, wie man bestehende Anlagen mit WLAN-Streaming und Multiroom aufrüsten kann. Wer sich mehr für Alexa interessiert, dem raten wir zum Artikel Amazon Echo 2021: Alle Modelle im Vergleich.

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