Smartes Heizkörperthermostat von Meross im Test: Günstig, stylisch & mit Homekit

Meross Heizkörperthermostat Bilder
Pro und Contra
  • Alexa, Google Assistant, Homekit, Smartthings
  • Minimalistisches Äußeres
  • Einfache Programmierung des Zeitplans
  • Kabellose Bridge
  • Günstig
  • Touch-Steuerung am Gerät
  • Fenster-offen-Erkennung
  • Kurzer M30-Arretierungsring
  • 4.0

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Das smarte Heizkörperthermostat MTS150H von Meross bietet viele Funktionen, die Tado auch kann und kostet dabei nur die Hälfte. Wir testen, ob sich ein Kauf lohnt.

Smarte Heizkörperthermostate sind im Smarthome ein echter Komfortgewinn. Denn sie machen das manuelle Auf- und Abdrehen der archaischen Drehventile am Heizkörper obsolet. Zwar ist das auch noch möglich, aber schlicht nicht nötig. Denn sie lassen sich per App steuern und programmieren, erkennen in einigen Fällen offene Fenster oder die Abwesenheit der Bewohner und hören über Sprachassistenten aufs Wort. Für einen schnellen Überblick empfehlen wir unsere Bestenliste Top-10: Die besten smarten Heizkörperthermostate. Alle Einzeltests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite Heizkörperthermostate.

Für diesen Testbericht schauen wir uns das Heizkörperthermostat MTS150H von Meross genauer an. Es ist mit unter 40 Euro vergleichsweise günstig und bietet dennoch viele Komfortfunktionen. Besonders außergewöhnlich ist in dieser Preiskategorie die Unterstützung von Apples Smart-Home-Lösung Homekit.

Die Meross Thermostate sind minimalistisch schick und erinnern dank ihrer klaren zylindrischen Form an den Branchenprimus Tado (Testbericht). Allerdings befindet sich bei Meross das Display an der Front, Tado versteckt die Anzeige unter dem Kunststoff an der Seite. Auch setzt Meross für die Bedienung am Gerät auf drei berührungsempfindliche Taster an der Front. Das ist etwas unglücklich. Denn zum einen kann es vorkommen, dass das Display mit den Tastern durch Möbel verbaut ist. Zum anderen trifft man die Touch-Flächen nicht immer auf Anhieb, da das Display erst nach einem Tastendruck aufleuchtet. Das löst Tado besser, hier drehen Nutzer schlicht am vorderen Teil des Thermostats.

Für die Installation legt Meross jede Menge Adapter bei. In den meisten Fällen werden diese nicht benötigt. Der Käufer löst einfach das bestehende Thermostat mit einer Rohrzange und schraubt das Meross handfest an. Einen Wasserschaden braucht man dabei nicht zu befürchten, da der Wasserkreislauf geschlossen bleibt. Uns ist jedoch aufgefallen, dass die Überlappung des M30-Arretierungsrings etwas zu kurz ist. Dadurch könnte es sein, dass sie bei einigen Heizkörpern richtig sitzen.

Die Meross-Thermostate benötigen zunächst zwei AA-Batterien. Diese liegen nicht bei und müssen laut Meross etwa einmal pro Jahr gewechselt werden. Um das Batteriefach zu erreichen, zieht man nach dem Drücken einer kleinen Kunststoffflasche den Zylinder von Thermostat. Das ist nicht elegant, aber funktionell. Derart gelingt der Batteriewechsel auch bei montiertem Thermostat.

Die Heizkörperthermostate von Meross funken über ein eigenes Protokoll mit 433 MHz zur Bridge, die über ein mitgeliefertes Netzteil dauerhaft am Strom hängt. Diese ist etwa so groß wie eine Packung Tic Tac und steht über 2,4-GHz-WLAN mit dem heimischen Netzwerk in Kontakt. Wir begrüßen den WLAN-Standard. Viele Bridges von Konkurrenten bestehen für eine Verbindung zum Router auf ein Ethernet-Kabel. Die Meross-Bridge belegt dagegen keinen Port am Router und kann örtlich frei positioniert werden. Zur Installation verbindet man das Smartphone zunächst mit dem offenen WLAN der Bridge und lernt sie so an. Die gute App führt den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess, der auch Anfänger vor keine allzu großen Probleme stellen sollte.

Meross bietet neben Heizkörperthermostaten viele weitere Smart-Home-Lösungen wie Steckdosen, WLAN-Schalter, Lampen oder Umgebungssensoren an. Die Meross-App will all diese Komponenten unter einen Hut bringen und bietet dafür etwa Szenen und Routinen an, um die Komponenten über Wenn-dann-Befehlen aufeinander reagieren zu lassen. Wer lediglich die Heizkörperthermostate von Meross nutzt, kann entsprechende Funktionen zunächst ignorieren.

Prominent und groß zeigt das Feld auf der Übersichtsseite die Ist-Temperatur an, die Solltemperatur versteckt sich klein darunter. Wir hätten es bevorzugt, wann stattdessen die Soll-Temperatur groß dargestellt wäre.

Im manuellen Modus bestimmt der Nutzer die Soll-Temperatur über eine Ringskala. Dafür muss das Smartphone nicht im WLAN sein, die App funktioniert auch ortsunabhängig vollumfänglich. Es dauert etwa 30 Sekunden, dann reguliert das Thermostat den Heizkörper. Der Motor, der das Ventil steuert, ist zwar nicht besonders laut, aber dennoch deutlich hörbar. Empfindliche Naturen könnten sich davon hauptsächlich im Schlafzimmer gestört fühlen.

Im Automatikmodus bietet die App das Programmieren einzelner Wochentage an. Tatsächlich ist das derart gut gelöst, wie wir es bei noch keiner anderen App für Heizkörperthermostate gesehen haben. Der Nutzer verschiebt auf der x-Achse einer Tabelle die Zeitzonen des Tages und in der y-Achse die Solltemperaturen per Fingerwisch. Das funktioniert sogar für mehrere Tage gleichzeitig. Schade ist nur, dass jeder Tag aus sechs Zeitzonen besteht, das hätte Meross anpassbar gestalten können. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Insgesamt ist die Programmierung famos gelungen.

Die Geräteeinstellungen kennen eine Offset-Funktion. Sollte die vom Gerät gemessene Ist-Temperatur regelmäßig um eine bestimmte Gradzahl von der tatsächlichen Temperatur im Zimmer abweichen, kann das hier korrigiert werden. Außerdem kann die App festlegen, wie oft sich der Motor kalibriert. Es gibt zudem die Möglichkeit eine Fenster-offen-Erkennung zu aktivieren. Im Test funktioniert diese trotz direkt darüber liegendem Fenster und Minusgraden nicht. Wer den genauen Standort bestimmt, bekommt in der App zusätzlich die aktuelle Außentemperatur angezeigt.

Wer nicht bei jeder manuellen Temperaturanpassung zum Heizkörper rennen oder das Smartphone zücken möchte, kann Sprachassistenten nutzen. Dabei unterstützt Meross neben den üblichen Verdächtigen in Form von Amazon Alexa (heise Ratgeber) und Google Assistant auch Apples Homekit (Ratgeber) und Samsungs Smartthings (Ratgeber). Unter den von uns getesteten Heizkörperthermostaten unterstützen nur Tado (Testbericht), Bosch (Testbericht) und Netatmo (Testbericht) alle vier genannten Smart-Home-Systeme – allesamt deutlich teurer als Meross. Für die letzte Smart-Home-Glückseligkeit fehlt nur noch IFTTT. Aber auch so ist Meross bereits äußerst flexibel. Alle vier Smart-Home-Lösungen erweitern die Funktionsfähigkeit der Thermostate gewaltig und machen sie zu Komponenten anderer Hersteller kompatibel.

Aber Achtung: Die Meross Heizkörperthermostate wechseln bei einem Sprachbefehl in den manuellen Modus. Der Automatikmodus mit dem Zeitplan muss dann per App reaktiviert werden.

Regulär kostet das Meross Starter-Set mit der Bridge 83 Euro, jedes weitere Thermostat 47 Euro. Allerdings sind sie häufig im Preis reduziert. So kostet aktuell das Starter-Set 77 Euro und jedes weitere Thermostat 37 Euro. Meross bietet sie auch im Bundle an, dann sind sie etwas günstiger.

Die Meross Heizkörperthermostate sind nicht perfekt, aber dank ihrer hohen Flexibilität zum vernünftigen Preis eine Kaufempfehlung. Sie sind einfach zu installieren, sehen dank ihres minimalistischen Äußeren schick aus, bieten eine übersichtliche App mit genial einfach zu programmierender Zeitsteuerung und integrieren sich in bestehende Smart-Home-Systeme wie Alexa, Google Assistant, Smartthings und Homekit. Außerdem nutzen sie eine Bridge, die danke WLAN keinen Ethernet-Port am Router besetzt.

Im zweiwöchigen Testzeitraum funktionieren sie zuverlässig. Allerdings gibt es Nutzer, die von einer unzuverlässigen Temperatureinstellung berichten. Weniger gefällt uns die Touch-Steuerung an den Geräten selbst. Auch die nicht funktionierende Fenster-offen-Erkennung stört.

Wer auf einen Blick sehen will, welches Heizkörperthermostat das Beste ist, sollte sich unsere Bestenliste Top-10: Die besten smarten Heizkörperthermostate anschauen. Spoiler: Es ist das Heizkörperthermostat von Tado (Testbericht). Alle Einzeltests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite Heizkörperthermostate.

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