Smartes Heizkörperthermostat von Hama im Test: Schick & günstig

Hama smarte Thermostate
Pro und Contra
  • gute Hardware
  • tolles Display
  • praktischer Steuerungsring
  • kabelloses WLAN-Gateway
  • günstiger Preis
  • umständliche App
  • aufgesetzte Krone wirkt wie ein Fremdkörper
  • 3.5

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Das Heizkörperthermostat von Hama sieht richtig schick aus und ist dennoch günstiger als Tado, Bosch & Co. Der Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

Wer seine manuellen Thermostate am Heizkörper mit smarten Modellen ersetzt, kann im besten Fall Heizkosten sparen. Vor allem aber erhöht es den Bedienkomfort. Denn die smarten Helferlein lassen sich nicht nur programmieren. Sie hören in den meisten Fällen dank der Unterstützung von Sprachassistenten auch aufs Wort.

Das smarte Heizkörperthermostat von Hama gehört aktuell zu den Bestsellern. Das liegt vor allem am bekannten Namen, dem schicken Äußeren und einem attraktiven Preis. Doch wer etwas recherchiert, dem fällt schnell auf, dass es sich eigentlich um Thermostate des Herstellers Tuya handelt. Auch andere eher unbekannte Marken wie M0L0, Maxcio und Etersky verkaufen optisch vergleichbare Thermostate, die ursprünglich von Tuya gefertigt wurden.

Wer einen schnellen Überblick über die besten Heizkörperthermostate am Markt gewinnen will, dem empfehlen wir unsere Bestenliste Top-10: Die besten smarten Heizkörperthermostate. Alle Einzeltests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite Heizkörperthermostate.

Optisch erinnern sie an die schicken Alleskönner von Tado (Testbericht). Sie sind schlicht, weiß, zylindrisch und recht schmal. Allerdings kommen sie im Gegensatz zu Tado und allen anderen von uns bisher getesteten Thermostaten mit einer aufgesetzten Krone. Diese wirkt wie ein Fremdkörper, als warte ein Teil zur fertigen Montage darauf, hineingedrückt zu werden.

Doch auch wenn sie uns nicht gefällt, so ist sie doch zumindest praktisch. Über sie kann der Käufer schnell und leichtgängig die Soll-Temperatur bestimmen. Der Taster wechselt zwischen dem manuellen und dem automatischen Modus. Eine tolle und selbsterklärende Funktion, die wir uns auch an vielen anderen smarten Heizkörperthermostaten wünschen würden.

Das Display versteckt sich unter dem Kunststoff. Das haben wir in der Art bereits bei Tado (Testbericht) und Eve Thermo (Testbericht) gesehen und für gut gefunden. Denn die Anzeige ist dank der selbstleuchtenden Dioden bei Helligkeit genauso wie bei Dunkelheit sehr gut ablesbar, sie ist blickwinkelunabhängig und verschwindet komplett, wenn sie nicht gebraucht wird.

Für den Fall, dass die Thermostate nicht passen, liegen der Packung viele Adapter bei. In den allermeisten Fällen sollten die jedoch in der Packung bleiben können. Für die Montage löst man zunächst das alte Thermostat vom Heizkörper. Hierzu benötigt man häufig eine Rohrzange. Das neue Thermostat schraubt man über den M30-Arretierungsring handfest auf das alte Ventil. Das Heizsystem bleibt dabei geschlossen, einen Wasserschaden braucht niemand zu befürchten.

Zum Einsetzen der zwei mitgelieferten AA-Batterien drückt man zunächst eine Kunststofflasche nach unten und zieht den Zylinder ab. Das funktioniert auch im montierten Zustand. Hama macht keine Angaben dazu, wie lange die Thermostate mit frischen Batterien durchhalten sollen.

Die smarten Heizkörperthermostate von Hama funken über den Verbindungsstandard Zigbee zum Gateway, auch Bridge genannt, die wiederum über WLAN mit dem Router in Verbindung steht. Im Gegensatz zu vielen kabelgebundenen Gateways vieler Konkurrenten, die direkt am Router hängen, kann das WLAN-Gateway frei im WLAN-Bereich positioniert werden. Das erweitert die Reichweite der Zigbee-Thermostate und belegt keinen Ethernet-Port am Router.

Für die Installation ist zunächst die Hama- oder auch die Tuya-App erforderlich. Welche App der Käufer nutzt, ist unerheblich. Denn scheinbar hat Tuya die für das Thermostat verantwortlichen Software-Elemente programmiert. Hama hat diese Elemente dann 1:1 übernommen und in die eigene App integriert.

Zunächst will die App das Gateway installieren und fragt dafür das WLAN-Netz mit Passwort ab. Wie bei vielen Smart-Home-Geräten üblich funktioniert die Installation nur im 2,4-GHz-Netz. Danach muss der Nutzer die Heizkörperthermostate hinzufügen. Um diese in den Kopplungsmodus zu versetzen, dreht man zunächst das Rad gegen den Uhrzeigersinn, bis das Display OF anzeigt und hält anschließend den Taster am Rad für fünf Sekunden gedrückt.

Die App ist vermutlich der schwächste Part an den smarten Heizkörperthermostaten von Hama. Denn im Grunde ist die Hama-Smart-Home-App in Ordnung. Sie bildet quasi das Universal-Hub für viele Smart-Home-Produkte aus dem Hause Hama wie Steckdosen, Leuchten, Lampen, Schalter, Wetterstationen und Co. Sie wirkt aufgeräumt und logisch aufgebaut. Klickt man nun aber auf das installierte Thermostat, zeigt sich ein ganz anderes Look & Feel. Im Grunde hat der Nutzer das Gefühl, eine andere App würde sich öffnen.

Mittig prangt die Solltemperatur. Diese kann man nur über zwei zu kleine Pfeile anpassen. Das ist zu umständlich. Immerhin überträgt die App die Wunschtemperatur innerhalb von Sekunden an das Thermostat. Im unteren Bereich sitzt ein großer Schieber zum Ausschalten der Thermostate. Außerdem gibt es einen Auswärts-Button, der die Solltemperatur auf 16 Grad stellt.

Das Programmieren der Schaltzeiten ist umständlich und wenig flexibel. Kein Vergleich zur guten Lösung der ebenfalls günstigen Meross Thermostate (Testbericht). Pro Tag gibt es nur vier Schaltzeiten. Diese Anzahl ist fix. Als Features bieten die Hama-Thermostate einen Kalkschutz, der ungenutzte Heizungsventile regelmäßig bewegt, damit sie weniger schnell verkalken. Der Anti-Frost-Schutz sorgt auch bei ausgeschalteten Thermostaten dafür, dass keine Mindesttemperaturen unterschritten werden. Die Fenster-Offen-Erkennung funktioniert im Test. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Offset zu bestimmen und an den Thermostaten selbst eine Kindersicherung zu aktivieren. Außerdem kann das Display der Thermostate gedreht werden und sie unterstützen die Sprachassistenten und Smart-Home-Lösungen Amazon Alexa und Google Assistant. Homekit und IFTTT gibt es dagegen nicht. Auch das Tado-Premium-Feature Geo-Fencing sucht man bei Hama vergebens. Mehr Details zu Hard- und Software hält die Anleitung parat.

Das Starter-Set hier aus dem Test besteht aus zwei Zigbee-Thermostaten und dem kabellosen WLAN-Gateway. Es kostet um die 85 Euro, ist reduziert aber auch regelmäßig für etwa 75 Euro zu haben. Jedes weitere Heizkörperthermostat kostet etwa 35 Euro.

Die Hardware der smarten Heizkörperthermostate von Hama ist super. Sie sehen gut aus, sind hochwertig verarbeitet, bieten einen praktischen Drehring zur schnellen Solltemperaturbestimmung, haben ein sehr gut ablesbares und perfekt verstecktes Display unter dem Kunststoff und kommen mit einem kabellosen WLAN-Gateway. Noch dazu sind sie mit etwa 35 Euro pro Thermostat recht günstig.

Leider kann die Software nicht mit der guten Hardware mithalten. Sie ist wenig selbsterklärend und das Programmieren der Heizzeiten ist umständlich. Zum Glück funktioniert die Integration in Amazon Alexa und Google Assistant auf Anhieb. Homekit und IFTT kennt Hama nicht.

Wer die App selten nutzt oder bereits andere Smart-Home-Lösungen von Hama nutzt, kann auch bei den Heizkörperthermostaten zugreifen. Alle anderen sollten zunächst einen Blick in unsere Bestenliste Top-10: Die besten smarten Heizkörperthermostate werfen. Alle Einzeltests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite Heizkörperthermostate.

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