Sky Q IPTV Box
Pro und Contra
  • riesige Content-Auswahl
  • Software schnell und übersichtlich
  • gute Fernbedienung
  • nervige Jugendschutz-PIN
  • aktuell nur Full-HD und 5.1-Audio
  • zu viel Werbung
  • kein Spiegeln des Smartphone-Displays
  • keine Aufnahme oder Pause des TV-Programms
  • 3.5

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Das komplette Programm von Sky gab es bisher nur über Satellit und Kabel. Das ändert sich mit der Streaming-Lösung Sky Q IPTV Box. Der Test zeigt seine Stärken – und seine Schwächen.

Wer überwiegend Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ nutzt, hat eine immense Auswahl an Streaming-Lösungen. Richtig gut und dennoch günstig ist etwa der Amazon Fire TV Stick Max (Testbericht). Eine Übersicht bietet unser Beitrag Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks. Auch Fernsehen etwa über Waipu ist problemlos möglich. Dafür gibt es gar den auf lineares Fernsehen optimierten Waipu.tv 4K Stick (Testbericht).

Auch für Sky Ticket gibt es einige Lösungen. So kann man das Angebot unter anderem auf Fire TV Sticks und den Apple TV 4K 2021 (Testbericht) installieren oder via Android-Smartphone kabellos auf Chromecast übertragen. Wer jedoch das volle Sky-Q-Angebot über einen Stick nutzen wollte, der schaute bisher in die Röhre. Denn Sky Q gab es ausschließlich über Satellit und Kabelanschluss. Das ändert sich mit der Sky Q IPTV Box, die Sky ins Internet bringt. Wie gut das funktioniert, zeigt der Test.

Im Gegensatz zu den bisher nötigen Set-Top-Boxen ist die mattschwarze Sky Q IPTV Box geradezu winzig. Sie misst in etwa 11 x 11 x 2 Zentimeter und lässt sich entsprechend gut verstecken. Sie knarzt, was bei dieser Gerätegattung allerdings nebensächlich ist. Auf ihrer Rückseite gibt es drei Ports: einen Rundhohleingang für den Strom, einen HDMI-Anschluss, ein entsprechendes Kabel liegt bei, und einen LAN-Port. Die Unterseite ist für den besseren Halt gummiert. Dort versteckt sich auch ein kleiner Ein-/Austaster.

Die Sky Q IPTV Box soll rein technisch dazu in der Lage sein, 4K-Inhalte mit HDR sowie das 3D-Audioformat Dolby Atmos wiedergeben zu können. Allerdings ist aktuell lediglich eine maximale Auflösung 1080p und 5.1-Audio möglich. Bei Live-Sendern wäre das noch verständlich, hier gibt das Quellsignal häufig nicht mehr her. Allerdings zeigen auch Apps wie Netflix keine höhere Auflösung. Sky verspricht, hier via Update nachzubessern. Vorteil der geringen Auflösung: Videos laufen bereits ab einer Verbindungsgeschwindigkeit von 6 MBit/s.

Im Gegensatz zu den großen Set-Top-Boxen gibt es bei der Sky Q IPTV Box keine Aufnahmefunktion. Allerdings verliert die Aufnahmefunktion zunehmend an Relevanz, schließlich kann man fast jede Sendung mittlerweile über Mediatheken im Nachhinein anschauen. Zumindest eine Pause-Funktion hätten wir uns beim Live-Programm dann aber doch gewünscht.

Die Fernbedienung erinnert an solche, die sonst Fernsehern beiliegen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fernbedienungen, die bei Streaming-Sticks beiliegen, bietet sie jede Menge Knöpfe. Mit dabei sind auch Nummerntasten, um Sender direkt anzusteuern. Die Fernbedienung verbindet sich über Bluetooth mit der Sky Q IPTV Box und nimmt über das integrierte Mikrofon Sprachbefehle an. Das funktioniert erstaunlich gut, im Test erkennt die Box unsere Suchbefehle zuverlässig und zeigt flott passende Ergebnisse an.

Im unteren Bereich ist sie etwas dicker, so weiß man auch blind, ob sie richtig herum in der Hand liegt. Über einen Lagesensor erkennt sie Bewegungen und schaltet für ein paar Sekunden die Tastenbeleuchtung an. Auf Wunsch steuert sie über Infrarot auch den Fernseher (Kaufberatung) und eine Soundbar (Ratgeber). Insgesamt gefällt uns die Fernbedienung richtig gut.

Zunächst will die Sky Q IPTV Box eine Internetverbindung, etwa über WLAN, dann die Eingabe der Nutzerdaten. Dabei muss der Nutzer langwierig erst zu jedem Großbuchstaben, jedem Kleinbuchstaben, jeder Zahl und jedem Sonderzeichen hinscrollen, da sie alle in einer Reihe liegen. Warum man keine virtuelle Tastatur benutzt, bleibt das Geheimnis von Sky. Nach einem Update richtet man die Fernbedienung ein und landet anschließen auf dem Home-Screen.

Dort sammelt Sky in jeder Reihe thematisch passende Serien, Filme, Apps und so weiter. Die Aufteilung erinnert an die von Fire TV, Apple TV, Chromecast und Co. und steht ihnen in kaum etwas nach. Auch die Performance ist schnell. Bei allen Videos läuft vor dem Start ein Werbeblock, der etwa 30 Sekunden bis eine Minute dauert. Das nervt. Gerade die eigene Programmwerbung hätte man getrost streichen und damit die Nerven der Nutzer schonen können.

Als Apps stehen unter anderem Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Dazn und TV Now Premium bereit. Auch einge Mediatheken sind mit an Bord. Einen App-Store für den Download weiterer Apps gibt es nicht. Auch vermissen wir Joyn und Apple TV+. Allerdings gibt es eine Kooperation zwischen Sky und Apple, weshalb die App über ein Update nachgereicht werden könnte.

Fernsehen macht mit der Sky Q ITPV Box richtig Spaß. Das liegt zum einen daran, dass die Bildqualität mit ihrer 1080p-Auflösung für ein Fernsehprogramm sehr gut ist. Auch die Umschaltzeiten sind mit unter zwei Sekunden okay. Dann gibt es noch die schier unübersichtlich vielen Sender. Hier sollte der Nutzer fast schon zwingend die für ihn wichtigsten Sender in einer Favoritenliste sortieren. Diese findet man etwas versteckt im Menü unter TV Guide. Ansonsten könnte man in der schieren Masse an Sender verloren gehen.

Supernervig ist die ständige Abfrage der Jugendschutz-PIN, die beim einfachen Zappen durch das Fernsehprogramm andauernd eine Eingabe fordert. Leider fanden wir keine Möglichkeit, sie abzuschalten. Immerhin kann man den vorgegebenen Code ändern. Aber nicht auf 0000 oder ähnlich einfache Kombinationen. Auch haben wir eine Möglichkeit vermisst, den Inhalt des Smartphones auf den Fernseher zu spiegeln.

Wer die Sky Q IPTV Box nutzen will, muss im 12-Monats-Vertrag (Abo-Link) den Grundtarif von 25 Euro (die ersten zwölf Monate 20 Euro) zahlen. Hier sind das Entertain-Paket und öffentliche sowie private Fernsehsender in HD inbegriffen. Außerdem fällt eine einmalige Gebühr von 29 Euro an, die Box wird dem Abonnenten daraufhin leihweise zur Verfügung gestellt. Wie bei Sky üblich können weitere Pakete dazugekauft werden. Dazu gehört auch die Bundesliga für 15 Euro pro Monat, die ersten zwölf Monate kostet das Paket 12,50 Euro. Als weitere Pakete gibt es Sky Sport (8 Euro), Sky Cinema (12,50 Euro), Entertainment Plus mit Netflix (7,50 Euro) und Sky Kids (5 Euro). Bestandskunden von Kabel und Satellit können innerhalb der Laufzeit auf die Internetvariante wechseln. Das kann sich vor allem für Kabelbesitzer lohnen, da hier die Kabelgrundgebühr entfällt.

Sky Go ist im Tarif enthalten. Sky Go Plus kostet zusätzlich 10 Euro im Monat und einmalig 29 Euro. Damit erhält der Abonnent eine zweite Sky Q IPTV Box und kann außerdem Sky Go auf bis zu drei Geräten gleichzeitig streamen. Mehr Infos gibt es hier.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten Streaming-Boxen und Streaming-Sticks, die im Gegensatz zu Sky Q IPTV auch 4K-Inhalte ausgeben.

Endlich! – mögen viele Sky-Nutzer denken. Denn die Sky Q IPTV Box bringt das komplette Sky-Angebot erstmals ins Internet. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sky ausschließlich über Satellit oder Kabelanschluss verfügbar war. Dabei bietet die Sky Q IPTV Box eine flotte Geschwindigkeit, ein überraschend aufgeräumtes Hauptmenü und unzählige Inhalte, die man so weder auf Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ noch auf anderen Streaming-Angeboten findet. Schade jedoch, dass die Sky Q IPTV Box Inhalte aus diesen Apps nicht in 4K wiedergeben kann. Angeblich soll das über ein Update nachgereicht werden. Gleiches gilt für eine Pause-Funktion beim Fernsehen: Gibt es nicht, soll aber kommen. Als nervig empfinden wir, dass sich Zuschauer vor jedem Video einen Werbeblock anschauen müssen.

Wer unbedingt Sky über Internet will, für den führt kaum ein Weg an der Sky Q IPTV Box vorbei. Alle anderen sollten einen Blick in unseren Beitrag Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks werfen.

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