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Skotti Teaser
Pro und Contra
  • Durchdachtes Konzept zum Aufbau, gutes Design
  • Verwendet Standard-Gaskartuschen
  • Sehr gute Grillleistung
  • Adapter auf große Gasflaschen teuer
Rating:
  • 5.0
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Ein tragbarer Grill, der einfach mitzunehmen und in wenigen Minuten aufgebaut ist? TechStage testet den Skotti-Grill.

Langsam nähert sich die Grillzeit. Was liegt näher, als einen tragbaren Grill anzuschaffen, den man zum See oder Camping mitnehmen kann? Aber bitte, keine billigen Wegwerfgrills von der Tanke. Die heizen schlecht, lassen sich nicht regulieren und hinterlassen eine Menge Müll. Nein, wir wollen einen stylischen Grill, der wenig Platz braucht, schnell aufgebaut ist und in wenigen Minuten losgrillen kann.

Der Skotti verspricht all das. Er kommt in einer schicken Tasche aus oranger LKW-Plane, lässt sich in wenigen Minuten zusammenstecken und nutzt Standard-Gaskartuschen, die man im Baumarkt oder Camping-Handel (fast) überall auf der Welt bekommt.

Alle Teile des Skotti-Grills stecken in einer ziemlich stylischen aufklappbaren Hülle aus LKW-Planen. Der Skotti-Grill besteht aus sieben Edelstahlteilen, dazu gibt es ein Brennrohr sowie einen Anschlussschlauch samt Ventil fürs Gas. Die letzteren beiden Komponenten stecken in Taschen innerhalb der Grilltasche, worauf Skotti mit großen Zetteln in der Lieferung hinweist. Offenbar waren wir nicht die einzigen, die die beiden Komponenten nicht auf Anhieb gefunden haben.

Beim ersten Aufbau hilft die sehr gute Anleitung. Nach dem zweiten oder dritten Aufbau hat man den Dreh raus, der Skotti-Grill ist dann in 5 Minuten oder weniger Einsatzbereit. Wir zeigen den Aufbau in der Bilderstrecke.

Jetzt fehlt noch das Gas. Erfreulicherweise nutzt Skotti die klassischen Kartuschen mit EN417-Drehventil und UNEF-Gewinde. Die gibt es im Outdoor-Laden oder jedem Camping-Platz. Vorsicht: Für den Winter, genauer gesagt, Temperaturen unter 15 Grad Celsius sollte man ein spezielles Wintergas mit höherem Propananteil nehmen.

Ist der Grill aufgebaut und die Flasche an den Gasadapter gedreht, kann man loslegen. Man dreht das Rädchen und hört sofort das zischende das Gas im Brennrohr. Seitlich links ist eine kleine Öffnung, über die kann man das Gas mit einem Feuerzeug oder Streichholz anzünden. Anschließend kann man es gut regeln, wir haben den Grill zu Beginn etwa zwei Drittel aufgedreht, um schnell auf Grilltemperatur zu kommen. Nach etwa 3 Minuten war der Grill auch heiß genug, um ein paar Zwiebeln, Brot und zwei Schweinenacken zu grillen. Das ist tatsächlich auch alles, was auf einmal draufpasst. Für zwei Leute oder eine Packung Rostbratwürste reicht es auf alle Fälle.

Der Grill wird angenehm heiß, kommt aber nicht ganz an einen Holzkohlegrill heran. Gerade für einen Gasgrill ist die Hitze sehr gut - und viel besser als bei den günstigen Wegwerfgrills. Dennoch, die Zwiebelringe waren angenehm warm, das Fleisch war nach etwa 10 Minuten durch. Man sollte aber auf die Umgebungstemperatur achten, unterhalb von 15 Grad sollte man zu einem Wintergas mit höherem Butananeil greifen. Wir nutzen bei etwa 12 Grad ein Sommergas. Der Skotti wurde heiß, hätte aber wahrscheinlich mit einem anderen Gas noch etwas mehr Luft nach oben gehabt. Anschließend warfen wir noch ein paar Cevapcici auf den Grill und ließen die gemütlich fertig grillen.

Im Test wurde der Grill auf der rechten unteren Seite heißer als links oder oben. Das stört nicht, im Gegenteil. So kann man Grillgut unten anbraten und anschließend rotieren, um es warmzuhalten. Man muss es nur wissen und sollte das immer wieder überprüfen, damit Fleisch und Gemüse nicht anbrennen. Der Skotti hinterlässt einen sehr soliden Eindruck, steht er auf einer planen Oberfläche wackelt nichts an dem Grill.

Wer mit Gas grillt, der kann den Skotti auf der mitgelieferten Tasche abstellen. Das empfehlen wir ausdrücklich, denn es kann sein, dass Fett auf den Boden tropft. Die Schiebekonstruktion schließt zwar gut ab, ist aber nicht zu 100 Prozent dicht. Vorsicht, der Grill wird außen warm. Nach dem Grillen sollte man ihn erst vollständig abkühlen lassen, bevor man ihn wieder einpackt.

Neben Gas kann man den Skotti auch mit Holz, oder besser, Holzkohle betreiben. Dann allerdings sollte man etwas aufpassen, denn die Holzkohle macht den Grill noch heißer als das Gas. Zudem braucht man weder das Brennrohr noch das Abstrahlblech.

Mit Ausnahme des Gasventils kann man alle Komponenten des Skotti in den Geschirrspüler packen. Bei starken Verschmutzungen sollte man allerdings mit der Hand und warmen Seifenwasser vorspülen. Wirklich fest eingebranntem Dreck kann man mit dem Stahlschwamm zu Leibe rücken. Wobei, ein wenig Patina auf dem Grillrost schadet nicht.

Wichtig ist nur, dass man den Skotti ordentlich auskühlen lässt, bevor man ihn in seiner Tasche verstaut (die man übrigens mitspülen kann).

Neben dem eigentlichen Grill konnten wir die Skotti Cap ausprobieren. Dabei handelt es sich um einen Deckel oder einen Windschutz für den Grill. Dazu gibt es eine gute Grillzange aus Holz und Edelstahl. Die Kappe kommt mit ihrer eigenen Tasche im orangen Skotti-Design und lässt sich ebenfalls einfach aufbauen. Wir würden sie allen empfehlen, die an einer windigen Stelle grillen wollen, etwa beim Surfurlaub.

Wer keine Lust auf die kleinen Flaschen hat, mit einem optionalen Adapter kann man den kleinen Grill auf 5 kg oder 11 kg Propangasflaschen umrüsten.

Der Skotti-Grill kostet um die 160 Euro. Die optionale Skotti Cap liegt bei etwa 79 Euro. Dazu benötigt man eine Gaskartusche, deren Preise liegen zwischen 5 und 14 Euro, je nach Gastyp und Füllvolumen.

Der Skotti ist ein flexibler Grill, der sich erfreulich einfach und klein zusammenbauen lässt. Anders als die vielen tragbaren Holzkohlegrills bietet er ein geringes Packmaß und lässt sich schnell in Betrieb nehmen. Im Gas-Modus wird er zwar nicht so heiß wie ein Holzkohlegrill, allerdings ist er schneller warm und einfacher zu löschen. Dank der Standard-Gaskartuschen kann man wahrscheinlich in den meisten Urlaubsländern einfach betreiben. Wenn man eine Kartusche für die Gaslaterne findet, dann findet man auch eine für den Grill. Und notfalls kann man immer noch auf Holz oder Kohle umstellen.

Vielleicht merkt man es an der Begeisterung, wir können den Skotti Grill in jedem Fall empfehlen. Und das nicht nur für Urlaub oder Festival, sondern auch für alle, die gerne am Fluss oder See grillen. Ja, der Skotti ist teurer als der Einweggrill von der Tanke, aber deutlich besser verarbeitet, schneller einsatzbereit und zuverlässiger.

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