Sennheiser CX und CX Plus im Test: erstklassiger Sound zum Mittelklassepreis

Sennheiser CX & CX Plus
Pro und Contra
  • hervorragender Klang (und ANC beim CX Plus)
  • bequem und gute Akkulaufzeit
  • einfache und individualisierbare Bedienung
  • nur IPX4 zertifiziert
  • keine hochwertige Haptik
  • 4.5

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Sennheiser bringt mit den CX und den CX Plus gleich zwei neue Mittelklasse-Kopfhörer auf den Markt. TechStage erklärt die Unterschiede und erklärt, für wen sich welches Gerät lohnt.

Der Sennheiser Momentum True Wireless 2 (Testbericht) gehört aktuell zu den besten Kopfhörern seiner Klasse. Wer weniger investieren will, musste bisher zum CX 400BT (Testbericht) ohne ANC greifen. Nun hat Sennheiser dessen Nachfolger CX und CX Plus (True Wireless) veröffentlicht. Wir zeigen, wie sich die Modelle unterscheiden und erklären, wann sich der Aufpreis für die Plus-Variante lohnt.

Dieser Test gehört zu unserer Themenwelt Kopfhörer. Neben ANC-Kopfhörern wie den Apple Airpods Max (Testbericht), müssen hier auch True-Wireless-Kopfhörer, Gaming-Headsets und Office-Kopfhörer zeigen, was sie in der Praxis leisten.

Beim Design hat sich Sennheiser beim bisherigen Mittelklassemodell CX 400BT bedient. Die CX-Plus-Variante ist augenscheinlich eine 1:1-Kopie. Die CX True-Wireless unterscheiden sich lediglich durch eine leicht abweichende Farbgestaltung. So sind Logo und Hersteller-Schriftzug auf Ladeschale und Bedienfläche bei den CX schwarz glänzend, bei den CX Plus sind sie silbern. Die Touch-Fläche der CX ist außerdem matt schwarz, während die der CX Plus in Klavierlack-Optik glänzt.

Das Gewicht der Ohrstöpsel liegt bei je sechs Gramm und unterscheidet sich damit nicht vom Flagship-Modell. Statt auf eine runde Bauform setzt Sennheiser bei der CX-Serie erneut auf eine rechteckige Rückseite mit integriertem Touch-Feld zur Steuerung. Das Gehäuse der Ohrstöpsel ist leicht mattiert und ausreichend griffig. Hier sind auch die Mikrofon-Öffnungen zu finden. Während bei den CX nur eine Öffnung zu erkennen ist, sind bei den CX Plus mit der aktiven Geräuschunterdrückung drei Öffnungen zu sehen. Die dem Kopf zugewandte Seite der Kopfhörer ist minimal unterschiedlich gestaltet. Sie beherbergt bei den CX zwei und bei den CX Plus vier Ladekontakte und bei der Plus-Variante zusätzlich einen optischen Sensor zur Trageerkennung. Sennheisers Mittelklasse-Kopfhörer sind dank IPX4-Zertifizierung ausreichend gegen Regen und Schweiß geschützt. Die CX 400BT mussten noch ohne IP-Zertifizierung auskommen.

Die Ladeschale der CX-Variante wiegt 37 Gramm, die CX-Plus-Version 35 Gramm. Zum Vergleich: Die Aufbewahrungsbox der Momentum True-Wireless 2 wiegt 58 Gramm und ist damit deutlich schwerer. Das geringe Gewicht und der verwendete Kunststoff erzielen nur eine mäßig hochwertige Haptik. Daran kann auch die erstklassige Verarbeitung nichts ändern. Auf der Frontseite der Schale sitzt unterhalb des Deckels eine unauffällige Status-LED. Der USB-C-Port zum Nachladen ist rückseitig untergebracht.

Zur Soundübertragung setzten die Kopfhörer auf Bluetooth 5.2. Neben den Audio-Codecs SBC und AAC ist auch der annähernd latenzfreie Codec AptX mit an Bord. Trageerkennung und aktive Geräuschunterdrückung (ANC) gibt es nur beim CX Plus.

Neben den Kopfhörern und der Ladeschale gehören jeweils insgesamt vier Paar Ohrpolster in verschiedenen Größen und ein kurzes USB-C-Ladekabel zum Lieferumfang.

Insgesamt schneiden beide Modelle in Sachen Klangqualität sehr gut ab. Zwar sind beide Kopfhörer technisch fast identisch, allerdings sind trotzdem leichte Unterschiede zu hören. Dank AptX-Codec kommt es bei der Übertragung mit einem entsprechenden Wiedergabegerät zu keiner deutlich spürbaren Verzögerung. Neben dem Musikhören sind die Kopfhörer also auch für gelegentliches Gaming oder zum Ansehen von Videos geeignet.

Der Klang der CX ist in allen Tonlagen sehr ordentlich und dabei sehr harmonisch abgestimmt. Allerdings wirkt der Sound bei manchen Passagen etwas zu zurückhaltend, geradezu nüchtern. Das ist schade, denn Wumms haben die Kopfhörer, das beweisen sie spätestens mit leicht veränderten Equalizer-Einstellungen. Insbesondere bei ruhigen Stücken klingen die Spitzen der Hoch- und Mitteltöner etwas flacher als bei der Plus-Variante. Die CX Plus glänzen hingegen auch bei leiser Wiedergabe mit einer warmen, durchdringenden Tiefe und fein ausbalancierten Mitten und Höhen. Im direkten Vergleich klingen die CX Plus deshalb einen Tick charmanter. Das fällt allerdings nur bei einigen Musikstücken und bei hoher und sehr niedriger Lautstärke auf.

Die Soundqualität der CX Wireless ist nahezu identisch zum Vorgängermodell CX 400BT (Testbericht). Die CX Plus klingen zwar nicht um Welten besser, sie schneiden insgesamt aber ein Ideechen besser ab und platzieren so direkt in Schlagdistanz zu den hervorragenden Momentum True Wireless 2 (Testbericht). Für den Test haben wir das Standard-Soundprofil verwendet. Wer möchte, kann die Equalizer-Einstellungen per App ändern und nach den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) steht nur bei den CX Plus zur Verfügung. Gleiches gilt für den Transparenz-Modus, welcher die Außengeräusche bewusst verstärkt. Bei beiden Modi hinterlassen die CX Plus einen positiven Eindruck, insbesondere da sie die Wiedergabe nicht spürbar beeinträchtigen. Die Geräuschunterdrückung reduuziert tiefe und hohe Töne hörbar. Die Mitteltöne sind zwar ebenfalls gedämpft, aber stellenweise doch noch hörbar.

Der Transparenz-Modus arbeitet zuverlässig. Außengeräusche wie Stimmen oder Fahrzeuggeräusche werden zwar verstärkt, sie wirken aber noch nicht unnatürlich. Und das machen die CX Plus deutlich besser als die meisten ANC-Kopfhörer dieser Preisklasse. Gerade bei Einsteiger- und Mittelklasse-Kopfhörern wirken die Umgebungsgeräusche im Transparenzmodus häufig unnatürlich und tendenziell zu laut. Die Sennheiser CX Plus hingegen verstärken die Geräusche nur dezent und so fällt kaum auf, dass man sie überhaupt trägt. So sollte es sein!

Insgesamt schätzen wir ANC- und Transparenzfunktion als gut ein. Hier schneiden lediglich einige Flagship-Kopfhörer wie die Sony WF-100XM4 (Testbericht) oder die Over-Ear-Kopfhörer Airpods Max von Apple (Testbericht) deutlich besser ab.

Wie schon die Vorgänger lassen sich auch die neuen In-Ears der CX-Serie einfach ins Ohr einsetzen und wieder herausnehmen. Der etwas klobig wirkende Look täuscht dabei – zusammen mit der richtigen Größe an Silikonpolstern sitzen die Kopfhörer äußerst bequem und trotzdem sicher im Ohr. Ein kurzer Sprint zum Bus oder leichte sportliche Aktivitäten sind für die CX-Serie kein Problem. Die Benutzung über mehrere Stunden hat im Test problemlos funktioniert. Selbst nach über zweieinhalb Stunden verursachen die In-Ears keinen unangenehmen Druck oder stören.

Die Touch-Bedienung arbeitet zuverlässig und scheint ein Ideechen weniger sensibel als beim CX 400BT. Was uns gut gefällt, ist die akustische Bestätigung, welche die Kopfhörer bei Berührung des Touch-Feldes von sich geben. Fehleingaben haben wir in dem Test bei beiden Modellen nicht bemerkt. Neben Starten, Stoppen, Titel weiter und zurück, steht auch die Lautstärkeregelung zur Verfügung. Wer will, kann die Steuerung in der Smart Control App von Sennheiser anpassen. Da sich bei der App kaum etwas geändert hat, gehen wir nicht weiter darauf ein.

Die Akkulaufzeit beträgt laut Datenblatt neun Stunden bei den CX Wireless und acht Stunden bei den CX Plus. Zusätzlich lassen sich die In-Ears noch zweimal via Ladeschale befüllen. Zum Vergleich: Die Momentum True Wireless 2 halten (ohne Nachladen) sieben Stunden durch.

In der Praxis liegt die tatsächliche Laufzeit nur minimal unter der Herstellerangabe. Selbst bei hoher Lautstärke und aktivem ANC halten die CX knapp siebeneinhalb Stunden durch. Die CX liegen im Test sogar nur etwa 7 Minuten unter der Herstellerangabe.

Während den CX Plus zehn Minuten in der Ladeschale für 60 Minuten Wiedergabe ausreichen, benötigen die CX 15 Minuten. Bis Akkus und Ladeschale wieder vollgeladen sind, vergehen bei den CX acht und bei den CX Plus neun Stunden.

Die Reichweite zusammen mit einem anderen Bluetooth-5.2-Gerät liegt auf freiem Feld bei über satten 40 bis 55 Metern. Mit den CX sind wir gut 10 Meter weiter gekommen als mit dem CX-Plus-Modell. In Innenräumen sind solche Distanzen nicht möglich. Für einen Gang ins Büro quer gegenüber ist die Reichweite aber locker ausreichend.

Die Sennheiser CX gibt es zum Testzeitpunkt ab 91 Euro. Die CX Plus wechseln für 130 Euro den Besitzer. Das Vorgängermodell CX 400 BT liegt mit 120 Euro preislich in der Mitte. Die gesamte CX-Serie ist in Weiß und Schwarz erhältlich.

Schon die CX 400BT (Testbericht) haben mit einem ausgezeichneten Klang überzeugt. Mit dem teuren Top-Modell Momentum True Wireless 2 (Testbericht) konnten sie allerdings nicht ganz mithalten. Der Vorsprung zur Spitze wird mit den CX Plus nun noch hörbar kleiner.

Aus unserer Sicht sind die CX Wireless lediglich eine leicht verbesserte und günstigere Version der CX 400BT. Neben dem gewohnt guten Klang und guter Akkulaufzeit überzeugt der Kopfhörer mit AptX-Codec, einfacher Bedienung und dieses Mal auch mit IPX-Zertifizierung. Wer lediglich einen vernünftigen True-Wireless-Kopfhörer mit guter Soundqualität sucht, bekommt hier zuverlässige Begleiter von Sennheiser zum Kampfpreis.

Die CX Plus bieten für 40 Euro Aufpreis zusätzlich eine Trageerkennung, verbesserte Schnelladefunktion und ANC-Funktion (inklusive Transparenz-Modus). Auch der Sound gefällt uns bei der Plus-Variante einen Deut besser, so dass sich der Aufpreis sogar dann lohnt, wenn man die aktive Geräuschunterdrückung gar nicht benötigt.

Die Idee sich im Mittelfeld breiter aufzustellen, erscheint uns sinnvoll. Insbesondere die CX Plus liefern erstklassigen Sound zu einem sehr fairen Preis. Zwar gibt es im Preissegment um 100 Euro starke Konkurrenz, einen derart guten Sound findet man dort allerdings kaum. Wer sich noch mehr Qualität wünscht, muss zu den Flagship-Modellen Momentum True Wireless 2 (Testbericht) oder den Sony WF-100XM4 (Testbericht) greifen und deutlich mehr investieren. Weitere Einzeltests und Ratgeber finden sich in unserer Themenwelt Kopfhörer.

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