Saugroboter Ultenic T10 im Test: Gute Laser-Navigation und Absaugstation

Ultenic T10
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Laser-Navigation und Absaugstation – beides bietet der Ultenic T10 für – je nach Angebot – deutlich unter 400 Euro und macht seine Sache dabei auch noch ziemlich ordentlich.

Ultenic sagt nicht unbedingt jedem Interessenten in Deutschland was, wenn dann noch eher der Mutterkonzern Proscenic. Den hatten wir in der Vergangenheit in mehreren Tests und gerade in Bezug auf Preis-Leistung schnitten die Modelle dabei immer ziemlich ordentlich ab. Dabei gab es aber immer wieder unfreiwillige Schmunzler bei der Übersetzung der App – ob das die Tochter beim Ultenic T10 besser macht?

Weiß und rund ist er, der Ultenic T10. Das ist heute keine Überraschung, die Mehrheit der Saugroboter auf dem Markt ist so aufgebaut. Das trifft auch auf die einzelne Seitenbürste vorne links, die Hauptbürste mit Bürstenreihen und Gummilamellen und den Laserturm mittig auf der Oberseite des Roboters zu. Etwas groß und klobig geraten sind die drei mechanischen Bedienelemente vorn auf der Oberseite, die in intensiven Farben leuchten und blinken.

Hochwertig wirkt die Verwendung von Glas auf der Oberseite, hier setzen die meisten anderen Hersteller auf Kunststoff. Nachteil: Glas ist schwerer und die Oberseite lässt sich bei solchen Modellen nicht aufklappen. Stattdessen wird der Staubbehälter, der gleichzeitig auch Wassertank ist, hinten in das Gerät eingeschoben. Auch wenn die Glasplatte oben edel erscheint, trifft das auf die silbernen Kunststoffapplikationen nur bedingt zu. Der durchsichtige Staubbehälter passt ebenfalls nicht so recht ins Bild. Insgesamt wirkt der Ultenic T10 aber alles andere als billig und hinterlässt einen ausreichend guten Wertigeitseindruck.

Die Lade- und Absaugstation wirkt im Vergleich zu den Wasch- und Absaugstationen aktueller Spitzenmodelle geradezu grazil und setzt auf weißen Kunststoff mit schwarzen Akzenten. Kabelmanagement gibt es leider nicht. Zusätzlich zu den typischen Zubehörteilen legt Ultenic einen zweiten Wischlappen, einen Austausch-HEPA-Filter, eine zweite Seitenbürste und eine Fernbedienung samt Batterien bei. Vollen Nutzungsumfang erreicht der Roboter aber nur über die App.

Die Einrichtung in der Ultenic-App geht schnell von der Hand, auch wenn wir kein Fan des händischen Wechsels in das WLAN des Roboters sind. Die App selbst ist grundsätzlich einfach und recht übersichtlich aufgebaut. Auf der Startseite des Roboters sieht man (nach der ersten Reinigung) die Karte des Reinigungsareals, darunter mehrere Buttons für Komplett-, Zimmer-, Zonen und Bereichsreinigung. Außerdem sind hier zwei große Buttons zum Start und Stopp des Roboters installiert.

Über der Karte gibt die App Auskunft über Akkuladezustand, benötigte Zeit für die letzte Reinigung und die gereinigten Quadratmeter. Die scheinen uns tendenziell etwas hoch auszufallen. Ganz oben rechts bekommt der Nutzer Zugriff auf zwei Menüs, in denen alle wesentlichen Dinge eingestellt werden können, die die Konkurrenz auch bietet. Dazu gehören Zeitpläne, Kartenbearbeitung, Spracheinstellungen und Zugriffsfreigabe für Amazon Alexa und Google Assistant.

Gefehlt hat uns vor allem eine automatische Saugkraftanhebung für Teppichboden – die gibt es zwar offenbar, aber weder konnten wir Einstellungsmöglichkeiten dazu finden, noch funktioniert sie zuverlässig. Obendrein war die automatische Raumerkennung recht abenteuerlich – unser etwas verwinkelter Hauptflur wurde etwa in drei unterschiedliche Zimmer aufgeteilt, was sich aber manuell nachträglich problemlos anpassen ließ. Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, der Absaugstation zu sagen, ob sie jedes, jedes zweite oder jedes dritte Mal tatsächlich absaugen soll. Der T10 speichert auf Wunsch zwei Karten.

Die Navigation stellte sich im Test als sehr berührungsarm heraus. Dennoch fährt der Sauger nah an Wände und Gegenstände heran, sodass hier am Rand normalerweise kein Schmutz liegenbleibt. 90-Grad-Ecken werden gut genommen, auch wenn auf den ersten Zentimeter der abknickenden Wand immer etwas Staub liegenbleibt, bis der Roboter wieder nah genug heranfährt. Dieses Problem haben die meisten Saugroboter.

Auffälligkeiten gab es ansonsten im Betrieb nicht, nur zu Beginn des Tests wurde die Ladestation nicht richtig auf der Karte verortet. Den Rückweg fand der Roboter dennoch und nach Abschluss der ersten Fahrt wurde die Darstellung korrekt überarbeitet. Die Lautstärke von Roboter und Absaugstation sind ähnlich der von Wettbewerbern.

Die Saugleistung hat uns im Test vor allem auf Hartboden überzeugt. Dank der konventionellen Hauptbürste mit Borstenreihen und Gummilippen entfernt der Sauger leichten und nicht zu feinen Schmutz sowohl auf Hart-, als auch auf kurzem Teppichboden gut. Gerade Tierbesitzer werden die Aufnahme von Tierhaaren schätzen, auch wenn das regelmäßiges Säubern der Bürsten nach sich zieht. Der Hersteller nennt hier 3000 Pa Saugleistung – das kommt zwar nicht an Spitzenmodelle der Konkurrenz heran, ist in Anbetracht des Preises aber in Ordnung.

Auf Hartboden fühlt sich der T10 sichtbar wohler, die nicht ordentlich funktionierende Teppicherkennung und dementsprechend nur sporadisch angehobene Saugkraft macht sich auf Teppich klar bemerkbar. Da kommt auch die weiter oben gelobte Hauptbürste an Grenzen. Die automatische Absaugung funktionierte im Test problemlos.

Wischen kann der T10 auch, allerdings handelt es sich hier um eine sehr einfache Wischfunktion. Dabei muss unter den Staub- und Wassertank (280 ml für Staub, 300 ml Wasser) eine Wischtuchaufnahme samt Wischtuch geklippst werden. Anschließend zieht der Roboter ein feuchtes Tuch hinter sich her, die Wasserzufuhrmenge darf in der App angepasst werden. Für Asthmatiker mag das gut sein, richtiges Wischen ist das aber nicht.

Der Akku leistet 5200 mAh und sorgt für lange Laufzeiten. Je nach Modus reicht eine Akkuladung locker für 150 Quadratmeter. Wischen kann der T10 aufgrund des vergleichsweise kleinen Wassertanks nur maximal 100 Quadratmeter (Wohnfläche).

In Deutschland wird der Ultenic T10 bei Anbietern wie Amazon für rund 430 Euro verkauft, bei Geekbuying kostet der Sauger derzeit im Sale hingegen nur 337 Euro und mit dem Code NNNAFFBF299 gibt es noch einmal fast 20 Euro Rabatt. Für diesen Preis macht niemand etwas falsch.

Der Ultenic T10 von Proscenics Tochterunternehmen macht seine Sache insgesamt recht gut. Schade ist vor allem die mangelhafte Teppicherkennung und die damit verbundene, nur unregelmäßige Anhebung der Saugstärke. Übersetzungsfehler in der App gibt es nur sehr wenige.

Design und Verarbeitung gehen in Ordnung, die Navigation ist gut und die Reinigungsleistung befindet sich auf einem Level, das vor allem bei regelmäßiger Fahrt absolut ausreichend ist. Die Absaugstation macht das Alltagsleben mit dem Bot noch einfacher. Viel Fläche macht der T10 dabei auch noch – für um 350 Euro ist der Ultenic T10 ein gutes Angebot.

Weitere interessante Saugroboter haben wir in unserer Top 10 der besten Saugroboter aus unseren Tests zusammengefasst.

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