Samsung SSD 980
Pro und Contra
  • solide Leistung
  • 1-TByte-Variante mit gutem Preis-Leistung-Verhältnis
  • schlechte IOPS-Werte bei dauerhaftem Zugriff
  • 4.0

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PCIe-SSDs sind schnell und fallen im Preis. Im Test zeigt die SSD 980 von Samsung, eine PCIe 3x4 NVMe, was sie leistet und wo der Vorgänger besser ist.

SSDs mit PCI-Express-Anbindung per NVMe und M.2-Anschluss werden nicht nur günstiger, seit unseren letzten Einzeltests 2019 ist zudem die neue Generation von Hardware-Produkten erschienen. Zeit, die neuen M.2-NVMes durch unsere Benchmarks zu schicken.

Der erste Neuzugang ist die Samsung SSD 980. Diese ist so ungefähr Samsungs "Jedermann"-NVMe, also vergleichsweise günstige Hardware mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die SSD 980 folgt auf die 970- und 970-Evo-Serie.

Wir testen die PCIe-SSD im Rahmen unserer Themenwelt NVMe. Dort haben wir neben weiteren Einzeltests unsere beiden großen Ratgeber veröffentlicht: NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten und HDD, SSD und NVMe im Vergleich: Welchen Speicher kaufen?

Die Samsung SSD 980 bietet mehr oder weniger Standardware. Der Formfaktor ist klassisches M.2 2280 (22 mm breit, 80 mm lang), passt also in jedes aktuelles Mainboard. Die Schnittstelle ist dabei per PCI-Express 3.0 angebunden, noch nicht per PCIe 4.0. Damit ist die Obergrenze beim Datenzugriff gesetzt, auch wenn der Speicher vier PCIe-Lanes verwendet. Für unseren Test verwenden wir die SSD 980 mit 500 GByte Speicherplatz.

Die Samsung SSD 980 kommt zum Test in unser TechStage-Intel-Testsystem, auf dem auch schon die ersten NVMe-Tests stattfanden. Hardware, Windows-Version und die Benchmarks (ezFIO und Crystal Diskmark 5.5) haben sich nicht geändert, mittelfristig werden wir aber den Crystal Diskmark durch zwei Benchmarks aus dem PC Mark 10 ersetzen.

Der Haupttest bleibt weiter der ezFIO, der dem umfangreichen FIO-Benchmark eine einfach zu bedienende grafische Oberfläche aufsetzt. Details zu diesem Benchmark haben wir im Test zur WD Black (Testbericht) aufgeschrieben. Das Schöne an ezFIO ist, dass der Test nicht nur einfach herumkopiert, sondern den Speicher dauerhaft unter Last setzt, sodass Tricks der Hersteller größtenteils ausgehebelt werden. In der Bilderstrecke sieht man gut, dass die SSD 980 sich ordentlich schlägt, allerdings teilweise hinter Vorgängern wie der Samsung 970 EVO Plus zurückbleibt. Gerade im Dauerbetrieb scheint der Speicher immer wieder kurz zu pausieren, was bei der IOPS-Messung für ziemlich wilde Ausschläge sorgt.

Wie schlägt sich die PCIe-SSD gegen andere Speicher? Um es kurz zu machen: Sie ist deutlich besser als eine HDD oder eine SATA-SSD, mit anderen M.2-NVMe-SSDs der aktuellen oder letzten Generation zieht sie gleich.

Dass die SSD 980 keine schlechte M.2-SSD ist, zeigen die ersten Tests im Full System Benchmark des PC Mark 10. Dieser kopiert nicht nur Daten, sondern simuliert installierte Applikationen auf dem jeweiligen Speicher. Man sieht gut, dass sich die SSD 980 vor die Crucial-NVMe schiebt, allerdings hinter der Samsung SSD 980 Pro bleibt. Letztere ist bereits eine PCIe 4.0 NVMe, die wir auf unserem zweiten Benchmark-System testen.

Anmerkung: Teilweise nutzen Hersteller für unterschiedliche Speichergrößen unterschiedliche Chips, sodass etwa 1 TByte-Speicher theoretisch schneller sind als 250 GByte Speicher der gleichen Produktserie. Wo möglich, versuchen wir mehrere Produkte einer Serie zu testen, alternativ raten wir zum Blick in die technischen Daten.

Was für den neuen Speicher spricht, ist der Preis. Die 500 GByte-Variante bekommt man um die 50 Euro, für ein TByte zahlt man um die 100 Euro. Wir raten zum Kauf der 1 TByte-Variante, hier bekommt man am meisten Speicher pro Euro. Die 250 GByte-Version kann man getrost ignorieren.

Die Samsung SSD 980 ist in allen Belangen Mittelklasse. Der Speicher liegt bei der Leistung genau da, wo er soll, er bricht weder nach oben aus noch nach unten weg. Die vergleichsweise schlechte Leistung in der Dauerbelastung zeigt aber, dass er eher für den Einsatz in einem Consumer-Gerät gedacht ist als für einen Server oder ein System, wo dauerhaft viele Daten geschrieben werden. Wir sehen sie eher in einem reinen Gaming-PC als einem Streaming-Rechner oder einem Computer zur 4K-Videobearbeitung.

Der Datenspeicher ist immer wieder in Preisaktionen zu finden, die 1-TByte-Variante etwa bekommt man oft um die 85 Euro. Dann würden wir zum Kauf raten, andernfalls kann man zu günstigeren Gen 3x4 M.2-SSDs greifen, vor allem, wenn man eine günstige Alternative zu einer SATA-SSD sucht - denn alle M.2 NVMes sind schneller als SATA-Geräte.

Noch mehr Einzeltests zu den NVMe-SSDs veröffentlichen wir in der Themenwelt NVMe. Wer einen größeren Überblick sucht, dem empfehlen wir einen Blick in den Ratgeber NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten und Windows kostenlos umziehen, in dem wir uns den Einsatz von NVMe-Adaptern ansehen und erklären, wie man Windows kostenlos von der SATA-SSD auf die PCIe-NVMe umzieht.

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