Samsung Odyssey G5 im Test: Gaming-Monitor für Preisbewusste

Samsung Odyssey G5
Pro und Contra
  • Gutes Bild bei SDR
  • schnelle Reaktionszeit
  • variable Bildwiederholrate
  • kein großer Farbraum bei HDR
  • eingeschränkter Blickwinkel
  • nicht höhenverstellbar
  • 4.5

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Spezielle Gaming-Hardware ist ganz schön kostspielig. Hersteller Samsung hat mit dem 27-Zöller Odyssey G5 einen Curved-Monitor am Markt, der ein immersives Spielerlebnis zum günstigen Preis ermöglichen soll.

Samsung hat seine Odyssey-Reihe erweitert und mit dem G5 Gaming-Monitor einen Curved-Bildschirm im Mittelpreis-Segment auf den Markt gebracht. Gamer, denen ein 4K-Monitor zu teuer und Full-HD-Auflösung zu unscharf ist, will Hersteller Samsung mit dem Odyssey G5 überzeugen. Der Odyssey G5 C27G54TQWR ist ein WQHD-Monitor mit hoher Auflösung, kurzer Reaktionszeit und einer hohen Bildwiederholrate für ein immersives Spielerlebnis.

WQHD steht für Wide Quad High Definition und hat eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixel, ganze 56 Prozent mehr als ein Full-HD-Display. In Verbindung mit einer leistungsstarken Grafikkarte bieten WQHD-Monitore daher bei der Bildqualität ein besseres Ergebnis als Full-HD-Modelle und sind wesentlich günstiger als qualitativ hochwertige 4K-Monitore. Wir haben uns den preisgünstigen Samsung Odyssey G5 vorgeknöpft und überprüft, was der 27-Zöller drauf hat.

Von vorne ähnelt der Samsung Odyssey G5 mit dünnem 3-seitigen Displayrahmen und breitem V-förmigen Standfuß seinem größeren Bruder G7. Der Neigungsbereich liegt zwischen -17,5° und 2,5°, in der Höhe lässt sich der G5 leider nicht verstellen und auch ein Drehgelenk für die Pivot-Funktion besitzt der Standfuß nicht. Das ist bei einem Gaming-Monitor aber auch zu verschmerzen.

Beim Panel setzt Samsung nicht auf seine bekannte QLED-Technik, sondern verwendet beim G5 ein VA-Panel. Es weist eine 1000R-Krümmung auf - denkt man sich den Monitor immer länger, entstünde von oben betrachtet ein Kreis von einem Meter Radius.

Die Rückseite des Monitors besteht aus strukturiertem Kunststoff, der in dieser Preisklasse üblich ist. Alle Eingänge sind nach unten gerichtet, am Standfuß befindet sich eine Lasche zur Kabelführung. Für den Aufbau benötigt man kein Werkzeug, der Fuß rastet an der Rückseite einfach ein.

Die Verarbeitungsqualität beim Samsung G5 ist für ein Mittelklasse-Modell ordentlich. Auch wenn der Rahmen komplett aus Kunststoff besteht, fühlt sich der Bildschirm insgesamt ausreichend robust an. Gamer, die den Monitor ohne Standfuß verwenden möchten, können dafür die VESA-Befestigungslöcher auf der Rückseite nutzen, um dort die 4-Punkt-Wandhalterung anzubringen.

Zur Erfassung der Bildqualität bei Gaming-Monitoren sind verschiedene Parameter nötig. Die wichtigsten Punkte sind Farbtreue, maximale Helligkeit, Kontrastverhältnis, die Bildaufbauzeit (Reaktionszeit) sowie die Dichte der Bildpunkte.

In jedem über das OSD (On Screen Display) wählbaren Farbmodus ist das Bild homogen und zeigte im Test keine Pixelfehler. Der Verlauf ist gleichmäßig, jedoch wirkt das Bild von der Seite betrachtet etwas ungenau, was typisch für VA-Panels ist. Das Gleiche tritt auch beim vertikalen Blickwinkel auf und führt dazu, dass der Bildschirm ebenfalls leicht verwaschen aussieht – das stört aber nur dann, wenn der Monitor deutlich über oder unter Augenhöhe montiert ist.

Durch die Messung mit einem Colorimeter zeigte das Display bei der Rastermessung in der Mitte mit 175 cd/m² den hellsten Bereich, zu den Rändern hin fällt die Helligkeit jedoch ab und wies unten links den schlechtesten Messwert mit nur noch 150 cd/m² aus. Die minimale Helligkeit bei Schwarz betrug 0,06 cd/m², maximale Helligkeit bei Weiß im Game-Mode erreichte den Wert 240 cd/m². Diesen Werten zufolge ist der Samsung Odyssey G5 kein Überflieger, die Helligkeitsschwäche befindet sich aber noch im tolerierbaren Bereich und außerdem häufig bei Curved-Monitoren.

Eher mäßig hat die Farbtreue des G5 beim Test abgeschnitten. Der Farbraum des 27 Zöllers mit Edge-Hintergrundbeleuchtung ist wie das Farbvolumen eher durchschnittlich für LED-Technik. Dabei unterschieden sich die beiden Parameter im SDR- und HDR-Bereich.

Im SDR bietet der Monitor einen hervorragenden sRGB-Farbraum, der in den meisten Inhalten Verwendung findet und verfügt auch über ein anständiges Farbvolumen. Das Display kann dunkle Farben relativ gut darstellen, hat aber Schwierigkeiten, helle Farben zu erzeugen.

Anders sieht es im HDR-Bereich aus: Obwohl der Samsung Odyssey G5 HDR unterstützt, kann er keinen großen Farbraum darstellen. Echte HDR-Farbdynamik wird daher beim G5 nicht generiert. Auch das Farbvolumen leidet bei HDR und der Monitor hat Schwierigkeiten bei der Darstellung heller, sehr dunkler und gesättigter Farben.

Die Hauptkomponente bei der Bildqualität ist der Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Hier punktet der Odyssey G5 mit gutem Kontrast. Er hat ein differenziertes Kontrastverhältnis von 2.500:1, sodass Schwarz in einem dunklen Raum auch Schwarz statt Grau aussieht.

Ein weiterer Pluspunkt beim Samsung Odyssey G5 ist die gute Reaktionszeit von 1 ms bei der maximalen Bildwiederholfrequenz von 144 Hz. Das verhindert Unschärfe bei der Darstellung sich schnell bewegender Objekte, was sonst vor allem bei schnellen Games wie "Counter Strike – Global Offensive" und "League of Legends" zu nervigen Rucklern führen kann. Wie bei den meisten Monitoren lässt sich auch beim G5 der Overdrive-Pegel an persönliche Vorlieben anpassen.

Als Reaktionszeit empfiehlt sich die Overdrive-Einstellung "Schneller", da hier der G5 die insgesamt sauberste Performance liefert. Auch bei 60Hz ist die Reaktionszeit noch ordentlich. Einzig bei düsteren Übergängen ist der G5 etwas langsam, was in dunklen Szenen zu mehr Bewegungsunschärfe führt. Auch hier empfiehlt sich die Overdrive-Einstellung „Schneller“, da „Schnellste“ zu viel Überschwingen verursacht. Die Reaktionszeiteinstellungen sind über die Bildwiederholfrequenz einheitlich, was gut ist, da man sie dann nur einmal einstellen braucht.

Speziell fürs Gaming hat Samsungs dem G5 noch FreeSync-Unterstützung sowie G-SYNC-Kompatibilität spendiert. Obwohl nicht offiziell von NVIDIA zertifiziert, funktioniert es auch mit G-SYNC-kompatiblen Funktionen, jedoch nur über den DisplayPort.

Neben den speziellen Gaming-Features lässt sich beim Samsung G5 auch ein Eye-Saver-Modus aktivieren, der die Blaulicht-Emmissionen des Displays verringert, um die Belastung der Augen bei ausgiebigen Gaming-Sessions oder längeren Office-Tätigkeiten zu reduzieren. Dieser Effekt wird auch durch die Flicker Free Technologie gefördert, sodass die mehrstündige Nutzung des Monitors kein Problem für die Augen darstellt. Bezogen auf die Preisklasse zeigte der Samsung Odyssey G5 bei der Bildqualität ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis, schwächelt aber bei der HDR-Spitzenhelligkeit.

Bei dem Testkandidaten lassen sich insgesamt sieben Bildmodi auswählen: Benutzerdefiniert, FPS, RTS, Rollenspiel, AOS, Kino und Optimalkontrast. Sie bieten ausreichend große Auswahl auch für den Office-Betrieb.

Der Odyssey G5 hat dasselbe On-Screen-Display (OSD) wie die anderen Monitore der G-Familie. Es wirkt aufgeräumt, sodass man schnell einen guten Überblick über die gesamten Einstellungsmöglichkeiten des Monitors erhält. Die wichtigsten Gaming-Einstellungen wie Black Equilizer, Reaktionszeit, Bildwiederholrate, FreeSync und Geringe Eingangverzögerung werden dem Gamer in runden Kacheln direkt angezeigt. Gamer sollten aber beachten, dass die Monitor-Anzeige im OSD nicht die aktive Bildwiederholrate der Grafikkarte anzeigt, sondern die eigens eingestellte Monitorfrequenz. Eingestellt wird der G5 über über einen kleinen Joystick, der mittig unter dem Monitor sitzt. Er ist auch gleichzeitig der Power-On-Button. Durch das Steuern links/rechts und vor/zurück navigiert man einfach durch die Untermenüs und kommt so zu allen Features, die einem der G5 bietet.

Der Samsung Odyssey G5 hat nur wenige zusätzliche Features. Nutzer können ein virtuelles Fadenkreuz hinzufügen und es gibt einen Eye-Saver-Modus sowie Flicker-Free-Darstellung, die helfen, die Belastung der Augen zu reduzieren. Auch wenn es so aussieht, verfügt der Gaming-Monitor über keine Lautsprecher. Auf der Rückseite des Monitors befinden sich 1x HDMI 2.0 und 1x DirectPort 1.2 sowie ein 3.5 Audio Jack für den Kopfhörer-Ausgang.

Der Preis für den Monitor schwankte bislang zwischen 275 und 210 Euro.

Insgesamt ist der Samsung Odyssey G5 ein guter Gaming-Monitor. Dank seiner schnellen Reaktionszeit, der hohen Bildwiederholfrequenz und der Unterstützung variabler Bildwiederholfrequenzen bietet er gute Leistung, um die meisten Gamer zufriedenzustellen - vor allem zu dem Preis. Der G5 kann jedoch keinen großen Farbraum darstellen und wird nicht sehr hell, was zu einem mittelmäßigen HDR-Erlebnis führt. Sein großer Bildschirm und seine hohe Auflösung sind großartig und trösten über die mäßige Ergonomie und den eingeschränkten Betrachtungswinkel hinweg.

Weitere Infos gibt unser Ratgeber: Günstige UHD-Monitore und ihre Haken. Außerdem haben wir uns angeschaut, was USB C an Monitoren bringt (Ratgeber). Generelle Empfehlungen für Gaming-Monitore sprechen wir in unserem Ratgeber zum Thema aus.

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