Samsung Galaxy Tab S8 im Test: Das beste Android-Tablet mit 11 Zoll

Samsung Galaxy Tab S8
Pro und Contra
  • starke Performance und Ausstattung  
  • tolles Display mit 120 Hertz
  • gute Verarbeitung 
  • kein Netzteil und Qi-Support 
  • ohne IP-Zertifizierung
  • LCD statt OLED
  • 5.0

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Als das neueste Top-Tablet von Samsung bietet das Galaxy Tab S8 im 11-Zoll-Format dank Snapdragon 8 Gen 1 so viel Leistung wie noch kein Android-Tablet.

Der Nachfolger des Samsung Galaxy Tab S7 ist das erste Tablet mit dem neuen Spitzenprozessor Snapdragon 8 Gen 1. Die CPU verspricht enorme Leistung, die das Gerät auch voll Gaming-tauglich macht. Samsung bietet seine neue Referenz für Tablets in drei Größen an: 11 Zoll, 12,6 Zoll und 14,6 Zoll. Wir haben uns die kleine Variante Galaxy Tab S8 X700 zur Brust genommen und zeigen, wie gut das Tablet wirklich ist.

Das Samsung Galaxy Tab S8 nutzt das 16:10-Format, was bei vielen Android-Tablets zum Standard gehört. Das passt ideal für die Wiedergabe von Serien, Filmen und Spielen, schränkt allerdings die praktische Nutzung im Hochformat etwas ein. Apple-Geräte wie das iPad Air (Testbericht) setzen hier auf ein Format von 4,3:3. Mit einem Gewicht von 500 g wiegt es gut 40 g mehr als der Konkurrent von Apple.

Die Abmessungen betragen 253,8 x 165,3 x 6,3 mm, was in etwa dem Vorgänger in der 11-Zoll-Ausführung Galaxy Tab S7 oder dem Xiaomi Pad 5 (Testbericht) entspricht. Damit folgt es dem allgemeinen Trend zu 11 Zoll (ca. 28 cm). Wer ein kleineres Gerät mit 10,4 bis 10,5 Zoll sucht, muss zu einem günstigeren und technisch einfacherem Modell greifen, wie dem Samsung Galaxy Tab A8 oder Nokia T20 (Testbericht). Über eine IP-Zertifizierung verfügt das Galaxy Tab S8 leider nicht – hier ist also Vorsicht geboten, wenn man mit Flüssigkeiten hantiert. Wasserfeste Tablets haben nach wie vor nur Seltenheitswert, abgesehen vom Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht).

Beim Design bleibt sich Samsung treu, womit es optisch dem Konzernbruder Samsung Galaxy Tab S7+ 5G (Testbericht) stark ähnelt. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und kommt ohne störende Spaltmaße aus. Das kantige Gehäuse mit abgerundeten Ecken macht einen gewohnt hochwertigen Eindruck und besteht komplett aus Metall. Charakteristisch sind die an der linken und rechten Seite sichtbaren Antennenstreifen auf der Rückseite. Ausgehend von der Hauptkamera hinten führt ein langer schwarzer Streifen entlang. Dieser dient als Lademöglichkeit sowie zur magnetischen Befestigung für den im Lieferumfang enthaltenen Stylus. Die beiden Kameralinsen und der LED-Blitz ragen knapp über 1 mm hervor.

Innerhalb der beiden kurzen Seiten sind jeweils vier Lautsprecher von AKG sowie der USB-C-Anschluss integriert. Auf der unteren langen Unterseite sind Kontakte zum Andocken an eine Tastatur vorhanden. Der Ein/Ausschalter schließt mit dem Gehäuserand bündig ab und beherbergt den Fingerabdrucksensor. Die Lautstärkewippe daneben bietet einen guten Druckpunkt und ragt minimal hervor. Der Displayrand auf der Vorderseite beträgt knapp 8 mm. Mittig sich auf der langen Seite oben befindet sich die Selfie-Kamera.

Das 11-Zoll-Display löst mit 2560 x 1600 Pixel auf, was für eine ausreichend scharfe Pixeldichte von 274 ppi (Pixel pro Zoll) sorgt. Das ist zwar weniger als bei einem Smartphone, allerdings hält man ein Tablet in der Regel weiter weg vom Gesicht. Pixel sind dann mit dem Auge nicht mehr zu erkennen. Zum Vergleich: Das iPad Air kommt auf etwa 264 ppi. Als Bildschirmtechnologie dient ein LCD mit LTPS-Panel. Die maximale Bildwiederholrate liegt bei 120 Hertz, was sich bei der Wiedergabe von Videos oder Spielen positiv bemerkbar macht.

Wer jetzt auf ein OLED-Display gehofft hat, dürfte enttäuscht sein. Dieses gibt es nur beim Galaxy Tab S8+ und S8 Ultra. Allerdings sind OLEDs anders als bei Smartphones noch kein üblicher Standard bei Premium-Tablets – so kommt das iPad Air der fünften Generation auch mit einem LCD. OLED bietet gegenüber LCD bessere Kontraste mit ausgeprägten Schwarzwerten. Die Bildqualität des Displays beim Galaxy Tab S8 ist dennoch ausgezeichnet und überzeugt mit kräftigen Farben, Leuchtkraft und ausgeprägten Kontrasten. Der Bildschirm bleibt aus verschiedenen Blickwinkeln immer gut ablesbar. Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden. Das erlaubt die Wiedergabe von Inhalten aus Netflix, Prime Video oder Disney Plus in 1080p.

Die maximale Helligkeit im manuellen Modus liegt bei etwa 470 cd/m². Bei aktiver adaptiver Helligkeit erreicht das Display bei starkem Sonnenschein bis zu 530 cd/m². Das ist für ein Tablet ein guter Wert und liegt auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Besser ist das nur beim Apple iPad Pro 12.9 (Testbericht) mit bis zu 600 cd/m². Das Display bleibt so bei gutem Wetter noch ablesbar. Das klappt bei Texten gut, bei Videos wird es aber etwas schwieriger. Scheint die Sonne direkt aufs Display, erschwert das starke Spiegeln die Ablesbarkeit – eine Herausforderung, die bisher keines uns bekanntes Tablet lösen konnte.

Der Hauptkamera messen wir bei einem Tablet nicht die gleiche Bedeutung zu wie bei einem Smartphone. Verglichen mit anderen Tablets kommt beim Galaxy Tab S8 eine ganz ordentliche Knipse zum Einsatz. Die Dual-Kamera auf der Rückseite bietet eine Linse mit 13 Megapixel und f/2.0-Blende mit Autofokus. Für Ultraweitwinkelaufnahmen steht zusätzlich ein zweites Objektiv mit 6 Megapixel bei f/2.2 zur Verfügung sowie ein LED-Blitz.

Damit gelinge bei guten Lichtverhältnissen sogar ganz ordentliche Aufnahmen mit naturgetreuen Farben, ausreichender Bilddynamik und akzeptablen Bilddetails. Einen optischen Bildstabilisator findet man wenig überraschend nicht. Videoaufnahmen erlauben Clips mit Full HD und sogar UHD bei 30 fps (Frames pro Sekunde). Die Kamera liegt damit in etwa auf dem Niveau eines preiswerteren Mittelklasse-Smartphones.

Viel relevanter ist in unseren Augen die Frontkamera, um das Tablets für Videochats mit Teams, Zoom oder Skype zu nutzen. Das Galaxy Tab S8 setzt auf ein Weitwinkelobjektiv mit 12 Megapixel und LED-Blitz auf. Warum eigentlich Weitwinkel? Dieser Trend ist bereits bei Webcams zu beobachten und bietet gewisse Vorteile bei Videochats, wenn mehrere Personen gleichzeitig aufs Bild sollen. Die Bildqualität bei Videos wie auch Selfies ist gut – auch wenn die Bildschärfe etwas höher ausfallen könnte.

Herzstück des Samsung Galaxy Tab S8 ist der Qualcomm SM8450 Snapdragon 8 Gen 1. Damit ist es das erste und derzeit auch einzige Tablet, das den neuen High-End-Prozessor aus Smartphones wie dem Oneplus 10 Pro (Testbericht), Motorola Edge 30 Pro (Testbericht) oder Realme GT 2 Pro (Testbericht) einsetzt. Die Octa-Core-CPU nutzt einen Hochleistungskern vom Typ ARM Cortex-X2 mit 3 GHZ, drei ARM Cortex-A710 mit jeweils 2,5 GHz sowie vier ARM Cortex-A510 mit 1,8 GHz für weniger anspruchsvolle Tasks. Für die Grafik ist die integrierte GPU Adreno 730 zuständig.

Der Fokus der neuen Prozessorgeneration liegt neben einer besseren Effizienz primär auf der Grafikdarstellung. Beim Benchmark „Wild Life“ von 3Dmark erreichten wir mit dem Galaxy Tab S8 im Schnitt knapp 8700 Punkte. Das macht das Tab S8 zu einem vollwertigen Gaming-Tablet und ist ein enormer Zuwachs verglichen mit anderen Geräten dieser Art. Das Xiaomi Pad 5 (Testbericht) mit Snapdragon 860 kommt etwa auf 3300 Punkte bei dem Test. Beim Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht) sind es nur 1100 Punkte. Das ist allerdings etwas weniger als bei Top-Smartphones mit dem gleichen Prozessor. So erreicht das Nubia Redmagic 7 (Testbericht) hier 10000 Punkte.

Die Gesamt-Performance kann sich ebenfalls sehen lassen. Bei Work 3.0 von PCmark erreichten wir durchschnittlich fast 13000 Punkte. Das ist ein Top-Wert, den bisher kein Android-Tablet aus unseren Tests erreicht hat. Das Xiaomi Pad 5 kommt auf etwa 11000 Punkte, beim Galaxy Tab S7 FE sind es 8700 Punkte. Im Alltag zeigt sich die Leistung durch ein stets flottes und geschmeidiges Betriebssystem. Apps öffnen sich schnell, Spiele laufen auch mit höchsten Details flüssig. Dazu tragen zudem 8 GByte RAM bei.

Je nach Version beträgt der schnelle UFS-3.1-Speicher 128 oder 256 GByte. Als Anschlussmöglichkeit kommt ein USB-C-Port zum Einsatz, der USB 3.2 sowie Displayport unterstützt. Das erlaubt es, das Tablet zur Bildwiedergabe direkt an einen Monitor mit USB-C-Anschluss (Ratgeber) einzustöpseln. Die Lautsprecher von AKG bieten einen fülligen und kräftigen Klang für Filme, Serien und Spiele, mit dem man sogar Musik hören kann. Bei der kabellosen Konnektivität ist alles auf dem neusten Stand – Wifi-6E sowie Bluetooth 5.2 für externe Geräte wie Kopfhörer (Bestenliste). Zur Ortung kommt nahezu alles zum Einsatz, was derzeit im All herumschwebt: GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS. Eine Variante mit 5G ist ebenfalls erhältlich.

Der S-Pen von Samsung gehört zum Lieferumfang. Zum Aufladen haftet dieser magnetisch auf dem schwarzen Streifen auf der Rückseite. Hier sollte man allerdings aufpassen, dass der Stift im Alltag nicht verloren geht. Beim Erstellen handschriftlicher Notizen sorgt er für ein präzises Schreibgefühl, über einen Button aktiviert man weiter Funktionen, etwa einen Radiergummi. Zum Entsperren des Systems kommt neben einer PIN entweder der Fingerabdrucksensor im Power-Button zum Einsatz oder eine Gesichtserkennung über die Frontkamera. Letztere ist aufgrund von 2D-Technologie weniger sicher, da anfällig für Betrugsversuche mit Fotos. Hier empfiehlt sich der Fingerabdrucksensor – der meistens zuverlässig und flott den Finger lesen kann.

Samsung liefert das Galaxy Tab S8 mit Android 12 und der eigenen Benutzeroberfläche One UI 4 sowie einiger eigener Apps und Bloatware aus. Der Sicherheitspatch für Mai ist bereits vorhanden, das finden wir löblich. Samsung plant laut eigenen Angaben fürs Galaxy Tab S8 pro Quartal ein Sicherheitsupdate und das für 5 Jahre. Vorbildlich zeigen sich die Koreaner zudem bei den System-Upgrades. So soll das Galaxy Tab S8 vier große Android-Updates erhalten. Das würde bedeuten, dass das Gerät mit neuer Software bis einschließlich Android 16 rechnen kann. Das macht es zukunftssicher.

Der Lithium-Ionen-Akku verfügt über eine ordentliche Kapazität von 8000 mAh. Der Snapdragon 8 Gen 1 erweist sich unserer Erfahrungen mit anderen Smartphones nach nicht gerade als der sparsamste beim Betrieb. Allerdings zeigt sich das Galaxy Tab S8 dennoch ausdauernd. Beim Battery Test von PCmark erreichten wir im simulierten Betrieb eine Laufzeit von über 11,5 Stunden. Das ist für ein Tablet ein wirklich guter Wert. Damit übertrifft es das Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht) oder Lenovo Tab P11 (Testbericht).

Auf ein Netzteil im Lieferumfang verzichtet Samsung aus Gründen der Nachhaltigkeit bewusst. Einerseits können wir ja verstehen, dass die Koreaner für weniger Elektroschrott sorgen möchten. Angesichts des hohen Preises des Tablets können wir das nicht ganz nachvollziehen. Ein Kabel von USB-A auf USB-C liegt bei.

Wie schnell das Galaxy Tab S8 wieder aufgeladen ist, hängt vom verwendeten Netzteil ab. Es unterstützt Schnellladen mit maximal 45 Watt. Das ist ordentlich und lädt das Tablet von 20 auf 100 Prozent in knapp 2,5 Stunden auf. Passende Netzteile zeigen wir im Ratgeber USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest: Das Beste kostet nur 15 Euro. Kabelloses Laden unterstützt das Galaxy Tab S8 aber nicht – das ist schade bei dem Preis.

Die UVP für das Samsung Galaxy Tab S8 liegt bei 749 Euro für 8/128 GByte und 799 Euro für 8/256 GByte. Das 5G-Modell liegt bei stolzen 899 Euro. Verfügbar sind die Farben Dunkelgrau („Graphite“), Silber („Silver“) sowie Rosa („Pink Gold“).

Ein Blick in unseren Preisvergleich lohnt sich, so gibt es das Galaxy Tab S8 mit kleinem Speicher bereits ab 680 Euro. Das Tablet in Dunkelgrau gibt es derzeit bei Coolblue sogar für nur 622 Euro. Für 256 GByte beträgt der Aufpreis je nach Farbausführung und Anbieter zwischen 25 und 50 Euro. Die 5G-Variante mit 128 GByte gibt es ab 846 Euro, mit großem Speicher sind mindestens 889 Euro fällig. Ein Schnäppchen ist das Galaxy Tab S8 nicht, aber angesichts der Ausstattung erscheint uns der Preis fair.

Der Preis für ein 45-Watt-Netzteil vom Samsung liegt bei 23 Euro. Eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur bekommt man ab 78 Euro. Eine einfache Schutzhülle mit Aufsteller kostet 29 Euro.

Das Samsung Galaxy Tab S8 ist ein hervorragendes Tablet und bekommt von uns volle fünf Sterne. Gefallen hat uns die ausgezeichneter Verarbeitung. Was die Performance angeht, gibt es im Android-Universum derzeit nichts Besseres. Das LC-Display mit 120 Hertz liefert eine tolle Bildqualität, dank einer Größe von 11 Zoll bleibt es noch handlich genug, um länger Serien oder Filme anzusehen. Ein Stift gehört zum Lieferumfang, dafür fehlt ein Netzteil. Kabelloses Laden ist zudem nicht möglich. Wer viel Wert auf eine gute Ausstattung und viel Performance fürs Gaming legt, kommt am Galaxy Tab S8 kaum vorbei.

Eine günstigere, aber dennoch gute Alternative ist das Xiaomi Pad 5 (Testbericht) ab 350 Euro. Es bietet zwar keine so starke Performance, kann aber sonst in fast allen Disziplinen mit dem Galaxy Tab S8 mithalten. Soll es unbedingt ein OLED-Display sein, wäre das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) eine gute Wahl. Günstiger, aber mit über 12 Zoll größer ist das Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir in unserer Bestenliste iPad Pro oder Galaxy Tab S8? Top 10 der besten Tablets am Markt.

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