Samsung Galaxy Tab A8 im Test: Bestes Tablet für unter 200 Euro

Samsung Galaxy Tab A8
Pro und Contra
  • Widevine Level 1 für Streaming in Full-HD
  • gute Performance
  • toller Sound 
  • Display überzeugt nicht
  • kein Stift-Support
  • Android 11 zum Testzeitpunkt
  • 4.0

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Als günstiges Tablet bietet das Samsung Galaxy Tab A8 nahezu alles, was man zum Surfen oder Streamen auf der Couch braucht. Wo der Haken ist, zeigt der Test.

Das Samsung Galaxy Tab A8 X200/X205 ist der Nachfolger des Galaxy Tab A7 T500. Derzeit ist es das günstigste Tablet (Themenwelt) mit einer Diagonale von über 10 Zoll im Angebot von Samsung. Die Variante mit dem kleinsten Speicher von 32 GByte ist bereits ab knapp 155 Euro zu haben und damit auch günstiger als das Vorgängermodell.

Diese Sorte von Tablet dient als einfaches Entertainment-Gerät zum Surfen, Spielen oder Streaming auf der Couch. Wir haben das preiswerte Android-Tablet (Themenwelt) von Samsung getestet und zeigen, wie sich der Koreaner im Vergleich zur Konkurrenz schlägt.

Die Abmessungen von 247 mm x 162 mm x 7 mm sind typisch für ein Tablet dieser Größe bei einer Bildschirmdiagonale von 10,5 Zoll (267 mm). Das ist in etwa so groß wie ein Frühstücksbrett. Damit ist es knapp 50 mm höher als das Nokia T20 (Testbericht), was dem Formfaktor von 16:10 geschuldet ist. Das Gewicht von 508 g ist allerdings relativ hoch für ein Gerät dieser Größe und entspricht eher einem 11-Zoll-Tablet. Die Frontkamera ist im recht breiten Displayrand eingelassen, auf der Rückseite ragt die Hauptkamera in einem runden Element leicht hervor.

Das Gehäuse ist aus Metall, was für ein wertiges Gefühl sorgt. Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Lediglich der Übergang zum abgesetzten, glänzenden Streifen oben auf der Rückseite wirkt nicht ganz wie aus einem Guss im Vergleich zum restlichen Gehäuse. Die Power-Taste und die Lautstärkewippe befinden sich auf der oberen langen Seite und bieten einen soliden Druckpunkt. Die Lackierung in Dunkelgrau bei unserem Testgerät verleiht dem Tablet einen eleganten Charakter. Eine IP-Zertifizierung zum Schutz vor Staub und Wasser liegt nicht vor – also Vorsicht mit Getränken!

Die Diagonale hat verglichen mit dem Galaxy Tab A7 minimal zugenommen und beträgt jetzt 10,5 Zoll bei einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel (Full-HD). Das führt zu einer Pixeldichte von 216 ppi (Pixel pro Zoll). Verglichen mit einem Smartphone ist das gering, aber ein Tablet hält man in der Regel weiter weg vom Gesicht. Dadurch fallen nahezu keine Pixel mehr mit dem bloßen Auge auf.

Lobenswert ist zudem die vorhandene Zertifizierung für Widevine Level 1. Das erlaubt die Wiedergabe von Inhalten von Netflix, Amazon Video Prime oder Disney+ in Full-HD-Auflösung. Viele günstige Tablets sparen sich aus Kostengründen das Zertifikat, was zur Folge hat, dass dann nur eine Wiedergabe in SD-Auflösung mit 720 x 480 Pixel möglich ist – was eindeutig unscharf aussieht bei über 10 Zoll. Das ist etwa beim Nokia T20 (Testbericht) der Fall. Mehr zum Thema Widevine Level erklären wir im Ratgeber Netflix & Co.: Die besten Tablets und Chromebooks fürs Streaming.

So schön die Auflösung in Full-HD auch ist, die Bildqualität des LC-Displays mit IPS-Panel könnte besser sein. So wirken die Farben etwas blass und kraftlos. Die Kontraste sind gut ausgeprägt, die Blickwinkelstabilität lässt aber bei flacher Neigung schnell nach, was die Ablesbarkeit des Bildschirms erschwert.

Die maximal Helligkeit liegt unseren Messungen zufolge bei 365 cd/m². Das ist für die Preisklasse ordentlich, sorgt aber dafür, dass das Display im Freien bei gutem Wetter nicht mehr so gut abgelesen werden kann. Wer das Tablet etwa auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten nutzen möchte, sollte einen Platz im Schatten aufsuchen.

Die Ausstattung der Kameras ist sehr einfach gehalten – was bei dem Preis des Tablets keine Überraschung ist. Die Hauptkamera bietet einen Autofokus und 8 Megapixel, aber keinen LED-Blitz. Vorn löst die Kamera mit 5 Megapixel auf.

Allzu viel sollte man von der Hauptkamera nicht erwarten. Für gelegentliche Schnappschüsse oder zum Fotografieren eines Dokuments reicht sie gerade noch aus. Farben wirken recht blass, die Bilddetails sind ebenfalls nicht sonderlich gut ausgeprägt. Zudem reagiert die Linse empfindlich auf Helligkeit und neigt dazu, Fotos überzubelichten. Videos sind in Full-HD mit 30 fps möglich.

Deutlich relevanter ist die Frontkamera für Videochats mit Skype, Teams oder Zoom. 5 Megapixel lesen sich eigentlich ganz ordentlich. Das Ergebnis ist aber ernüchternd. Selfies sind geplagt von Bildrauschen und wirken unscharf und verpixelt. Dasselbe gilt für Videoaufzeichnungen mit der vorderen Kamera.

Herzstück des Galaxy Tab A8 ist der Unsicoc Tiger T618 mit acht Kernen (2x ARM Cortex-A75 und 6x ARM Cortex-A55 mit jeweils 2 GHz). Der sorgt für eine flotte Performance für ein Tablet dieser Preisklasse. Das Betriebssystem läuft flüssig und kommt ohne größere Ladezeiten oder Hänger aus. Beim Benchmark Work 3.0 von PCmark erreichten wir durchschnittlich 7400 Punkte. Das entspricht in etwa der Leistungsfähigkeit eines Smartphones bis 200 Euro (Bestenliste). Eine ähnliche Leistung erreicht das Nokia T20 (Testbericht), etwas weniger stark zeigt sich die CPU bei der dritten Generation des Lenovo Tab M10 (Testbericht).

Das Galaxy Tab A8 eignet sich für Casual Games wie Angry Birds oder Solitär, weniger aber für Spiele mit aufwendigerer 3D-Grafik, etwa Asphalt 9 oder Call of Duty: Mobile. Hierzu reicht die Kraft der Mali-G52-GPU einfach nicht aus, damit diese Spiele auch mit höheren Details flüssig laufen. Beim Gaming-Benchmark "Wild Life" von 3Dmark erreichen wir im Schnitt knapp über 700 Punkte, ein eher niedriger Wert.

Unser Testgerät nutzt die magerste Speicherausstattung mit 3 GByte RAM und 32 GByte internem Speicher. Wir empfehlen gleich zur Variante mit 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher zu greifen. Es gibt zudem auch 128 GByte. Der interne Speicherplatz ist per Micro-SD-Karte auf bis zu 1 TByte erweiterbar. GPS ist ebenfalls an Bord, das ist nicht selbstverständlich bei einem preiswerten Tablet. Einen Fingerabdrucksensor gibt es allerdings nicht.

Als Anschluss steht USB-C zur Verfügung, der maximal USB 2.0 unterstützt. Das ist für den Preis normal. Für kabellose Kopfhörer steht Bluetooth 5.0 zur Verfügung. Durch heimische Netzwerke surft das Galaxy Tab A8 maximal mit Wifi-5. Es gibt zudem eine LTE-Ausführung, wie bei unserem Testgerät. Hierzu bedarf es einer Nano-SIM mit Datentarif. Preiswerte Möglichkeiten dafür zeigen wir im Ratgeber LTE und 5G: Die besten und günstigsten Tarife für mobiles Surfen. Einen guten Eindruck hinlassen die Stereo-Lautsprecher, die bei Videoclips kräftigen und voluminösen Klang bieten.

Samsung zeigt sich in jüngster Vergangenheit sehr lobenswert bei der Versorgung seiner Endgeräte mit Updates. Die preiswertere Produktlinie scheint hier allerdings nicht ganz so hoch priorisiert zu sein. So läuft auf dem Samsung Galaxy Tab A8 noch Android 11 mit der Benutzeroberfläche One UI 3.1. Der Sicherheitspatch stammt aus dem Mai. Die Patches kommen quartalsweise beim Galaxy Tab A8, sodass das nächste Sicherheit-Update hier im Verlauf der nächsten Woche erscheinen sollte. Ein Upgrade auf Android 12 mit One UI 4.1 dürfte bis Ende September folgen. Neben Spotify und Netflix packt Samsung eine große Anzahl an zusätzlicher Apps aufs Tablet.

Der Lithium-Polymer-Akku (LiPo) hat eine Kapazität von 7040 mAh. Damit liegt es auf Augenhöhe mit der Konkurrenz in dieser Preisklasse. Im simulierten Betrieb beim Battery Test von PCmark ermitteln wir bei einer Helligkeit von 200 cd/m² eine Laufzeit von 9 Stunden. Das ist nicht überragend, geht aber in Ordnung. Mehr Ausdauer zeigt mit knapp 11 Stunden die dritte Generation des Lenovo Tab M10 Plus (Testbericht) für 220 Euro. Auf etwa 10 Stunden kommt das Nokia T20 (Testbericht).

Samsung liefert das Galaxy Tab A8 noch mit Netzteil aus, bei neueren Geräten verzichtet der Hersteller – angeblich aus Gründen der Nachhaltigkeit – darauf. Das Netzteil liefert allerdings nur eine Leistung von 8 Watt. Damit ist das Tablet von 20 auf 100 Prozent erst in über 4 Stunden aufgeladen. Das ist ziemlich lang. Immerhin erlaubt das Tablet das Laden mit bis zu 15 Watt, was die Ladezeit halbieren sollte. Ein entsprechendes Netzteil von Samsung kostet 9 Euro. Kabelloses Laden beherrscht das Tablet nicht. Weitere Netzteile zeigen wir im Beitrag USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest: Das Beste kostet nur 11 Euro.

Die UVP für das Samsung Galaxy Tab A8 X200 mit 3/32 GByte liegt bei 229 Euro. Das derzeit günstigste Angebot für das Galaxy Tab A8 mit 32 GByte beträgt im Samsung-Store bei Amazon etwa 155 Euro. Die Variante mit 4/64 GByte ist unsere Empfehlung und liegt derzeit bei knapp unter 200 Euro. Die LTE-Version kostet im Schnitt jeweils 50 Euro mehr.

Zur Auswahl stehen die Farben Dunkelgrau (Dark Grey), Silber (Silver) sowie Rosa (Pink Gold). Als Speicher stehen jeweils 3/32 GByte, 4/64 GByte und 4/128 GByte zur Verfügung. Es gibt zudem zu jeder Farb- und Speicher-Option eine Variante mit LTE-Modem für den Betrieb über eine Nano-SIM-Karte.

Das Samsung Galaxy Tab A8 ist ein gutes Einsteiger-Tablet im 10,5-Zoll-Format zu einem fairen Preis. Dank Widevine Level 1 ist damit Streaming in Full-HD problemlos möglich. Der Prozessor sorgt für eine mehr als solide Leistung für den Preis, der Sound ist ebenfalls überzeugend.

Etwas enttäuscht hat uns das Display, dem es an Strahlkraft und Farbe mangelt. In erster Linie ist das Galaxy Tab A8 ein gutes Gerät für Unterhaltung. Als vollwertiges Gaming-Tablet für aufwendige Spiele eignet es sich trotzdem nur bedingt, dafür ist die Leistung nicht stark genug. Für Casual Games ist man aber an der richtigen Adresse. Mangels Stift-Support oder einer Tastatur als Zubehör ist es zudem kein Arbeitsgerät.

Ein besseres und helleres Display sowie eine längere Akkulaufzeit kommt beim Lenovo Tab M10 (Testbericht) zum Einsatz. Ebenfalls flott und ausdauernd ist das schicke Nokia T20 (Testbericht), hier ist aber die Wiedergabe mit Netflix in Full-HD nicht möglich. Eine besonders kompakte und preiswerte Alternative ist das Samsung Galaxy Tab A7 Lite (Testbericht) mit 8,7 Zoll.

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