Samsung Galaxy Tab A7 Lite im Test: Günstiges 8,7-Zoll-Tablet für unterwegs

Samsung Galaxy Tab A7 Lite
Pro und Contra
  • preiswert
  • solide Verarbeitung
  • ordentlicher Sound 
  • schwache Performance
  • Gehäuse aus Kunststoff
  • kein Full-HD
  • 3.5

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Wer ein kleines und preiswertes Tablet für Bus und Bahn sucht, sollte einen Blick auf das Galaxy Tab A7 Lite von Samsung werfen. Wir haben das kompakte Gerät getestet.

Das Samsung Galaxy Tab A7 Lite ist das kleinste und derzeit preiswerteste aktuelle Tablet-Modell im Programm der Koreaner. Mit einer Display-Diagonale von 8,7 Zoll fällt es für ein Gerät dieser Kategorie sehr kompakt aus. Damit richtet es sich an alle, die ein mobiles Mediengerät suchen und das Tablet häufig mitnehmen, um es etwa unterwegs in öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen.

Das Galaxy Tab A7 Lite richtet sich an alle, denen das Smartphone zu klein ist und größere Tablets ab 10 Zoll zu unhandlich sind. Es kommt zudem als Zweitgerät für den Nachttisch infrage. Anders als bei größeren Android-Tablets, klappt damit auch die Nutzung hochkant relativ gut, um etwa längere Artikel zu lesen. Wir haben das kleine Tablet getestet und zeigen, wie es sich im Alltag schlägt.

Mit einer Größe von 213 mm x 124 mm x 8 mm ist es etwa so lang wie ein Blatt DIN A5, aber rund 20 mm schmaler. Es entspricht in etwa einem Taschenbuch oder Notizblock wie einem Moleskine in Größe L. Mit einem Gewicht von 366 g ist es rund 150 g leichter als die meisten Tablets jenseits von 10 Zoll. Damit kann man es auch gut einhändig verwenden. Es passt zudem noch in eine Handtasche. Verglichen mit einem Tablet mit 10,4 Zoll bietet es etwa 30 Prozent weniger Bildschirmfläche, aber 55 Prozent mehr als ein Smartphone mit 6,4-Zoll-Display.

Das Design hinterlässt einen soliden und edlen Eindruck und fügt sich nahtlos in den Stil der mobilen Samsung-Produkte ein. Erst, wenn man das Tablet in der Hand hält, merkt man, dass das Gehäuse lediglich aus Kunststoff ist. Das geht für den Preis aber absolut in Ordnung. Die Verarbeitung ist rundum gelungen und kommt ohne störende Spaltmaße aus. Der Druckpunkt bei der Power-Taste und der Lautstärke-Wippe ist solide. Die Hauptkamera auf der Rückseite ragt dabei nur minimal hervor. Die vordere Kamera befindet sich im Displayrand auf der kurzen Seite. Eine IP-Zertifizierung mit Schutz vor Staub und Wasser hat das Galaxy Tab A7 Lite nicht.

Die Diagonale des Bildschirms beträgt 8,7 Zoll (22 cm). Das LCD nutzt ein IPS-Panel und löst maximal mit 1340 × 800 Pixel auf. Die Pixeldichte beträgt dabei rund 179 ppi (Pixel pro Zoll). Bei einem Smartphone ist das wenig, da man das 8,7-Zoll-Tablet aber in der Regel weiter weg vom Gesicht hält, fallen Pixel mit dem bloßen Auge kaum noch auf.

HDR bietet der Bildschirm nicht. Das Galaxy Tab A7 Lite verfügt wie alle Tablets von Samsung über das Zertifikat nach Widevine Level 1. Das erlaubt bei dem Gerät immerhin die Wiedergabe von Inhalten aus Netflix oder Amazon Prime Video mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel). Ohne dieses Zertifikat wäre höchstens SD mit 720 × 480 Pixel möglich. Die Bildqualität geht in Ordnung und ist für den Preis angemessen. Zu viel sollte man aber nicht erwarten. Die Kontraste könnten etwa besser ausbalanciert sein, zudem wirken die Farben kraftlos. Die Blickwinkelstabilität ist weitgehend gegeben.

Die maximale Helligkeit des Bildschirms liegt bei 325 cd/m². Damit eignet sich das Tablet eher für den Indoor-Gebrauch. Bei direktem Sonnenlicht ist es nicht hell genug, um gut ablesbar zu sein. Bei Texten reicht das meistens aus, bei Videoclips wird es schon schwieriger. Speziell bei Filmen und Serien mit dunkeln Szenen ist das Bild häufig nur schwer zu erkennen. Das ist für diese Preisklasse aber nicht ungewöhnlich.

Anders als ein Tablet ab 10 Zoll, bietet sich ein 8,7-Zoll-Modell schon eher zum Fotografieren an. Insgesamt dürften das aber die wenigsten regelmäßig nutzen. Die Ausstattung der Kamera ist bei einem preiswerten Gerät wie dem Samsung Galaxy Tab A7 Lite eher simpel gehalten. Als Hauptlinse dient ein Objektiv mit 8 Megapixel, die vordere Kamera für Videochats und Selfies löst mit mageren 2 Megapixel auf. Die besten Handys bis 100 Euro (Bestenliste) bieten meistens schon bessere Kameras.

Mehr als für gelegentliche Schnappschüsse ist die Kamera nicht gedacht. Bei günstigen Lichtverhältnissen entstehen damit ordentliche Fotos mit akzeptabler Schärfe und ausreichend Bilddetails. Die Bilddynamik fällt eher zurückhaltend aus. Deutlich schwächer ist das Ergebnis der Selfie-Kamera. Die Aufnahmen sind unscharf, bieten schwache Kontraste und wirken kraftlos. Videos sind bis Full-HD mit 30 fps (Frames pro Sekunde) möglich.

Bei dem Preis ist die technische Ausstattung eher einfach gehalten. Als Octa-Core-Prozessor kommt der Mediatek Helio P22T (MT8768T). Die Leistung könnte man als „ausreichend“ beschrieben. Beim Benchmark Work 3.0 von PCmark erreichen wir etwa 5100 Punkte. Das entspricht dem Leistungsniveau des Lenovo Tab M8 FHD (Testbericht) oder einem Smartphone bis 150 Euro (Bestenliste). Die Grafikleistung der GPU fällt zudem bescheiden aus. „Wild Life“ von 3Dmark unterstützt das Gerät nicht, bei „Slingshot Extreme“ erreichen wir magere 430 Punkte. Damit ist das Galaxy Tab A7 Lite höchstens etwas für Casual Games. Beim Betrieb fallen immer wieder kleinere Verzögerungen auf. In erster Linie ist das Tablet zum Surfen, Lesen oder Ansehen von Videoclips gedacht, weniger für komplexe Anwendungen.

Als Speicher stehen entweder 3 GByte RAM und 32 GByte oder 4 GByte RAM sowie 64 GByte zur Verfügung. Wir empfehlen letzteres. Eine Erweiterung mittels Micro-SD-Karte ist bis 1 TByte möglich. Das Gerät bietet zudem Bluetooth 5.0 und unterstützt WLAN bis zum Standard Wi-Fi 5. Die Variante T225 erlaubt mobiles Surfen via SIM-Karte mit maximal LTE. Die Ortung greift auf GPS, GLONASS, Beidou, Galileo, Kompass und QZSS zurück. Als Anschluss steht eine USB-C-Buchse zur Verfügung, die maximal mit USB 2.0 arbeitet. Es gibt sogar einen Klinkenstecker (3,5 mm) für Kopfhörer. Einen guten Eindruck hinterlassen zudem die Stereo-Lautsprecher, die einen fülligen Klang bieten für Videoclips oder Spiele.

Als Betriebssystem läuft noch Android 11 mit der Benutzeroberfläche One UI 3.0. Ein Update auf Android 12 soll aber demnächst ausgerollt werden. Der Sicherheitspatch stammt aus Mai und ist somit nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Anders als bei Highend-Geräten verteilt Samsung hier keine monatlichen Updates. Wie man es von den Koreanern schon kennt, sind zahlreiche Apps von Samsung und anderen Anbietern wie Netflix oder Spotify bereits vorinstalliert.

Die Kapazität des Akkus liegt mit 5100 mAh etwa so hoch, wie bei einigen größeren Smartphones. Beim simulierten Betrieb im Battery Test von PCmark kommen wir bei einer Helligkeit von 200 cd/m² auf eine Laufzeit von rund 8,5 Stunden, bevor der Akkustand 20 Prozent erreicht. Das geht zwar in Ordnung, fällt aber nicht übermäßig lang aus. Das Lenovo Tab M8 FHD (Testbericht) erreicht hier zum Vergleich fast 12 Stunden. Etwa 11,5 Stunden schafft das Amazon Fire HD 8 Plus (Testbericht). Tablets von 10,1 bis 11 Zoll halten bei dem Test meistens zwischen 9 und 11 Stunden durch.

Anders als beim neuen Top-Tablet Samsung Galaxy Tab S8 (Testbericht) liefert Samsung sogar ein Netzteil mit. Dieses ist aber schwachbrüstig und leistet nur 7,5 Watt bei 1,5 A. Ein Ladevorgang von 20 Prozent auf knapp 100 Prozent dauert damit mehr als 2,5 Stunden. Das Tablet ermöglicht immerhin das Laden mit maximal 15 Watt. Qi unterstützt das Galaxy Tab A7 Lite aber nicht.

Die UVP für das Samsung Galaxy Tab A7 Lite (T220) liegt bei 169 Euro. Es gibt aber günstigere Angebote für die Variante mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher ab 130 Euro. Als Farben stehen Dunkelgrau und Silber zur Auswahl. Die Variante mit 3/32 GByte und LTE (T225) gibt es bereits ab 145 Euro (UVP 199 Euro). Mit 4/64 GByte sind für die WLAN-Version (T220) mindestens 188 Euro fällig, für die LTE-Version (T225) mit mehr Speicher verlangen die Koreaner etwa 243 Euro.

Als Zubehör bietet sich eine originale Schutzhülle von Samsung an, die dann auch als Aufsteller für Tablets (Ratgeber) dient. Diese liegt bei knapp 14 Euro. Eine Schutzfolie fürs Display kostet etwa 11 Euro.

Das Samsung Galaxy Tab A7 Lite ist ziemlich kompakt und mit Preisen ab 130 Euro erschwinglich. Es eignet sich damit für jeden, der häufig das Tablet mitnehmen möchte. Seine Stärken entfaltet es in erster Linie als Lesegerät beim Surfen im Internet. Wer regelmäßig damit Filme oder Serien sehen möchte, sollte zu einem größeren Modell greifen. Für aufwendigere Spiele oder Apps fehlt es dem Tablet zudem an der nötigen Power. Es ist aber eine mögliche Alternative zum Lesen von E-Books sowie ein geeignetes Zweitgerät für unterwegs.

Eine ebenfalls günstige Alternative ist das Amazon Fire HD 8 Plus (Testbericht). Eine ähnliche Ausstattung, aber Full-HD-Auflösung sowie ein hochwertiges Gehäuse aus Metall bietet zudem das Lenovo Tab M8 FHD (Testbericht). Für Outdoor-Fans ist das wasserdichte und robuste Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) interessant. Weitere Alternativen zeigen wir in der Bestenliste Die 10 besten Tablets bis 250 Euro – Lenovo und Samsung vor Blackview.

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