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Samsung Galaxy SmartTag+
Pro und Contra
  • hohe Reichweite
  • visuelle Suche per Kamera
  • als Fernsteuerung für Smart-Things einsetzbar
  • nur zu Samsung Galaxy Smartphones ab Android 8 kompatibel
  • hoher Preis
  • 4.5

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Bluetooth-Schlüsselfinder helfen beim Auffinden verlorener Gegenstände, das ist auch beim Samsung SmartTag+ so. TechStage zeigt den Hauptunterschied zu anderen Keyfindern und klärt, wann sich der Kauf lohnt.

Keyfinder wie das Apple Airtag (Testbericht), der Tile Pro (Testbericht) oder der Musegear Finder 2 (Testbericht helfen beim schnellen Auffinden von Schlüsselbund, Geldbeutel & Co. Per Smartphone wird Alarm ausgelöst oder die letzte bekannte Position auf einer Karte dargestellt. In der Vergangenheit haben wir bereits verschiedene Modelle in unserer Themenwelt Schlüsselfinder getestet.

Jetzt muss das Galaxy SmartTag+ von Samsung im Test zeigen, was es in der Praxis leistet und ob sich die 35 Euro teure Investition lohnt.

Das Galaxy SmartTag+ kommt in einer kleinen Pappschachtel beim Kunden an. Außer dem Tracker befindet sich lediglich eine sehr kurze Anleitung im Lieferumfang. Das Design des Trackers ist schlicht und funktional und erinnert an die Geräte von Gigaset (Testbericht) und Chipolo (Testbericht). Der quadratische knapp 41 x 41 x 10 mm große und 14 g leichte Schlüsselfinder ist einfarbig und besteht aus Kunststoff. Seitlich ist eine kleine Einkerbung zu erkennen. Diese ist zum Öffnen des Gehäuses und den Austausch der internen Knopfzelle gedacht. Eine kreisrunde Öffnung dient zur Befestigung eines Schlüsselringes.

Der Keyfinder von Samsung verfügt über einen versteckten Taster, welcher mit Druck auf den Schriftzug Galaxy SmartTag+ ausgelöst wird. Mehr dazu unter dem Punkt Funktionen. Die Verarbeitung ist tadellos, was bei dem einfachen Design und dem gehobenen Preis allerdings auch zu erwarten ist.

Die Hauptaufgabe eines Schlüsselfinders ist die Ortung verloren gegangener Gegenstände und dies ist auch beim SmartTag+ nicht anders. Unterschiede zu anderen Trackern gibt es, allerdings liegen die liegen im Detail. Während der Großteil der Schlüsselfinder im Appstore oder Playstore herunterladbare Software nutzen, setzt Samsung bei seinem Modell auf die App Smart Things, welche ausschließlich mit Galaxy-Geräten funktioniert. Für Android-Nutzer mit Smartphones anderer Hersteller oder iPhone-Besitzer ist das SmartTag somit nicht verwendbar.

Zur Nutzung muss allerdings auch auf Samsung Galaxy Smartphones (ab Android 8) zunächst die Software Smart Things installiert und mit einem Log-In aktiviert werden. Erst dann ist die Kopplung zwischen Smartphone und Tracker per Bluetooth möglich.

Sind Smart Tag und die Smart-Things-App verbunden, kann der Nutzer innerhalb der Bluetooth-Reichweite per App einen akustischen Alarm am Tracker auslösen und ihn so bequem wiederfinden. Samsung erlaubt außerdem die Suche per Kamera. Im Livebild wird die Position des Trackers mithilfe von Pfeilen und herum schwebenden Kugeln angezeigt. Die ungefähre Distanz zum SmartTag wird ebenfalls eingeblendet.

Zudem speichert die App die GPS-Position, an der Schlüsselfinder und Galaxy-Smartphone zuletzt Kontakt hatten. Das hilft beim Auffinden von Gegenständen, die sich außerhalb der Bluetooth-Reichweite befinden. Allerdings hilft diese Funktion nur, wenn sich der Gegenstand nicht bewegt.

Die dritte wichtige Funktion ist deshalb die gemeinsame Suche zusammen mit anderen Nutzern der Smart-Things-App. Sobald ein Galaxy-Gerät mit der aktivierten App und Bluetooth-Verbindung in Reichweite eines beliebigen SmartTags kommt, sendet es dessen GPS-Position an einen Server, der sich wiederum beim Besitzer des Transponders meldet. Hat man seine Schlüssel beispielsweise in der Bahn liegen lassen, würde die App normalerweise lediglich den genutzten Bahnhof als letzte Position anzeigen. Dank anderer im Zug befindlicher Personen mit Smart Things wird die Position des Trackers auch während der Weiterfahrt aktualisiert.

Zwar gibt es eine große Anzahl an Galaxy-Smartphones, allerdings nutzen nicht alle auch die Smart-Things-App, was die Chancen auf ein gemeinsames Tracking deutlich reduziert. Eine gemeinsame Suche mit Nutzern von anderen Schlüsselfindern wie Tile oder Apple ist erst recht nicht möglich, was die Zuverlässigkeit der Funktion in der Praxis stark einschränkt. Das ist allerdings bei fast allen Bluetooth-Keyfindern so. Einzige Ausnahme ist das Airtag (Testbericht). Apple erlaubt die Nutzung des Finders zwar auch nur mit iOS-Geräten, allerdings ist hier keine zusätzliche App oder Anmeldung für die Suche nötig. Apples gemeinsame Suche arbeitet deshalb deutlich zuverlässiger als bei allen anderen Konkurrenzmodellen.

Eine Rückwärtssuche, bei der man das Smartphone per Tracker klingeln lassen kann, ist per Tastendruck ebenfalls möglich. Wer will, kann über die App sogar noch weitere Aktionen per Smart-Things ausführen und so etwa die smarte Beleuchtung per Doppelklick oder langes Halten des Tasters ein- oder ausschalten. Das ist praktisch, wenn man die Software sowieso im Gebrauch hat. Wer lediglich seinen Schlüssel wiederfinden will, hat davon keinen Vorteil.

Das Registrieren bei Smart Things und die Kopplung mit dem SmartTag+ funktioniert im Test problemlos. Allerdings dauert das Anlegen des Smart-Things-Kontos und das anschließende Aufspielen der Updates insgesamt 15 bis 20 Minuten, was deutlich länger ist als bei allen bisher getesteten Keyfindern.

Sind SmartTag+ und App verbunden, funktioniert die Suche dann allerdings unkompliziert und zuverlässig. Die grafische Darstellung in der visuellen Suche per Kamera ist zwar sehr verspielt, hilft aber insbesondere in lauter Umgebung. In Büro oder zu Hause reicht aber auch das Auslösen des Alarms, um den Tracker wiederzufinden. Das Piepsen des SmartTags ist ausreichend laut und die Melodie per App austauschbar. Die Reichweite auf offenem Feld beträgt im Test sogar zwei, drei Meter mehr als die offizielle Herstellerangabe von 120 m. In Innenräumen ist die Reichweite stark von der Baustruktur abhängig. Das Auslösen eines mehrere Räume entfernten Trackers stellt im Test aber kein Problem dar.

Zusätzlich können wir den letzten bekannten Standort bequem auf einer Kartenansicht sichten. Dieser aktualisiert auch immer dann, wenn ein anderes Galaxy-Smartphone mit Smart Things in der Nähe ist. Das mag in dicht besiedelten Großstädten gut funktionieren, in einem kleinen ländlichen Dorf, versagt die gemeinsame Suche in der Praxis.

Das Galaxy SmartTag+ ist in Blau und Schwarz für etwa 35 Euro erhältlich. Ein Doppelpack kostet 60 Euro. Damit gehört der Tracker zu den hochpreisigen Schlüsselfindern.

Das Galaxy SmartTag+ ist ein sehr zuverlässiger Keyfinder mit Rückwärtssuchfunktion und der Möglichkeit Smart-Home-Funktionen per Knopfdruck zu steuern. Die visuelle Suchfunktion per Kamerabild ist insbesondere in lauter Umgebung praktisch. Mit der hohen Reichweite von über 120 m auf freiem Feld, macht das SmartTag+ sogar dem bisherigen Reichweiten-Champion Tile Pro (Testbericht) Konkurrenz.

Eigentlich hat der Tracker das Zeug zu einem der besten Geräte auf dem Markt, wenn da nur nicht die Beschränkung auf Galaxy-Geräte wäre. So gibt es zwar eine Kaufempfehlung für alle Nutzer von Samsung-Smartphones, alle anderen brauchen aber einen andern Schlüsselfinder.

Welche Alternativen es gibt und wie sie in der Praxis abschneiden, zeigt unser Vergleichstest: 17 Bluetooth-Schlüsselfinder von 3 bis 39 Euro.

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