Samsung Galaxy S22 im Test: Kompaktes Smartphone mit super Display

Samsung Galaxy S22
Pro und Contra
  • tolles Display
  • gute Kamera
  • mega-handlich und sehr hochwertig
  • Akku zu schwach
  • 4.5

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Die beste Powerbank finden: Mobile Akkus ab 20.000 mAh

Die beste Powerbank finden: Mobile Akkus ab 20.000 mAh

Teufel, Klipsch, Canton, KEF: Den besten Subwoofer für Musik und Heimkino finden

Teufel, Klipsch, Canton, KEF: Den besten Subwoofer für Musik und Heimkino finden

Hüllen, Cases & Displayschutz: Der beste Schutz fürs Motorola Edge 30 Pro

Hüllen, Cases & Displayschutz: Der beste Schutz fürs Motorola Edge 30 Pro

Grundlagen Soundbars: Fetter Klang für flache TVs

Grundlagen Soundbars: Fetter Klang für flache TVs

Das neue Samsung Galaxy S22 ist handlich, hochwertig und gut. Die Kamera wurde überarbeitet und das Gerät überzeugt im Test - mit einem Haken.

Samsungs S-Serie kommt seit einigen Generationen in dreifacher Ausführung: als einfaches S-Modell, S+ sowie als S Ultra. 2022 heißt die neueste Auflage S22 und nach dem Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) schauen wir uns in diesem Test das kleinste Modell der Reihe an. Hier hat Samsung vorwiegend an der Wertigkeit gearbeitet und neben kleineren Verbesserungen insgesamt besonders die Kamera optimiert. Leider ist der Akku zumindest auf dem Datenblatt wieder ziemlich klein geraten – wie schlägt er sich in der Praxis?

Beim Design setzt Samsung auf Kompaktheit des S22 und dreht an der Wertigkeitsschraube. Im Vergleich zum Vorgänger Samsung Galaxy S21 ist das neue Modell gleich mehrere Millimeter kürzer, rund einen Millimeter schmaler und sogar noch minimal dünner. Auch beim Gewicht fallen noch einmal 2 Gramm weniger an, sodass die 146 x 71 7,6 Millimeter und 167 Gramm wirklich als minimalistisch durchgehen. Nicht ohne Grund haben wir das S22 als handlichstes Android-Modell in unserer Top 10 der Mini-Handys ganz weit oben aufgeführt.

Hinzu kommt nun auch eine deutlich höhere Qualitätsanmutung wegen hochwertigerer Materialien. Im Gegensatz zum Vorgänger besteht die Rückseite nicht mehr aus Kunststoff, sondern der Hersteller verwendet hier jetzt wie auf der Front Gorilla Glas Victus+. Wegen der matten Farbgestaltung sieht das nicht nur schick aus und fühlt sich zudem viel hochwertiger als beim Vorgänger an, sondern verhindert zudem effektiv Fingerabdrücke und sonstige sichtbare Verschmierungen. Die Kameraeinheit ist wie beim Vorgänger in der oberen linken Ecke implementiert und steht wieder leicht hervor.

Durch den jetzt etwas breiteren und vergleichsweise kantigen Rahmen in Kombination mit der geringen Größe und dem niedrigen Gewicht liegt das Samsung Galaxy S22 hervorragend in der Hand und erlaubt sogar Einhandbedienung. Die Lautstärkewippe und Power-Taste auf der rechten Seite sind dabei nicht nur perfekt verarbeitet, sondern auch optimal positioniert. Das gilt auch für den Fingerabdrucksensor im Display. Insgesamt ist das S22 nicht nur kompakt, sondern auch so hochwertig, wie es schon der Vorgänger hätte sein sollen. Die IP68-Zertifizierung ist auch wieder mit dabei und schützt vor Staub und Wasser.

Das Samsung Galaxy S22 hat mit 6,1 Zoll das kleinste Display des S22-Trios. Die Auflösung liegt mit 2340 x 1080 Pixel minimal niedriger als beim Vorgänger, mit 423 Pixel pro Zoll (ppi) ist es aber schön scharf. Generell ist die Qualität des OLED-Displays richtig klasse. Hier stimmen Kontraste, Schwarzwert und Farbwiedergabe einfach – ganz wie von Samsung gewohnt. Unterschiede zum Ultra-Modell sind nur mit der Lupe zu finden, etwa bei der Bildschärfe, aber auch bei der Helligkeit. Zumindest auf dem Datenblatt.

Die haben wir im manuellen Modus beim S22 ebenfalls mit 700 cd/m² gemessen, im Automatikmodus bleibt das kleine S22 aber mit 870 cd/m² deutlich hinter dem Ultra-Modell mit 1350 Candela zurück. Schwierigkeiten bei der Ablesbarkeit sollte aber auch beim kleinen Topmodell niemand haben, selbst in direkter Sonneneinstrahlung zumindest nur sehr eingeschränkt. Insgesamt ist der Screen des S22 vorbildlich und bietet weitgehend die gleichen Optionen wie die manuelle Helligkeitsanhebung und das tolle Always-on-Display. Nur bei der 120-Hz-Wiedergabe ist das S22 leicht im Nachteil, hier reicht die adaptive Regelung nach Angaben des Herstellers nur von 48 bis 120 Hz.

Bei der Kamera hat Samsung seine Ingenieure noch einmal zurück ans Reißbrett geschickt. Denn im Vergleich zum Vorgänger S21 bekommt das neue S22 zwar den gleichen Weitwinkel mit 12 Megapixel sowie die gleiche Frontkamera mit 10 Megapixel, aber eine neue Hauptkamera mit 50 Megapixel und eine neue Telelinse mit 10 Megapixel. Die Hauptkamera verfügt über einen optischen Bildstabilisator (OIS) und eine Blende von f/1.8, der Telezoom eine fixe 3-fache Vergrößerung, ebenfalls einen OIS und f/2.4.

Unterschiede zum Vorgänger lassen sich aber nicht nur bei der neuen, sondern auch bei der vermeintlich alten Hardware erkennen. Offensichtlich hat Samsung zusätzlich kräftig die Software überarbeitet – das ist uns schon beim Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) aufgefallen. Fangen wir mit der neuen Hauptkamera an. Die zusätzlichen Megapixel und Pixel Binning kommen der Bildschärfe und dem Detailgrad zugute, außerdem gefallen uns Bilddynamik und die Farbwiedergabe besser als beim S21. Bildrauschen ist bei gutem Licht wie von einer Spitzenkamera erwartbar kaum zu sehen. Der Fokus sitzt fast immer schnell und zielsicher, das gilt auch bei Aufnahmen mit weniger Licht. Hier ist ebenfalls ein deutlicher Schritt nach vorn zu sehen, wenn auch vielleicht nicht ganz so groß wie beim teureren Ultra-Modell. Der Weißabgleich ist bei Lowlight-Aufnahmen natürlicher und solche Aufnahmen sehen besser als beim Vorgänger S21 aus.

Der Weitwinkel macht insgesamt ebenfalls sehr ansprechende Aufnahmen. Gerade in Bezug auf die Bilddynamik punktet die Weitwinkellinse, die Bildschärfe kommt wie fast immer bei Smartphones aber nicht an die der Hauptlinse heran. Obendrein gibt es hier mehr Bildrauschen, was die Weitwinkelkamera bei schwindendem Licht nur noch bedingt brauchbar macht – selbst bei teuren Modellen. Das gilt zwar auch für die neue Telelinse, die macht dafür bei gutem Licht umso bessere Bilder. Die punkten mit guter Klarheit und Schärfe, ordentlicher Farbwiedergabe und ansprechenden Farben. Selbst wenn der Digitalzoom hinzukommt, sehen entsprechende Aufnahmen immer noch klasse aus, sofern nicht über 10-fache-Vergrößerung hinausgegangen wird.

Selbst die Frontkamera macht bessere Selfies als zuvor. Die sind nun etwas schärfer, besserer Weißabgleich und passendere Farbwiedergabe machen Aufnahmen mit dem S22 natürlicher. Videos mit der Hauptkamera können fast mit dem Ultra-Modell mithalten, hier machen dem S22 nur wenige Konkurrenten etwas vor. Insgesamt ist die Kamera für den Preis absolut angemessen.

Wie in den anderen beiden Größenversionen des neuen S22, also S22+ und S22 Ultra, kommt auch im kompakten S22 der neue Exynos 2200 mit (in der kleinsten Version) 8/128 GByte nicht erweiterbarem Speicher zum Einsatz. Wie im Test des Ultra-Modells angesprochen reagieren S22 und S22+ zum Zeitpunkt der Texterstellung aber insgesamt einen Tick flotter und vor allem fallen die gelegentlichen Hakler des Ultra-Modells bei den günstigeren Modellen trotz eigentlich gleicher Ausstattung weg. Insgesamt macht das S22 daher den performanteren Eindruck, auch wenn wir uns sicher sind, dass Samsung noch mit Updates Abhilfe schaffen wird.

Tatsächlich ist die Leistung des S22 mit dem Ultra in Benchmarks weitgehend identisch, bei PCmark Work 3.0 hat das Gerät mit 13.350 Punkten sogar minimal die Nase vorn. Bei 3Dmark Wildlife ist das Ergebnis mit 5900 Punkten fast gleichauf. Ansonsten gibt es zum kompakten S22 weitgehend das Gleiche wie zum deutlich teureren Ultra-Modell zu sagen. Spiele sind – auch wenn der Snapdragon 8 Gen 1 gerade bei der Grafik stärker sein soll – überhaupt kein Problem und auch sonst gibt es nichts, was das Modell im Zusammenhang mit dem tollen 120-Hz-Display zum Ruckeln bringt.

Im Alltag ist die Leistung mehr als ausreichend, einen Unterschied zwischen Exynos und Snapdragon dürfte hier nicht zu spüren sein. Bei der restlichen Hardware gibt es ebenfalls wenig Unterschiede. UWB (Ultra Wide Band) zur Verbindung mit Geräten im Nahbereich beherrscht das kleine S22 zwar nicht, dafür aber die typischen Standards wie USB 3.2, Bluetooth 5.2, Wifi-6, NFC und 5G. Der Fingerabdrucksensor im Display des S22 arbeitet zügig und zuverlässig, die Stereolautsprecher sind wie beim Vorgänger laut und kräftig. Die restliche Technik sieht man auf einen Blick in unserer Tabelle.

Bei der Software gibt es im Vergleich zum Ultra-Modell keine Überraschungen: Android 12 mit OneUI 4.1 bietet kaum Unterschiede zur Vorgängerversion der Nutzeroberfläche, bringt aber wieder einige Bloatware-Apps mit. Der Stylus des Ultra-Modells entfällt, nicht aber das Update-Versprechen: Satte 4 Jahre Versions-Updates für Android und sogar 5 Jahre Sicherheits-Updates bietet Samsung auch für das günstigste S22-Modell – auch wenn Google das auch bietet, kann man das bei einem "Drittanbieter" gar nicht genug loben! So bleibt ein Smartphone, das je nach Speicherausstattung nicht weit von der 1000-Euro-Schallmauer entfernt ist und damit richtig viel Geld kostet, auch nach Jahren noch voll nutzbar – so sollte es sein!

Kommen wir zur Schattenseite des Samsung Galaxy S22, nämlich zum Akku. Der wirkt schon auf dem Datenblatt mit nur 3700 mAh recht schwach und stellte sich im Test auch als Knackpunkt des Smartphones heraus. Den Battery Test von PCmark brach das Gerät mehrfach ab – gerade so, als wüsste es, dass es hier nicht gut abschneiden würde. Wir versuchen es weiter und reichen ggf. einen entsprechenden Wert nach. Rein vom Gefühl her hält das S22 bei 120-Hz-Wiedergabe bestenfalls 6,5 Stunden bei niedriger Helligkeit durch – im Alltag ist dieser Wert bei normaler oder gar hoher Helligkeit vermutlich sogar niedriger. Das ist zu wenig, denn es legt nahe, dass selbst ein Tag ohne Ladegerät in greifbarer Nähe schon schwer wird. Vielleicht sollte Samsung beim S23 lieber ein dickeres Gehäuse und 5 Gramm mehr für 4500 mAh riskieren – davon hat der Nutzer mehr als von einer radikalen Schlankheitskur.

Und auch beim Thema Ladegeschwindigkeit und Vertrieb sollte Samsung noch einmal in sich gehen. Maximal 25 Watt sind beim S22 möglich, damit dauert ein voller Ladevorgang fast eine Stunde – wenn man denn ein Ladegerät hat! Denn Samsung verzichtet erneut darauf, dem Kunden ein Ladegerät mitzugeben und verweist auf Nachhaltigkeit. Wir können das bei den Preisen der S-Serie nach wie vor nicht nachvollziehen. Auch an der Ladegeschwindigkeit sollte Samsung unbedingt arbeiten, hier ist die Konkurrenz im dreistelligen Watt-Bereich. Immerhin gibt es kabelloses Laden, wenn auch nur mit 15 Watt. Weitere Netzteile als Alternativen zeigen wir im Ratgeber USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest.

Das Samsung Galaxy S22 gibt es in den Farben Phantom Black, Phantom White, Grün und Pink Gold. Ausschließlich bei Samsung selbst kommen außerdem Graphite, Cream, Sky Blue und Violet hinzu. An Speicherausstattungen stehen 8/128 und 8/256 GByte zur Auswahl. Die UVPs liegen bei 849 und 899 Euro.

Wer das Samsung Galaxy S22 mit Vertrag sucht, findet die derzeit besten Deals (Stand: März 2022) bei Sparhandy. Alle Verträge sind im 5G-Netz nutzbar. Alle Bundles sind an Verträge mit mindestens 24 Monaten Vertragslaufzeit gekoppelt. Als Referenzwerte für mögliche Ersparnisse nehmen wir den günstigsten Einzelpreis des Galaxy S22 (derzeit 849 Euro) sowie den günstigsten Preis der jeweiligen Tarife.

Im O2-Netz gibt es das Smartphone samt Anschluss für einmalig 89 Euro. Als Tarif gibt es den O2 Free L mit 60 GByte (max. 300 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat für monatlich 40 Euro. 100 Euro gibt es als Bonus bei Rufnummernmitnahme. Somit zahlt man im gesamten Zeitraum 949 Euro. Die Ersparnis zu den Einzelpreisen von Tarif und Smartphone liegt bei 800 Euro.

Im Vodafone-Netz gibt es Smartphone und Anschluss ebenfalls für einmalig 89 Euro. Der zugehörige Tarif heißt Vodafone Smart XL Classic Spezial und bietet 30 GByte (max 500 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat für monatlich 40 Euro. 100 Euro gibt es als Startguthaben über die Vodafone-App. Insgesamt zahlt man in 24 Monaten 949 Euro. Die Ersparnis liegt somit wie im O2-Bundle bei 800 Euro gegenüber den Einzelpreisen.

Im Telekom-Netz zahlt man einmalig 45 Euro für Smartphone und Anschluss. Der zugehörige Tarif Magentamobil M kostet monatlich 60 Euro und bietet 12 GByte (max. 300 MBit/s) sowie Flatrate für Telefonie und SMS. 120 Euro gibt es als Cashback bei Registrierung. Insgesamt zahlt man somit 1365 Euro. Die Ersparnis zu den Einzelpreisen liegt bei 844 Euro.

Wer ein kompaktes Android-Smartphone sucht, kommt mit dem Samsung Galaxy S22 voll auf seine Kosten. Design und Qualitätsanmutung sind klasse, das Display ist hervorragend und die Leistung stimmt ebenfalls. Lob geht außerdem an die Kamera und zumindest in der Version mit 256 GByte stört das Fehlen einer Speichererweiterungsmöglichkeit nicht mehr. Stattdessen werden S22-Käufer bis zu 5 Jahre mit Updates versorgt – das ist einmalig im Android-Bereich. Wäre da nur nicht der schwache Akku, der Poweruser schon lange vor dem Abend des ersten Tages verzweifeln lassen dürfte. Hoffentlich kann Samsung da noch mit Updates nachbessern, einen modernen Chips hat das Smartphone schließlich.

Insgesamt gibt es für Freunde kompakter Smartphones kaum bessere Modelle – weitere haben wir in unserer Top 10 der Mini-Handys zusammengefasst. Wer weniger Geld ausgeben will, sollte einen Blick in unsere Top 10 der besten Smartphones bis 300 Euro, bis 400 Euro oder bis 500 Euro werfen.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.