Samsung Galaxy A33 5G im Test: Fast so gut wie das A53

Samsung Galaxy A33 5G
Pro und Contra
  • IP67
  • tolles Display trotz "nur" 90 Hz
  • überwiegend gute Leistung und viel Speicher
  • ordentliche Kamera
  • kein Netzteil – lädt langsam 
  • unschönes Kunststoffgehäuse
  • 4.0

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Das Samsung Galaxy A33 5G gleicht dem teureren Galaxy A53 nahezu wie ein Ei dem anderen. Es ist zudem fast genauso groß. Ist es auch das bessere Smartphone?

Die S-Reihe von Samsung mit Modellen wie dem Galaxy S22 Ultra (Testbericht) dürfte Interessenten mehr im Gedächtnis bleiben, mehr Geräte verkauft Samsung aber aus der A-Serie. Zu den beliebtesten Modellen gehörte in der Vergangenheit neben dem Galaxy A52 (Testbericht) auch immer ein Modell der A-3x-Klasse – günstiger, aber auf dem Papier kaum schlechter als der größere Bruder. Wir haben uns angeschaut, ob das auch in diesem Jahr die richtige Beschreibung für das aktuelle Modell, das Galaxy A33 5G ist.

Tatsächlich gibt es beim Samsung Galaxy A33 5G äußerlich kaum Unterschiede zum Samsung Galaxy A53 (Testbericht). Die Größe ist mit 160 x 74 x 8,1 Millimeter identisch, das Gewicht mit 186 Gramm nur minimal geringer. Auch beim eigentlich günstigeren Modell verwendet der Hersteller ausschließlich Kunststoff als Baumaterial, das sich als Rahmen und auf der Rückseite wiederfindet.

Ebenfalls wie beim A53: Beides wirkt in unseren Augen nicht übermäßig hochwertig, die Rückseite lässt sich sogar minimal eindrücken und klingt hohl, wenn man draufklopft. Das passt eigentlich gar nicht zu Weltmarktführer Samsung – könnte man meinen. Tatsächlich war das auch schon bei den vergangenen Generationen der A-Serie so, nur zu Beginn gab es Glas.

Allerdings ist die Verarbeitung nicht übel, Passungenauigkeiten gibt es keine und die Kunststofftasten im Rahmen lassen sich einwandfrei bedienen. Wie beim größeren Bruder Galaxy A53 geht die Kameraeinfassung nahtlos von der Rückseite in die hervorstehende Kameraeinheit über. Dadurch gibt es keine scharfen Kanten, was zudem schick aussieht. Auch bei einer anderen Sache, die das Gehäuse des Mittelklassemodells A33 5G betrifft, gibt es erstaunlicherweise keine Unterschiede: Das niedriger platzierte Modell ist ebenfalls wasserdicht nach IP67 – das ist in dieser Preisklasse selten.

Einen Unterschied gibt es an anderer Stelle, nämlich beim Display. Das ist etwas mit 6,4 Zoll etwas kleiner als beim Galaxy A53, bemerkbar macht sich das vor allem unterhalb des Screens. Denn hier gibt es ein breites Kinn, das Samsung normalerweise besser hinbekommt. Auch bei der Frontkamera geht der Hersteller beim Galaxy A33 andere Wege und setzt auf eine etwas in die Jahre gekommene Tropfen-Notch.

Dafür sitzt der Fingerabdrucksensor auch beim A33 im Display. Außerdem überzeugt das AMOLED-Panel ansonsten auf ganzer Linie. Wie beim A53 gibt es 2400 x 1080 Pixel, was hier sogar einer Pixeldichte von rund 411 ppi entspricht. Dank OLED-Technik sind Farben, Blickwinkelstabilität und Schwarzwert richtig gut und auch die Helligkeit kann sich mit 630 cd/m² im Automatikmodus für diese Preisklasse sehen lassen.

Einziger Abstrich hier: 90 statt 120 Hz, aber das sollten die meisten Nutzer im Alltag verschmerzen können. Unverständlich bleibt allerdings, dass Samsung das A33 5G beim Thema Always-on-Display künstlich beschneidet. Es fehlt bei diesem Modell, obwohl das technisch kein Problem wäre.

Bei den Kameras greift Samsung für das Galaxy A33 5G etwas weiter unten ins Regal. Statt 64 gibt es 48 Megapixel für die Hauptkamera, statt 12 nur 8 Megapixel für den Weitwinkel und für die Tiefenschärfe müssen 2 statt 5 Megapixel reichen. Lediglich die Makrokamera mit 5 Megapixel wurde unverändert übernommen. Positiv: Die Hauptkamera bietet jetzt im Gegensatz zum Vorgänger einen optischen Bildstabilisator wie der große Bruder – auch das ist in der Mittelklasse noch lange nicht normal. Bei der Frontkamera gibt es nur abgespeckte Specs: 13 statt 32 Megapixel.

Im Alltag macht das wenig, denn bei ausreichendem Licht macht die Hauptkamera für die Preisklasse ziemlich gute Bilder, bei denen Schärfe und Dynamik überzeugen. Farben sind bisweilen leicht übersättigt, passen aber ansonsten und auch der Weißabgleich ist ordentlich. Bei schwachem Licht gibt es durchaus Fortschritte im Vergleich zum Vorgänger und die Bildqualität ist in Ordnung, hier gibt es aber noch Luft nach oben.

Der Weitwinkel sollte nur bei gutem Licht zum Einsatz kommen und kann selbst dann nicht voll überzeugen. Hier fehlt es zu sehr an Bildschärfe. Die Makrokamera ist für diese Art von Kameras dank immerhin 5 Megapixel gelegentlich sogar zu gebrauchen, generell halten wir von Makrokameras aber nichts – diesen Job übernimmt ein Weitwinkelobjektiv bei ordentlicher Umsetzung deutlich besser.

Die Frontkamera macht ausreichend scharfe Bilder, bei denen Weißabgleich und Farbwiedergabe in Ordnung gehen, sofern das Licht stimmt. Videos mit der Hauptkamera gelingen maximal in 4K mit 30 fps (Frames pro Sekunde), wodurch spätestens bei Schwenks mangels Bildanzahl Ruckler sichtbar sind. Die Stabilisierung ist davon abgesehen ausreichend, aber auch hier gibt es für ähnliches Geld bessere Modelle. Insgesamt ist die Kamera des Samsung Galaxy A33 5G brauchbar, auch wenn sie nicht zu den besten ihrer Preisklasse gehört.

Bei der Ausstattung des Samsung Galaxy A33 5G gibt es wieder eine Überraschung – und zwar eine positive. Denn technisch ist das A33 im Inneren mit dem A53 identisch. Bedeutet: Es gibt einen Exynos 1280 mit bis zu 2,4 GHz als Antrieb und 6/128 GByte Speicher – im Gegensatz zum A53er, das auch mit 8/256 GByte angeboten wird, ist hier aber Schluss. Ohnehin reicht das in Benchmarks wie im Alltag für gute Leistung mit überwiegend ruckelfreier Bedienung. In PCmark Work 3.0 kommt das Gerät auf rund 11.500 Punkte, in 3Dmarks Wild Life sind es 2350 Punkte. Das sind gute Werte für die Mittelklasse, sie liegen ziemlich gleichauf mit dem A53.

Trotzdem sind im alltäglichen Betrieb gelegentlich minimale Hakler zu spüren, insgesamt ist die Performance aber gut und außer in sehr anfordernden Spielen reicht sie absolut aus. Bei grafisch aufwändigen Games kommt man nicht um das Runterstellen der Grafik umher und das Smartphone wird spürbar warm. Der Klinkenanschluss des Vorgängers ist verschwunden. Übermäßig schnell ist der Fingerabdrucksensor im Display nicht, aber man kann sich damit arrangieren. Die Stereo-Lautsprecher sind laut und klar. Weitere technische Angaben zeigt unsere Tabelle.

Bei der Software gibt es keine Unterschiede zum großen Bruder A53. Entsprechend kommt das A33 eigentlich inzwischen per Update auf Android 13, unser Testmodell beharrte hingegen noch auf Android 12. Darüber liegt OneUI, dazu gibt es das Samsung-Update-Versprechen. Das umfasst eine Garantie von 4 Jahren für Android-Updates, sodass das Gerät voraussichtlich noch Android 16 bekommen wird. Noch länger gibt es Sicherheits-Patches, nämlich 5 Jahre. Das ist zusammen mit Google derzeit führend, kein anderer Hersteller verspricht seinen Käufern mehr.

Etwas schade ist die Menge an Bloatware, auch wenn für den ein oder anderen Käufer interessante Apps dabei sein dürften. Dennoch finden wir die ungefragte Zusatzinstallation von ohnehin kostenlosen Apps wie Spotify, Disney+ oder diversen Microsoft-Apps suboptimal.

5000 mAh bietet der Akku des Samsung Galaxy A33 5G, das ist genauso viel wie beim A53. Entsprechend ist die Leistung in puncto Durchhaltevermögen auch sehr ähnlich, trotz „nur“ 90 Hz beim Display kommt auch das A33 5G auf rund 11 Stunden beim Battery Test von PCmark. Das ist trotzdem ein guter Wert und das Smartphone sollte bei normaler Nutzung bei den meisten Käufern gut 1,5 Tage durchhalten.

Nicht ganz so gut ist die Ladegeschwindigkeit, die typisch für Samsung wieder nur bei 25 Watt liegt. Damit braucht das Gerät fast 1,5 Stunden für eine volle Dröhnung – sofern man ein Ladegerät hat. Denn das packt Samsung mal wieder nicht in die Verkaufsverpackung. Das könnte man aus Umweltschutzgründen prinzipiell gutheißen, wenn da nicht immer das diffuse Gefühl bliebe, dass Hersteller wie Samsung oder Apple das Netzteil doch eher aus wirtschaftlichen Gründen weglassen. So kann man schließlich auch noch mal an dessen Verkauf zusätzlich verdienen. Nokia macht das besser, denn der Hersteller spendet einen Teil der Einnahmen durch Netzteile für Umweltprojekte.

Das Samsung Galaxy A33 5G gibt es in den Farben Schwarz, Blau, Weiß und „Pfirsich“. Als Speicherkonfiguration gibt es ausschließlich 6/128 GByte. Die UVP beträgt 369 Euro, die Straßenpreise sind niedriger: Ab knapp 268 Euro ist das Handy zu haben.

Das Samsung Galaxy A33 5G ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone. Das OLED-Display ist ausgezeichnet, die Speicherausstattung ausreichend, die Leistung geht in Ordnung. Es gibt obendrein IP67 als Staub- und Wasserschutz, der Akku sorgt für lange Laufzeiten und die Kamera knipst dank optischem Bildstabilisator vernünftige Bilder. Negativ fällt das dicke „Kinn“ unterhalb des Displays auf, außerdem wirkt die Tropfen-Notch wenig modern. Dass das Display darüber hinaus nur 90 statt 120 Hz bietet, halten wir für akzeptabel.

Da stört es uns schon mehr, dass der Akku mit 25 Watt ziemlich langsam lädt. Das größte Problem ist allerdings der Preis: Das in den genannten Punkten leicht bessere Samsung Galaxy A53 (Testbericht) kostet teilweise nur etwa 10 Euro mehr – warum dann zum A33 greifen? Wer nach Alternativen sucht, wird überdies in unserer Top 10 der besten Smartphones bis 200 Euro, bis 300 Euro oder bis 400 Euro fündig.

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