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Samsung Evo Plus 256 GByte
Pro und Contra
  • konstant gute Performance
  • günstiger Preis
  • Schnelle Lese- & Schreibgeschwindigkeit
  • Performance in Smartphones niedrig
  • 4.5

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Die Samsung Evo Plus liest und schreibt 4K-Aufnahmen mit konstant hoher Geschwindigkeit und ist mit rund 30 Euro für 256 GByte günstiger als die Konkurrenz. Wir haben die Micro-SD-Karte getestet.

Vor allem bei 4K-Aufnahmen von Actioncams wie Insta360 One R (Testbericht) und Gopro Hero 8 (Testbericht) oder Drohnen wie DJI FPV (Testbericht) muss die Speicherkarte schnell genug sein. Sonst drohen Abbrüche bei der Aufzeichnung, Ruckler im Video oder Fehler bei Serienbildaufnahmen. In diesem Kurztest schauen wir uns die Micro-SDXC-Karte Samsung Evo Plus mit 256 GByte an.

Dieser Testbericht erscheint in der neu aufgelegten Themenwelt Speicherkarten. Bisher haben wir uns die PNY Pro Elite (Testbericht) angesehen. Weitere Beiträge zu vergleichbaren Karten von Adata, Sandisk & Co. folgen in den kommenden Wochen.

Die Geschwindigkeit für die von uns getestete Karte gibt Samsung mit 100 MByte/s beim Lesen und 90 MByte/s beim Schreiben an. Zusätzlich verfügt die Evo Plus über Class-10-, UHS-I- und U3-Standards und spielt in Hinblick auf die verschiedenen Klassen in einer Liga mit PNY Pro Elite (Testbericht) oder Sandisk Extreme (Testbericht). Somit eignet sich die Samsung Evo Plus, rein in Hinblick auf die Spezifikationen, sehr gut für das Speichern von 4K-Aufnahmen. Neuere High-End-DSLRs brauchen etwa für 8K-Aufnahmen den Standard UHS-II; sie benötigen pro Sekunde Video gut 1 GByte Speicher. Dafür reicht die Geschwindigkeit der hier getesteten Samsung-Karte nicht. Die verschiedenen Karten-Standards und Geschwindigkeitsklassen erklären wir an anderer Stelle.

Wer 4K-Aufnahmen ohne Qualitätsverlust von der Speicherkarte übertragen will, sollte sich vor dem Kauf informieren, welche Anforderungen das Aufnahmegerät besitzt. Viele Einsteiger- und Mittelklasse-DSLRs unterstützen UHS-I, also eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 104 MByte/s. Das gilt beispielsweise auch für die DJI FPV (Testbericht); hier empfiehlt der Hersteller ebenfalls UHS-I. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Karte eine konstante Schreibgeschwindigkeit hat. Die PNY Pro Elite (Testbericht) konnte in unserem Test der DJY FPV etwa nicht ihre Schreibgeschwindigkeit halten. Das Ergebnis waren Aussetzer in der Aufnahme wie das folgende Video zeigt:

Mit einem Preis von rund 30 Euro zählt die Samsung zu den günstigen Speicherkarten ihrer Klasse. Vergleichbare Karten mit genauso viel Speicher wie die Sandisk Extreme für 42 Euro oder die PNY Pro Elite für 35 Euro kosten laut unseres Preisvergleichs deutlich mehr. Bringt die günstige Samsung-Karte überhaupt die gleiche Leistung? Details zeigt unser Geschwindigkeitscheck.

Wir ermitteln in unserer festen Testumgebung, ob die Herstellerangaben stimmen. Benchmark-Programme kopieren hierfür systematisch Daten, prüfen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sowie Zugriffszeiten. Geschwindigkeitsmessungen sind von Benchmark zu Benchmark und Gerät zu Gerät unterschiedlich. Damit wir vergleichbare Werte erhalten, nutzen wir in allen Tests die gleichen Tools auf den gleichen Geräten: Für Messungen am Computer nutzen wir ein Acer Spin 5 (SP514-54N-58JN). Der im Notebook integrierte Leser ist für UHS-I-Karten zu langsam. Anstelle des internen Speicherkartenlesers nutzen wir Ankers Powerexpand+ 7-in-1 USB-C-Hub, der mit UHS-I bis zu 104 MByte/s transportiert. Für unsere Tests am Smartphone kommt ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G (Testbericht) zum Einsatz. Wir lassen jeden Test dreimal laufen und ermitteln dann den Durchschnittswert.

Neben dem Crystal Disk Mark kommt ein Kopiertest mit echten Daten zum Einsatz. Der Crystal Disk Mark ist ein akkurates Tool, um sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit zu messen; auch die Kollegen der c't nutzen diesen Benchmark neben dem IOmeter, wie sie im c't-inside-Video zeigen. Darüber hinaus testen wir die Performance der Samsung-Karte auf einem Android-Smartphone mit dem Disk Speed Test. So wollen wir mögliche Leistungsunterschiede hervorheben.

Im Crystal Disk Mark liest und schreibt die Samsung Evo Plus 1 GByte Datenpakete. Die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit liegt bei 88,16 MByte/s, die Lesegeschwindigkeit bei 75,11 MByte/s. Zum Vergleich: Die PNY Pro Elite (Testbericht) kommt auf 86,21 MByte/s Schreiben und 71,53 MByte/s Lesen, eine Adata Premier Pro auf 87,82 MByte/s Lesen und 71,31 MByte/s Schreiben. Somit erfüllt die Samsung-Karte die Herstellerangaben (100/90) deutlich besser und eignet sich für das schnelle Schreiben von hochauflösenden Serienbildaufnahmen, die in kurzer Zeit hohe Datenmengen produzieren.

Im praxisnahen Kopiertest ziehen wir ein Video mit einer Größe von 1,37 GByte auf die Samsung Evo Plus. Das Video ist eine 5 Minuten lange 4K-Aufnahme mit 60 fps eines iPhone 12 Mini. Hier liegt die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit bei 67 MByte/s; das reicht aus, um das Datenpaket innerhalb von rund 20 Sekunden zu übertragen. Eine Stunde 4K-Material braucht bei dieser Geschwindigkeit entsprechend knapp 4 Minuten. Testweise haben wir zudem eine größere Datenmenge mit jeweils 50 GByte pro Durchlauf kopiert. Hier liegt die Schreibgeschwindigkeit ebenfalls bei durchschnittlich 67 MByte/s, die Übertragung dauert knapp 12 Minuten. Besonders erwähnenswert ist, dass die Samsung-Karte nahezu konstant schreibt. Selbst bei 50-GByte-Paketen schwankt der Wert maximal zwischen 65 und 68 MByte/s. Das schaffen die bisher getesteten Wettbewerber nicht.

Eine Adata Premier Pro kommt bei 1,37 GByte auf 66 und bei 50 GByte auf 58 MByte/s. Eine PNY Pro Elite (Testbericht) auf rund 64 MByte/s bei 1,37 GByte und 63 MByte/s bei 50 GByte. Die Samsung-Karte liegt also auch im praxisnahen Kopiertest vor der getesteten Konkurrenz.

Der letzte Test ist der Disk Speed Test für Android-Smartphones. Hier prüfen wir, was die Karte als erweiterter Smartphone-Speicher leistet. Die Werte der Samsung Evo Plus stellen wir mit denen der PNY Pro Elite und Adata Premier Pro gegenüber:

Die von uns getestete Samsung Evo Plus mit 256 GByte gibt es aktuell für 30 Euro. Der bisherige Tiefstpreis lag Ende 2020 bei 22 Euro. Weitere Karten der Evo-Plus-Reihe gibt es zwischen 32 GByte und 512 TByte. Vergleichbare Karten von PNY oder Adata sind deutlich teurer.

Die Samsung Evo Plus gehört zu den günstigeren Karten ihrer Kategorie. Dennoch schneidet sie in fast allen Kopiertests besser ab. Nur bei der Nutzung als erweiterter Speicher in Smartphones ist noch Luft nach oben; das gilt aber auch für die bisher getesteten Wettbewerber.

Im Test erhält die Samsung-Karte eine Kaufempfehlung. Sie ist schnell, liest und schreibt konstant und kostet verhältnismäßig wenig. Wer eine günstige Karte für 4K-Aufnahmen sucht, sollte sich die Samsung Evo Plus ansehen.

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