Roborock S7 Pro Ultra im Test: Das beste Topmodell ohne 3D-Objekterkennung

Roborock S7 Pro Ultra
Pro und Contra
  • sehr gute Navigation und Saugleistung
  • grandiose Ultra-Reinigungsstation
  • günstiger als MaxV
  • Kann nach wie vor Wischtuch auf Teppich anheben
  • mit 1200 Euro immer noch ziemlich teuer
  • 5.0

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Saugroboter, die alles können, gibt es aktuell nicht viele – und wenn, dann sind sie richtig teuer. Der neue Roborock S7 Pro Ultra kann alles, ist aber günstiger als das bisherige Spitzenmodell.

Saugen können Saugroboter schon seit einigen Jahren ordentlich, beim Wischen sieht das aber überwiegend immer noch anders aus. Denn die meisten Hybridmodelle ziehen einfach nur einen feuchten Lappen unter sich her – das hat mit aktivem Wischen zur Schmutzentfernung nichts zu tun, sondern entspricht einfachem Staubwischen. Das kann für Allergiker trotzdem eine Hilfe sein, doch wer tatsächlich eine saubere Wohnung will, muss Alternativen suchen.

Die finden sich inzwischen in Modellen wie Dreame Bot W10 (Testbericht), Yeedi Mop Station (Testbericht) oder Hobot Legee 7 (Testbericht), die entweder auf rotierende Wischmopps oder anderweitig bewegte Wischtücher setzen, um Schmutz effektiv vom Boden zu lösen. Das Problem: Wer gleichzeitig Hartboden und Teppich reinigen will, muss entweder jedes Mal händisch Vorbereitungen am Sauger treffen oder gleich ein zweites Gerät laufen lassen. Das ist sogar beim schicken Alleskönner Ecovacs Deebot X1 Omni (Testbericht) für schlappe 1600 Euro so. Oder man greift auf eines der aktuellen Saugrobotermodelle der S7-Reihe von Roborock zurück. Denn die bietet ein vibrierendes Wischtuch und erreicht damit gute Wischergebnisse, außerdem kann sie für die Teppichreinigung das Tuch automatisch anheben. Bislang kostete das mit dem Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht) satte 1400 Euro, doch das neue Modell S7 Pro Ultra senkt die Anschaffungskosten auf „nur“ 1200 Euro. Abstriche muss man dafür allerdings auch machen - je nach Sichtweise zumindest.

Beim Design des neuen Roborock S7 Pro Ultra gibt es so gut wie keine Unterschiede zu den anderen S7-Modellen Roborock S7+ (Testbericht) und Robrock S7 MaxV Ultra (Testbericht). Größte „Neuerung“ zum MaxV, mit dem sich das Pro-Modell die omnipotente Ultra-Reinigungsstation teilt: Das neue Modell ist wie auch die Station in Weiß mit schwarzen Akzenten gehalten, den MaxV gibt es ausschließlich in mattem Schwarz. Was da besser gefällt, ist Geschmackssache. Fakt ist aber, dass Staub auf dem weißen Modell (so wie auch der Ur-S7 ausgeliefert wurde) weit weniger zu sehen ist. Schade ist der Wegfall des „Visors“, also des LED-Streifens, mit dem der MaxV seinen Status signalisiert.

Der Rest ist gleich: Vorn gibt es drei mechanische Bedientasten, fast mittig oben den Laserturm und der hintere Teil der Oberseite lässt sich wieder aufklappen. Darunter versteckt sich der zu den anderen S7-Modellen mit Absaugstation kompatible Staubbehälter. Der Wassertank – hier nur zum MaxV kompatibel, da er von der Ultra-Reinigungsstattion selbstständig wieder mit Wasser befüllt wird – ist erneut hinten in den Sauger integriert. Der größte Unterschied zum teureren MaxV ist die Front, denn die verzichtet auf das Kameramodul und die beiden gekreuzten Laser, die den Bereich direkt vor dem Saugroboter vermessen. Auch die "Stirnlampe" des MaxV zum Ausleuchten der Szenerie für die Kamera gibt es beim Pro nicht. Die orangefarbenen Akzente – etwa im Inneren des Laserturms – des S7(+) entfallen, sie werden durch gediegenes Schwarz ersetzt. Insgesamt wirkt der neue Sauger dadurch trotz gleicher Form und Verarbeitungsqualität noch hochwertiger.

Das Schwarz-Weiß-Design setzt sich auch bei der Ultra-Station fort. Sie ist bei Form und Funktion identisch mit der beim MaxV Ultra, kommt also wieder mit den drei deutlich getrennten Behältern für Frisch- und Abwasser sowie der Absaugung für den Staubbehälter des Roboters. Hauptunterschied: das Korpus der Station ist nun Weiß. Trotz gleicher Form und Größe wirkt die neue Station dadurch etwas größer, aber auch freundlicher und nicht so düster.

Der Lieferumfang ist bei Roborock-Modellen schnell abgehandelt: Es gibt natürlich Roboter und Reinigungsstation mit Kabelmanagement, ansonsten nur noch einen zweiten Staubbeutel für die Station. Die muss mit der Rampe, die separat im Lieferkarton liegt, vervollständigt werden – das ist alles.

Die Verbindung mit dem Smartphone läuft wie immer entweder direkt über die Roborock- oder über die Xiaomi-Mi-Home-App. In beiden Fällen klappt das problemlos, nach wenigen, gut dokumentierten Schritten ist der Saugroboter im System. Das Funktionsangebot ist in beiden Fällen anschließend gleich groß. Da es sich fast eins zu eins mit dem Umfang zum S7 MaxV Ultra (Testbericht) deckt, gehen wir hier nur auf die Unterschiede ein. Und die sind schnell geklärt: Da dem Pro-Modell die Kamera in der Front fehlt, fehlen auch alle damit verbundenen Funktionen in der App. Entsprechend gibt es keine 3D-Karte, sondern nur die herkömmliche in 2D, außerdem entfallen die Optionen, als rollende Sicherheitskamera dienen zu können und alles, was mit 3D-Objekterkennung zu tun hat. Der Rest ist gleich – und zwar gleich gut.

Die Navigation des Roborock S7 Pro Ultra ist mindestens genauso gut wie beim ursprünglichen S7(+)-Modell. Im Nahbereich etwa an Wänden und in Ecken ist er sogar besser als der teurere S7 MaxV – das klingt verwunderlich, ist es aber gar nicht. Denn wegen der Objekterkennung stellten wir im Test des MaxV fest, dass der Bot nicht ganz so nah an Gegenstände, Wände und Zimmerecken heranfährt. Grundsätzlich ist das auch nicht verkehrt, schließlich soll ein Saugroboter möglichst schonend mit Möbeln umgehen und der MaxV tat das sogar weitgehend berührungslos. Nur im Detail ist das eben nicht perfekt, etwa unter Sitzgruppen, wie wir im Test des S7 MaxV Ultra festgehalten haben. Und noch ein Vorteil bietet das Weglassen der Objekterkennung: Der S7 Pro ist schneller. Er dreht sich nicht so oft, um der nach vorn gerichteten Kamera den richtigen Blickwinkel zu gewähren, entsprechend verbummelt er weniger Zeit mit unnützen Bewegungen. Dafür erkennt er aber eben auch keine kleinen Hindernisse wie Kabel, Steckdosenleisten oder Tierkot. Im Zweifel fährt er einfach darüber hinweg und richtet eine echte Sauerei an oder fährt sich schlicht fest.

An der Reinigungsleistung gibt es wie schon bei den anderen beiden S7-Modellen nichts auszusetzen. Wie immer haben wir 30 Gramm Sittichfutter und 20 Gramm feinen Vogelsand in unserem 4 Quadratmeter großen Testparcours mit Hartboden sowie kurzem und mittellangem Teppich verstreut. Das Ergebnis zum MaxV ist nahezu identisch: 28 Gramm Futter und 14 Gramm Sand fand er wieder. Das eine Gramm Unterschied bei Futter und Sand halten wir eher für Messungenauigkeit oder leicht andere Verteilung im Testquadrat als für tatsächlich schwächere Saugleistung – schließlich sind alle technischen Daten identisch. Und im Alltag in einer bewohnten Umgebung konnten wir auch keine Unterschiede ausmachen. Das gilt auch für das Wischen, das dank Vibrarise-Technik erneut erstaunlich gute Ergebnisse liefert.

Ähnlich, aber etwas dezenter sind die Geräusche, die der Sauger in der Reinigungsstation macht. Das Rüsseln und Röcheln beim Absaugen des Schmutzwassers ist immer noch da, scheint aber etwas leiser geworden zu sein. Seltsame Geräusche im Betrieb macht der Sauger selbst nun hingegen gar nicht mehr. An der Lautstärke von Sauger und Absaugung in der Station hat sich ebenfalls nichts maßgeblich verändert. Das gilt auch für die Akkulaufzeit - wer mehr Details sucht, wird daher im Test des Roborock S7 MaxV Ultra fündig.

Kostete der MaxV mit der Ultra-Station noch 1400 Euro, so sind es beim S7 Pro Ultra „nur“ 1200 Euro. Zum Marktstart bieten diverse deutsche und internationale Händler das Modell sogar für 950 Euro an – darunter Geekmaxi. Bei Geekbuying kostet das Modell mit dem Code GKBS7PRO zum Artikelzeitpunkt rund 873 Euro.

Der neue Roborock S7 Pro Ultra hat vor allem schon mal eines: einen unsinnigen Namen. Warum ist „Pro“ schlechter als „MaxV“? Denn ansonsten gleiche Technik mit der grandiosen Ultra-Reinigungsstation, aber ohne 3D-Objekterkennung klingt ja auf dem Papier erst einmal schlechter. Tatsächlich dürfte das aber für den Großteil der Nutzer gar nicht stimmen. Denn die 3D-Objekterkennung des MaxV bietet Vorteile, aber eben auch Nachteile. Zudem ist sie bei Roborock weniger zuverlässig als beim in diesem Punkt unübertroffenen Samsungs Jet Bot AI (Testbericht). Wer sollte also den S7 MaxV, wer hingegen lieber den neuen S7 Pro kaufen?

Ganz einfach: Wer keine Kinder hat, die ständig ihr Spielzeug rumliegen lassen oder Haustiere besitzt, die gelegentlich unschöne Hinterlassenschaften in der Reinigungszone verlieren, darf beruhigt zum etwas günstigeren S7 Pro Ultra greifen. Der Mehrwert des MaxV ist einfach nicht groß genug. Daher dürfte wohl für den Großteil interessierter Kunden das Pro-Modell die richtige Wahl sein.

Oder soll es noch schicker sein? Der Ecovacs Deebot X1 Omni (Testbericht) spricht ein Design-verliebtes Publikum an, der Roborock Q7 Max+ (Testbericht) alle, die keine spezielle Wischfunktion brauchen. Oder soll es noch günstiger sein? Wer einfach nur einen gut navigierenden Saugroboter für möglichst wenig Geld sucht, der sollte sich den Dreame D9 (Testbericht) anschauen. Die besten Saugroboter aus unseren Tests haben wir außerdem in dieser Top 10 zusammengefasst.

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