Kauftipp: Saugroboter Roborock Q7 Max+ zum Schnäppchen-Preis im Test

Roborock Q7 Max+
Pro und Contra
  • sehr gute Navigation und Reinigungsleistung
  • tolle App
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • als Q7 Max ohne Kabelmanagement und mit billiger Unterlage
  • 4.5

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Wem das Spitzenmodell Roborock S7 MaxV zu teuer ist, der kann mit wenigen Abstrichen zum neuen Roborock Q7 Max+ greifen. Wir klären im Test, warum.

Das Spitzenmodell Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht) ist zweifelsfrei ein echter Alleskönner, der nicht nur wischt, sondern das Wischwasser auch selbstständig nachfüllt und zwischendurch den Wischmopp ohne fremde Hilfe reinigt. Das kostet – und wer einen guten Saugroboter sucht, der für ein etwas weniger Autonomie deutlich weniger Geld zahlen will, kommt um Roborocks neuen Q7 Max+ nicht herum. Gerade zum Marktstart gibt es hier diverse Angebote, die das Modell bis zum 31. März 2022 noch interessanter als ohnehin schon machen. Wir klären, warum das Gerät der legitime Nachfolger des Roborock S5 Max (Testbericht) sein könnte, dabei aber besser ist, ohne hingegen ganz an das neueste Topmodell heranzureichen.

Beim äußeren Design bietet der neue Roborock Q7 keine Überraschungen. Er setzt wie der geistige Vater S5 Max und auch die aktuellen Modelle wie der S7 MaxV auf eine gemeinsame Designsprache mit rundem Korpus, leicht aus dem Mittelpunkt nach vorn verschobenem Laserturm oben auf dem Gerät und gut verarbeitetem Kunststoff. Das schwarze Modell ist dabei in mattem Finish gehalten, das Weiße in bekannter Hochglanzoptik. Ansonsten ist alles wie gehabt: Vor dem Laserturm sind drei Hardware-Tasten für Bereichsreinigung, An/Aus sowie Rückkehr zur Ladestation angebracht, vorn gibt es einen Bumper mit integriertem Nahbereichs- und Seitensensor sowie eine Seitenbürste rechts. Sie besteht nach wie vor aus Gummi statt aus Kunststoffborsten.

Auch unten gibt es keine großen Veränderungen. Relativ mittig installiert ist wie gehabt die Hauptbürste, davor das Stützrad, daneben die Ladekontakte und mehrere Absturzsensoren. Die Hauptbürste ist in sich gedreht und schwimmend gelagert. Sie besteht aus gummiartigem Material wie bei den neueren Saugern der Marke, der S5 Max vor zwei Jahren hatte noch eine Mischung aus Gummilippen und Borstenreihen. Damit saugte der Roboter auch Tierhaare einwandfrei auf, allerdings bleiben die an Borsten gern hängen und erfordern händische Reinigung. Die neue Hauptbürste in den Modellen Roborock S7+ (Testbericht) und dem neueren S7 MaxV beseitigt Tierhaare ebenfalls effektiv – und das ohne besondere Wartung.

Neu ist das Innenleben – sichtbar und unsichtbar. Unsichtbare Anpassungen sorgen für deutlich höhere Saugkraft im Vergleich zum S5 Max, die jetzt fast das Niveau der aktuellen Topmodelle erreicht – sofern man sich auf die ungenormten Pascal-Angaben der Hersteller verlassen darf. Sichtbar und deutlich praktischer ist hingegen die neue Kombi aus Schmutz- und Wassertank. Die verbirgt sich wie gehabt unter der oberen Abdeckung des Saugers, die ohne Kraftaufwand nach oben geklappt werden kann. Der Behälter scheint von den Maßen her deutlich größer als zuvor und kommt mit einer sanft gerundeten Ecke, um gerade noch in das runde Gehäuse des Roboters zu passen. Vorteil: Staub entleeren und Wasser nachfüllen ist nun in einem Schritt möglich, sofern man nicht die Absaugstation mitkauft, auf die das Plus in "Max+" hindeutet.

Der Lieferumfang ist abhängig davon, ob der Roborock Q7 Max oder der Q7 Max+ gekauft wird. Der einfache Sauger ohne Absaugstation kommt mit kleiner Ladestation ohne Kabelmanagement, Wischtuchaufnahme und Wischtuch, dünner Kunststoffunterlage als Feuchtigkeitsschutz für den Boden an der Ladestation sowie etwas Papierbeilage zu Garantie und Co. Funfact: Sowohl die Ladestation ohne Kabelmanagement als auch die dünne, labbrige Unterlage haben wir schon beim S5 Max (Testbericht) bemängelt.

Das Plus-Modell verzichtet auf die Unterlage und kommt anstelle der kleinen Ladestation mit einer Absaugstation samt Zusatz-Staubbeutel zum Kunden. Die Station muss erst noch mit einem halben Dutzend Schrauben aus zwei Teilen zusammengesetzt werden, das Werkzeug dafür steckt in einer Aufnahme im Fuß der Station. Die weist übrigens ein Kabelmanagement auf und gefällt uns mit ihrem Schwarz-Weiß-Farbschema und dem eckigen Design wie beim S7 MaxV sehr gut.

Die Einbindung in die Roborock-App verläuft wie von Roborock gewohnt kinderleicht und ist in unter einer Minute abgeschlossen. Anschließend landet man in der App, die gewohnt übersichtlich ist und keine Fragen offenlässt. Im Gegensatz zum neuen S7 MaxV (Testbericht) fehlen natürlich alle Features zur 3D-Objekterkennung, denn die bietet der Q7 Max+ schlichtweg nicht. Dazu gehören diverse Einstellungsmöglichkeiten zum Umgang mit erkannten Hindernissen sowie die Option zur 3D-Kartendarstellung.

Fast alles andere ist mit an Bord, darunter automatische Saugkraftanhebung auf Teppich, Raumerkennung, NoGo-Areas und vieles mehr. Relativ neu ist die Möglichkeit, schon auf der Startseite der App für jeden eingebundenen Roboter Schnellzugriffe definieren zu können. Damit kann man dann etwa nach dem Frühstück nur das Esszimmer oder lediglich den Eingangsflur reinigen lassen, ohne tiefer in die App vordringen zu müssen. Weitere Details zur App haben wir in den Tests zu Roborock S7+ (Testbericht) und S7 MaxV (Testbericht) ausgeführt.

An der Navigation gibt es wie von Roborock gewohnt nichts auszusetzen. Der Q7 Max+ erkennt mittels Lidar (Laser) seine Umgebung millimetergenau, hält die Erkenntnisse in (auf Wunsch) mehreren Karten fest und reinigt systematisch. Dabei fährt er wie fast alle Modelle mit dieser Navigationstechnik zuerst die Ränder eines Raums ab und säubert anschließen den Innenraum S-förmig in exakten Bahnen. Im Zusammenspiel mit den erwähnten Front- und Seitensensoren kommt der Frontbumper als letzte Instanz selten zum Einsatz, der Umgang mit Möbeln und Hindernissen ist vorbildlich. Probleme gibt es nur bei Hindernissen, die zu niedrig oder etwas zu hoch sind. Gerade bei kleinen Störfaktoren wie den Rollen eines Schreibtischstuhls kann es passieren, dass der Roboter nach einer Drehung doch einmal etwas härter anstößt. In solchen Szenarios hat 3D-Objekterkennung wie beim deutlich teureren Roborock S7 MaxV ihre Vorteile.

Vor Festfahren etwa unter dem Sofa, das gerade hoch genug zum Unterfahren, aber zu niedrig zum freien Navigieren darunter ist, schützt der Bumper am Laserturm. Im Test machte das keine Probleme, auch aus insgesamt schwierigen Situation konnte sich der Sauger eigenständig befreien oder sie gleich ganz umgehen.

Auch bei der Reinigungsleistung macht Roborock wieder alles richtig. Die Saugkraft gibt der Hersteller mit 4200 Pa an, das ist eine gute Verdopplung vom S5 Max und am Puls der Zeit. Nur das Spitzenmodell ist mit 5100 Pa noch stärker. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der S7 MaxV im Test minimal besser abschneidet, der Q7 Max+ aber ebenfalls absolut überzeugt. In unserem Testparcours saugte das neue Modell auf höchster Saugstufe stolze 28 Gramm Sittichfutter und 13 Gramm Vogelsand auf, das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis. Anschließend lässt sich der Schmutz viel besser als bei den bisherigen Roborock-Modellen entfernen. Denn der neu entwickelte Staubbehälter wird jetzt ganz einfach über den entnehmbaren Feinstaubfilter entleert, dessen Rahmen keine überstehenden Kunststoffnasen mehr aufweist. Stattdessen sind alle Kanten übergangslos angeschrägt, Staub und Schmutz bleibt so nirgends mehr hängen. Bravo!

Dieses Problem haben Nutzer der Absaugstation, also des Q7 Max+, ohnehin nicht. Denn nach jedem Reinigungsgang oder auf Knopfdruck saugt sie den Schmutz aus dem internen Behälter ab, sodass kein eigenes Eingreifen nötig ist. Rund sieben Wochen soll der Sauger damit autonom auskommen, das hängt aber in erster Linie vom Reinigungsbereich und der Häufigkeit der Reinigung ab. Wasser muss der Nutzer aber immer noch händisch nachfüllen und eine Reinigung des Wischtuches beherrscht der Q7 Max+ auch nicht. Wer das will, muss zum Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht) für schlappe 1400 Euro in der UVP greifen. Der Absaugvorgang beim neuen Modell ist natürlich recht laut, funktioniert aber hervorragend und dauert keine 20 Sekunden.

Wischen kann der Q7 Max+ zwar auch, doch wie beim zwei Jahre alten S5 Max wird das Wischtuch zur Verbesserung der Wischleistung lediglich mittels Federdruck sanft auf den Boden gepresst. Doch weder gibt es eine Rüttelbewegung für bessere Reinigungsleistung, noch kann das Q-Modell das Tuch auf Teppich anheben oder gar selbst reinigen. Das bleibt den Modellen der S-Serie vorbehalten. Beim Q-Modell ist das also wieder nur das typische „Staubwischen“ - für Hausstaub-Allergiker ist das sicherlich trotzdem ein Pluspunkt.

Die Akkuleistung gibt Roborock beim Q7 Max+ mit 5200 mAh an, die maximale Saugdauer mit 180 Minute. Für eine vollständige Ladung benötigt der Sauger rund 6 Stunden – auch hier hat das neue S7-Modell die Nase vorn. Je nach Reinigungsfläche und Untergrund halten wir mit etwas Teppich rund 1,5 bis 2 Stunden für realistisch. Damit eignet sich der Q7 Max+ auch für größere Haushalte, zumal er nach einer Zwischenladung erneut ausrückt und an alter Stelle weitermacht.

399 Euro kostet der Roborock Q7 Max in der UVP, den Q7 Max+ mit Absaugstation gibt es für 649 Euro. Erhältlich ist das Modell in Schwarz und Weiß. Zum Marktstart es diverse Angebote unterhalb der UVP. So kostet der Sauger ohne Station mit dem Code T5J64TCT bei Geekmaxi 379 Euro, der Q7 Max+ mit Absaugstation mit dem Code IGYA9MG5 nur 549 Euro.

Wer nicht den gesamten Preis auf einmal zahlen will, bekommt den Q7 Max auch bei Seiten wie Ratendeals.de für monatlich 20 Euro; bei 24 Monaten Laufzeit. Zusätzlich gibt es gerade noch einen Xiaomi Mi Mini Staubsauger gratis dazu.

Der Roborock Q7 Max+ ist ein hervorragender Saugroboter für alle, die zwar ein neues Gerät kaufen wollen, aber nicht unbedingt die allerneueste Technik haben müssen. So lässt sich bares Geld sparen, ohne zu viele Kompromisse eingehen zu müssen. Klar: Der Q7 Max+ kann weder beim Wischen den Boden „schrubben“ wie ein S7+ oder S7 MaxV. Noch kann er das Wischtuch zum Befahren von Teppich anheben oder gar das Wischtuch regelmäßig selbst reinigen und den internen Wassertank nachfüllen. Aber er kann perfekt navigieren, richtig gut saugen, klasse per App (und Sprache) bedient werden und sieht dabei auch noch gut aus. Und er kommt auf Wunsch mit Absaugstation. Damit ist er jeden Cent wert und somit unser neuer Kauftipp in der Mittelklasse.

Wer mehr will, muss mit dem Robrock S7 MaxV Ultra (Testbericht) deutlich mehr zahlen, bekommt dann aber auch klar mehr. Günstiger ohne Absaugstation ist nach wie vor der Dreame D9 (Testbericht), der weiterhin unser Preis-Leistungs-Tipp im unteren Preisniveau bleibt. Weitere richtig gute Saugroboter gibt es in unserer Top 10 der besten Modelle und wer sich generell zu Saugrobotern informieren will, dem legen wir unsere 7 Kauftipps zu Saugrobotern ans Herz.

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