Roborock H7
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Müssen beutellose Staubsauger immer beutellos sein? Nein, sagt Roborock beim neuen H7 und spricht Allergikern damit aus der Seele. Wir haben den Akkusauger getestet.

Roborock überzeugt schon länger mit tollen Saugrobotern wie dem Roborock S6 MaxV (Testbericht) oder dem aktuellen Roborock S7 (Testbericht). Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen außerdem seinen ersten Akku-Handstaubsauger auf den Markt, den Roborock H6 Adapt, den wir in der Pro-Version (Vergleich) getestet haben. Das Gesamtpaket überzeugte und so ist es wenig verwunderlich, dass der Hersteller nun den Nachfolger Roborock H7 auf den Markt gebracht hat. Die Unterschiede zum Vorgänger halten sich auf den ersten Blick in Grenzen, im Detail gibt es aber durchaus Fortschritte zu erkennen – und das beim gleichen Preis. Wir haben den schicken roten Sauger ausprobiert und klären, was der H7 im Test taugt.

Beim Lieferumfang gibt es fast keine Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger. Warum auch, denn der war dort schon sehr umfangreich. Neben dem Sauger selbst, dem Saugrohr aus Metall, einem Flexrohr, zwei unterschiedlichen Aufsätzen und zwei Motorbürstenköpfen gibt es immerhin eine neue Wandhalterung. Daran dockt das Zubehör nicht mehr horizontal, sondern vertikal an – und zwar magnetisch. Wer einen entsprechenden Kühlschrank besitzt, kann die Zusatzbürste also theoretisch auch daran platzieren. Neu sind zwei Schmutzbeutel im Lieferumfang, außerdem ein spezieller Einsatz dafür.

Nicht nur der Lieferumfang ist weitestgehend identisch, auch beim Design hat sich Roborock beim neuen H7 Ausgaben gespart. Liegen H6 und H7 nebeneinander, fällt eine Unterscheidung schwer - zumindest, wenn im H7 keiner der beiden Schmutzbeutel steckt, die nun auf Wunsch im eigentlich auf beutellosen Betrieb ausgelegten Schmutzbehälter installiert werden können. Das bietet zwei Vorteile: Der Schmutz lässt sich nun einfacher und ohne weiteres Wühlen im Dreck entnehmen, außerdem dürften Hausstauballergiker so weniger Beschwerden haben.

Bestenfalls auf den zweiten Blick werden kleine Unterschiede sichtbar: Beim neuen H7 ist der Schmutzbehälter um 100 Milliliter auf 0,5 Liter gewachsen und die Leistung ist von 420 Watt (150 Airwatt) auf 480 Watt (160 Airwatt) gestiegen. Da gleichzeitig die Laufzeit im Eco- und Standard-Modus mit 90 Minuten und 45 Minuten (Herstellerangabe) gleichgeblieben, die Laufzeit im Turbomodus aber von 10 auf 8 Minuten geschrumpft ist, dürfte es sich wohl um einen “getunten” Motor aus dem H6 handeln, der zudem nur im Turbomodus mehr Power hat. Neu ist auch das stärkere Ladegerät: Dank 35,84 Watt lädt es den 3610 mAh starken Akku des Roborock H7 in 2,5 statt 4 Stunden wie beim H6 auf. Dort kam ein Ladegerät mit 20,5 Watt zum Einsatz.

Das niedrige Gewicht von unter 1,5 Kilogramm für die Haupteinheit mit Akku und Staubbehälter ist nur rund 60 Gramm höher als beim Vorgänger, das Gerät ist damit immer noch schön handlich. Der Rest ist identisch. So ist erneut das kleine OLED-Display mit von der Partie, das die Nutzung des Saugers insgesamt sehr intuitiv gestaltet und wirklich hilfreich ist. Auch der Schalter, mit dem der Sauger dauerhaft an bleibt, ohne dass man ständig den Power-Knopf gedrückt halten muss, ist wieder mit dabei – eben alles wie beim Roborock H6 Pro (Vergleich). Die Übereinstimmung mit dem Vorgänger schließt leider auch negative Punkte mit ein. So wackelt das Saugrohr am Hauptgehäuse immer noch leicht, das mindert den hohen Qualitätseindruck, den das restliche Gerät hinterlässt.

Am Handling gibt es dank des vergleichsweise niedrigen Gewichts und des hilfreichen OLED-Displays nichts auszusetzen, es ist insgesamt sogar noch verbessert worden. Das liegt zumindest theoretisch einerseits am etwas größeren Schmutzbehälter und der theoretisch stärkeren Saugleistung. Beides haben wir im Alltagstest allerdings kaum bemerkt, immerhin war der Vorgänger schon ziemlich gut. Aber es liegt auch an der Möglichkeit, Schmutzbeutel statt des typischen Zyklon-Filters einzusetzen. Dafür nimmt an den voreingesetzten roten Filter aus Kunststoff und Metallsieben heraus und setzt stattdessen den im Lieferumfang befindlichen Einsatz für die Staubbeutel ein. Anschließend wird ein Staubbeutel ähnlich einer Absaugstation für Saugroboter eingesetzt – inklusive kleiner Lasche, um ihn beim Herausnehmen gleich zu verschließen, damit kein Schmutz oder Staub herausdringt.

Im Alltag erweist sich das als etwas fummeliger als die beutellose Variante. Dafür ist das Entleeren super einfach: Wie gewohnt den unteren Deckel des Schmutzbehälters öffnen und den Beutel an der hervorstehenden Lasche aus dem Gehäuse ziehen – fertig. Größtes Problem dürfte allerdings die Verfügbarkeit passender Beutel sein. Sie sind mit ihrer kleinen Pappschiene, die genau in den Aufsatz aus dem Lieferumfang passt, der eingearbeiteten Gummilippe für passgenauen Sitz der Ansaugöffnung und dem transparenten Sichtfenster, durch das man sehen kann, wann der Beutel voll ist, vermutlich vergleichsweise teuer. Außerdem werden sie schwer zu bekommen sein. In Deutschland sind sie zumindest noch gar nicht gelistet – gerade Zubehör ist hierzulande bei asiatischen Herstellern oftmals gar nicht zu bekommen.

Davon abgesehen saugt der Roborock H7 so gut wie der Vorgänger, auch an der Lautstärke hat sich nichts geändert. Gute 30 bis 40 Minuten am Stück zu saugen ist im Alltag kein Problem. Wir nutzen dafür die unterste oder die mittlere Saugstufe, auf Teppich erhöht der H7 die Saugkraft ohnehin. Was uns wieder aufgefallen ist: Die Leistung der Motorbürsten ist nach wie vor zu niedrig. Wechselt man auf flauschigen Teppich, kann die Motorbürste schon mal zum Stillstand kommen. Dann hilft nur Aus- und erneutes Einschalten des Saugers. Das wäre eigentlich eine wichtige Verbesserung gewesen, hier hat Roborock Chancen vertan.

399 Euro ruft Roborock für den H7 auf – ein stolzer Preis, zumal der Vorgänger dank längerer Marktverfügbarkeit schon deutlich darunter liegt. Bei Online-Händler Geekmaxi gibt es den neuen Sauger immerhin schon für 354 Euro, wenn man den Code 387HWCKY verwendet. Der Versand erfolgt aus Deutschland.

Der Roborock H7 ist eher ein Facelift des Vorgängers, also eine dezente Überarbeitung. Das Design ist mit dem Vorgänger H6 Adapt nahezu identisch, die Saugkraft im Alltag auch. Wirklich neu sind nur zwei Dinge: Die Halterung für das Zubehör, die im Alltag aber kaum eine Rolle spielen dürfte und die Möglichkeit, Staubbeutel statt der beutellosen Filter zu verwenden. Das kann hilfreich sein, etwa, wenn man weiß, dass man mal eben sehr staubige Arbeiten ausführt, etwa Löcher bohrt und den Schmutz nicht in der ganzen Wohnung verteilen will. Das zieht nämlich beim Kunststoffeinsatz eine komplette Reinigung aller beteiligten Teile nach sich. Generell dürften Allergiker von den Staubbeuteln profitieren. Leider sind die bislang kaum zu bekommen, sodass der größte Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell quasi nicht existiert.

Wer den Roborock H6 Adapt besitzt, braucht über eine Neuanschaffung nicht nachzudenken – die Unterschiede sind einfach zu gering. Und wer unbedingt die Staubbeutel nutzen will, sollte lieber versuchen, den Einsatz dafür samt der Beutel einzeln aufzutreiben. Da das Plus an Volumen des Staubbehälters nur durch zusätzliche Länge hinzugekommen ist, passt der Einsatz auch in den Vorgänger.

Alternativen könnten Modelle wie der Roborock H6 Pro (Vergleich) sein, außerdem haben wir die neuen Xiaomi-Modelle H8, H8 Pro und H9 Pro im Vergleich angeschaut.

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