Ring Floodlight Cam Wired Plus im Test: WLAN-Überwachungskamera mit Hoflicht

Ring Floodlight Cam Wired Plus
Pro und Contra
  • Full-HD-Auflösung mit farbiger Nachtsicht
  • LEDs leuchten mit bis zu 2000 Lumen
  • stabile WLAN-Verbindung und schnelle Aktivierung des Livestreams
  • leichte Installation und Montage
  • auch per Browser bedienbar
  • unterstützt Geofence
  • stabiler und reaktionsschneller Betrieb
  • ohne kostenpflichtiges Cloud-Abo nicht sinnvoll verwendbar
  • keine Unterstützung von 5-GHz-WLANs
  • mittelmäßige Bildqualität bei farbiger Nachtsicht
  • 3.5

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Die Ring Floodlight Cam Wired Plus bietet 2000 Lumen hell strahlende LEDs und farbige Nachtsicht. Sie zeichnet Videos in Full-HD auf, benötigt aber ein Cloud-Abo.

Mit sogenannten Floodlight-Cams (Flutlichtkameras) oder Überwachungskameras mit Scheinwerfer (Bestenliste), wie diese Modelle auch bezeichnet werden, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Dank der leuchtstarken LEDs sorgen sie für genügend Helligkeit in der Hofeinfahrt oder anderen Plätzen und die integrierte Kamera überwacht diese Bereiche und erhöht damit die Sicherheit.

Modelle wie die Ring Floodlight Cam (Testbericht) oder die Google Nest Floodlight (Testbericht) sind mit 2000 und 2400 Lumen schon sehr leuchtstark. Mit 3000 Lumen wird es mit der Arlo Pro 3 Floodlight (Testbericht) und der Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) aber noch heller.

Wegen der leuchtstarken LEDs benötigen die Floodlight-Cams meist einen festen Stromanschluss. So auch die Ring Floodlight Cam Wired Plus, die wir getestet haben.

Der Lieferumfang enthält neben der Kamera eine Montagehalterung, sowie Schrauben, Dübel, ein Kreuzschlitzschraubendreher sowie Aufkleber in mehreren Sprachen, die potenzielle Besucher auf die Überwachungskamera hinweisen.

In puncto Aussehen ähnelt die Ring Floodlight Cam Wired Plus der Eufy Floodlight Cam (Testbericht). Die beiden LED-Strahler mit einer Leuchtstärke von 2000 Lumen und einer nicht anpassbaren Farbtemperatur von 3000 K finden im oberen Bereich links und rechts der runden Montagehalterung mit einem Durchmesser von zwölf Zentimetern Platz. Die Kamera befindet sich in einem quaderförmigen Gehäuse mit einer nach unten ausgerichteten Kuppel in der Mitte am unteren Rand. Dort ist nicht nur die Technik der Full-HD-Kamera untergebracht, sondern auch der Bewegungsmelder mit einem Auslösebereich von 270 Grad, sowie Mikrofon und Lautsprecher für die Gegensprechfunktion. Der Lautsprecher dient auch als Sirene, die bei einem Abstand von 10 Zentimeter eine Lautstärke von 105 dB erreicht.

Der Blickwinkel des Kameraobjektivs umfasst 140 Grad horizontal und 80 Grad vertikal. Insgesamt belaufen sich die Abmessungen der Ring Floodlight Cam Wired Plus auf 24,6 × 29,9 cm × 17,9 cm. Laut Hersteller ist sie in einem Temperaturbereich zwischen -20 und 50 °C einsetzbar. Sie ist witterungsbeständig, verfügt aber über keine offizielle IP-Zertifizierung - damit lässt sich der Hersteller bei Feuchtigkeitsschaden offenbar absichtlich eine (für unseren Geschmack viel zu große) Hintertür offen.

Die Floodlight Cam Wired Plus kann an der Wand oder an der Decke montiert werden, aber nur dort, wo sich auch ein 220-Volt-Anschluss befindet. Wie immer gilt: Die Verbindung eines Geräts ans 220-Volt-Stromnetz ist fachkundigen Personen vorbehalten. Es besteht Lebensgefahr. Um auf Nummer Sicher zu gehen, schalten wir die Hauptsicherung im Verteilerkasten aus. Anschließend wird die Montagehalterung an der Wand verschraubt und die Stromkabel an der integrierten Lüsterklemme befestigt. Für den Test haben wir sie an einer Außenwand montiert, was angesichts der guten Beschreibung der Schnellstartanleitung und auch der in der Halterung integrierten Wasserwaage, die eine optimale Positionierung erleichtert, schnell erledigt ist (siehe auch Bildergalerie).

Nun schalten wir den Strom über die Hauptsicherung wieder ein und beginnen mit der Inbetriebnahme. Hierfür wird die Ring-App benötigt, für die man sich Angabe von Mobilfunknummer, E-Mail-Adresse und Standort registrieren muss. Der integrierte Installationsassistent hilft in Form grafischer Darstellungen und mit Sprachnachrichten – allerdings nur auf Englisch – über den Lautsprecher bei der Einrichtung, sodass diese nach wenigen Minuten abgeschlossen ist.

In der Praxis hat die Floodlight Cam Wired Plus zuverlässig funktioniert: Weder gab es Probleme mit der WLAN-Verbindung, noch mit dem Gerät als solchem. Es war jederzeit über die App oder auch per Browser (siehe auch Bildergalerie) nach Anmeldung über ring.com/users/sign_in steuerbar und hat auf Nutzereingaben zügig reagiert. Die App wirkt insgesamt aufgeräumt, in Teilbereichen allerdings etwas überladen. Das Dashboard bietet grundsätzlich eine gute Übersicht, aber die insgesamt 11 Kachel für weitere Bedienmöglichkeiten sind im Alltag etwas viel. Weniger wäre hier mehr.

Positiv ist die Geofence-Funktionalität, mit der Ring-Kameras etwa automatisch in den Schlummermodus versetzt werden, wenn man nach Hause kommt und so den Anwender nicht mit unnötigen Benachrichtigungen über die Aufnahme der eigenen Person belästigt. Praktisch ist eventuell auch die Möglichkeit, Ring-Kameras miteinander zu koppeln: Sobald eine Kamera einen Alarm ausgelöst hat, beginnen auch die anderen mit der Aufnahme. Da alle Ring-Kameras aber ohnehin bei Bewegung aufzeichnen, verliert dieses Feature in unseren Augen wieder an Bedeutung.

Als besonders leistungsfähig entpuppt sich der in der Kamera integrierte Bewegungsmelder, der tatsächlich einen Erfassungsbereich von 270 Grad bietet und somit schon auslöst, bevor die Kamera, die „nur“ ein Sichtfeld von 140 Grad bietet, Videos von einer potenziell verdächtigen Person überhaupt aufnehmen kann. In diesem Fall lässt sich die Kamera so konfigurieren, dass automatisch die Beleuchtung aktiviert wird – auch Licht kann Einbrecher abschrecken.

Push-Benachrichtigungen erfolgen sowohl auf dem Mobilgerät als auch am Desktop über den Browser unverzüglich. Dabei kommt es im Test zu keinen Fehlalarmen, was für eine optimale Grundeinstellung der Kamera spricht. Falls es doch einmal zu Fehlalarmen kommen sollte, helfen die anpassbaren Bewegungszonen und die Aktivierung des Nur-Personen-Modus, bei dem lediglich erfasste Personen einen Alarm auslösen, andere Objekte wie Tiere jedoch nicht. Im Test mit einer Hauskatze löst die Kamera keinen Alarm aus. Mit dem Schwärzen von Bereichen können Anwender zudem den Schutz der Privatsphäre optimieren.

Die Darstellungsqualität der Videos ist bei Tagesaufnahmen für eine 1080p-Kamera gut. Den Nachtaufnahmen mangelt es hingegen etwas an Details. Außerdem liefert die farbige Nachtsicht nur verwaschene Farben und teilweise Fehlfarben (siehe Bildergalerie). Insgesamt ist die Kamera in diesem Punkt nur Mittelmaß. Die Gegensprechfunktion funktioniert hingegen einwandfrei. Teilnehmer vor und hinter der Kamera sind gut zu verstehen.

Als Amazon-Tochter bietet Ring eine Integration für den hauseigenen Sprachdienst Alexa. Wer ein Amazon Show verwendet, kann den Livestream der Kamera dort anzeigen lassen. Im Test klappt das einwandfrei, ohne dass es dabei zu Verzögerungen oder Unterbrechungen kommt. Andere Sprachassistenten wie Google Assistant und Apple Siri unterstützt die Ring-Kamera hingegen nicht.

Obwohl es keine frei verfügbare API von Ring gibt, können Ring-Geräte auch in andere Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) eingebunden werden. Entsprechende Lösungen existieren für einige Open-Source-Lösungen wie Home Assistant, für Smartthings (Testbericht) und für Homey Pro (Testbericht). Meist wird allerdings kein Livestream übertragen, sondern nur ein Standbild. Aber immerhin kann man Events des Bewegungsmelder für Automatisierungen nutzen. Über den Clouddienst IFTTT lassen sich die Ring-Kameras auch in andere Smart-Home-Lösungen einbinden, sofern diese eine Koppelung über den Clouddienst unterstützten.

Im Webshop von Ring kostet die Floodlight Cam Wired Plus, die in Weiß und in Schwarz verfügbar ist, 199 Euro. Bei Händlern ist sie allerdings schon ab etwa 150 Euro erhältlich. Zu diesem Betrag müssen Interessierte allerdings noch Kosten für das Cloud-Abo einkalkulieren. Pro Monat fallend dabei 4 Euro an. Wer das Abo für ein Jahr bucht, zahlt 40 Euro. Dadurch sinkt sich der monatliche Beitrag auf 3,33 Euro. Allerdings gilt das Abo nur für ein Ring-Gerät. Sind mehrere im Einsatz, lohnt das Plus-Abo, das monatlich 10 Euro kostet. Pro Jahr zahlt man 100 Euro, was einem Monatspreis von 8,33 Euro entspricht. Mit dem Plus-Abo können Kunden außerdem Ring-Alarm-Anlagen inklusive Mobilfunk-Reserve, falls das WLAN ausfällt, in Kombination mit den Überwachungskameras nutzen. Ohne Abo gibt es keine Personenerfassung und keine Speicherung von Videos.

Die Floodlight Cam Wired Plus hinterlässt im Test nur einen durchschnittlichen Eindruck. Das liegt vorwiegend an der wenig überzeugenden farbigen Nachtsicht und den Zusatzkosten für ein Cloud-Abo. Ohne Abo bietet die Kamera keine Personenerkennung, was unter Umständen zu mehr Fehlalarmen führt. Zudem wird das Abo für die Speicherung von Videos benötigt. Positiv ist hingegen der Bewegungsmelder mit einem großen Erfassungsbereich von 270 Grad, die leichte Installation und die Tatsache, dass man die Kamera nicht nur über eine App, sondern auch per Browser steuern kann. Die Möglichkeit für standortbasierte Automatisierungen (Geofencing) sowie der reaktionsschnelle und stabile Betrieb stehen ebenfalls auf der Habenseite.

Der Einsatz der Ring Floodlight Cam Wired Plus ist insgesamt hauptsächlich für Anwender interessant, die bereits mehrere Ring-Überwachungskameras verwenden und schon über ein Plus-Abo verfügen. Für alle anderen gibt es zum Beispiel mit der Eufy Floodlight Cam (Testbericht) oder Eufy Floodlight Cam 2 (2K) Alternativen, die bei ähnlichen Preisen ohne ein kostenpflichtiges Cloud-Abo für Sicherheit sorgen. Und wer Flutlichtkamera mit Rundüberwachung und Bewegungsverfolgung sucht, wird mit der Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) fündig.

Mehr Informationen zum Thema finden TechStage-Leser im Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Nützliche Hinweise bietet auch unsere Bestenliste Top 5 – Hoflicht mit Überwachungskamera: Die besten Floodlight Cams. Generelle Informationen zur Auswahl einer Überwachungskamera bietet der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

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