Reolink Argus 2: WLAN-Cam mit Akku & Solar im Test
Pro und Contra
  • kann komplett autark arbeiten
  • gute Bildqualität
  • zuverlässig
  • keine Möglichkeit Zonen zu erstellen
  • 4.0

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Reolink Argus 2 ist eine IP-Kamera mit wiederaufladbarem Akku, die sich auch mit Sonnenenergie betreiben lässt. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es davon abgesehen einige weitere Verbesserungen.

Die WLAN-IP-Kamera Argus von Reolink hat in unserem damaligen Test recht ordentlich abgeschnitten. Der Nachfolger kommt nun mit einigen Verbesserungen, zumindest auf dem Papier. Die Security-Kamera hat eine bessere Nachtsicht, einen wiederaufladbaren Akku und kann auch mit einem optionalen Solarpanel betrieben werden. Ob die Argus 2 auch in der Praxis überzeugen kann, haben wir uns angeschaut.

Die Argus 2 gleicht dem schon von uns getesteten Vorgänger (Reolink Argus Testbericht ) wie ein Ei dem anderen – zumindest auf den ersten Blick. Während sich äußerlich nicht viel geändert hat, gibt es innen jetzt ein per Micro-USB-Anschluss wieder aufladbaren Akku statt vier Batterien des Typs CR123A. Das nach IP65-Zertifierung wetterfeste Kunststoffgehäuse der IP-Cam macht nach wie vor einen robusten und stabilen Eindruck und auch die Möglichkeiten zur Befestigung sind die gleichen.

Auf der Vorderseite des eiförmigen Gehäuses finden sich die Linse, IR-LEDs, der Bewegungsmelder und am unteren Rand Lautsprecher und Mikrofon hinter entsprechenden Aussparungen. Rechter Hand sitzt ein Micro-SD-Slot hinter einer Gummi-Abdeckung. Der aufladbare Akku bildet die Rückseite der Kamera und lässt sich nach Lösen eines entsprechenden Mechanismus nach oben zum Austauschen herausnehmen. Zum Aufladen gibt es hinten an der Batterie einen Micro-USB-Anschluss, der wiederum durch eine Gummi-Abdeckung gegen das Eindringen von Schmutz oder Feuchtigkeit geschützt ist.

Was die Befestigungsmöglichkeiten angeht, gibt es zum einen eine Halterung an der die Argus 2 magnetisch haftet, und sich komfortabel ausrichten lässt. Diese Halterung wird einfach an den gewünschten Platz gestellt, oder mit im Lieferumfang enthaltener Schrauben an der Wand befestigt. Die für den Außeneinsatz gedachte Halterung kommt ebenfalls mit Befestigungsmaterial. Um die Sache Diebstahlsicherer zu gestalten, wird sie am Gewinde am unteren Rand der IP-Kamera festgeschraubt.

Zur Befestigung des optional erhältlichen Solarpanels zum Betrieb per Sonnenenergie gibt es eine ähnliche Halterung, ebenfalls mit einem Kugelgelenk zur möglichst perfekten Ausrichtung. Das Kabel zur Befestigung am MicroUSB-Anschluss des Akkus der IP-Kamera ist mit einer Länge von beinahe vier Metern ordentlich bemessen. Es muss also nicht in unmittelbarer Nähe der Argus 2 untergebracht werden.

Die Argus 2 hat einen CMOS-Bildsensor mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixel. Der Sichtwinkel des Objektivs beträgt 130 ° in der Diagonalen. Die Erkennungsreichweite des Bewegungsmelders gibt der Hersteller mit 2 bis 4 m in der Einstellung „Niedrig“, mit 4 bis 6 m in der Einstellung „Mittel“ und 6 bis 9 m in der Einstellung „Hoch“ an. Argus 2 verbindet sich mit WLAN nach 802.11 b, g und n im 2,4-GHz-Frequenzband. Die Kamera unterstützt die Verschlüsselungsmethoden WEP, WPA-PSK und WPA2-PSK. Der austauschbare Akku hat eine Kapazität von 5200 mAh.

Argus 2 ist eine IP-Kamera die mit dem heimischen WLAN verbunden und per Apps für Android, iOS, Windows und Mac konfiguriert wird. Über diese Programme ist außerdem natürlich eine Echtzeit-Überwachung möglich inklusive der Möglichkeit manuell Bilder und Videos aufzunehmen. Die Inbetriebnahme der Argus 2 geht am einfachsten per entsprechendem Setup innerhalb der Smartphone-Apps. Im Test war dies innerhalb weniger Minuten erledigt. Die im Test genutzten Applikationen für Android und Windows sind einerseits großteils selbsterklärend, bieten aber auch tiefer gehende Einstellungsmöglichkeiten.

Die Security-Kamera informiert den Nutzer bei manuell eingeschaltetem oder zeitlich programmiertem Alarm wahlweise per Pushnachricht auf dem Handy oder per E-Mail. Während Letzteres beim Test der ersten Argus nicht funktionierte, hatten wir mit der Argus 2 hier keine Probleme. Bewegungen vor der Linse wurden präzise erkannt und Benachrichtigungen darüber zuverlässig zugestellt.

Auf Wunsch aufgenommene Videos des Vorgehens vor der Linse landen auf einer in der IP-Kamera eingelegten Micro-SD-Karte. Zwar will Reolink zukünftig auch einen Cloud-Dienst bieten, aktuell benötigt der Nutzer jedoch kein entsprechendes Abo, das in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Reolinks Argus 2 kann dank integriertem Lautsprecher und Mikro auch als Gegensprechanlage herhalten.

Schon beim Vorgänger hat uns die Bildqualität gut gefallen. Die Argus 2 liefert noch etwas bessere Qualität, vor allem was Nachtsicht angeht. Die Latenz beim Livebild ist verhältnismäßig gering und die Verbindung zwischen App und Kamera in der Regel flink hergestellt. Auch beim Zugriff vom Smartphone aus der Ferne über das mobile Internet war die Performance im Test gut. Es bestand nicht die Notwendigkeit, die Bildqualität zwecks besserer Leistung auf eine niedrigere Qualitätsstufe zu stellen.

Die in drei Sensibilitätsstufen einstellbare Bewegungserkennung funktioniert zuverlässig. Leider gibt es nach wie vor keine Möglichkeit innerhalb des Sichtbereichs Zonen festzulegen, in denen der Bewegungssensor anspricht bzw. wo er nicht agieren soll. Wie schon erwähnt funktionieren auch die Benachrichtigungen über Vorfälle zuverlässig, bei E-Mails bekommt der Nutzer auf Wunsch Bilder des vor der Linse abgelaufenen mitgeschickt.

In Verbindung mit dem Solarpanel muss sich der Nutzer keine Gedanken über die Stromversorgung bzw. das wieder Aufladen des Akkus machen. Natürlich hatten wir in den letzten Tagen und Wochen mehr Sonnenschein als zu anderen Jahreszeiten, allerdings ist unser Eindruck der, dass das Solarpanel auch bei normalem Sonnenschein genügend Energie für die Stromversorgung liefert. Im reinen Akkubetrieb muss die Batterie der Kamera nur alle paar Wochen aufgeladen werden, vorausgesetzt der Nutzer streamt das Live-Bild nicht pausenlos und nutzt den Bewegungsmelder, was ja eigentlich auch der Sinn der ganzen Sache ist.

Wer die Daten seiner privaten Überwachungskamera(s) nicht in der Cloud wissen, eventuell auch schlicht keine zusätzlichen Kosten haben möchte, der findet in der Reolink Argus 2 eventuell das Gerät der Wahl. Die IP-Cam funktioniert gut, ist einfach zu bedienen und arbeitet mit optionalem Solarpanel auf Wunsch auch komplett autark.

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