Realme Narzo 50i Prime im Test: Smartphone-Schnäppchen mit großem Akku

Realme Narzo 50i Prime
Pro und Contra
  • ordentliche CPU-Leistung
  • gute Verarbeitung mit Metallgehäuse
  • großer Akku
  • nur Android 11
  • langsames Aufladen
  • schwache Kamera
  • 3.5

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Als günstiges Einsteiger-Smartphone für knapp über 100 Euro bietet das Realme Narzo 50i Prime ein Metallgehäuse und eine erstaunliche gute Performance. Stärken und Schwächen zeigt unser Test.

Realme bietet eine große Auswahl an Smartphones für unterschiedliche Ansprüche an. Zu den Einsteiger-Modellen des Anbieters gehört das Realme Narzo 50i Prime, das bereits ab 107 Euro zu bekommen ist. Das Smartphone überzeugt mit einer stylischen Optik und großem Akku. Es ist zudem leicht und kann sich bei der Prozessorleistung für den Preis sogar sehen lassen. In welchen Bereichen es überrascht und wo der Schuh drückt, zeigt der Test von TechStage.

Weitere preiswerte Smartphones dieser Art zeigen wir in der Top 10: Die besten Smartphones bis 150 Euro.

Billig sieht das günstige Smartphone nicht aus, ganz im Gegenteil. Das Realme Narzo 50i Prime überzeugt mit seinem flachen Design bei einer Dicke von lediglich 8,5 mm. Die Metalloptik auf der Rückseite mit vertikal-verlaufenden feinen Streifen sowie der matt-abgesetzten Kameraeinheit sieht einfach stylisch aus. Mit 182 Gramm ist es für die Größe ein Leichtgewicht. Das Einsteiger-Modell ist in den Farben Minzgrün und Dunkelbau erhältlich.

Rechts am Rahmen liegt der Power-Button und der Lautstärkeregler, links der SIM-Slot. Unten befinden sich ein 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie der Micro-USB-Port. Schade, dass Realme im Jahre 2022 immer noch am veralteten Micro-USB festhält, obwohl sich die neue EU-Verordnung klar für USB-C ausgesprochen hat. In dieser Preisklasse ist das aber durchaus üblich.

Full-HD bietet das Narzo 50i Prime nicht. Das 6,5-Zoll-LCD mit IPS-Panel löst maximal mit 1600 x 720 Pixel auf. Auf den ersten Blick wirkt der Bildschirm ausreichend scharf mit 270 ppi (Pixel pro Zoll), wenn man ganz genau hinsieht, sind vereinzelte Pixel mit dem bloßen Auge erkennbar. Für die Preisklasse der Smartphones bis 150 Euro (Top 10) ist das nicht ungewöhnlich, auch wenn es bereits günstige Mobilgeräte gibt, die Full-HD beherrschen. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei üblichen 60 Hz.

Die Farbwiedergabe ist kraftvoll, die Blickwinkelstabilität ist dank IPS gut ausgeprägt. Kontraste gehen in Ordnung. Etwas Luft nach oben gibt es bei der maximalen Helligkeit. Diese liegt bei etwa 450 cd/m². Das führt dazu, dass im Freien bei Sonnenlicht das Display nicht mehr so gut ablesbar ist.

Untypisch für heutige Smartphones ist es, dass sie mit einer Single-Kamera hinten, sowie einer vorne ausgestattet sind. Daher beschränken sich die Aufnahmen auf das Nötigste. Bei guten Lichtverhältnissen bekommt man aber noch akzeptable Bilder.

Die 8 Megapixel der hinteren Hauptkamera liefert entsprechend magere Bilddetails. Beim Heranzoomen auf die Bilder erkennt man Unschärfe und bei größeren Flächen ist auch eine deutliche Körnung sichtbar. Bei den Nachtaufnahmen wird es schon deutlich schwieriger. Mit Blitz gelingen immerhin gerade noch akzeptable Bilder.

Für den Autofokus muss man etwas Geduld haben, es dauert ein paar Sekunden, bis er sich einstellt, aber dafür funktioniert seine Helligkeitsanpassung recht gut. Zwar ist die Lichtempfindlichkeit mit der Blendenöffnung von f/2.0 eingeschränkt, aber bei guten Lichtverhältnissen am Tag lassen sich gute Fotos machen. Die Porträt-Funktion kann sich trotz der einzelnen Linse sehen lassen. Mit passender Ausleuchtung werden die Schnappschüsse Instagram-tauglich.

Die Videos werden generell mit 30 fps aufgezeichnet und hier ist die maximale Auflösung Full-HD. Auch hier dauert der Autofokus etwas länger, aber sein Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Die Selfie-Kamera an der Vorderseite hat im Gegensatz zu der hinteren Kamera nur 5 Megapixel. Bilddetails fallen deshalb sehr bescheiden aus. Für gelungene Selfies ist zudem ausreichend Licht notwendig.

Der Prozessor Unisoc Tiger T612 bietet eine ansprechende Leistung für diese Preisklasse. Beim Benchmark Work 3.0 von PCmark erreicht das Realme Narzo 50i Prime immerhin etwa 8000 Punkte. Noch vor knapp zwei Jahren erreichten nur Smartphones der gehobenen Mittelklasse diese Leistung. Im Alltag führt das zu einer mehr als ausreichenden Performance für die Preisklasse mit nur sporadischen Rucklern.

Das Smartphone ist in zwei Varianten verfügbar – mit 32 GByte und 64 GByte. Für die heutige Zeit ist diese Speicherkapazität etwas knapp bemessen. Daher besteht die Möglichkeit einer Erweiterung durch den Micro-SD-Slot mit bis zu 1 TByte. Dieser Slot ist erfreu­licher­weise nicht als Hybrid ange­legt. So bietet er Platz für eine Spei­cher­karte als auch Raum für zwei Nano-SIM-Karten bezüglich der Dual-SIM-Nutzung.

Mobil nutzt das Realme Narzo 50i Prime maximal LTE. Für heimische Netzwerke steht nur Wi-Fi 4 zur Verfügung. Für die Verbindung mit kabellosen Endgeräten bedient sich das Handy Bluetooth 5.0. Die Navigation läuft über GPS, Glonass und Galileo. Zur Datenübertagung steht wie eingangs erwähnt ein Micro-USB-Anschluss bereit. Dieser erlaubt eine Übertragung nach USB 2.0.

Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht. Die Einsperrung über die Gesichtserkennung mit der Frontkamera ist möglich und klappt meistens reibungslos. Allerdings kommt hier nur 2D-Technologie zum Einsatz, die sich mit Fotos möglicherweise täuschen lässt. Für das Facelogin muss man wie bei der Ersteinrichtung dieselbe Höhe und denselben Winkel nutzen, dann klappt es einwandfrei.

Was die Software angeht, zeigt sich der günstige Preis. Ab Werk läuft nur Android 11. Hier wäre wenigstens Android 12 wünschenswert gewesen. Ob man überhaupt auf ein Update hoffen kann, bleibt abzuwarten. Wir sind eher skeptisch, zumal der Sicherheits-Patch zum Testzeitpunkt bereits mehrere Wochen auf dem Buckel hatte.

Der Akku fällt mit einer Kapazität von 5000 mAh sehr groß aus. Beim Benchmark Battery Test von PCmark erreichten wir mit dem Realme Narzo 50i Prime eine Laufzeit von 13 Stunden. Das ist ein guter Wert. Geduld braucht man beim Laden des Handys. Das mitgelieferte Netzteil leistet etwa 10 Watt, damit dauert der Ladevorgang gut und gerne über 2 Stunden. Kabelloses Laden ist nicht möglich.

Die UVP für die Variante mit 64 GByte lag bei 139 Euro. Aktuell ist aber nur die Ausführung mit 32 GByte in Dunkelblau derzeit schon ab 98 Euro bei Amazon erhältlich. Die zweite Farbvariante in Minzgrün wie auch die Ausführung mit 64 GByte sind in Deutschland derzeit vergriffen.

Neben dem Realme Narzo 50i Prime gibt es auch noch Variante Narzo 50A Prime sowie Narzo 50 Prime. Wir empfehlen gleich zum Narzo 50A Prime zu greifen, das man schon ab 129 Euro mit 64 GByte bekommt. Dieses bietet eine deutlich bessere Kamera mit 50 Megapixel sowie ein Full-HD-Display. Noch besser mit 128 GByte ausgestattet ist das Realme Narzo 50 Prime ab 149 Euro. Als 5G-Ausführung kostet es 239 Euro.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Realme Narzo 50i Prime ist gut, es gehört definitiv zu den besten Smartphones für 100 Euro. Vorrangig überzeugt das Modell mit seinem Design. Die CPU ist für den Preis ebenfalls ordentlich und die Akkulaufzeit ist dank 5000 mAh richtig gut.

Die Kamera ist hingegen eher schwach, aber ausreichend für gelegentliche Schnappschüsse. Ein Nachteil bei dem günstigen Smartphone ist der Micro-USB-Anschluss, der nicht mehr zeitgemäß ist. Da hätte man sich an den EU-Markt und den Entscheidungen anpassen und USB-C einbauen können. Schade auch, dass das Gerät nur mit Android 11 ausgeliefert wird.

Das Realme Narzo 50i Prime ist ideal für Einsteiger oder als Zweithandy. Auch für Kids und Jugendliche erfüllt dieses Modell die wichtigsten Bedingungen. Denn für TikTok und Instagram reicht die Qualität vollkommen aus sowie für einfache Casual Games. Wir raten gleich zum Realme Narzo 50A Prime zu greifen. Das Modell ist nur unwesentlich teurerer, bietet aber eine bessere Kamera und ein Full-HD-Display.

Weitere preiswerte Smartphones zeigen wir in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 150 Euro.

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