Realme GT Master Edition
Pro und Contra
  • tolles Display
  • gute Kamera für den Preis
  • sehr gutes Gesamtpaket
  • Name unpassend
  • 4.5

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Das Realme GT überzeugte mit schickem Aussehen und jede Menge Power. Die neue Master Edition des Realme GT ist günstiger, macht aber diverse Abstriche. Wir klären, ob der Kauf dennoch lohnt.

Das Realme GT 5G (Testbericht) ist zwar nicht perfekt, für die aufgerufenen 449 Euro (UVP) bietet das Smartphone aber extrem viel. Dazu gehört der superschnelle Snapdragon 888, viel Speicher, schnelles Laden und ein schickes Äußeres. Die Master Edition des Realme GT setzt zwar an einigen Stellen den Rotstift an, kostet dafür aber auch 100 Euro weniger. Wir haben uns im Test angeschaut, ob die Master Edition ein ebenso lohnender Kauf ist.

Schon das Realme GT 5G (Testbericht) gab es in gemäßigten Farben – und in der schicken knallgelben Version mit schwarzem GT-Streifen, die wir im Test hatten. Die Master Edition bietet ebenfalls gemäßigte und eine ausgeflippte Version. In Schwarz und Weiß kommt das Modell edel, aber im Vergleich zur grauen Version eher konservativ daher. Die erinnert mit ihrem grauen Kunststoff und den regelmäßigen Ausformungen beinahe an einen Hartschalenkoffer, entworfen hat sie passenderweise ein Industrie-Designer. Unser Testgerät kommt hingegen im schwarzen Farbton, der genaugenommen eigentlich eher ein dunkles Braun ist. Die glänzende Kunststoffrückseite wirkt wie aus Glas, sie ist zu den Seiten hin gerundet, wodurch das Realme GT Master Edition angenehm in der Hand liegt. Das liegt auch daran, dass das Smartphone mit moderaten Größen- und Gewichtswerten vergleichsweise zierlich ist.

Die Kamera mit drei Linsen ist wie immer bei aktuellen Smartphones in eine leicht hervorstehende, rechteckige Einheit integriert. Sie schauen daraus zusätzlich noch etwas mehr hervor. Ansonsten ist die Rückseite schmucklos, der Ton-in-Ton gehaltene Realme-Schriftzug ist erst bei genauem Hinsehen zu finden. Dass der Nutzer hier kein Smartphone für 500 Euro in der Hand hält, zeigt auch die Verwendung von Kunststoff für den Gehäuserahmen. Trotzdem wirkt das Mittelklasse-Modell insgesamt hochwertig, da man schon sehr genau hinschauen muss, um zu erkennen, dass der Hersteller nicht auf Glas und Metall für die äußere Hülle setzt. An der Verarbeitung gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Die Tasten im Rahmen sitzen passgenau und wackelfrei, dank optimalem Tastenhub und knackigem Druckpunkt sind sie zudem gut bedienbar. Der schmale Rand rings um das Display mit kleiner Punchhole-Notch in der oberen linken Display-Ecke stünde auch einem teureren Smartphone gut. Lediglich unterhalb des Screens ist der Rand etwas breiter ausgefallen.

6,4 Zoll OLED, 120 Hertz – das klingt vom Realme GT bekannt. Tatsächlich sind beide Bildschirme auf dem Papier nahezu identisch, unsere Master Edition kam aber unter dem Messgerät nicht ganz an die Helligkeit des GT 5G heran. Groß ist der Unterschied mit rund 360 cd/m² im manuellen und 560 cd/m² im Automatikmodus aber nicht und definitiv mindestens auf Klassenniveau. Bei Blickwinkelstabilität, Farbsättigung, Schwarzwert und Kontrast gibt es auf jeden Fall nichts zu meckern – wie auch schon beim teureren GT-Modell.

Bei der Kamera greift Realme ebenfalls auf Hardware vom Schwestermodell zurück. Entsprechend verfügt auch die Realme GT Master Edition über eine Hauptkamera mit 64 Megapixel und Blende f/1.8, hinzu kommen Weitwinkel mit 8 Megapixel und f/2.3 sowie eine Makrokamera mit 2 Megapixel. Entsprechend schneiden die Kameras auch nahezu gleich ab. Die Hauptkamera macht dank Sony-Sensor und Pixel Binning (4:1) bei Licht gute Fotos mit 16 Megapixel Größe. Schärfe, Dynamik und Bildrauschen sind bei Tageslichtaufnahmen absolut in Ordnung – hauptsächlich in Hinblick auf den noch einmal niedrigeren Preis im Vergleich zum Realme GT 5G (Testbericht) schlägt sich die Master Edition ordentlich. Bei geringem Licht sieht das naturgemäß etwas anders aus, zumal den GT-Modellen ein optischer Bildstabilisator fehlt. Insgesamt können sich Aufnahmen aber noch sehen lassen. Das gilt tagsüber auch für den Digital-Zoom, zumindest bei der vorgegebenen zweifachen Vergrößerung.

Videos sehen mit Blick auf den Preis ebenfalls ziemlich gut aus – 4K/60 sei Dank. Die Stabilisierung macht dabei ordentliche Arbeit. Größter Unterschied der Kamera zwischen den GT-Modellen: Die Frontkamera der Master Edition bietet mit 32 Megapixel die doppelte Auflösung. Das sieht auf den ersten Blick gut aus, hereingezoomt fehlt es aber dann doch etwas an Schärfe. Für eine Selfiecam ist das aber völlig in Ordnung.

Einer der größten Unterschiede von Realme GT 5G (Testbericht) zur Realme GT Master Edition: Die günstigere Master Edition kommt nicht mit Snapdragon 888, sondern mit Snapdragon 778G zum Kunden. Der Chipsatz ist recht modern, kann aber mit dem Oberklasse-Chip im Schwestermodell nicht mithalten. Für die Preisklasse der Master schlägt er sich aber sehr passabel. So erreicht das Gerät in PCmark 3.0 gute 9250 Punkte, in 3Dmark Wildlife sind es 2500 Punkte. Das spiegelt den Alltag mit dem Smartphone recht gut wider: Höchstleistung gibt es hier nicht zu bestaunen, aber bei normaler Anwendung ist das Gerät nicht ins Schwitzen zu bekommen. Das allerdings bei fordernden Apps wie manchen Games spürbar anders. Die laufen zwar meist ganz passabel und benötigen größtenteils nicht einmal eine Herabsetzung der Grafik, allerdings wird das Realme GT Master Edition dabei recht warm – wärmer als die meisten Konkurrenzprodukte zumindest. Das verwundert besonders, weil der Hersteller mit einer besonders guten Kühlung des Smartphones wirbt.

Ansonsten gibt es etwas weniger Speicher als beim teureren Schwestermodell. So bietet Realme für beide Modelle Speicherkonfigurationen von 128 und 256 GByte (nicht erweiterbar) an, die Master Edition hat aber nur mit 256 GByte 8 GByte RAM. Sonst sind es 6. Auch bei einigen anderen Dingen muss man Abstriche machen. Statt Stereo-Lautsprechern mit passablem Klang steckt im günstigeren GT-Modell nur ein Mono-Speaker mit immerhin trotzdem ausreichend vernünftigem Klang. Statt schnellem Wifi 6e bietet die Master Edition nur Wifi 6. Der Rest ist überwiegend identisch – inklusive Bluetooth 5.2, NFC und 5G.

Über Android 11 liegt Realme UI 2.0 als Nutzeroberfläche. Sie bietet gegenüber Vanilla-Android Mehrwert, bleibt aber übersichtlich. Das Sicherheits-Update stammt zum Testzeitpunkt von August und ist entsprechend 2 Monate alt.

Der Akku der Master Edition ist mit 4300 mAh etwas schwächer als im Realme GT 5G (Testbericht), entsprechend kommt das neuere Gerät nicht ganz an die Laufzeiten des ersten GT. Bei 120 Hertz sind es nur rund 9,5 Stunden im Battery Test von PCmark – das geht besser, ist aber nicht schlecht. Toll ist die hohe Ladeleistung von 65 Watt, die vom teureren GT übernommen wurde. Damit ist der Akku nach wenig mehr als 30 Minuten wieder komplett geladen. Das ist in der Preisklasse um 350 Euro eine echte Kampfansage an die Konkurrenz.

Das Realme GT Master Edition gibt es in Schwarz, Weiß und Grau. Zur Wahl stehen Speicherkonfigurationen mit 6/128 und 8/256 GByte. Die UVP beginnt bei knapp 350 Euro.

Master Edition? Entweder verstehen wir die Intention hinter dem Namen nicht – oder er ist einfach mal wieder völlig übertriebenes Marketing-Gewäsch. Eine Master Edition sollte mehr vom Guten der „normalen“ Version bieten. Das Realme GT Master Edition bietet aber weniger, zumindest in einigen Punkten. Dazu gehört die Leistung und der Speicher, auch beim Akku oder der WLAN-Geschwindigkeit bietet die Master Edition etwas weniger. Da hilft es auch nicht, dass die Master Edition günstiger als das „Original“ ist – der Name bleibt unpassend.

Das ändert aber nichts daran, dass das Realme GT Master Edition ein gutes Smartphone für den aufgerufenen Preis ist. Denn auch, wenn die reduzierte Hardware nicht mehr an die Gesamtleistung des ursprünglichen Realme GT 5G (Testbericht) herankommt, reicht sie doch locker im Alltag und darüber hinaus zudem in vielen fordernden Situationen. Andere Dinge wurden sogar trotz des reduzierten Preises übernommen, dazu gehören das gute Display, die für die Preisklasse tolle Hauptkamera, immer noch ausreichende Speichermenge sowie der rasant ladende Akku. Unter dem Strich ist also auch die Master Edition ein ziemlich gutes Handy fürs Geld.

Alternativen gibt es dennoch. Dazu gehört etwa das Oneplus Nord CE (Testbericht), das Xiaomi Poco F3 (Testbericht) oder das Xiaomi Redmi Note 10 Pro (Testbericht).

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