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Realme 8
Pro und Contra
  • starker Chipsatz
  • schickes Design
  • gute Akkulaufzeit
  • nur 60 Hertz
  • 4.5

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Das Realme 8 kommt mit vielen Parallelen zum Realme 8 Pro, in manchen Bereichen bietet es sogar mehr für weniger Geld. Ist es etwa das bessere Smartphone?

Das Realme 8 Pro (Testbericht) hat uns im Test durchaus überzeugt. Doch was ist besser als viel Technik für wenig Geld? Richtig, mehr Technik für weniger Geld. Genau das versucht das Realme 8 zu erreichen und wir überprüfen im Test, ob das gelingt.

Ähnlich dem Realme 8 Pro (Testbericht) setzt der Hersteller beim neuen Realme 8 im Vergleich zum Realme 8 5G (Testbericht) auf ein etwas extrovertierteres Design. Die Kamera auf der Rückseite sticht mit ihren einzeln hervorstehenden Linsen aus dem schon leicht erhabenen, eckigen Kameramodus schnell ins Auge. Außerdem platziert Realme wieder den auffälligen „Dare to Leap“-Schriftzug quer über eine der Längsseiten. Der glänzt irisierend im Sonnenlicht. Da die Rückseite glänzend ausgelegt ist, sammeln sich hier schnell Fingerabdrücke und sonstige Verschmutzungen. Außerdem besteht sie aus Kunststoff – lange dürften sich feine Kratzer hier ohne Schutzhülle nicht vermeiden lassen. Ein passendes Exemplar liegt allerdings im Lieferumfang.

Kunststoff kommt nicht nur bei der Rückseite zum Einsatz, auch der Rahmen wurde aus dem Material gefertigt. Das ändert nichts an der guten Verarbeitung, Passgenauigkeit und die Einbindung der Power- und Lautstärketasten auf der rechten Seite fallen nahezu optimal aus. Der Übergang von Front- zu Rückseite ist angenehm fließend ausgefallen, die Rückseite ist dafür an den Rändern leicht gerundet. Dadurch liegt das Smartphone recht angenehm in der Hand. Nicht nur optisch erinnert das Gerät stark an das Pro-Modell, auch Ausmaße und Gewicht sind identisch.

Noch mehr Übereinstimmung: Im Realme 8 steckt das gleiche OLED-Display wie im Pro-Modell. Entsprechend misst es wieder 6,4 Zoll in der Diagonale, die Auflösung von 2400 x 1080 Pixel sorgt für eine scharfe Darstellung von 409 Pixel pro Zoll (ppi). Auch beim Non-Pro-Modell bleibt es bei 60 Hertz, schade.

Das Panel schlägt sich genauso gut wie im Realme 8 Pro. Kontraste, Farben und Schwarzwerte sind klasse, die Blickwinkelstabilität ebenfalls. Die Helligkeit überzeugt mit bis zu 550 cd/m2, sie wird auch im manuellen Modus in Abhängigkeit zum Umgebungslicht angepasst. Die angegebene Helligkeit dürfte nur punktuell bei HDR-Inhalten zu sehen sein. Ein Always-on-Display mit überschaubaren Anpassungsmöglichkeiten gibt es auch – kurzum: für den niedrigen Preis des Realme 8 ist das Panel auch ohne höhere Bildwiederholungsrate gut.

Realme verzichtet beim Realme 8 auf die 108-Megapixel-Optik des Pro-Modells. Stattdessen setzt der Hersteller auf einen 64-Megapixel-Sensor von Sony mit f/1.79 und unterstützt ihn mit einem Weitwinkel mit 8 Megapixel sowie Makro- und Tiefensensor mit je 2 Megapixel. Vorne sorgt eine 16-Megapixel-Kamera mit Sony-Sensor für ordentliche Selfies. Was nach einem Rückschritt klingt, ist in Wirklichkeit gar keiner. In den meisten Situationen knipst der Sony-Sensor im Realme 8 mindestens gleichwertige Fotos im Vergleich zum Pixelmonster von Samsung, das im Pro-Modell steckt.

Bisweilen gibt es sogar leichte Vorteile für das günstigere Modell, vor allem bei der Natürlichkeit der Farbwiedergabe, Bilddynamik ohne HDR und teilweise sogar bei der Bildschärfe sorgt das günstige Modell teils für bessere Ergebnisse. Das gilt nicht für Aufnahmen bei wenig Licht, hier hat das Relame 8 leicht das Nachsehen. Vom Digitalzoom sollten Nutzer wenig erwarten. Die Weitwinkeloptik ist wie schon beim Pro-Modell eher was für gelegentliche Schnappschüsse, vor allem die Bildschärfe ist hier zu bemängeln. Videos werden bis 4K/30 aufgenommen. Die Bild- und Tonqualität sind dabei ziemlich gut, leider gibt es dann aber keine ausreichende Bildstabilisierung.

Während es bei Display und Design starke Ähnlichkeiten zum Pro-Modell gibt, hat sich der Hersteller beim Realme 8 beim Prozessor für eine andere Lösung entschieden. Die ist überraschenderweise nicht wie gewohnt schwächer ausgefallen, sondern sogar stärker als im Pro-Modell. Sorgte dort noch ein Snapdragon 720 für ausreichende Performance, steckt im günstigeren Modell ein Mediatek Helio G95. Der Octa-Core wird im 12-Nanometer-Verfahren gefertigt und sorgt im Verbund mit 4/64 und 6/128 GByte Speicher für flüssige Bedienbarkeit in den meisten Fällen. Im Work-3.0-Test von PCmark kommt das Modell so auf rund 9700 Punkte, im 3Dmark Wildlife auf etwa 1500 Punkte. Damit liegt das Realme 8 sogar leicht vor dem Realme 8 Pro (Testbericht). Selbst die meisten Spiele laufen darauf mit voller Grafik, nur wenige Ausnahmen verlangen hier nach noch mehr Leistung.

Für noch mehr Speicher schluckt das Realme 8 zusätzlich zu zwei SIM-Karten noch eine Mikro-SD-Karte. Entsperren lässt sich das Smartphone über den Fingerabdrucksensor im Display, der ist allerdings nicht übermäßig flott. Ansonsten ist von NFC über Bluetooth 5.0 alles Wichtige mit dabei, USB-C gibt es nur mit 2.0-Geschwindigkeit, 5G fehlt. Der Monolautsprecher klingt etwas dünn, in dieser Preisklasse geht das aber voll in Ordnung. Als Software setzt Realme wie beim Pro-Modell auf Android 11 mit RealmeUI 2.0. Das System orientiert sich optisch und bei der Bedienung stark an Vanilla-Android, bietet aber ein paar Sonderfunktionen. Auch etwas Bloatware gibt es, die lässt sich aber zumindest deaktivieren. Der Sicherheits-Patch stammt von April 2021 und ist damit ausreichend aktuell.

5000 mAh leistet der Akku im Realme 8, mehr als im Pro-Modell. Das ist ein guter Wert, der im Alltag dank moderner Technik zu ordentlichen Laufzeiten führt. Hier sollten für die meisten Nutzer Laufzeiten von etwa zwei Tagen realistisch sein. Im Battery Test von PCmark kommt das Smartphone auf rund 12 Stunden Laufzeit. Geladen wird mit 30 statt 50 Watt, nach einer knappen Stunde ist der Akku voll. Kabelloses Laden gibt es nicht.

Das Realme 8 gibt es mit 4/64 und 6/128 GByte Speicher, die UVP beginnt bei 199 Euro.

Wer zum Smartphone einen passenden Mobilfunktarif sucht, findet im Tarifrechner von heise vielleicht einen passenden Vertrag. Neben Netzanbieter und Datenvolumen kann man hier auch beispielsweise nach Vertragslaufzeit oder 5G filtern.

Nicht nur der Preis spielt hier die Musik, tatsächlich ist das Realme 8 in einigen Bereichen sogar besser als das Realme 8 Pro (Testbericht). Das verwundert, schließlich sollte ein Pro-Modell dem Namen nach besser als eines ohne diesen Namenszusatz sein. Unterm Strich bietet das Realme 8 das gleiche Design, das gleiche Display, eine bisweilen etwas bessere Kamera, den schnelleren Chipsatz und den stärkeren Akku – warum dann also zum Pro-Modell greifen?

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