Powerstation für Photovoltaik im Test: Flashfish UA550 mit 550 Wh & 600 W

Powerstation Flashfish UA550
Pro und Contra
  • meist lautlos
  • gute Verarbeitung und schickes Gehäuse
  • gute Kapazität und Leistung im Hinsicht auf Größe
  • keine EU-Steckdosen
  • Gehäuse anfällig für Staub
  • keine Schutzkappen vor den Anschlüssen
  • 5.0

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Der Solargenerator UA550 hat zwei 230-V-Steckdosen, 550 Wh Kapazität, 600 W Dauerleistung und die Möglichkeit, per Photovoltaik-Modul Strom zu erzeugen. TechStage hat die kompakte und flüsterleise Alternative zum benzinbetriebenen Stromgenerator getestet.

Powerstations mit 230 V ermöglichen die Versorgung von elektrischen Verbrauchern unabhängig vom Stromnetz. Dank verschiedener Anschlussmöglichkeiten inklusive 230-V-Steckdose und einer hohen Dauerleistung bieten sich die Geräte für Freizeit, Beruf und als Notstromversorgung an. Das Aufladen der Powerstations geschieht wahlweise per Netzteil, per 12-V-Steckdose oder mithilfe eines Solar-Paneels. So bieten die Geräte eine höchstmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit.

Dieser Test einer Powerstation gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

In diesem Einzeltest einer Powerstation geht es um die UA550 von Flashfish, einem Anbieter rund ums Thema mobile Solargeneratoren und Photovoltaik-Module. Das Modell hat uns der Onlineshop Banggood zur Verfügung gestellt, wo die UA550 zum Veröffentlichungszeitpunkt als Flashdeal für 446 Euro mit Lieferung aus der EU gelistet ist. Der Normalpreis liegt bei über 550 Euro. Im Verhältnis zur kompakten Bauweise locken eine ordentliche Kapazität, die Dauerleistung von 600 W und das schicke Metallgehäuse.

Das Design der würfelförmigen UA550 erinnert auf den ersten Blick an die Powerstation Loskii LK-PS31 (Testbericht). Das hochwertige an den Ecken abgerundete Metallgehäuse umschließt Boden, Deckel und Seitenteile des Solargenerators und sorgt für einen modernen und schicken Auftritt. Mit diesem Design eignet sich die Powerstation nicht nur für den Campingplatz oder Modellflugplatz, sondern auch für den Einsatz auf einem Schreibtisch, in der Messehalle oder auf dem Firmenevent. Auf der Oberseite des rund 19 x 22 x 19 cm großen Akku-Würfels befindet sich der Handgriff für den Transport der Powerstation mit einem Gewicht von rund 7 kg.

Anders als etwa Bluetti bei der Poweroak EB70 (Testbericht) hat Flashfish die Anschlüsse und Elemente der Powerstation nicht an nur einer Seite positioniert. Die als Notbeleuchtung gedachte Ringleuchte, der Gleichstrom-Eingang zum Anschluss von Ladegerät oder Solarmodul und der Lichtschalter sind auf der Rückseite angebracht. Mittig in der Ringleuchte befinden sich die Öffnungen für die Belüftung.

An der Gehäusefront sitzt oben das hell beleuchtete, mehrfarbige Status-Display. Neben der Restkapazität und Ein- und Ausgangsleistung werden auch die aktivierten Anschlüsse angezeigt. Farben und Erscheinungsbild der Anzeige erinnern an die Powerstation Xmund XD-PS10 (Testbericht). Über eine Restlaufanzeige, wie etwa bei der Ecoflow Delta (Testbericht), verfügt die UA550 nicht.

Die Anschlüsse für Verbraucher sind in drei Blöcke unterteilt. Links sitzen die Gleichstromanschlüsse mit den USB-Ports (USB-C PD, 2x USB-A 2,4 A, USB-A QC 3.0) und 12-V-Dosen (KFZ-Zigarettenanzünder, 2x 12 V 10 A Rundstecker). Die KFZ-Dose kann alternativ auch zum Laden der Powerstation im PKW genutzt werden. Rechts neben den Gleichstromanschlüssen sind zwei 230-V-Anschlüsse mit Universaldose (je 600 W Sinuswelle) übereinander angeordnet. Die funktionieren im Test zuverlässig, trotzdem hätte uns eine klassische EU-Steckdose besser gefallen, da sie Steckern deutlich mehr Halt gibt. Die Ausgänge für USB, 12 V und 230 V verfügen über getrennte Power-Taster, die bei Benutzung auch das Display aktivieren.

Vier weiche Gummifüße an der Unterseite sorgen für sicheren Stand. Die Verarbeitung ist hochwertig und die Powerstation sieht modern und schick aus. Lediglich das an der Front und Rückseite überstehende Kunststoffgehäuse gibt Punkteabzug, da sich hier Staub und Dreck sammeln können. Neben der Powerstation gehören noch ein passendes Netzteil und eine Anleitung zum Lieferumfang.

Die Bedienung der UA550 ist dank eindeutiger Beschriftung und guter Aufteilung der Bedienelemente selbsterklärend und unkompliziert. Wer wissen will, wie viel Leistung geladen oder ausgegeben wird, kann die Werte direkt am großen und hellen Display ablesen. Ob die verschiedenen Ausgänge aktiv sind, zeigt ebenfalls das Status-Display. Zum Ein- und Ausschalten reicht ein kurzer Druck auf den jeweiligen Taster. Gleichzeitiges Laden und Entladen der Powerstation ist möglich und funktioniert im Test zuverlässig.

Zunächst laden wir die UA550 per Netzteil an der Steckdose zu 100 Prozent auf. Etwa zwei Sekunden nach dem Einstecken springt das Display an und zeigt die eingehende Ladeleistung. Trotz einer Ladeleistung von über 105 Watt bleibt die Powerstation auch ohne störende Lüfter kühl. Nach dem Aufladen des Lithium-Ionen-Akkus beginnen die Belastungstests und die Powerstation muss die Versorgung der Steckdosenleiste unseres Arbeitsplatzes übernehmen. Neben einem Macbook Pro, zwei 24-Zoll-Monitoren, Drucker und Telefon müssen auch noch Aktivlautsprecher und einige USB-Verbraucher mit Strom versorgt werden. Trotz einer durchschnittlichen Ausgangsleistung von 98 bis 120 Watt bleibt die UA550 lautlos. Der Solargenerator ist im gesamten Testzeitraum nur selten zu hören, was gerade bei Benutzung in Zelt oder Campingwagen von Vorteil ist. Bei anderen Powerstations laufen die internen Lüfter schon bei sehr geringer Last, was etwa beim Campen störend ist.

Nach fünf Stunden und 9 Minuten ist die Kapazität der Powerstation erschöpft und es wurden insgesamt 447 Wh abgegeben. Hinsichtlich der Kapazität von 550 Wh entspricht das einem Verlust von rund 18,7 Prozent. In einem zweiten Testdurchlauf nutzen wir nur kurzzeitig 230-Volt-Verbraucher und ansonsten vorwiegend USB- und 12-Volt-Geräte. Da die Powerstation dieses Mal deutlich länger durchhält, lassen wir die Verbraucher über Nacht angesteckt. Das Ergebnis am nächsten Tag bestätigt unsere bisherigen Erfahrungen. Laut unserer Messungen kommen wir dieses Mal auf knapp über 481 Wh, was einem Verlust von nur rund 12,6 Prozent entspricht. Das Ergebnis hängt mit den unterschiedlichen Verlusten bei der Bereitstellung von Gleich- und Wechselstrom sowie bei unterschiedlichen Leistungen zusammen. Die höchsten Verluste treten demnach bei der Nutzung von Wechselstromverbrauchern mit wenig Leistung auf. Am wenigsten Verluste gibt es bei der Nutzung von 12-Volt-Gleichstrom. Dementsprechend sind die Werte der UA550 mit den Geräten von anderen Herstellern vergleichbar. In der Regel spricht man von einer nutzbaren Kapazität von rund 85 Prozent, was in diesem Fall 467,5 Wh entspricht.

Testweise schließen wir auch stärkere Verbraucher wie elektrische Werkzeuge, unseren 42-Zoll-TV (LED) und verschiedene Küchengeräte an. Während Fernseher, Bohrmaschine, Heißklebepistole und Eiswürfelmaschine mit weniger als 600 W problemlos funktionieren, kommt die Powerstation bei Kreissäge, Toaster, Fritteuse und Induktionskochplatte mit 950 bis 3000 Watt schnell an ihre Grenzen. Wie vom Hersteller angegeben sind zwar mehrere Sekunden lange Peaks bis zu 1000 Watt möglich, bei längerer Benutzung oder höherer Leistung schaltet die UA550 die entsprechenden Ausgänge umgehend ab, was im Test zuverlässig funktioniert. Die Lüfter der Powerstation springen direkt nach dem Einschalten kurz an und bleiben ansonsten meistens stumm. Erst ab einer Abgabeleistung von über 300 W schaltet sich der erträglich laute Lüfter zu.

Das Laden der Powerstation mit dem universellen 100-W-Photovoltaik-Paneel Xmund SP2 testen wir ebenfalls. Bei gutem Wetter mit nur wenig Bewölkung benötigt das günstige China-Paneel fast einen ganzen Tag (über 8 Stunden), um den Akku der UA550 komplett zu füllen. Zugegebenermaßen lag das Solarmodul in den Morgen- und Abendstunden allerdings auch im Halbschatten und lieferte deutlich weniger als die angegebenen 100 W Leistung.

Das Laden mit dem mitgelieferten Netzteil dauert im Test gut fünf Stunden, was nach unserem Geschmack gerade noch so in Ordnung ist. Hier sind wir allerdings auch durch die Schnellladefunktion der Modelle Ecoflow Delta und River (Testbericht) verwöhnt. Hier benötigt der Ladevorgang für die bis zu 1260 Wh nur knapp 1,5 Stunden.

Das Modell haben wir für diesen Test von Banggood zur Verfügung gestellt bekommen, wo die UA550 zum Veröffentlichungszeitpunkt als Flashdeal für 446 Euro mit Lieferung aus der EU gelistet ist. Der Normalpreis liegt bei über 550 Euro. Zusammen mit dem Solar-Paneel TSP 100 W kostet die UA550 dort rund 705 Euro – ebenfalls als Flashdeal und zeitlich begrenzt. Nachdem das Modell bei Banggood mittlerweile vergriffen ist, hat Geekbuying mit dem Preis nachgezogen und die UA550 auf 488 Euro reduziert.

Der Preis ist angemessen und mit ähnlich ausgestatteten Geräten wie der Xmund XD-PS10 (Testbericht) vergleichbar.

Neben der getesteten Variante gibt es den Solargenerator auch mit 1100 Wh und einer Dauerleistung von 1200 W unter der Bezeichnung Flashfish UA1100. Die Abmessungen liegen dann bei 41 x 30 x 33 cm und das Gewicht bei satten 14 kg. Die UA1100 ist bei Banggood aktuell als zeitlich begrenzter Flashdeal für 752 Euro gelistet, was ein hervorragender Preis ist. Der reguläre Preis der XL-Variante liegt in der Regel bei über 1150 Euro! In dieser Preisklasse gibt es dann allerdings auch unseren Testsieger, die Ecoflow Delta (Testbericht) mit vier Steckdosen, Schnellladefunktion, 1800 W und 1260 Wh.

Der Solargenerator Flashfish UA550 hinterlässt einen durchwegs positiven Eindruck. Neben dem hochwertigen Gehäuse gefallen uns insbesondere der fast immer lautlose Betrieb und die Kombination aus Größe, Leistung und Kapazität. Die nutzbaren knapp 500 Wh und die immerhin 600 W Dauerleistung sind für viele Anwendungen ausreichend.

Wer eine schicke Powerstation für Beruf, Freizeit oder Camping sucht, ist mit der Flashfish UA550 gut beraten. Dank lautlosem Betrieb macht die Mini-Powerstation im Zelt oder am Arbeitsplatz eine einwandfreie Figur. Wer das Gerät unabhängig vom Stromnetz betreiben will, muss das Set mit dem Solar-Paneel kaufen oder ein alternatives Photovoltaik-Modul einsetzen.

Für energiehungrige Küchengeräte oder starkes Werkzeug ist die UA550 allerdings zu schwach. Hier lohnt ein Blick auf die stärkere Flashfish UA1100. Neben der für Staub anfälligen Ausbuchtung am Gehäuse ist die universelle 230-V-Steckdose unser einziger Kritikpunkt. Ob der Betrieb ohne Lüfter bei hohen Außentemperaturen ebenso funktionieren wird, bleibt vor entsprechenden Tests ungeklärt. Entsprechende Ergebnisse werden wir bei Auffälligkeiten nachreichen.

Wer Verbraucher über 600 W über längere Zeiträume nutzen will, muss sich nach einer Alternative umsehen. Hier kommt neben dem größeren Schwestermodell etwa Ecoflow Delta (Testbericht) mit bis zu 1800 W oder die mit 1000 W Dauerleistung ausgestatteten Solargeneratoren Bluetti EB70 (Testbericht) und Jackery Explorer 1000 (Testbericht) infrage. Die Ecoflow Delta ist auch für alle interessant, die es eilig haben. Dank Schnelladefunktion sind deren über 1200 Wh in nur 1,5 Stunden geladen. Solche Kapazitäten bedeuten allerdings auch höhere Kosten, größere Abmessungen und mehr Gewicht.

Mehr über Powerstations zeigen unsere Ratgeber Gadgets gegen den Blackout und Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku und 230-V-Steckdose. Die besten Modelle zeigt unsere Bestenliste Powerstations mit Photovoltaik, in der die Flashfish UA550 allerdings noch fehlt.

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