Powerstation Flashfish A501 mit 500 Watt für 500 Euro im Test: günstig, gut und ein Haken

Flashfish A501
Pro und Contra
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • unter 200 W annähernd lautlos
  • USB-C PD mit 60 W
  • 230-V-Ausgang geht nicht während des Solar-Ladens
  • Status-Display wenig aussagekräftig
  • Ausgänge nicht geschützt
  • 4

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Der kompakte Stromspeicher Flashfish A501 ist ideal geeignet, um unterwegs elektrische Verbraucher mit bis zu 500 W Leistung zu versorgen. TechStage hat ihn getestet und verrät, warum das Modell weniger für Camper geeignet ist.

Powerstations versorgen elektrische Verbraucher unabhängig vom Stromnetz. Dank verschiedener Anschlussmöglichkeiten inklusive 230-V-Steckdose, 12-V-Ausgang, USB-Ports und einer hohen Dauerleistung bieten sich die Geräte für Freizeit, Beruf und als Notstromversorgung an. Das Aufladen der internen Akkus geschieht wahlweise per Netzteil, per 12-V-Steckdose im Kfz oder mithilfe eines Photovoltaik-Panels. So bieten die Geräte eine höchstmögliche Flexibilität.

Dieser Test einer Powerstation gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

In diesem Einzeltest geht es um eine im mittleren Leistungssegment angesiedelte Powerstation vom Hersteller Flashfish. Neben zwei Steckdosen mit bis zu 500 W und einer Kapazität von 540 Wh lockt auch der zum Testzeitpunkt auf 477 Euro reduzierte Preis. Das Testgerät wurde uns von Geekmaxi für den Test zur Verfügung gestellt.

Die Powerstation A501 steckt in einem anthrazit-orangen Kunststoffgehäuse mit einem aufgesetzten Handgriff. Dieser ist allerdings nicht klappbar und so ist es leider nicht möglich, andere Dinge darauf abzulegen. Ein ähnliches Design finden wir auch bei anderen Modellen von Flashfish, Revolt oder Xmund. Mit einem Gewicht von 6,4 kg und Abmessungen von 33 × 20 × 24 cm ist der Stromspeicher zwar noch mobil, aber eigentlich zu groß für den Rucksack. Insgesamt wirkt das Modell sehr stabil. Schade, dass auch hier alle Anschlüsse offen liegen und nicht gegen Dreck geschützt sind.

Auf der Vorderseite befinden sich links der Power-Taster für die Gleichstromausgänge und darunter drei Rundsteckerbuchsen für 12-V-Verbraucher (maximal 10 A). Ganz unten sitzt die 12-V-Kfz-Buchse (Zigarettenanzünder maximal 10 A). Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Taster für Gleichstrom, das Status-Display und der Haupt-Power-Schalter. Direkt darunter sind die fünf USB-Buchsen installiert. Neben zwei USB-C-Buchsen mit maximal 60 W stehen noch drei USB-A-Slots mit 2 A zur Verfügung. Unterhalb der USB-Anschlüsse befinden sich die beiden Schuko-Steckdosen für 230-V-Verbraucher. Diese leisten maximal 500 W reine Sinuswelle. Anders als etwa bei der Powerstation von Revolt, kann hier also auch empfindliche Technik angeschlossen werden.

Auf der Rückseite ist eine großflächige Notlampe samt Schalter untergebracht. Der Power-In-Anschluss für Netzteil oder Solarpanel ist auf der linken Gehäuseseite unterhalb der Lüfteröffnung zu finden.

Außer der Powerstation, dem 100-W-Netzteil und einem 12-V-Kfz-Stecker gehört noch eine Kurzanleitung zum Lieferumfang. Ein Solarpanel ist nicht beigepackt, für den Test benutzen wir ein passendes Universal-Panel von iMars (100 W). Die in der A501 genutzten Li-Ion-Akkus sind etwas leichter als vergleichbare LiFePO4-Akkus. Der Nachteil ist die deutlich kürzere Lebensdauer von nur etwa 500 bis 800 Ladezyklen - das ist vergleichsweise wenig. LiFePO4-Akkus, wie in der Bluetti EB70 (Testbericht), behalten 80 Prozent nutzbare Kapazität auch nach über 3000 Zyklen.

Die Bedienung der Powerstation von Flashfish ist dank Beschriftung und übersichtlicher Aufteilung einfach und selbsterklärend. Zum Ein- und Ausschalten der Powerstation und der jeweiligen Ausgänge reicht ein mehrsekündiger Druck auf den entsprechenden Power-Taster. Gleiches gilt zum Aktivieren und Durchschalten der Lichtmodi der seitlichen LED.

Nach dem Einschalten leuchtet das kleine Status-Display auf. Dank gutem Kontrast und ausreichend Helligkeit ist dieses auch im Freien ablesbar. Leider ist der Informationsgehalt der Anzeige vergleichsweise niedrig. Angezeigt wird, wie hoch die Restkapazität in Prozent ist, welche Anschlüsse angeschaltet sind (Gleich- und Wechselstrom) und ob Strom ausgegeben oder geladen wird. Restlaufanzeige oder Leistung sind nicht ersichtlich.

Vor dem Vollladen testen wir die maximale Leistung der A501. Dazu stecken wir verschiedene Verbraucher, wie Werkzeuge, Computer oder Küchengeräte an. Die angegebenen 500 W leistet die Powerstation. Auch kurze Peaks bis 1000 W sind möglich. Allerdings nur wenige Sekunden lang, dann schaltet die Powerstation die 230-V-Ausgänge ab. Für den erhöhten Anlaufstrom (750 W) unseres PC-Arbeitsplatzes reicht der Puffer. Da die 230 V als reine Sinuswelle abgegeben werden, funktioniert auch die Versorgung unseres empfindlichen Laserdruckers.

Für Elektrogrill, Wasserkocher, Toaster, Heizlüfter oder Tischkreissäge fehlt es der Flashfish A501 dann aber an Leistung. Die teils über 2000 W führen zum sofortigen Abschalten der Stromausgänge. Für moderate Verbraucher wie Ladegeräte, Bohrmaschine, Stichsäge oder unseren Rasentrimmer ist die Powerstation aber gut geeignet.

Kommen wir nun zur Lautstärke. Bei einer Leistungsabgabe von unter 200 W bleiben die internen Lüfter der Powerstation stumm und es ist lediglich ein minimales elektrisches Surren wahrnehmbar. Bei mehr als 200 W schalten sich die Lüfter dann regelmäßig und deutlich hörbar zu. Beim Ladevorgang ist die Lüftung ebenfalls nicht aktiv. Insgesamt ist die Geräuschentwicklung somit völlig im Rahmen.

Nach den Leistungstests laden wir die leeren Li-Ion-Akkus mit 540 Wh mit dem mitgelieferten 100-W-Netzteil auf. Die Ladezeit von rund sechseinhalb Stunden ist zwar lang, aber letztlich durchschnittlich. Wer eine Schnellladefunktion will, sollte sich Ecoflow River (Testbericht), Ecoflow Delta (Testbericht) und Anker 757 (Testbericht) ansehen – die brauchen nur rund eineinhalb Stunden, trotz teils deutlich höherer Kapazität.

Anschließend prüfen wir, wie viel Strom wir aus den Akkus entnehmen können. In fünf verschiedenen Durchläufen ziehen wir in je nach angeschlossenen Verbrauchern zwischen 442 und 471 Wh aus der A501. Im besten Fall entspricht das hinsichtlich der Kapazität einem Verlust von knapp zwölf Prozent. Im schlimmsten Fall gehen etwa 18 Prozent verloren. Ein üblicher Wert. Ganz allgemein spricht man von einer nutzbaren Kapazität von rund 85 Prozent. Wie hoch der Umwandlungsverlust in der Praxis ausfallt, ist immer von den angeschlossenen Verbrauchern abhängig. Die geringsten Verluste gibt es beim Einsatz von 12-V-Geräten an den Gleichstromausgängen. Am meisten verliert man erfahrungsgemäß beim Einsatz leistungsschwacher 230-V-Verbraucher. Unseren PC Arbeitsplatz mit Notebook, zwei Monitoren, Drucker, Telefon und zusätzlichen Verbrauchern (insgesamt etwa 120 W) versorgt die Powerstation rund vier Stunden lang.

Die Tests mit dem universellen 100-W-Solarpanel SP100 von iMars verlaufen ebenfalls erfolgreich. Bei guten Wetterbedingungen benötigen wir damit trotzdem fast acht Stunden, um die Powerstation voll aufzuladen.

Während der Tests mit dem Solarpanel zeigt dann auch die größte Einschränkung der A501: Gleichzeitig Laden und Ausgeben von Wechselstrom ist hier nicht möglich. Nur so aber wäre ein dauerhafter Einsatz fernab der Steckdose sinnvoll möglich. So kann man zwar per Solar laden, aber eben nicht gleichzeitig die Kühlbox mit Strom versorgen, was die Nutzung deutlich einschränkt. Eine als Solargenerator beworbene Powerstation sollte das können! Diese Einschränkung kennen wir so bisher nur von etwa BW-PG2 von Blitzwolf (Testbericht) oder Revolt ZX3012 (Testbericht).

Die Flashfish A501 regulär etwa 550 bis 650 Euro, bei Geekmaxi ist sie zum Testzeitpunkt auf 477 Euro reduziert. Bei Banggood ist das Modell ab 502 Euro erhältlich. Das ist hinsichtlich der Kapazität und Leistung in Ordnung.

Die Flashfish A501 ist mehr Powerstation als Solargenerator. Was fehlt, ist die Möglichkeit Geräte dauerhaft mit Strom zu versorgen und zeitgleich den Akku per Solar nachzuladen. Für Camper und Daueranwendungen ist das Modell somit nur eingeschränkt geeignet. Hier bieten sich als Alternative etwa die Modelle Blitzwolf-PG1 (Testbericht), Flashfish UA550 (Testbericht) und Xmund -XD-PS10 (Testbericht) an.

Design, Größe, Kapazität und Leistung sind hinsichtlich des Preises aber völlig in Ordnung. Wer lediglich eine mobile Steckdose für elektronische Gadgets sucht, der bekommt hier ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis geboten. Um unterwegs RC-Auto, Drohne, Kamera oder andere moderate Verbraucher mit Strom zu versorgen, ist die A501 von Flashfish optimal geeignet. Auch zur mobilen Nutzung von kabelgebundenem Werkzeug bietet sich die Powerstation an – wenn dieses die 500 W nicht übersteigt.

Wer während des Ladevorgangs auch 230 V nutzen will, sollte sich alternativ die Modelle Blitzwolf-PG1 (Testbericht), Flashfish UA550 (Testbericht) und Xmund -XD-PS10 (Testbericht) ansehen. Weitere Ratgeber und Einzeltests finden sich auf unserer Themenseite Powerstations.

Mehr zu den Themen Outdoor und Camping zeigen unsere Themenwelten. Hier haben wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern getestet, Ferngläser mit Entfernungsmesser ausprobiert oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte. Mehr zu Powerstations zeigen unsere Ratgeber Gadgets gegen den Blackout und Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku und 230-V-Steckdose.

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